Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen der Bankenbranche

Eine vergleichende Analyse zur Aussagefähigkeit


Bachelorarbeit, 2013

106 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit

2. Nachhaltigkeit
2.1 Historische Entwicklung der Nachhaltigkeit
2.2 Definition und Dimensionen der Nachhaltigkeit

3. Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.1 Begriffsabgrenzung
3.2 Motive für Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.3 Interessengruppen
3.4 Entwicklung und Konzept der Nachhaltigkeitsberichterstattung
3.5 Glaubwürdigkeit und Qualität von Nachhaltigkeitsberichten

4. Nachhaltigkeit in der Bankenbranche 16
4.1 Stellung der Bankenbranche in einer Volkswirtschaft
4.2 Nachhaltigkeitsherausforderungen der deutschen Bankenbranche
4.3 Beispiel eines Branchenstandards für Nachhaltigkeit

5. Untersuchung der Nachhaltigkeitsberichte
5.1 Untersuchungsmethodik des IÖW/future-Rankings
5.1.1 Entwicklung und Zielsetzung
5.1.2 Konzept und Aufbau der Bewertung
5.1.3 Methodisches Vorgehen der Analyse
5.2 Nachhaltigkeitsberichterstattung der Commerzbank 2009 und
5.2.1 Unternehmensprofil Commerzbank AG
5.2.2 Analyse und Auswertung der Berichte
5.2.2.1 Teil A: Materielle Anforderungen an die Berichterstattung
5.2.2.2 Teil B: Allgemeine Berichtsqualität
5.2.3 Zwischenfazit zur Berichterstattung der Commerzbank
5.3 Nachhaltigkeitsberichterstattung der Deutschen Bank 2009 und
5.3.1 Unternehmensprofil Deutsche Bank AG
5.3.2 Analyse und Auswertung der Berichte
5.3.2.1 Teil A: Materielle Anforderungen an die Berichterstattung
5.3.2.2 Teil B: Allgemeine Berichtsqualität
5.3.3 Zwischenfazit zur Berichterstattung der Deutschen Bank

6. Vergleichende Analyse der Nachhaltigkeitsberichte
6.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bewertung
6.2 Gesamtbewertung der Nachhaltigkeitsberichterstattung

7. Fazit und Ausblick

Anlagenverzeichnis VI

Anlagen VII

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Struktureller Aufbau dieser Arbeit

Abbildung 2: Triple-Bottom-Line Modell der Nachhaltigkeit

Abbildung 3: Definitionen CSR und korrespondierende Begriffe

Abbildung 4: Mögliche Adressaten und ihre Informationsinteressen

Abbildung 5: Einfluss der Stakeholdergruppen und zukünftige Bedeutung

Abbildung 6: Anteil systematischer Nachhaltigkeitsberichterstattung

Abbildung 7: Primäre Form der Nachhaltigkeitskommunikation in Deutschland

Abbildung 8: Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung im Vergleich

Abbildung 9: Rolle der Banken im Wirtschaftskreislauf

Abbildung 10: Punkteverteilung derBerichte 2009 und 2011

Abbildung 11:Zusammenführung der Berichtselemente

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Branchenaufteilung im IÖW/future-Ranking

Tabelle 2: Bewertungsschema des IÖW/future-Ranking

Tabelle 3: Bewertungsskala im IÖW/future-Ranking

Tabelle 4: Ausgewählte Kennzahlen der Commerzbank AG

Tabelle 5: Ausgewählte Kennzahlen der Deutschen Bank AG

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Klimawandel, Rohstoffknappheit, Finanz- und Wirtschaftskrise – die Liste der dringend zu lösenden globalen Probleme ist lang. Sie greifen ineinander, befeuern sich gegenseitig und werden zum Symptom einer Krise des gesamten Systems. Unsere Gesellschaft steht vor einem Umbruch. [1]

Durch die Krisen der vergangenen Jahre[2] und die darauf gefolgten politischen Entscheidungen[3], findet eine zunehmende Medialisierung des Themas Nachhaltigkeit (engl.Sustainability) statt. Damit wächst der öffentliche und auch politische Druck auf Unternehmen, einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Aus diesem Grund ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung in den vergangenen Jahren zu einem immer aktuelleren und wichtigeren Instrument der Unternehmenskommunikation geworden. Standen bisher vor allem produzierende und verarbeitende Unternehmen im Fokus der Öffentlichkeit, wurde mit dem Beginn der Finanzkrise 2008 deutlich, dass auch die Unternehmen der Finanzbranche Mitverantwortung für nachhaltige Entwicklung tragen müssen. Aus diesem Grund veröffentlichen immer mehr Finanzunternehmen Nachhaltigkeitsberichte[4], um Transparenz über die nachhaltigen Ziele und Maßnahmen zu schaffen.

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung (engl. „ Sustainability Reporting “) ist ein Instrument zur Verringerung von Informationsasymmetrien[5]. Die Nachhaltigkeits-berichterstattung stellt Informationen über das ökologische, ökonomische und soziale Handeln des Unternehmens bereit.

Aufgrund der bisher fehlenden verbindlichen Regulierung der Nachhaltigkeitsbericht-erstattung, gibt es hinsichtlich der Aussagefähigkeit der Berichte große Qualitäts-unterschiede[6].

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel dieser Arbeit, die Nachhaltigkeitsberichte der Bankenbranche auf ihre Qualität und die damit verbundene Aussagekraft zu untersuchen. Dafür wurden die Berichte von 2009 und 2011 der beiden größten deutschen Banken[7] für die Untersuchung ausgewählt. Diese sind die Deutsche Bank AG und die Commerzbank AG.

Aus dieser Zielsetzung ergeben sich folgende Forschungsfragen für diese Arbeit:

1. Welche Interessengruppen sollen mit den Berichten angesprochen werden?
2. Was sind typische Kennzahlen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Banken und wie ändern sich diese im Zeitablauf?
3. Gibt es wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Berichterstattung zwischen den Instituten und sind die Berichte miteinander vergleichbar?

1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit

Die in Kapitel 1 dargestellte Zielsetzung und die sich daraus ergebenen Fragen sollen anhand einer Literaturrecherche und der Auswertung der Nachhaltigkeits-berichte der Deutschen Bank und der Commerzbank aus 2009 und 2011 beantwortet werden.

In Kapitel 2 wird der Begriff Nachhaltigkeit genauer definiert und die Dimensionen der Nachhaltigkeit werden beschrieben. In Kapitel 3 werden die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung prägnant dargestellt, um einen Überblick über Motive, Adressaten und Entwicklung zu geben.

Kapitel 4 soll den Stellenwert von Banken in einer Volkswirtschaft und die Besonderheiten der Bankenbranche aufzeigen, da dies für genauere Betrachtung der Nachhaltigkeitsberichte notwendig ist.

Als Schwerpunkt dieser Arbeit werden in Kapitel 5 die Nachhaltigkeitsberichte der Commerzbank AG sowie der Deutschen Bank AG aus 2009 und 2011 analysiert. Dafür werden die Berichte anhand des Bewertungsschemas des IÖW/future-Rankings[8] mit den Branchenergänzungen für Banken untersucht. Die beiden Berichte der jeweiligen Bank werden im Zeitablauf über zwei Perioden verglichen und Entwicklungen hervorgehoben.

In Kapitel 6 erfolgt eine Gegenüberstellung der ausgewerteten Nachhaltigkeits-berichte beider Banken. Dort werden wesentliche Unterschiede und Gemein-samkeiten dargestellt. Die Untersuchungsergebnisse und die wichtigsten Punkte der Analyse werden prägnant vorgestellt und eine Gesamtbeurteilung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung beider Institute vorgenommen.

Da die Thematik der Nachhaltigkeitsberichterstattung einem ständigen Wandel unterliegt, wird in Kapitel 7 ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Struktureller Aufbau dieser Arbeit

Quelle: Eigene Darstellung

2 Nachhaltigkeit

2.1 Historische Entwicklung des Gedankens der Nachhaltigkeit

Der Nachhaltigkeitsgedanke geht auf den sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645 – 1714) zurück. Er entwickelte den forstwirtschaftlichen Gedankenansatz, dass nur so viele Bäume geschlagen werden dürften, wie planmäßig nachgepflanzt werden können, um die natürlichen Ressourcen zu erhalten und zu schonen.[9]

Zur internationalen Etablierung des Nachhaltigkeitsgedankens kam es nach der Veröffentlichung des kritischen Forschungsberichtes „Grenzen des Wachstums“ 1972 durch den Club of Rome. In diesem Bericht wird der übermäßige Verbrauch der begrenzten Ressourcen auf der Erde dargestellt und kritisiert.[10]

Aus diesem Ansatz entwickelte sich ein gesellschaftliches Leitbild, das beim Weltgipfel der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992 als Klimarahmenkonvention international anerkannt und verabschiedet wurde.[11] Diese Konvention fordert Regierungen, Organisationen, Unternehmen und Verbraucher auf, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Erde zu leisten.

In Deutschland wurde dieses Leitbild in die „ nationale Nachhaltigkeitsstrategie[12] übernommen und Maßnahmen sowie Strategien zur nachhaltigen Entwicklung definiert[13]. Ein Beispiel für dieses Umdenken auf nationaler Ebene ist der umfangreiche Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien[14] durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG).

2.2 Definition und Dimensionen der Nachhaltigkeit

Einen maßgeblichen Einfluss auf die moderne Definition der Nachhaltigkeit hatte der Bericht der Brundtland-Kommission[15], welche von den Vereinten Nationen 1983 gegründet wurde.

Sie definiert Nachhaltigkeit in ihrem 1987 erschienen Bericht „Our Common Future" als: „[...] eine Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen.“[16]

Nachhaltigkeit wird heute in der Regel in drei Dimensionen unterteilt, in die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Durch die Darstellung im Triple-Bottom-Line Modell wird anschaulich gezeigt, dass die einzelnen Dimensionen ein gleichberechtigter Teil des Nachhaltigkeitsbegriffes sind.[17]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Triple-Bottom-Line Modell der Nachhaltigkeit

Quelle: Ernst & Young (o.J.), o.S.

Obwohl in der medialen Wahrnehmung der Bevölkerung die ökologische Nachhaltigkeit im Vordergrund steht[18], sind die anderen Bereiche als gleichwertig zu betrachten.

Es kann jedoch zu Zielkonflikten kommen, wenn gegenläufige Effekte zwischen den Dimensionen bestehen, beispielsweise zwischen der ökologischen und ökonomischen Dimension. In diesem Fall muss unter Abwägung der Kriterien eine Priorität gesetzt werden.[19]

Ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit

Die ökonomische (engl. „economic) Dimension der Nachhaltigkeit spiegelt den Erhalt und Mehrung des Finanz- und Sachkapitals wieder[20]. Der unternehmerische Fokus soll auf langfristige Unternehmensentwicklung gesetzt werden und nicht auf kurzfristige Zielerreichung.

Ökologische Dimension der Nachhaltigkeit

Die hohe Bedeutung von ökologischer (engl. „enviromental) Nachhaltigkeit für die Gesellschaft lässt sich schon aus der Verankerung im Grundgesetz erschließen:

Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung. [21]

Im Fokus dieser Entwicklung steht die Verbesserung der Umweltqualität, die Verringerung des Rohstoff- und Energieverbrauchs, Schutz und Erhalt der biologischen Artenvielfalt sowie die Risikovermeidung für Mensch und Tier.[22]

Soziale Dimension der Nachhaltigkeit

Leitgedanke der sozialen (engl. „social) Nachhaltigkeit ist die Stärkung und der Schutz der Menschenrechte und der Chancengleichheit. Das beinhaltet auf Unternehmensebene die konsequente und strikte Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie die Förderung von Arbeitnehmern. Weiterhin sollten die Unternehmen ihre Lieferketten auf die Verletzung von Menschenrechten hin überprüfen, wie z.B. Kinder- oder Zwangsarbeit[23] und daraus Maßnahmen zur Verhinderung ableiten.

3 Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

3.1 Begriffsabgrenzung

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung hat im Vergleich zur Finanzberichterstattung eine junge Geschichte. In der Literatur tauchen für den Begriff der unternehmerischen Nachhaltigkeit unterschiedliche Begriffe auf, welche die Verantwortung für nachhaltige Entwicklung von Unternehmen beschreiben.[24]

Der Begriff der Corporate Social Responsibility (CSR) wurde 2001 von der Europäischen Kommission geprägt, die CSR als ein Konzept beschreibt, „ das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren. [25] Weitere verwendete Begriffe für die CSR sind Social Responsibility (SR)[26], Corporate Responsibility (CR)[27] und CSR 2.0, wie in Abbildung 3 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Definitionen CSR und korrespondierende Begriffe

Quelle: Loew et al. (2013), S. 6.

3.2 Motive für Nachhaltigkeitsberichterstattung

Der Mehraufwand durch die freiwillige Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten wird durch unterschiedliche Motive gerechtfertigt, die in diesem Abschnitt erläutert werden. Die Motive lassen sich in markt-, management- und öffentlichkeitsorientierte Motive unterteilen, welche sich jedoch teilweise überschneiden können.

Beim marktorientierten Motiv sind marktbezogene Überlegungen der wesentlichste Treiber für die Entscheidung, Nachhaltigkeitsberichte zu veröffentlichen. In manchen Branchen und Segmenten wie z.B. Kosmetika sind ökologische und soziale Sachverhalte ein wesentlicher Teil des Kaufkriteriums.[28] Durch CSR Aktivitäten sowie transparente Berichterstattung können Wettbewerbsvorteile generiert werden.

Beim managementorientierten Motiv liegt der Fokus auf der Förderung des internen Ökologie- und Sozialmanagements. Diese Berichte sind i.d.R. sehr einfach gestaltet und legen ihr Hauptaugenmerk auf die Motivation der Mitarbeiter durch den verbesserten Informationszugang zu Nachhaltigkeitsthemen, welche das Unternehmen betreffen.[29]

Ein weiteres Motiv für die Erstellung kann öffentlicher Druck[30] sein. Es gibt Branchen und Unternehmen, die in Folge von Umweltskandalen oder Sozialthemen[31] besonders in der öffentlichen Kritik stehen und deshalb gezwungen sind, nachhaltige Entwicklung zu fördern und diese mit Berichten zu belegen. Durch diese öffentlichkeitsorientierten Motive werden mittels transparenter und offener Bericht-erstattung die Grundvoraussetzungen geschaffen, um weitere Imageschäden zu vermeiden[32].

3.3 Interessengruppen

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung dient den Interessengruppen[33] als Informationsquelle. Aus diesem Grund ist es für die Unternehmen wichtig, diese Interessengruppen zu kennen, um auf deren Informationsbedürfnisse eingehen zu können.

Zu den Interessengruppen von Nachhaltigkeitsthemen gehören nicht nur die primär im Lagebericht angesprochenen Kapitalgeber, sondern auch die Stakeholder[34] eines Unternehmens wie z.B. Kunden, Lieferanten, NGOs und staatliche Institutionen. Abbildung 4 zeigt mögliche Adressaten und ihre Informationsinteressen an unternehmerischen Nachhaltigkeitsthemen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Mögliche Adressaten und ihre Informationsinteressen

Quelle: IÖW/imug (2001), S.13.

Laut einer Studie unter den 150 größten deutschen Unternehmen der „Akzente Kommunikation und Beratung GmbH“ und des „Institute 4 Sustainability“ gehören zu den wichtigsten Adressaten von Nachhaltigkeitsberichten Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten/Geschäftspartner und Investoren[35], siehe Abbildung 5.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Einfluss der Stakeholdergruppen und zukünftige Bedeutung

Quelle: Institute 4 Sustainability (2010), S. 11.

Nachfolgend werden die Interessengruppen Kunden, Mitarbeiter und Investoren mit ihren jeweiligen Informationsinteressen näher beschrieben.

Die Kunden gehören aus Unternehmenssicht zur wichtigsten Interessengruppe. Durch die hohe Medialisierung des Themas Nachhaltigkeit steigen die Anforderungen der Kunden an das Unternehmen. Es entsteht eine zunehmend kritische Grundhaltung[36] in der Bevölkerung gegenüber den Unternehmen, da ihnen die Schuld an ökologischen und sozialen Missständen gegeben wird. Das beeinflusst die Wahrnehmung der Unternehmen in der Bevölkerung. Dies kann sich nachteilig auf die Kaufentscheidung der Kunden auswirken.[37]

Zu den primären Informationsinteressen der Kunden gehören ökologische und soziale Themen, wie z.B. Einhaltung von Arbeitsschutzmaßnahmen des Unternehmens und bei Zulieferern sowie die Umweltschutzmaßnahmen bei der Produktion.

Die persönlichen Wertvorstellungen der Mitarbeiter zum Thema Nachhaltigkeit bestimmen nicht nur das private, sondern auch ihr berufliches Umfeld[38]. Die Mitarbeiter müssen sich mit dem Unternehmen identifizieren können und ihre Werte im Unternehmen wiederfinden. Wenn sich ein Mitarbeiter sehr für ökologische Nachhaltigkeit interessiert, wird der Mitarbeiter auch ökologische Nachhaltigkeit von seinem Arbeitgeber erwarten. Zum primären Informationsinteresse der Mitarbeiter gehört vor allem die soziale Nachhaltigkeit, wie z.B. gute Arbeitsbedingungen, Karrieremöglichkeiten und Arbeitsplatzsicherheit.[39]

Investoren haben als Kapitalgeber einen fundamentalen Einfluss auf die Handlungen eines Unternehmens. Ihre primären Informationsinteressen liegen auf ökonomischer Ebene, jedoch ist der Trend[40] zu erkennen, dass vielen Kapitalgebern auch Aspekte des sozialen und ökologischen Handels von Bedeutung sind.

Dies verdeutlicht auch der Sachverhalt, dass der Markt für nachhaltige Investments, wie z.B. Nachhaltigkeitsfonds, die in ökologische Projekte investieren, jährlich zweistellige Zuwachsraten[41] aufweist. Neben Privatanlegern investieren auch institutionelle Anleger vermehrt in nachhaltige Finanzprodukte.[42]

In diesem Anlageverhalten spiegelt sich auch der Trend der Nachhaltigkeit in der Bevölkerung wieder. Es liegt nicht mehr nur der Fokus auf Renditegesichtspunkten, sondern auch auf nachhaltigen Kriterien, wie beispielsweise ökologische Aspekte bei Investmentprodukten.

3.4 Entwicklung und Konzept der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die ersten Berichterstattungen mit Bezug zur Nachhaltigkeit sind Ende der 1970er Jahre in Form von Umwelt- und Sozialberichten entstanden[43], in welchen der Einfluss von Unternehmensaktivitäten auf sozialer und ökologischer Ebene dargestellt wurde.

Es besteht in Deutschland, wie in den meisten Ländern der Welt, keine explizite Pflicht zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes[44]. In Deutschland verpflichten die §§ 289 Abs. 3, 315 Abs. 1 Satz 3 HGB Konzerne und große Kapital-gesellschaften (nach § 267 HGB), im Lagebericht ökologische und soziale Kenn-größen anzugeben, welche einen wesentlichen Einfluss auf das Unternehmen haben.[45] Diese Angaben im Lagebericht sind jedoch auf die Informationsinteressen der Kapitalgeber zugeschnitten, welche primär ein finanzielles Interesse am Unternehmen haben.[46] Weiterhin schreibt der Deutsche Corporate Governance-Kodex (DCGK) Regeln zur guten Unternehmensführung vor[47], liefert jedoch keine weiteren Nachhaltigkeitsinformationen. Es bedarf aus diesem Grund eines weiteren Instruments, um die Informationsbedürfnisse der anderen Interessengruppen zu befriedigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Anteil systematischer Nachhaltigkeitsberichterstattung

Quelle: KPMG (2011), S. 10.

Abbildung 6 verdeutlicht den Trend[48], dass immer mehr Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen. Im Zeitablauf ist deutlich zu erkennen, dass gerade internationale Konzerne, u.a. auch die DAX 30 Unternehmen, den Bedarf an zusätzlicher systematischer Nachhaltigkeitsberichterstattung erkannt haben.

Bei diesen Unternehmen liegt die Quote der Veröffentlichungen von Nachhaltigkeits-berichten deutlich höher als bei den anderen Unternehmen der Studie.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Primäre Form der Nachhaltigkeitskommunikation in Deutschland

Quelle: KPMG (2011), S. 10.

Die Abbildung 7 zeigt die Formate der Nachhaltigkeitskommunikation der 100 umsatzstärksten deutschen Unternehmen, die KPMG in ihrer Studie[49] untersucht hat. Die Darstellung verdeutlicht, dass bereits ein großer Teil der Unternehmen verschiedene Formen der Nachhaltigkeitsberichterstattung betreibt, um den wachsenden Bedürfnissen der Interessengruppen entgegen zu kommen.

3.5 Glaubwürdigkeit und Qualität von Nachhaltigkeitsberichten

Da es bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung noch keine gesetzlichen Vorgaben für Aufbau und Qualität der Berichte gibt, können Zweifel entstehen, was die Glaubwürdigkeit und die Aussagekraft der Berichte betrifft.[50] Um die Informations-bedürfnisse der Adressaten befriedigen zu können, greifen Unternehmen auf verschiedene Maßnahmen zurück, um die Glaubwürdigkeit und die Qualität der Berichte zu erhöhen.

Bei der Anwendung anerkannter Leitlinien können Unternehmen sich bei der Erstellung der Nachhaltigkeitsberichte auf Leitlinien und Empfehlungen von spezialisierten Institutionen beziehen, um die Berichte nach standardisierten Vorgaben zu erstellen. Dies kann es den Adressaten erleichtern, Berichte zu miteinander zu vergleichen.

Die Leitlinie der Global Reporting Initiative (GRI) ist aktuell die am häufigsten genutzte[51] Richtlinie, da sie weltweit anwendbare und standardisierte Regeln für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten beinhaltet. Ziel ist es, die Berichterstattung von ökonomischer, ökologischer und sozialer Leistung der Unternehmen auf ein mit dem Jahresabschluss vergleichbares Niveau zu bringen.[52] Der GRI Bericht soll eine „[...] ausgewogene und angemessene Darstellung der Nachhaltigkeitsleistung der berichtenden Organisation liefern und sowohl positive als auch negative Aspekte beinhalten.[53] Durch die hohe Standardisierung der Berichterstellung und der daraus resultierenden Aussagekraft sowie Vergleichbarkeit, bietet der Leitfaden eine Grundlage für glaubwürdige Berichterstattung. Bereits ein Großteil der untersuchten Unternehmen verwendet den GRI-Leitfaden zur systematischen Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten[54], wie Abbildung 8 darstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung im Vergleich

Quelle: KPMG (2011), S. 10.

Die freiwillige externe Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten erfolgt durch eine unabhängige Institution, i.d.R. durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, welche die Richtigkeit und ordnungsgemäße Ermittlung der Berichtsdaten überprüft und bestätigt.[55]

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat dafür den IDW Prüfungsstandard 821[56] entwickelt, welcher Kriterien zur Angemessenheit von Berichtsinhalten festlegt. Bei der externen Prüfung werden jedoch nur die vorhandenen Daten auf ihre Richtigkeit überprüft. Die Feststellung der Vollständigkeit des Berichts hinsichtlich weiterer für die Adressaten relevanten Aspekte ist nicht Bestandteil der Prüfung.[57] Externe Prüfungen sind eine gute Maßnahme, die vorhandenen Daten auf Richtigkeit zu prüfen, aber es kann keine vollumfängliche Sicherheit für die Adressaten geboten werden, dass alle relevanten Informationen im Bericht enthalten sind.

In Deutschland lassen 35% der 100 größten deutschen Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsberichte durch Prüfungsgesellschaften untersuchen. Im inter-nationalen Vergleich liegt die Quote bei den 250 größten Unternehmen weltweit bei 45% und damit höher als im deutschen Durchschnitt.[58]

Die Einbeziehung der relevanten Adressaten-Gruppen wie z.B. NGOs und Kunden ist eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit. Dies kann durch Dialoge oder in Form von Stakeholder-Kommentaren geschehen. Dabei verfassen die Stakeholder einen Kommentar[59], der sich kritisch mit den positiven und negativen Zusammenhängen der Unternehmensaktivität auf die Gesellschaft auseinander-setzt. Dieser Kommentar dient zur Information anderer Stakeholder und gibt eine differenzierte Meinung zum nachhaltigen Engagement des Unternehmens wieder. Dadurch wird eine Verbesserung der Glaubwürdigkeit der Berichterstattung angestrebt. Dabei ist jedoch durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Unabhängigkeit der kommentierenden Adressaten gewahrt bleibt.

4 Nachhaltigkeit in der Bankenbranche

4.1 Stellung der Bankenbranche in einer Volkswirtschaft

Das Bankensystem nimmt in Deutschland, wie in allen anderen Industrienationen der Welt, einen großen Stellenwert ein. Butollo beschreibt den Finanzsektor als das „Nervenzentrum jeder Volkswirtschaft“[60]. Die deutschen Kreditinstitute können mittels des „Drei-Säulen-Systems“ unterteilt werden. Die Säulen sind der Sparkassen-Sektor, der Genossenschaftsbanken-Sektor sowie der Sektor der Privatbanken. In Deutschland werden Unternehmen der Bankenbranche zugeordnet, wenn diese Bankgeschäfte nach dem Kreditwesengesetz (KWG) tätigen.[61] Zu ihren Aufgaben zählen u.a. die Versorgung von Haushalten und Unternehmen mit Krediten, Abwicklung des Zahlungsverkehrs, Tätigkeit als Kapitalsammelstelle, Depot- und Geldwechselgeschäfte sowie das Investmentbanking.[62] Zusammengefasst besteht die wesentliche Aufgabe einer Bank in der Intermediation zwischen den Wirtschaftssubjekten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Rolle der Banken im Wirtschaftskreislauf

Quelle: http://www.jugend-und-finanzen.de/fb.nsf/3400B688F6561E4FC12578A700346E76/$FILE/Geldkreislauf1.jpg

Datum letzter Abruf: 27.10.2013

Abbildung 9 verdeutlicht die zentrale Rolle und Aufgaben der Banken in einer Volkswirtschaft. Ohne ein funktionierendes Bankensystem besteht die Gefahr eines Zusammenbruchs des volkswirtschaftlichen Systems. Aus diesem Grund ist es von elementarer Bedeutung, dass die Finanzbranche nachhaltig und stabil ihre o.g. volkswirtschaftlichen Aufgaben erfüllen kann.

4.2 Nachhaltigkeitsherausforderungen der deutschen Bankenbranche

Die deutschen Bankinstitute sind aufgrund der Staatsschuldenkrise sowie den Nachwirkungen aus der Finanzkrise[63] mit besonderen ökonomischen Herausforderungen konfrontiert.[64] Aufgrund der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Banken untereinander gerieten viele Institute in eine „Schieflage“, die durch staatliche Unterstützungen ausgeglichen werden musste. Die in dieser Arbeit untersuchte Commerzbank AG musste beispielsweise mit 18 Mrd. €[65] gestützt werden.

Die deutsche Bankenlandschaft ist durch die vielen und z.T. neuen Akteure (z.B. Direktbanken und Auto-Banken) vor allem im Privatkundengeschäft sehr wettbewerbsintensiv, was die Erträge im klassischen Kreditgeschäft schrumpfen lässt.[66] Aus diesem Grund haben sich vor allem die international tätigen Institute wie die Deutsche Bank AG und die Commerzbank AG in der jüngeren Vergangenheit verstärkt auf das kurzfristig orientierte Investmentbanking konzentriert. Als Folge der Finanzkrise mussten diese Institute deshalb große Wertberichtigungen in ihren Portfolien vornehmen und ihre strategische Ausrichtung neu überdenken.

Durch den öffentlichen und politischen Druck sowie den strengeren Eigenkapitalvorschriften (Basel III Regelwerk) sind die Banken gezwungen, ökonomisch langfristiger zu agieren und ihre Risikomanagementsysteme[67] zu verbessern. Die Durchsetzung dieser Maßnahmen wird als Grundvoraussetzung für die zukünftige Stabilität angesehen.

Entsprechend der vorgestellten Dimensionen in Abschnitt 2.2 zählen zu den sozialen Herausforderungen der Bankinstitute beispielsweise der Stellenabbau, welcher durch die Sparpläne der Institute u.a. in Folge der Finanzkrise hervorgerufen wird. So will die Commerzbank AG Medienberichten zufolge bis zum Jahr 2016 rund 5.200 Vollzeitstellen im Konzern streichen.[68]

Die ökologischen Auswirkungen des Bankgeschäftes sind im Vergleich zu anderen Branchen gering, aber dennoch vorhanden.[69] Der Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen (VfU) hat best-practice-Standards entwickelt, um beispielsweise Dienstreiseverkehr, Energie- und Papierverbrauch zu mindern.[70] Durch ihre Rolle als Kreditgeber haben Banken auch einen gesamtwirtschaftlichen Einfluss auf das Tempo der Entwicklung ökologischer Projekte, wie z.B. den Ausbau erneuerbarer Energien. Durch gezielte Förderung und Unterstützung bei der Kreditvergabe kann diese Entwicklung vorangetrieben werden.

4.3 Beispiel eines Branchenstandards für Nachhaltigkeit

Standard der Equator Principles

Bei dem Standard der Equator Principles (EP) handelt es sich um ein internationales freiwilliges Regelwerk für Banken, das soziale und ökologische Aspekte in der Finanzierung von Großprojekten berücksichtigt. Die EP sind vor allem in Ländern mit geringen sozialen und ökologischen Mindeststandards von Relevanz.[71] Die Equator Principles wurden als Reaktion auf umstrittene Großprojekte entwickelt, wie z.B. die Planung des IIisu Staudamms in der Türkei, bei dem 40.000 Menschen hätten umgesiedelt werden müssen[72].

Im Mittelpunkt dieser zehn definierten Richtlinien steht die Einstufung des Risikos hinsichtlich Umwelt- und Sozialstandards[73] sowie die Einhaltung von Menschen-rechten und Arbeitsbedingungen. Inzwischen haben sich 79 Institute an den Prinzipien beteiligt, darunter die Citigroup Inc., JPMorgan Chase and Co. und deutsche Institute wie die DekaBank und die KFW Ipex-Bank.[74] Jedoch ist es fraglich, inwieweit die Projektfinanzierung durch diese Regelwerke beeinflusst wird, wenn sich für die Banken lukrative Geschäfte bei Großkrediten ergeben.

5 Untersuchung der Nachhaltigkeitsberichte

Das folgende Kapitel bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit. Darin werden die Nachhaltigkeitsberichte aus 2009 und 2011 der Commerzbank AG sowie der Deutschen Bank AG ausgewertet. Diese Auswertung bildet die Grundlage für die Analyse der Aussagefähigkeit der Berichterstattung. Weiterhin soll sie zur Beantwortung der eingangs formulierten Fragestellung dienen.

Die Fragen zu Beginn dieser Arbeit waren:

1. Welche Interessengruppen sollen mit den Berichten angesprochen werden?
2. Was sind typische Kennzahlen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Banken und wie ändern sich diese im Zeitablauf?
3. Gibt es wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Berichterstattung zwischen den Instituten und sind die Berichte miteinander vergleichbar?

5.1 Untersuchungsmethodik des IÖW/future-Rankings

Um eine valide Bewertung über die Aussagefähigkeit von Nachhaltigkeitsberichten abgeben zu können, bedarf es eines Instruments, um diese qualitativ zu bewerten. Als mögliches Instrument bietet sich das Bewertungsschema des IÖW/future-Rankings an, das im Folgenden konzeptionell vorgestellt werden soll.

5.1.1 Entwicklung und Zielsetzung

Das IÖW/future-Ranking ist ein gemeinsam initiiertes Projekt des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Unternehmerinitiative future e.V. .

Das Ranking soll mittels sozialer, ökologischer und managementorientierter Bewertungskriterien deutsche Nachhaltigkeitsberichte hinsichtlich ihrer Aussagekraft bewerten und zur Erstellung von Ranglisten dienen.[75]

Seit dem Jahr 2000 wird das IÖW/future-Ranking mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) für die 150 größten deutschen Unternehmen erstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Branchenaufteilung im IÖW/future-Ranking

Quelle: In Anlehnung an: IÖW/future (2011a), S. 4.

Das Ranking wird seit 2005 in einem 2-jährigen Turnus erstellt und veröffentlicht. Die fortlaufende Weiterentwicklung des Bewertungskatalogs wird mit Hilfe von Dialog-Workshops bewerkstelligt, in denen Vertreter von Unternehmen, Politik, Verbänden, NGOs und Wissenschaft über Entwicklungen und Verbesserungen diskutieren.[76]

Maßgeblichen Einfluss auf die Weiterentwicklung haben auch Leitfäden und Empfehlungen internationaler Organisationen wie z.B. die Global Reporting Initiative (GRI), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) oder die International Organization for Standardization (ISO), da diese Institutionen dieselbe Zielstellung einer standardisierten und qualitativ hochwertigen Nachhaltigkeitsberichterstattung verfolgen.[77]

Das Hauptziel der IÖW/future-Rankings ist die Förderung des Wettbewerbs bei Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten und die damit einhergehende kontinuierliche Verbesserung der Berichterstattung von Unternehmen.

Das IÖW/future-Ranking soll dabei die Unternehmensberichterstattung vergleichbar machen, den Wettbewerb fördern, die Gesellschaft informieren, Lernprozesse an-stoßen, konstruktive Dialoge fördern und durch die kritische Bewertung eine Basis für die Weiterentwicklung des unternehmerischen Handelns schaffen.[78]

5.1.2 Konzept und Aufbau der Bewertung

Die Bewertung der ausgewählten 150 Unternehmen erfolgt in einem mehrstufigen Prozess. Bewertungsgegenstand sind dabei die eigenständigen „ Umwelt-, Nachhaltigkeits- und CSR-Berichte oder vergleichbare Unternehmens-berichte, die sich auf das gesamte Unternehmen und einen eindeutigen Berichts-zeitraum beziehen.[79]

Die Bewertung wird mittels eines Kriterienkatalogs bewerkstelligt, der aus allgemeinen Kriterien mit zusätzlichen Branchenergänzungen besteht. Es gibt für alle Branchen spezielle Kriterien, um eine verlässliche Bewertung abgeben zu können. Da die Nachhaltigkeitsschwerpunkte in den einzelnen Branchen teilweise verschieden sind, bedarf es beispielsweise bei Banken in manchen Punkten wie z.B. dem Ressourcenverbrauch einer anderen Bewertung als bei Chemieunternehmen.

Das Kriterien-Set besteht aus zwölf Hauptkriterien sowie aus 48 Einzelkriterien[80], die die materiellen Berichtsanforderungen und die Anforderungen an die allgemeine Berichtsqualität adressieren, siehe Tabelle 2. Materielle Berichtsanforderungen gehen dabei auf soziale, ökologische und ökonomische Aspekte des Unternehmens ein. Die Kriterien der allgemeinen Berichtsqualität analysieren, inwieweit die Anforderungen zur Berichterstellung erfüllt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Bewertungsschema des IÖW/future-Ranking

Quelle: IÖW/future (2011b), S. 8.

Aufgrund der unterschiedlichen Relevanz der einzelnen Teilbereiche des Bewertungsschemas wurden Gewichtungen für die Teilbereiche eingefügt. Das soll die Berücksichtigung besonders relevanter Themenbereiche in der Punkteverteilung ermöglichen.[81]

In der Bewertungsskala gibt es vier mögliche Stufen der Punktevergabe.[82] Fünf Punkte stellen dabei den höchsten Wert dar, der vergeben werden kann und spiegelt die vorbildliche Erfüllung der Anforderung wider.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Bewertungsskala im IÖW/future-Ranking

Quelle: In Anlehnung an: IÖW/future (2011b), S. 5.

Die Gesamtpunktzahl des Bewertungsschemas beträgt 700 Punkte, die erreicht werden können.

5.1.3 Methodisches Vorgehen der Analyse

Die Nachhaltigkeitsberichte der beiden Banken werden im Rahmen dieser Arbeit anhand des aktuellen IÖW/future Bewertungsschemas für Großunternehmen[83] bewertet. Zusätzlich wird die Bewertung durch die branchenspezifischen Kriterien[84] ergänzt. Dabei wird jedes Unterkriterium separat betrachtet. Bewertet wird der veröffentlichte CSR-Bericht und Internetquellen[85], sofern diese als direkter Verweis auf die Internetseite angegeben sind und die notwendigen Informationen bereitstellen.

In den Auswertungskapiteln 5.2.2 und 5.3.2 erfolgt die Bewertung der zwölf Hauptkriterien (A1 bis A8 und B1 bis B4, siehe Tabelle 2) unter Einbeziehung der jeweiligen Unterkriterien. Die allgemeine Darstellung und Aufteilung der Hauptkriterien und Unterkriterien wird im Anhang I dargestellt.

Die komplette und separate Auswertung jedes Unterkriteriums im Bewertungsschema befindet sich in tabellarischer Form im Anhang. Für die Commerzbank ist die Auswertung im Anhang II bis III und für die Deutsche Bank im Anhang IV bis V dargestellt.

5.2 Nachhaltigkeitsberichterstattung der Commerzbank 2009 und 2011

5.2.1 Unternehmensprofil Commerzbank AG

Die Commerzbank AG wurde im Jahr 1870 unter dem Namen „Commerz- und Discontobank“ in Hamburg gegründet.[86] Die Commerzbank ist heute, gemessen an der Bilanzsumme, das zweitgrößte Bankinstitut in Deutschland. Sie ist eine private Universalbank, welche im DAX an der Deutschen Börse gelistet ist.

Als Privat- und Geschäftskundenbank bietet die Commerzbank umfangreiche Finanzdienstleistungen an. Im Jahr 2008 übernahm die Commerzbank die Dresdner Bank, um u.a. ihr Filialnetz auszubauen und weiter zu wachsen.

Als Folge der Finanzkrise 2008 musste der staatliche Rettungsfonds SoFFin[87] die Commerzbank AG mit insgesamt 18,2 Mrd. €[88] in Form einer stillen Einlage stützen. Die Commerzbank stellt nach dem Financial Stability Board (FSB) ein systemrelevantes Institut[89] dar und unterliegt deshalb strengeren Eigenkapital-vorschriften.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Ausgewählte Kennzahlen des Commerzbank-Konzerns

Quelle: Eigene Darstellung

Die Commerzbank AG veröffentlicht seit 2005 in einem zweijährigen Turnus die Berichte zur unternehmerischen Gesamtverantwortung (CSR-Bericht).

Die Commerzbank stellt auf einer eigenen Internetseite zur Nachhaltigkeit[91] weitere Detailinformationen zur Verfügung und informiert über aktuelle Entwicklungen.

5.2.2 Analyse und Auswertung der Berichte

5.2.2.1 Teil A: Materielle Anforderungen an die Berichterstattung

A.1 Unternehmensprofil - Bewertung [92]

Die Berichte stellen die notwendigen Hintergrundinformationen über die Commerzbank AG als Unternehmen zur Verfügung. Es werden beispielsweise Sachverhalte wie Gewinn, Marktkapitalisierung und Eigentumsverhältnisse beschrieben.[93] Es erfolgt eine allgemeine Darstellung der Geschäftsbereiche und den Standorten. Wesentliche Mehrheitsbeteiligungen[94] werden exemplarisch mit ihren Nachhaltigkeitskonzepten vorgestellt.

Konkrete Mitarbeiterzahlen werden zwar dargestellt, jedoch findet keine Aufteilung nach Geschäftsbereichen oder nationalen wie internationalen Standorten statt. Es wird lediglich erstmals im Bericht 2011 national in „Standort Frankfurt“ und „übriges Deutschland“ unterschieden.[95] Aussagen über diese Sachverhalte wären hilfreich, um Informationen über Mitarbeiterbewegungen in den Segmenten und Standorten nachzuvollziehen.

In der Bewertung 2009 und 2011 konnte die Commerzbank 15 von maximal 25 Punkten erreichen.

A.2 Vision, Strategie und Management - Bewertung [96]

Im Bericht werden Nachhaltigkeitsvision[97] und -strategie erläutert. Das Nachhaltigkeits- und Reputationsmanagement[98], das alle Aktivitäten steuert und überwacht, ist direkt dem Vorstand unterstellt und unterrichtet den Aufsichtsrat.

Durch die Compliance-Abteilung und dem Regelwerk der UN Global Compact [99], soll die Rechtskonformität sämtlicher Aktivitäten des Unternehmens sichergestellt werden. Weiterhin erfolgt eine Darstellung relevanter Stakeholdergruppen[100] und Maßnahmen der Einbeziehung in die Entscheidungsprozesse. Chancen und Risiken für die Commerzbank werden thematisiert[101], jedoch sind diese sehr allgemein gehalten und wenig aussagekräftig für eine zielgerichtete Beurteilung.

Es fehlt in beiden Berichten eine reflektierende Aussage zur Finanzkrise und den daraus erfolgten Maßnahmen. Durch eine selbstkritische Analyse und die Vorstellung eines Maßnahmenpaketes zur Vermeidung solcher Risiken, wäre der Informations-gehalt für die Adressaten deutlich höher gewesen wäre.

In der Darstellung im Bericht fehlt die Beschreibung, wie Prozesse auf internationaler Ebene an anderen Unternehmensstandorten funktionieren. Es finden sich keine Aussagen darüber wie beispielsweise das Stakeholder-Management oder Compliance-Regelungen an den verschiedenen Standorten der Commerzbank umgesetzt werden.

In der Bewertung konnte sich die Commerzbank, durch die konkretere und aussage-fähigere Maßnahmendarstellung im CR-Programm[102], von 60 Punkten in 2009 auf 70 von 100 möglichen Punkten verbessern.

A.3 Ziele und Programm - Bewertung [103]

Die Ziele und die Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht werden in den Berichten eingehend erläutert, u.a. im CR-Programm[104] und in den jeweiligen Leistungsindikatoren[105].

Jedoch findet hierbei teilweise keine Operationalisierung der Ziele statt. Es erfolgt zwar eine Darstellung der Entwicklung, aber über den Grad der Zielerreichung und die konkreten messbaren Maßnahmen wird keine Aussage getroffen. Ein Beispiel dafür ist z.B. der Punkt der Energieeffizienz, hier sollen Stromeinsparungen durch modernere Beleuchtungstechnik erreicht werden. Es wird aber nur die Entwicklung dargestellt und keine konkrete Zielangabe gemacht, wie viele Geräte ausgetauscht werden sollen oder wie hoch der erwartete Einsparungsgrad ist.

Im Vergleich zu 2009 konnte die Commerzbank AG in 2011 ihre Punkte von 40 auf 60 von 100 maximal zu erreichenden Punkten erhöhen. Das liegt vor allem an dem gut strukturierten und ausführlichen Maßnahmenkatalog des CR-Programms.

A.4 Interessen der MitarbeiterInnen - Bewertung [106]

Beim Aspekt der Entgeltpolitik wird die Gesamtbelegschaft, ohne Aufteilung auf Standorte, systematisch in außertarifliche, tarifliche und gewerbliche Mitarbeiter unterteilt und im 2-Jahres-Trend die Entwicklung dargestellt.[107] Aussagen bezüglich der Bezahlung von Dienstleistern für die Commerzbank, wie Call-Center, Reinigungs- oder Wachschutzmitarbeiter werden in den Berichten nicht getroffen. Im Bericht 2011 werden erstmalig Aussagen über Lohndumping[108] getroffen. Diese Aussage gilt jedoch nur für tarifliche Mitarbeiter des Bankgewerbes und ist nicht aussagekräftig in Bezug auf Niedriglöhne externer Dienstleister.

Hilfreich wären Aussagen zu den Lohnverhältnissen bei außertariflichen und gewerblichen Mitarbeitern, da gerade diese Gruppen prädestiniert für Lohndumping und Niedriglöhne sind.

Zu den Arbeitszeitregelungen und Arbeitszeitmodellen für die Beschäftigten wird im aktuellen Bericht keine Stellung genommen[109]. Lediglich im CSR-Bericht von 2009 werden Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit und Telearbeit (Heimarbeit) kurz thematisiert und eine Nutzung von 20%[110] angegeben. Über die weitere Entwicklung und den aktuellen Status liegen keine Informationen vor.

Zur Aus- und Weiterbildung werden im Bericht Maßnahmen der Potentialentwicklung und Förderung[111] beschrieben. Dabei werden quantitative Aussagen über die durchschnittliche jährliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter differenziert nach Führungsebene und Gesamtbelegschaft getroffen. Eine weitere Detaillierung nach Schulungsschwerpunkten, konkreten Maßnahmen zur Weiterbildung, quantitative Entwicklung im Zeitablauf der Schulungsstunden oder Kosten sowie die Aufteilung auf Geschäftsbereiche findet nicht statt.

Die Arbeitnehmerrechte und Angaben zur Beschäftigung werden im UN Global Compact[112], den GRI Leistungsindikatoren „Menschenrechte“[113] sowie „Arbeitspraktiken und Beschäftigung“[114] beschrieben. Wünschenswert wäre eine Darstellung der Beschäftigungszahlen im 3-Jahres-Trend und auf Geschäftsbereiche aufgeschlüsselt gewesen, um die Personalbestandsentwicklung besser nachzuvoll-ziehen.

Zur Vielfalt und Chancengleichheit im Unternehmen werden in den Leistungsindikatoren „Menschenrechte“ sowie „Arbeitspraktiken und Beschäftigung“ umfangreiche Angaben gemacht. Es wird weiterhin auf die Anzahl der behinderten Mitarbeiter im Unternehmen eingegangen und beschrieben wie hoch der Besetzungsgrad behindertengerechter Stellen ist.[115]

Angaben werden im Bericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern gemacht. Es wird dargestellt, wie hoch der Anteil der weiblichen Führungskräfte in den Führungsebenen eins bis vier ist.[116] Jedoch werden hierbei keine Trendangaben durch die Angabe von Zahlen aus den vergangenen Jahren getätigt. Weiterhin werden Förderprogramme und Maßnahmen allgemein beschrieben, ohne auf konkrete Zahlen und Zielsetzungen einzugehen. Gehaltsdifferenzen zwischen Männern und Frauen werden mit Verweis auf Datenschutzrichtlinien nicht dargestellt. Stattdessen wird nur die Aufteilung des Geschlechterverhältnisses in den Tarifgruppen[117] dargestellt. Demnach arbeiten in der Tarifgruppe 1-3 bei der Commerzbank insgesamt 45 Personen, was angesichts eines tariflichen Stammpersonals von 21.000 Mitarbeitern sehr wenig erscheint. Da es keine weitere Erklärung zu dieser Abbildung gibt, lässt sich nicht beantworten, um welche Mitarbeiter und Stellen es sich dabei handelt.

Zu den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz erfolgen umfangreiche Angaben und Vorstellungen von Maßnahmen und Zielen.[118] Es werden jedoch keine Vorjahresvergleiche gemacht und Zahlenreihen aufgestellt, was die Aussagefähigkeit der absoluten Zahlen verringert da die Entwicklung nicht nachvollzogen werden kann.

Im Bericht werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und Mitarbeiterbindung vorgestellt, wie z.B. regelmäßige Feedbackgespräche.[119]

In beiden Berichten konnte die Commerzbank 41 von maximal 75 Punkten erreichen. Es werden die relevanten Themen angesprochen, aber es fehlen z.T. valide Zahlen für Entwicklungstendenzen oder eine detailliertere Darstellung der Sachverhalte.

A.5 Ökologische Aspekte der Produktion - Bewertung [120]

Die ökologischen Aspekte werden im Berichtsteil des GRI-Leistungsindikators "Ökologie" ausführlich beschrieben.[121]

Es erfolgen Darstellungen und Erklärungen zur CO2-Bilanz sowie zum Material- und Energieverbrauch mit den dazugehörigen Managementansätzen. Direkte und nach-prüfbare Zielsetzungen werden nur bei der Verringerung der Treibhausgas-emissionen dargestellt. So wurde eine Reduktion von 30% in 2011 gegenüber dem Berichtjahr 2007 angestrebt. Dieses Ziel wurde schon Ende 2010 erreicht und im Wesentlichen durch den deutlich erhöhten Anteil von Ökostrom beeinflusst.[122] Für die anderen Bereiche wurden zwar Maßnahmen erläutert, aber es fehlt auch hier eine Operationalisierung der Ziele.

Die Entwicklung der Kennzahlen zur Ökologie wird im 2-Jahres-Vergleich dargestellt. Es ist jedoch notwendig, die Entwicklung über drei oder mehrere Jahre darzustellen, um Trends zu erkennen und die Aussagekraft der dargestellten Zahlen zu erhöhen.

Die Berichte machen Angaben über geförderte Umwelt- und Naturschutzprojekte der Commerzbank, wie z.B. das „Praktikum für die Umwelt“[123].

Insgesamt konnte die Commerzbank in diesem Kriterium 50 von 75 Punkten erreichen, der Punktabzug in der Bewertung ist vor allem durch die fehlende Darstellung der Zahlen im 3-Jahres-Trend bedingt.

[...]


[1] Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (2011), S. 4.

[2] Beispiele dafür sind das Reaktorunglück in Fukushima, Tanker-Katastrophen, Finanzkrise und Hungersnöte.

[3] Einführung nationaler und internationaler Nachhaltigkeitsstrategien wie z.B. der Ausstieg aus der Atomenergie und Einführung des EEG in Deutschland.

[4] Vgl. IÖW/future (2012), S. 47.

[5] Vgl. Spreemann (1990), S. 2.

[6] PricewaterhouseCoopers (2011), S. 4.

[7] Gemessen an der aktuellen Bilanzsumme der Institute.

[8] Vgl. IÖW/future (2012), S. 3 ff.

[9] Vgl. Grunwald et al. (2012), S. 18.

[10] Vgl. Deutsche Gesellschaft Club of Rome (2013), S. 3 f.

[11] Vgl. Grunwald et al. (2012), S. 25.

[12] Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie wird im Fortschrittsbericht der Bundesregierung erläutert. (Vgl. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (2012), S. 24 f.)

[13] Vgl. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (2012), S. 24 f.

[14] Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (2012), S. 146 ff.

[15] Der offizielle Name war Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, der Name „Brundtland-Kommission“ entstand durch den norwegischen Vorsitzenden der Kommission Gro Harlem Brundtland.

[16] Vgl. Deutsche UNESCO-Kommission (2009), o.S.

[17] Vgl. Geßner (2007), S. 45.

[18] Vgl. Baums (2010), o.S.

[19] Vgl. Grunwald et al. (2012), S. 54.

[20] Vgl. Lackmann (2010), S. 7 ff.

[21] Artikel 20a Grundgesetz

[22] Vgl. Behrens (2005), S. 12.

[23] Vgl. Deutscher Bundestag (1998), S. 39.

[24] Vgl. Loew et al (2013), S. 5. ; Münstermann (2007), S. 4.

[25] Europäische Kommission (2011), S. 4.

[26] Begriff entstand nach der ISO Norm 26000.

[27] Ursprungsbegriff war CSR, jedoch in erster Definition von der EU war das „social“ im Wort irreführend. Deshalb entstand dieser Begriff.

[28] Vgl. IÖW/imug (2001), S. 10.; IÖW/future e.V. (2011), S. 6 f.

[29] Vgl. IÖW/imug (2001), S. 11.

[30] Vgl. TÜV Süd (2004), S. 4.

[31] Beispiele dafür sind die Ölpest durch die Explosion der Deepwater-Horizon von BP und die Kinderarbeitsvorwürfe bei Adidas-Zulieferern.

[32] Vgl. TÜV Süd (2004), S. 4.

[33] Das Wort Interessengruppen“ wird in dieser Arbeit synonym zum Wort Adressaten" verwendet.

[34] Vgl. Weber et. al. (2012), S. 19 ff.

[35] Vgl. Institute 4 Sustainability (2010), S.10

[36] Vgl. Weber et. al. (2012), S. 18 f.

[37] Vgl. Pfeifer (2008), S. 69 ff.

[38] Vgl. Weber et. al. (2012), S. 27 ff.

[39] Vgl. IÖW/imug (2001), S.13.

[40] Vgl. Weber et. al. (2012), S. 27 ff.

[41] Vgl. Bergius (2011), o.S.

[42] Vgl. Hüttermann/Unkhoff (2013), S. 391 f.

[43] Vgl. Lackmann (2010), S. 39.

[44] Ausnahmen sind hierbei z.B. kapitalmarktorientierte Unternehmen in Südafrika und Frankreich (Vgl. Noodt/Greede (2013), S. 714 f.)

[45] Vgl. Noodt/Greede (2013), S. 714 f.

[46] Vgl. Lackmann (2010), S. 33.

[47] Der DCGK ist fixiert im § 161 AktG und zugeschnitten auf börsennotierte Kapitalgesellschaften.

[48] Vgl. KPMG (2011), S. 7.

[49] Vgl. KPMG (2011), S. 10 ff.

[50] Vgl. IÖW/imug (2001), S. 44.

[51] KPMG (2011), S. 10.

[52] Vgl. GRI (2006), S. 40.

[53] Vgl. GRI (2006), S. 3.

[54] Vgl. KPMG (2011), S. 9 ff.

[55] Vgl. KPMG (2011), S. 23.

[56] Vgl. IÖW/imug (2001), S. 19.

[57] Vgl. IÖW/imug (2001), S. 45.

[58] Vgl. KPMG (2011), S. 17.

[59] Vgl. Stötzer (2009), S. 399 f.

[60] Vgl. Butollo (2006), S. 5.

[61] Vgl. Bergset et al. (2011), S. 53.

[62] Vgl. Becker/Peppmeier (2000), S. 21 ff.

[63] Auslöser der Finanzkrise war die Subprime-Krise am amerikanischen Immobilienmarkt und die eingegangenen Risiken der deutschen Institute in diesem Zusammenhang.

[64] Vgl. BaFin (2012), S. 31.

[65] Vgl. Kapitel 5.1.1

[66] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 56.

[67] Vgl. BaFin (2012), S. 12 f.

[68] Vgl. Handelsblatt-Online (2013), o.S.

[69] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 56.

[70] Vgl. VfU (2005), S.4 f.

[71] Vgl. Schenk (2010), S. 2 f.

[72] Vgl. Schenk (2010), S. 1.

[73] Vgl. Schenk (2010), S. 2 f.

[74] Vgl. Aachener Stiftung Kathy Beys (2013a), o.S.

[75] Vgl. IÖW/future (2011a), S. 2.

[76] Vgl. Rat für Nachhaltige Entwicklung (2008), S. 2.

[77] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 6 f.

[78] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 3.

[79] IÖW/future (2011b), S. 4.

[80] Eine detaillierte Gesamtübersicht aller Kriterien der Bewertung befindet sich in Anhang I.

[81] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 5.

[82] IÖW/future (2011b), S. 5.

[83] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 11 ff.

[84] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 59 ff.

[85] Die Bewertung von Informationen aus Internetquellen ist nur unter Punkt A1 Unternehmensprofil nicht zulässig, die erforderlichen Informationen müssen im Bericht enthalten sein. In der restlichen Bewertung sind Internetquellen erlaubt.

[86] Vgl. Commerzbank (2011), S. 1.

[87] Dieser ist ein Extrahaushalt der Bundesregierung zur Stützung nationaler Finanzinstitute: Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung der Finanzmarktstabilisierungsanstalt (SoFFin).

[88] Vgl. Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (2013), S. 1.

[89] Vgl. FSB (2011), S. 1 ff.

[90] Commerzbank (2011b), S. 2. ; Commerzbank (2013), S. 2.

[91] Abrufbar unter der URL: https://www.nachhaltigkeit.commerzbank.de/de/

[92] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 12.

[93] Commerzbank (2011c), S. 88 f.

[94] Commerzbank (2011c), S. 72 ff.

[95] Commerzbank (2011c), S. 122.

[96] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 14.

[97] Commerzbank (2011c), S. 4 ff.

[98] Commerzbank (2011c), S. 71.

[99] Die UN Global Compact sind ein Regelwerk der Vereinten Nationen zum Einsatz für Menschenrechte, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

[100] Commerzbank (2011c), S. 95.

[101] Commerzbank (2011c), S. 70.

[102] Corporate Responsibility Programm (Vgl. Commerzbank (2011c), S. 78 ff.)

[103] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 17.

[104] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 78 ff.

[105] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 102 ff.

[106] Vgl. IÖW/future (2011b), S. 18.

[107] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 121.

[108] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 105.

[109] Thematisierung der Modelle auf der Homepage, jedoch kein Verweis im Bericht darauf.

[110] Vgl. Commerzbank (2009), S. 79.

[111] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 126.

[112] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 86 f.

[113] Vgl. Commerzbank (2011c), S.120 ff.

[114] Vgl. Commerzbank (2011c), 130 ff.

[115] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 129.

[116] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 128 ff.

[117] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 129.

[118] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 124 ff.

[119] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 127.

[120] IÖW/future (2011b), S. 23.

[121] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 110 ff.

[122] Vgl. Commerzbank (2011c), S. 114 f.

[123] Vgl. Commerzbank (2009), S. 46 f.

Ende der Leseprobe aus 106 Seiten

Details

Titel
Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen der Bankenbranche
Untertitel
Eine vergleichende Analyse zur Aussagefähigkeit
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
106
Katalognummer
V276418
ISBN (eBook)
9783656694366
ISBN (Buch)
9783656698104
Dateigröße
1869 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Komplette und detaillierte Auswertung im Anhang.
Schlagworte
Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Bankenbranche, Integrated Reporting, Integrierte Berichterstattung, IÖW future Bewertung, Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten, Aussagekraft von Nachhaltigkeitsberichten, Nachhaltigkeitsberichte
Arbeit zitieren
Jens Stolzenburg (Autor), 2013, Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen der Bankenbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276418

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