Diese Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Seminars über Picasso, mit den Werken der „Rosa Periode“.
Pablo Picasso ist bekannt für sein ausgesprochen vielfältiges Werk, das verschiedene Techniken und Stile beinhaltet. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer der zahlreichen Schaffensphasen Picassos, nämlich der „klassischen“ Phase der Rosa Periode, in der Picasso die Tradition der Antike auf neue Weise interpretiert.
Innerhalb der Betrachtung dieser Phase sollen beispielhaft die beiden Werke „Knabe, ein Pferd führend“ und „Die Toilette“ näher betrachtet und interpretiert werden.
Ziel dieser Arbeit ist es nicht, diese Werke Picasso detailliert zu analysieren, sondern einen Einblick in diese Schaffensphase zu geben und herauszustellen, welche Bedeutung diese Phase in Picassos Gesamtwerk einnimmt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Picassos „klassische“ Werke aus der „Rosa Periode“
2.1 Der erste Abschnitt der „klassischen“ Periode
2.2 Der zweite Abschnitt der „klassischen“ Periode
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die „klassische“ Phase innerhalb von Picassos „Rosa Periode“ und analysiert, wie der Künstler die Tradition der Antike auf neue Weise interpretierte, um die Bedeutung dieser Schaffensphase für sein Gesamtwerk herauszustellen.
- Charakteristika der „Rosa Periode“ und der Wandel zur klassizistischen Formensprache
- Einfluss der griechischen Antike und archaischer iberischer Statuen auf Picassos Stil
- Analyse des Werkes „Knabe, ein Pferd führend“ als Ausdruck antiker Klassik
- Untersuchung des Ölgemäldes „die Toilette“ und dessen symbolische Kontraste
- Bedeutung von Fernande Olivier und dem Aufenthalt in Gosol für die künstlerische Entwicklung
Auszug aus dem Buch
2.1 Der erste Abschnitt der „klassischen“ Periode
Die „Rosa Periode“ war für Picasso ein Abschnitt, in dem es ihm sowohl beruflich als auch privat gut ging. Als Picasso in seiner „Rosa Periode“ beginnt, freundlichere Motive zu malen als man es zuvor von ihm gewohnt war, verkaufte er einige seiner Arbeiten und entkam seinen finanziellen Sorgen. 1904 hatte er zudem Fernande Olivier kennen gelernt, die sieben Jahre lang seine Gefährtin war. Sie ist es, die für ihn die positive Atmosphäre schafft, die er für die Entstehung seiner Werke der „Rosa Periode“ benötigt.
Charakteristisch für die „Rosa Periode“ ist ein heller Farbauftrag, der Wärme und Licht erzeugt. Somit wird den Bildern ein Optimismus beigefügt, der aber nicht dominant wirkt. Die Melancholie der „Blauen Periode“ ist weit weniger zu spüren. Seine Motive sind weniger streng, die Farben werden wärmer und ausdrucksvoller.
Ab dem Ende des Jahres 1905 beginnt die klassizistische Phase der „Rosa Periode“. Als Ausgangspunkt der klassischen Phase kann man den Zeitpunkt nehmen als Picasso angefangen hat, die Figuren in seinen Bildern nackt darzustellen.
Nachdem Picasso die Werke des Künstlers Jean Auguste Dominique Ingres gesehen hatte, begann Picasso die griechische Antike neu zu bewerten. Inspirierend war für ihn dabei vor allem das „Türkische Bad“. Um den Körperbau klassischer Figuren zu studieren, besuchte er die Ausstellung archaischer iberischer Statuen im Louvre in Paris. Als Inspiration dienten Picasso außerdem die Frauen, denen er auf seiner Hollandreise im Jahr 1905 begegnet ist. Er war von ihrer Größe und Statur beeindruckt und wollte ihren Körperbau in seinen Werken einbringen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die „Rosa Periode“ Picassos ein, erläutert die Auswahl der beispielhaften Werke und steckt das Ziel ab, die Bedeutung der „klassischen“ Phase innerhalb dieser Periode aufzuzeigen.
2 Picassos „klassische“ Werke aus der „Rosa Periode“: Dieses Kapitel beleuchtet die stilistischen Merkmale und historischen Einflüsse wie die Antike und archaische Statuen, die Picassos klassizistische Entwicklung prägten.
2.1 Der erste Abschnitt der „klassischen“ Periode: Hier wird der Beginn dieser Phase analysiert, wobei insbesondere das Werk „Knabe, ein Pferd führend“ im Kontext der antiken Formensprache und der Abkehr von der „Blauen Periode“ betrachtet wird.
2.2 Der zweite Abschnitt der „klassischen“ Periode: Dieses Kapitel fokussiert auf den Einfluss des Aufenthaltes in Gosol und interpretiert das Werk „die Toilette“ als Symbol für den Kontrast zwischen Natur und Zwang.
3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Picassos Rückgriff auf klassische Regeln kein bloßes Kopieren war, sondern eine eigenständige Neuinterpretation, die trotz der Kürze der Periode von hoher Relevanz für sein Werk ist.
Schlüsselwörter
Picasso, Rosa Periode, klassische Phase, Kunstgeschichte, Antike, Knabe ein Pferd führend, die Toilette, Fernande Olivier, Gosol, Malerei, Klassizismus, Formensprache, ästhetische Neuinterpretation, Moderne, Skulptur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer spezifischen Schaffensphase von Pablo Picasso, der sogenannten „klassischen“ Phase innerhalb seiner „Rosa Periode“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Im Zentrum stehen die stilistische Entwicklung Picassos, der Einfluss antiker Traditionen auf sein Werk sowie die Analyse ausgewählter Gemälde.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Einblicke in diese Schaffensphase zu gewähren und die Bedeutung der „klassischen“ Phase für das Gesamtwerk Picassos herauszustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Analyse und Interpretation von Werken sowie eine Auswertung einschlägiger kunstwissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des frühen Einflusses klassischer Antike und archaischer Statuen sowie die Analyse der Werke „Knabe, ein Pferd führend“ und „die Toilette“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Picasso, Rosa Periode, Klassizismus, Antike und die exemplarischen Gemälde des Künstlers.
Welche Rolle spielt Fernande Olivier für die behandelten Werke?
Sie wird als Gefährtin Picassos und als inspirierendes Modell beschrieben, das die positive Atmosphäre für die Werke der „Rosa Periode“ maßgeblich beeinflusste.
Wie wird das Gemälde „die Toilette“ in der Arbeit interpretiert?
Das Werk wird als Kontrast zwischen der nackten, natürlichen Frauengestalt und der bekleideten Dienerin gedeutet, wobei Picasso damit symbolisch Freiheit gegenüber Zwang gegenüberstellt.
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- Stephanie Knauer (Author), 2011, Picassos "klassische" Werke der "Rosa Periode", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276420