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Entwicklungen im bipolaren Parteiensystem der USA. Die Tea Party Bewegung

Titel: Entwicklungen im bipolaren Parteiensystem der USA. Die Tea Party Bewegung

Essay , 2012 , 6 Seiten

Autor:in: Dominik Mönnighoff (Autor:in)

Politik - Region: USA
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den Vereinigten Staaten von Amerika wirbelt seit etwas mehr als zwei Jahren eine neue Bewegung von rechts die politische Landschaft auf. Nicht selten sorgen deren Mitglieder im Kongress für Blockaden oder Skandale. Es entsteht fast der Eindruck, als ob die konservative
Tea Party Bewegung eine neue Partei neben den Republicans und Democrats im Kongress darstellen möchte, doch noch sind die Mitglieder der Bewegung Teil der Republikanischen
Partei und die konservative Abgeordnete, die sich als Tea Partier verstehen, sitzen für die Republikaner im Kongress.
Hätten sie überhaupt eine Chance in einem traditionell bipolaren Parteiensystem als eigenständige Partei zu bestehen? Im Folgenden soll die These geprüft werden, ob die beiden Parteien, Democrats und Republicans, auch einer scheinbar mächtigen neuen politischen Bewegung wie der Tea Party keine Chance einräumen, sich im Zweiparteiensystem zu etablieren. In einem ersten Schritt soll das Phänomen Tea Party kurz dargestellt werden, es folgt eine
Einordnung dritter Parteien in den Kontext der amerikanischen Geschichte vor dem Hintergrund des politischen Systems und der politische Kultur des Landes. Abschließend wird die These kritisch betrachtet und ein Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Tea Party Bewegung

2. Dritte Parteien im Kontext des amerikanischen politischen Systems

3. Dritte Parteien im Kontext der politischen Kultur

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Stabilität des US-amerikanischen Zweiparteiensystems unter dem Einfluss neuer politischer Gruppierungen wie der Tea Party Bewegung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob es für die Tea Party realistisch ist, sich als eigenständige dritte Kraft zu etablieren, oder ob die strukturellen Gegebenheiten des politischen Systems und der politischen Kultur dies dauerhaft verhindern.

  • Analyse der Ideologie und Entstehung der Tea Party Bewegung
  • Untersuchung der institutionellen Hürden für Drittparteien in den USA
  • Bedeutung des Mehrheitswahlsystems und des „winner take all“-Prinzips
  • Einfluss der politisch-kulturellen Prägung auf das Zweiparteiensystem
  • Bewertung der zukünftigen strategischen Ausrichtung der Tea Party innerhalb der Republikanischen Partei

Auszug aus dem Buch

Dritte Parteien im Kontext des amerikanischen politischen Systems

Republikaner und Demokraten haben sich, durch das Mehrheitswahlsystem und das „winner take all“-Prinzip, im Zweiparteiensystem festgesetzt und wechseln sich mehr oder weniger regelmäßig mit der Regierungsbildung und den Mehrheiten im Kongress ab.

Dieses System begünstigt die Bildung von zwei vorherrschenden Parteien, die um die Stimmen der Wähler kämpfen. Dritte Parteien haben im Mehrheitswahlsystem geringe Chancen auf einen Sieg, da das „winner-take-all“ Prinzip es kleineren Parteien erschwert sich zu etablieren, da dem Wahlsieger alle Stimmen zuerkannt werden.

Das Wahlsystem der USA kommt neuen Parteien äußerst unfreundlich entgegen und hilft stattdessen den etablierten großen Parteien ihre Vormachtstellung zu behalten. Das Mehrheitswahlrecht und das Prinzip des „winner take all“ führte zur Herausbildung des Zweiparteiensystems. Für neue Gruppierungen ist es nicht nur schwierig, sich in den Wahlen durchzusetzen, sondern auch sich politisch zu etablieren. Für jede junge Bewegung ist es eine Herausforderung, sich aus anfänglichen neuen Ideen und Impulsen in eine ernstzunehmende Organisation umzuwandeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Tea Party Bewegung: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der Bewegung nach der Finanzkrise 2008 nach und erläutert ihre zentralen ideologischen Forderungen, wie etwa ein schlankerer Regierungsapparat und eine konservative Fiskalpolitik.

2. Dritte Parteien im Kontext des amerikanischen politischen Systems: Hier wird analysiert, wie das Mehrheitswahlsystem und das „winner take all“-Prinzip strukturell verhindern, dass sich neue Parteien neben den Demokraten und Republikanern dauerhaft etablieren können.

3. Dritte Parteien im Kontext der politischen Kultur: Der Fokus liegt hier auf den historischen und kulturellen Wurzeln des Zweiparteiensystems, die dazu führen, dass Wähler Drittparteien oft von vornherein als chancenlos betrachten.

4. Fazit: Die abschließende Betrachtung kommt zu dem Schluss, dass die Tea Party voraussichtlich in der Republikanischen Partei aufgehen wird, anstatt eine eigenständige dritte Partei zu bilden, womit das bipolare System bestehen bleibt.

Schlüsselwörter

USA, Zweiparteiensystem, Tea Party, Demokraten, Republikaner, Mehrheitswahlsystem, Winner-take-all, politische Kultur, Fiskalpolitik, Protestbewegung, Kongress, Wahlen, politische Stabilität, amerikanisches Regierungssystem, Parteienwettbewerb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Stabilität des US-amerikanischen Parteiensystems und analysiert, warum neue politische Bewegungen wie die Tea Party es schwer haben, als eigenständige dritte Parteien Fuß zu fassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das US-amerikanische Wahlsystem, die historische Entwicklung der politischen Parteien und die Rolle politischer Bewegungen innerhalb bestehender Parteistrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung der These, dass die etablierten Parteien (Demokraten und Republikaner) durch ihre Dominanz und die Systemvorgaben auch neue Kräfte wie die Tea Party in ihr bestehendes System integrieren oder neutralisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Wahlsystemanalysen und der Untersuchung der politischen Kultur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Vorstellung der Tea Party, die institutionelle Analyse des amerikanischen Wahlsystems und die Untersuchung der politisch-kulturellen Dimension.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Zweiparteiensystem, Winner-take-all, Politische Kultur und Parteienwettbewerb charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Finanzkrise 2008 für die Tea Party?

Die Krise von 2008 fungierte als Katalysator für die Gründung der Tea Party, da sie einen Vertrauensverlust in die Regierung und deren Ausgabenpolitik bei weiten Teilen der Bevölkerung auslöste.

Warum haben Drittparteien laut der Autorin in den USA kaum Erfolgsaussichten?

Neben den institutionellen Hürden wie den Wahlvorschriften und der Wahlkampffinanzierung nennt die Autorin vor allem das tief verwurzelte Bewusstsein der Wähler für das Zweiparteiensystem als Hindernis.

Wie steht die Tea Party zur Republikanischen Partei?

Die Tea Party wird als eng mit der Republikanischen Partei verwoben beschrieben; viele ihrer Ziele und Wählergruppen überschneiden sich mit dem konservativen Flügel der Republikaner.

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Details

Titel
Entwicklungen im bipolaren Parteiensystem der USA. Die Tea Party Bewegung
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Autor
Dominik Mönnighoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
6
Katalognummer
V276434
ISBN (eBook)
9783656881407
ISBN (Buch)
9783656881414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklungen parteiensystem party bewegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Mönnighoff (Autor:in), 2012, Entwicklungen im bipolaren Parteiensystem der USA. Die Tea Party Bewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276434
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  6  Seiten
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