Warum hat sich das 3D-Fernsehen in Deutschland bisher nicht durchgesetzt? Eine Untersuchung


Bachelorarbeit, 2013

99 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einführung in die Problematik
1.2 Gliederung und Methodenwahl

2 Die Markteinführung

3 Die Funktionsweise

4 Verbreitung von 3D-Inhalten
4.1 Einführung
4.2 DVB 3D-TV Übertragungsstandards
4.3 Side-by-Side und Top-and-Bottom Verfahren
4.4 Hybrid Dienst „IPTV“
4.5 Zusammenfassung

5 Die Nutzung von 3D-TV
5.1 Einführung
5.2 Vom Kino ins Wohnzimmer
5.3 Die Unzulänglichkeiten der Brillen
5.4 Autostereoskopische Multi-View-Displays
5.5 Zusammenfassung

6 Die Herstellung von Inhalten für 3D-TV
6.1 Einführung
6.2 Der Mangel an Content
6.3 Generierte Inhalte
6.3.1 Animierte 3D Inhalte
6.3.2 Nachträgliche 2D-3D Konvertierung
6.3.3 Live Konvertierung
6.4 Live-Aufnahmen
6.4.1 Unterschiede im Equipment
6.4.2 Unterschiede bei Personal- und Arbeitsprozessen
6.5 Standpunkt der Produzenten
6.6 ASP - Automatisierte Stereoproduktion
6.7 Zusammenfassung

7 Empirische Untersuchung
7.1 Begründung für die Interviews
7.2 Methodische Vorgehensweise
7.2.1 Das Experteninterview
7.2.2 Auswahl und Beschreibung der Experten
7.2.3 Aufbau des Interview-Leitfadens
7.2.4 Vorbereitung und Durchführung
7.2.5 Datenauswertung
7.3 Ergebnisse
7.3.1 Hypothese zur Verbreitung von 3D-TV
7.3.2 Hypothese zur Nutzungstechnik von 3D-TV
7.3.3 Hypothese zur Herstellung von 3D-TV
7.3.4 Arbeitsthese der verfrühten Einführung 3D-TV
7.3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse

8 Fazit

Literaturverzeichnis

Anlagen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die Kameraperspektiven einer stereoskopischen Aufnahme.

Abbildung 2: Getrennte stereoskopische Bildwiedergabe.

Abbildung 3: Übertragung verschiedener (3D-)TV Inhalte über einen gemeinsamen Kanal.

Abbildung 4: Screenshot einer nachträglichen 2D zu 3D Konvertierung.

Abbildung 5: Schematische Darstellung von 3D Kamera Rigs.

Abbildung 6: Ausschnitte aus dem ASP Projekt Werbefilm

1 Einleitung

1.1 Einführung in die Problematik

Im Jahr 2009 hielt der 3D Trend erstmals in moderner Form Einzug in die Kinos - „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ war der erste voll auf 3D ausgerichtete Film, der in den Kinos gezeigt wurde. Weltweit spielte das moderne Science-Fiction Abenteuer bisher 2,78 Milliarden Dollar ein - Weltrekord![1] Sofort stieg die Zahl der in 3D gezeigten Kinofilme sprunghaft an - vom Jahr 2010 auf 2011 von 26 auf über 50 Produktionen![2] 3D erscheint allen in der Branche als der Wachstumsmarkt schlechthin. So hat sich im US-Markt der Umsatz mit 3D-Kinofilmen schon im folgenden Jahr verdoppelt.[3] Zwischen 2005 und 2012 ist die Anzahl von 3D-fähigen Kinosälen von weltweit 98 auf 43.000 gestiegen und von den erfolgreichsten Filmen 2012 waren neun 3D-Filme.[4] Und grundsätzlich kennt, was das Kino vormacht früher oder später eine unweigerliche Entwicklung in das heimische Wohnzimmer. Es scheint also nur logisch die Entwicklung auch auf dem deutschen TV-Markt zu etablieren. Gilt einigen 3D-TV doch gar als „bedeutendste unterhaltungstechnische Innovation seit Einführung des Farbfernsehens“.[5] Tatsächlich beginnt beinahe zeitgleich mit dem Avatar Kinoerfolg, nämlich November 2009, auch die allererste deutsche Live 3D Übertragung eines Sportevents überhaupt,[6] damals noch ein Sparringkampf im Auditorium des „Gruner+Jahr„ Verlages in Hamburg - verbreitet übers Internet.[7] Aber die ersten Schritte Richtung flächendeckendes 3D-TV folgen prompt: Die Abo-TV-Plattform Sky strahlt mit „Sky 3D“ im Oktober 2010 einen ersten eigenen 3D-Eventkanal aus und der Erotik Programmanbieter „Penthouse” beginnt sogar mit der Übertragung seines zweiten drei dimensionalen Senders.[8] Auch die Deutsche Telekom zieht mit. So überträgt sie mit ihrem IPTV-Angebot „Entertain“ Sport-Highlights in 3D und bietet seit September 2010 auch 3D-Filme auf der Plattform als Video-on-Demand an.[9] Studien gehen zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass sich 3D-TV bis 2015 flächendeckend etabliert haben wird.[10] Panasonic und BBC lassen daraufhin nicht lange auf sich warten und bestätigen, die olympischen Spiele in London 2012 erstmals in der Geschichte teilweise in 3D aufzuzeichnen und ohne Pay-TV, also gratis, über „BBC HD” übertragen zu wollen.[11] 2010 geht die „Deutsche(n) TV-Plattform” davon aus, dass die Fußball WM 2014 in Südafrika sogar komplett dreidimensional übertragen wird.[12]

Die Zukunft für 3D-TV scheint zu diesem Zeitpunkt mehr als rosig.

Nun, ein paar Jahre später, muss man mit Blick auf die vergangenen Jahre dieser Euphorie einen Dämpfer verpassen. Waren im Jahr 2010 die 3D Geräte noch der Renner schlechthin auf der trendweisenden IFA in Berlin,[13] ist es in diesem Jahr auf den ersten Blick nicht einmal mehr ein Thema. Ebenso sind die meisten der 3D-TV Pioniere mindestens einen Schritt zurückgetreten. Nahm beispielsweise der US-amerikanische Sportsender ESPN zur letzten Fußball-WM noch eine Vorreiterrolle ein, indem er den weltweit ersten 24/7 3D-Sportkanal aus der Taufe hob, macht er nun mit der Ankündigung Schlagzeilen, diesen Dienst wieder einzustellen. Lapidare Begründung: „Mangelndes Zuschauerinteresse”[14]. Auch die britische BBC kündigt nach ihrem zweijährigen Testlauf den Ausstieg aus dem 3D-Versuchsbetrieb an.[15] Angesichts des nachlassenden Interesses der TV-Sender weiterhin 3D-Übertragungen anzubieten, hat auch die FIFA Konsequenzen gezogen und die Pläne für eine 3D-Produktion der Live-Übertragungen von der Fußball-WM 2014 wieder fallen lassen - stattdessen soll das Finale nun in Ultra HD aufgezeichnet werden.[16] Und in Deutschland findet sich nach wie vor kein einziger Sender, der ein 3D Vollprogramm ausstrahlt. Lediglich Sky 3D bietet zahlenden Kunden gelegentliche Übertragungen in 3D. Einer in diesem Jahr von „Kabel Deutschland” in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge ist das Interesse an 3D in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen - der Boom scheint ausgeblieben und der 3D-Trend ist, der Studie zufolge, fast wieder zu Ende bevor er überhaupt richtig begonnen hatte: Nur noch 6 Prozent der Befragten gaben an, Filme und Sendungen in 3D sehen zu wollen. Im Januar waren es noch 17 Prozent gewesen.[17]

Aber wie genau ist dieses Verhalten zu interpretieren? Ist es tatsächlich so, dass die Zuschauer von der 3D-TV Technik nichts wissen wollten, waren vielleicht andere Gründe dafür verantwortlich, oder ist die Technik gar zum Scheitern verurteilt? Bedeutet das Senderverhalten das vorzeitige Aus von 3D im TV Markt oder fehlen einfach nur noch ein paar Details zur kompletten Marktreife und ist stattdessen „die Technologie eher auf dem vergleichsweise langweiligen und -wierigen Weg zum Massenprodukt”,[18] wie Tom Morrod, Director of Consumer and Media Technology bei IHS Electronics es im Rahmen der CES 2013 formulierte?

Es zeigt sich, dass die Frage nach den Gründen für diese Entwicklung und die Beantwortung der Frage, warum 3D-TV sich bisher nicht durchsetzten konnte, eine eingehendere Beschäftigung mit der Materie erfordert. Eine solch detaillierte Untersuchung liegt jedoch noch nicht vor. Obgleich es zahlreiche Arbeiten und Studien gibt, die sich mit den einzelnen Problemen von 3D-TV beschäftigen, ist bisher keine umfassende Bestandsaufnahme erstellt worden. Diese Arbeit verdichtet deshalb nun all die lose zusammengetragenen Studien und Teilergebnisse unter der zentralen Fragestellung: Steht 3DTV schon wieder vor dem Aus? Diese Herangehensweise erlaubt eine bisher noch nicht vorliegende fundierte Darlegung des derzeitigen Standes von 3D-TV ebenso wie eine Beantwortung der Frage nach dem Grund für diesen Zustand.

1.2 Gliederung und Methodenwahl

Die Behandlung der Thematik geschieht zunächst anhand eines theoretischen Teils. Hierbei werden die einzelnen Problematiken der Technik in Bezug auf ihre Bedeutung für die Fragestellung aufgelistet, vorgestellt und anschließend erläutert. Die Kategorien Verbreitung, Nutzung und Herstellung bilden hierbei das Grundgerüst der Arbeit. Diese werden nacheinander untersucht und auf Schwächen in Bezug auf ihre Markttauglichkeit abgeklopft. Dem folgt anschließend ein praktischer Teil.

Im Kapitel 1 wird an das Thema herangeführt sowie die Problemstellung und die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit vorgestellt.

Darauf aufbauend wird in Kapitel 2 noch einmal gesondert auf die Situation der Markteinführung von 3D-TV eingegangen.

Anschließend wird in Kapitel 3 die grundsätzliche Funktionsweise von 3D-TV in seiner jetzigen Form beschrieben.

Kapitel 4 überprüft die erste Hypothese und beschreibt dafür die Situation der Verbreitung zum Zeitpunkt der Markteinführung.

Dem folgend wird in Kapitel 5 mithilfe der Probleme die sich im Bereich der Nutzung von 3D-TV ergeben, die zweite Hypothese geprüft und erste Erkenntnisse in Bezug auf die Arbeitsthese aufgezeigt.

In Kapitel 6 wird die dritte Hypothese in Bezug auf die Herstellung von Inhalten geprüft. Dies geschieht mithilfe einer eingehenden Erklärung aller Möglichkeiten die es gibt, Inhalte für 3D-TV herzustellen und der Beschreibung der Probleme, die sich in diesen Bereichen ergeben. Anschließend werden auch hier die Erkenntnisse in Bezug auf die Arbeitsthese ausgewertet.

Das Kapitel 7 beinhaltet den methodischen Teil der Bachelorarbeit. Hier werden die aus dem theoretischen Teil der Arbeit abgeleiteten Hypothesen mithilfe von Experteninterviews untersucht, analysiert und die Ergebnisse zusammengefasst.

Das Fazit dieser Bachelorarbeit folgt schließlich in Kapitel 8. Hier werden die Inhalte und Erkenntnisse der einzelnen Kapitel in Bezug auf die Hypothesen sowie der Arbeitsthese zusammengefasst, darüber hinaus wird eine mögliche zukünftige Entwicklung beschrieben.

Ziel dieser Methode ist es, die aufgestellten Hypothesen zu belegen bzw. zu widerlegen, oder Erkenntnisse zu erlangen, die neue Hypothesen begründen können.

Diese Arbeit stützt sich hauptsächlich auf Sekundärquellen. Neben Büchern, Fachzeitschriften, wissenschaftlichen Arbeiten und White Papers wurde ein Großteil der Informationen über Recherchen im Internet gewonnen. Da sich die vorliegende Arbeit unter anderem in Ihrer Aktualität begründet sieht und aufgrund der Schnelllebigkeit sich die behandelte Thematik rasant verändert, ist diese Vorgehensweise am sinnvollsten. Um die aufgestellten Hypothesen und Arbeitsthesen dann durch Einschätzungen aus der Praxis zu belegen bzw. zu widerlegen, nutzt die vorliegende Arbeit die Erfahrungen und Einschätzungen von zwei Experten mithilfe von Experteninterviews.

2 Die Markteinführung

Betrachtet man die Absatzzahlen von 3D Geräten, verlief der Markteintritt von 3D-TV außerordentlich gut - sie ließen Großes hoffen. Auf der CeBit im März 2010 stellte Samsung den ersten in Deutschland erhältlichen 3D Fernseher[19] vor[20] und bereits bis Ende des Jahres wurden 178.000 3D-fähige Fernseher verkauft.[21] Das entsprach ca. 1,8 Prozent aller verkauften Fernsehgeräte des Jahres. Damit waren die monatlichen Absatzzahlen schon kurze Zeit nach Markeinführung mehr als fünfmal so hoch wie die Verkäufe von HD-Ready-Geräten im Jahr 2004, als die HD-Technik in Deutschland an den Start ging.[22] Dies ist umso erstaunlicher, wenn berücksichtigt wird, dass die 3D-Ausstattung bis dato ausschließlich den höherwertigen Modellen mit über 100 Zentimeter großen Bildschirmen vorbehalten war.[23] In den kommenden Monaten sollte die 3D-Technik auch in Geräteklassen mit kleineren Bildschirmen Einzug halten und Weiterentwicklungen an der 3D-Brille sollten schließlich ihr Übriges tun, um die Nachfrage nach 3D Geräten noch weiter ankurbeln.[24] Hinzu kommt außerdem, dass sich die Austauschrate bei TV-Geräten seit Einführung von Flachbildfernsehen von 8 auf rund 5 Jahre reduziert hatte. Vor diesem Hintergrund prognostizieren Studien zu diesem Zeitpunkt, dass bereits 2015 jeder dritte Fernseher 3D fähig sein würde.[25] Und tatsächlich war es sogar so, dass noch 2 Jahre vor diesem Zeitpunkt schon 3,2 Mio. Geräte verkauft wurden - bereits 2012 war ein Drittel aller verkauften TV-Geräte in Deutschland 3D fähig.[26]

Das Interesse der Zuschauer war zu diesem Zeitpunkt also durchaus beachtlich und ein Interesse für die Technik somit da - doch stellte sich schnell heraus, dass 3D nicht gänzlich das halten konnte, was die Hersteller versprachen. War zu Beginn der Einführung das Interesse an 3D im Jahre 2010 noch ungebremst - 62% der Befragten waren zu diesem Zeitpunkt an Filmen und 41% an TV-Serien oder Dokumentationen in 3D interessiert und jeder Dritte (31%) hatte Interesse an dreidimensionalen Sportübertragungen[27] - währte der Hype nicht lange. Waren es im Januar diesen Jahres noch 17%, wollen, einer aktuellen Studie zufolge, nur noch lediglich 6% der befragten Zuschauer Filme und Sendungen in 3D sehen.[28]

Zunächst erscheint diese Entwicklung etwas widersprüchlich. Wie kann es sein, dass in rasanter Geschwindigkeit 3D Geräte verkauft werden, aber bereits nach 2 Jahren kaum noch Interesse an der Technik besteht. Bei genauer Betrachtung der Problematiken, die sich seit der Einführung aufgetan haben, ist sie jedoch durchaus nachvollziehbar. Selbst heute, also einige Jahre nach Markteinführung, tun sich noch schwerwiegende Probleme in zwei großen Aspekten der Marktpositionierung auf.

3 Die Funktionsweise

Das Verständnis der folgenden Schilderungen benötigt eine grobe Kenntnis darüber, wie (modernes) 3D in seiner jetzigen Form eigentlich funktioniert. Deshalb bietet sich hier zunächst eine kurze Erläuterung der Funktionsweise an. Grundsätzlich ist die Darstellung von modernem 3D-TV nicht dreidimensional, sondern es werden stereoskopische Inhalte gezeigt. Das bedeutet, dass es sich nur um zweidimensionale Abbildungen handelt, die einen räumlichen Eindruck lediglich vortäuschen.[29] Das geschieht dadurch, dass die Effekte „nachgeahmt” werden, die uns im täglichen Leben von einer Situation einen räumlichen Eindruck vermitteln. Unterschieden wird hierbei zwischen Informationen für die Tiefenwahrnehmung, die von einem Auge (monokulare Tiefenhinweise) und solchen, die von zwei Augen (binokulare Tiefenhinweise) wahrgenommen werden.[30] Monokulare Hinweise sind beispielsweise, dass ein Objekt welches größer als ein analog aussehendes Objekt erscheint, sich vermutlich näher am Auge befindet[31] und auch dass bei in der Tiefe gestaffelten Objekten nahe Objekte schneller ihre relative Position ändern als entfernt erscheinende Objekte.[32] Die binokularen Tiefenhinweise nun ergeben sich einerseits aus der Winkelstellung der Augen zueinander, der sogenannten Konvergenz[33], als auch der Brennweite der Linsen - auch als Akkommodation bezeichnet. Letztere Hinweise sind der eigentliche „Tiefen-Sinn” des Menschen. Mithilfe der monokularen und binokularen Tiefenhinweise sowie mit den Informationen aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der beiden Augen, entsteht eine echte, messbare Tiefenwahrnehmung und räumliche Wirkung des Außenraumes.[34] Die Möglichkeit, sich Objekte dreidimensional - also mit Tiefenwirkung - vorzustellen, beruht neben der Interpretation von Tiefenhinweisen aber auch darauf, dass die menschlichen Augen ein Objekt aus geringfügig unterschiedlicher Perspektive wahrnehmen.[35] Unsere beiden Augen liegen horizontal um den Augenabstand von ca. 6,5 cm voneinander getrennt.[36] Deshalb sehen wir dieselbe visuelle Szene von zwei unterschiedlichen Ausgangspunkten und damit aus zwei leicht unterschiedlichen Perspektiven. Diese Unterschiedlichkeit der Bilder wird auch als (binokulare) Disparität bezeichnet.[37]

Abbildung 1: Die Kameraperspektiven einer stereoskopischen Aufnahme.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Maier, Florian: „Stereoskopische Filmproduktion - Teil 1: 3D Grundladen”. [38]

Diese Disparität nun wird bei der Aufnahme von stereoskopischen Inhalten „nachgeahmt”. Es werden zwei leicht unterschiedliche Perspektiven einer Szene aufgenommen - ein Bild für das linke und eines für das rechte Auge.

Abbildung 2: Getrennte stereoskopische Bildwiedergabe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Maier, Florian: „Stereoskopische Filmproduktion - Teil 2: Technologien für das 3D Kino”. [39]

Bei der anschließenden Wiedergabe muss jedes Bild nun dem jeweils richtigen Auge wieder angeboten werden.[40] Die Bilder, die gezeigt werden, müssen dahingehend „gefiltert” werden, dass dem Rezipienten bzw. seinen Augen stets nur das für das jeweilige Auge bestimmte Teilbild der „Doppelaufnahme” vorgeführt wird. Die einfachste Möglichkeit wäre im Grunde genommen jedem Auge einen kleinen Monitor vorzusetzten. Als praktikabler haben sich in diesem Zusammenhang aber andere Lösungen erwiesen.

4 Verbreitung von 3D-Inhalten

4.1 Einführung

Mit diesem Grundverständnis über die Technik ausgerüstet, können nun die ersten Kategorien der technologischen Kette untersucht und dahingehend geprüft werden, ob und inwiefern sie einer erfolgreichen Etablierung im Weg standen. Den Anfang macht hierbei die Überprüfung der Hypothese zur Verbreitung. So unterstellt diese Arbeit der Verbreitung keine ausschlaggebende Rolle bei der missglückten Marktpositionierung von 3D-TV gespielt zu haben.

Betrachtet man nun die Tatsache, dass 3D dort das Doppelte an Bildern aufnimmt, wo man im HD Bereich mit einem Bild auskommt, lässt sich feststellen, dass die Bandbreiten, würde man stereoskopische Inhalte unbearbeitet verbreiten, sich im Vergleich zu HD beinahe verdoppeln würden.[41] Selbst die derzeitigen Distributionsnetze können diese Datenmengen nur schwerlich bewältigen.[42] Ohne aufwendige Investitionen in eine neue Infrastruktur vorzunehmen, wäre bei dieser Vorgehensweise eine zeitnahe und flächendeckende Verbreitung von 3D-TV von vorne herein also unmöglich gewesen. Um zum Zeitpunkt der Markteinführung aber eine beinahe optimale Verbreitungsstruktur vorzufinden, wäre eine Übertragung über die bestehenden Infrastrukturen optimal gewesen. Dafür müssen zwei grundsätzliche Bedingungen gegeben sein: Einerseits dürfen die Inhalte nicht viel mehr Bandbreiten in Anspruch nehmen als gewöhnliches HD-Material. Außerdem sollte auf Kundenseite, abgesehen vom 3D Display, keine neue zusätzliche Hardware angeschafft werden müssen und sich die Inhalte wie gewöhnliche HDTV-Bilder empfangen und wiedergeben lassen. Ob dies zum Zeitpunkt der Einführung der Fall war und die Hypothese damit bestätigt werden kann, gilt es im Folgenden zu untersuchen.

Die Entwicklung von Übertragungsstandards, die das oben genannte Problem der doppelten Bildmenge bewältigen, stellt in diesem Zusammenhang eine Grundvoraussetzung für eine Marktetablierung dar, weshalb es für die Überprüfung der Hypothese gilt, die entwickelten Standards zu untersuchen und zu prüfen, ob sie die Markteinführung begünstigten oder ihr im Wege standen. Darüber hinaus wird zur Untermauerung der Ergebnisse anschließend mit IPTV eine alternative Verbreitungsmethode erläutert und vorgestellt.

4.2 DVB 3D-TV Übertragungsstandards

Im europäischen DVB-Projekt haben sich über 270 Mitgliedsfirmen aus Bereichen von Programmanbietern, Geräteherstellern, Netzbetreibern und Behörden zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für das Ziel einzusetzen das digitale Fernsehen voran zu treiben.[43] Für digitales Fernsehen wird in Europa derzeitig fast ausschließlich der DVB-Standard eingesetzt, womit dieser im Folgenden der auschlaggebende und zu untersuchende Übertragungsstandard für die Überprüfung der Hypothese sein wird. Digitale Sendestandards beschreiben im Allgemeinen die Art der Übertragung des Fernsehsignals. Der Sendestandard sorgt damit für eine Portierung des Fernsehsignals auf die jeweiligen Übertragungswege Satellit, Kabel oder Antenne.[44] Und tatsächlich wurden in den letzten Jahren mehrere Standards zur Übertragung und Wiedergabe von 3D Inhalten ausgearbeitet und veröffentlicht. Das DVB Konsortium hat ebenso wie die für die Heimvernetzung entscheidende HDMI in kurzer zeitlicher Distanz zur Markteinführung die Standards zur Übertragung und Verbreitung von 3D Inhalten festgelegt und veröffentlicht.[45] Hierbei wurden einerseits solche Standards veröffentlicht, die eine Wiedergabe von 3D Inhalten von Datenträgern wie beispielsweise Blu-Ray Discs beschreiben (HDMI) und solche, die eine Übertragung in das heimische Wohnzimmer über Satellit oder Kabel definieren (DVB). Das DVB Konsortium hat in diesem Zusammenhang unter dem Oberbegriff „DVB 3D-TV” in zwei Etappen einen Standard verabschiedet, der hauptsächlich die Übertragung von 3D Inhalten über Satellit (DVB S) und Kabel (DVB C) definiert und auf HD Bandbreitenniveau ermöglicht.

Die erste Definierung eines Übertragungsstandards für 3D-TV wurde als sogenannte 1. Phase im Februar 2011 - also bereits ein Jahr nach Markteinführung von 3D-TV - durch das sogenannte Steering Board des DVB'’s in ihrer 67. Sitzung im Rahmen der Spezifikationen für DVB-3DTV unter der Kennung TS 101 547-2 [i.1] bekannt gegeben.[46] Hierbei sollte nach Angaben des Konsortiums ein System entwickelt werden, welches es Sendern und Inhaltsproduzenten ermöglicht, ihre Inhalte über bestehende HD-TV Infrastruktur zu verbreiten und mithilfe der verfügbaren Empfangshardware zur Verfügung zu stellen.[47] Mit dieser auch als „frame compatible” bezeichneten Phase sollte sichergestellt werden, dass europaweit ein einheitliches Verfahren für dreidimensionale TV-Ausstrahlungen geschaffen und der Empfang des 3D-Signals über die aktuelle Generation von Set-Top-Boxen ermöglicht wird - also die bestehenden Receiver das ankommende 3D-Signal empfangen und diese dann auf einem 3D-fähigen Fernseher wiedergegeben werden können. Vereinfacht gesagt sieht dieser Standard ein Verfahren dafür vor welches die beiden Stereo 3D Frames in ihrer Auflösung verringert und in einem einzigen HD Frame gemeinsam unterbringt.[48]

Am 11. Juli 2012 erweiterte die DVB in Genf diese erste Phase um den so genannten „service compatible mode” (Phase 2a). Diese zweite Phase definierte Standards, um herkömmliche HDTV-Receiver mit einer 2D-Version von 3D-Programmen über den gleichen Sendekanal zu versorgen. Bis dato wurden getrennte Kanäle genutzt, um 3D- und 2D-Sendungen auszustrahlen. Hierdurch ergeben sich aber gleich mehrere Nachteile: Einerseits ist für den Empfang von 3D-TV entsprechende Hardware nötig - wer ohne entsprechende Hardware 3D-Kanäle aufruft, empfängt Fehldarstellungen, andererseits war bis dato ein Kanalwechsel erforderlich, um von 2D-TV auf 3D-TV umzuschalten. Mit diesem Standard wurde es nun möglich, 3D Programme für Nutzer mit entsprechenden Empfangsgeräten in 3D zur Verfügung stellen, gleichzeitig aber in dem Signal auch eine HD Variante der Inhalte zu übertragen, welche von Konsumenten mit herkömmlicher HD-TV Hardware genutzt werden kann. Diese 2D Variante besteht hierbei meistens aus dem linken oder rechten Bild der stereoskopischen Aufnahmen.[49] Für Sender bot dieser Standard fortan die Möglichkeit, auf einem einzigen Kanal reguläre zweidimensionale Sendungen ebenso wie 3D-Ausstrahlungen anzubieten. So kann ein 2D-Kanal beispielsweise zwischendurch auch für bestimmte Sendungen in 3D genutzt werden, die von Zuschauern ohne entsprechende Hardware in 2D angesehen werden, von Nutzern mit entsprechender Hardware aber in 3D angeschaut werden können.[50] Zur Veranschaulichung dieser Standards und mit welchen Mitteln 3D Inhalte in die bestehende Infrastruktur eingebettet werden können, dient eine schematische Darstellung eines möglichen Übertragungsweges aus den technischen Spezifikationen des TS 101 547-1 Übertragungsstandards des DVB Konsortiums.

Abbildung 3: Übertragung verschiedener (3D-)TV Inhalte über einen gemeinsamen Kanal.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: DVB: „Technical Specification - Digital Video Broadcasting (DVB); Plano-stereoscopic 3DTV; Part 1: Overview of the multipart”. [51]

Hierbei wird gezeigt, wie eine gemeinsame Übertragung von 3D und HD Inhalten über die bestehende HD-Infrastruktur auf Basis der vorher genannten Standards theoretisch aussehen kann. Hier wird deutlich, wie trotz unterschiedlicher Ausgangsinhalte zunächst eine gemeinsame Übertragung von 3D und HD möglich ist und dennoch anschließend eine getrennte Wiedergabe entsprechend der verfügbaren Hardware stattfinden kann. Alle Inhalte, egal ob sie entweder in 3D (SC-3DTV), in 3D sowie auch 2D (FC-3DTV) oder nur in 2D (HDTV) sind, werden zunächst der Inhalte entsprechend konventionell kodiert, mithilfe sogenannter „Multiplexing” Verfahren (Transport Multiplexing) in ein gemeinsames Signal gewandelt,[52] anschließend über einen einzigen standardmäßigen MPEG-2 Übertragungskanal (Broadcast/Delivery Channel) geschickt und schließlich getrennt und entsprechend der Empfangshardware des Konsumenten wiedergegeben. So ist der Nutzer 1 in diesem Fall in der Lage, mithilfe des „service compatible” (SC) Standards Sendungen entweder in ihrer 3D oder 2D Variante zu sehen, der Zuschauer 2 wiederum kann aus dem gleichen Kanal die 3D Inhalte nach „frame compatible” (FC) Standard in einem HD Frame „gequetscht” empfangen und als 3D Inhalt wiedergeben lassen. Der Konsument 3 nun hat zum Beispiel gar kein 3D fähiges Display, kann aber dennoch das HD Signal einzeln aus dem gemischten Signal empfangen und wiedergeben.[53]

Diese Standards erlauben also eine Verbreitung von 3D über alle Übertragungswege (Satellit, Kabel, Antenne) unter Verwendung konventioneller Kodierungen und Übertragungskanäle zusammen mit HD Signalen ohne deren Empfang zu beeinträchtigen. Es zeigt sich, dass für 3D die bestehenden HD-TV Infrastrukturen seit geraumer Zeit genutzt werden können.

Dennoch gilt es anzumerken, dass die Standards bei 1080i-Ausstrahlungen eine Framewiedergabe definieren, bei der das rechte und linke Bild jeweils für das rechte und linke Auge gestaucht und bei 720p-formatierten TV-Signalen horizontal geteilt und in halbierten, übereinander liegenden Frames übertragen wird. Um in Hinblick auf unsere Hypothese zu prüfen, wie sich diese, in Abbildung 3 unter „Multiplex Verfahren“ zusammengefassten Prozesse auf die Bandbreiten und Abwärtskompatibilität sowie Bildqualität auswirken, ist im Folgenden eine Ausführung dieser zwei Bildkomprimierungsverfahren nötig.

4.3 Side-by-Side und Top-and-Bottom Verfahren

Der in Abbildung 3 verwendete Begriff von Multiplex Verfahren bezeichnet definitionsgemäß Methoden zur Signal- und Nachrichtenübertragung, bei denen mehrere Signale zusammengefasst und simultan über ein Medium übertragen werden.[54] So sind Komprimierungsmethoden nötig um, wie oben beschrieben, 3D Inhalte in ihrer Form und Auflösung so zu bearbeiten, dass sie in gewöhnliche HD Frames „passen” und damit über bestehende Infrastruktursysteme verbreitet und wiedergegeben werden können. Von den hierfür hauptsächlich verwendeten Verfahren werden die zwei für den Broadcasting Bereich wichtigsten erläutert: Das Side-by-Side sowie das Top-and-Bottom Verfahren. Grundsätzlich ist diesen beiden Komprimierungen trotz unterschiedlicher Vorgehensweise eine Funktion gemein - nämlich, dass sie dazu dienen, 3D Inhalte in einen herkömmlichen HD-TV Frame zu stauchen, 3D damit auf HD-TV Bandbreitenniveau zu übertragen und dadurch wiederum bestehende Infrastrukturen nutzen zu können. Hierbei werden die beiden separat vorliegenden Stereobilder in einem einzigen HD-Frame verpackt und konventionell kodiert. Diese Methoden haben damit den großen Vorteil, dass man die vorhandenen Kodier- und Übertragungsverfahren nutzen kann und 3D-TV Inhalte damit sofort und ohne weitere Strukturmaßnahmen übertragen werden können.[55]

Beiden Methoden ist darüber hinaus aber auch grundsätzlich gemein, dass sie die Einzelbilder nicht in voller Auflösung und separat voneinander übertragen, sondern die Bilder für das rechte sowie das linke Auge gestaucht transportiert werden und sie sich die Auflösung somit gewissermaßen teilen - entweder horizontal (Side-by-Side) oder vertikal (Top-and Bottom).

Bei der Side-by-Side Methode besteht jeder Frame aus zwei Hälften - dem Bild für das rechte sowie dem für das linke Auge. Diese werden jeweils horizontal so gestaucht, dass sie nebeneinander in die Auflösung passen. Damit besteht hier bei einer Ausstrahlung in 1.080i das Gesamtbild nicht aus HD Material sondern lediglich aus zwei komprimierten Einzelbildern mit jeweils einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln. Dieses Signal wird nun vom 3D-TV Display empfangen welches wiederum die Frames voneinander trennt und anschließend mit Hilfe von Algorithmen wieder auf HD skaliert und die Frames nacheinander wiedergibt.

Dieser Prozess findet beim Side-by-Side Verfahren nicht in Vollbildern und auf einmal statt, sondern in Halbbildern im Zeilensprungverfahren. Bei Objekten in Bewegung sind die Unterschiede in der Bewegung damit bereits relativ früh in den Zeilen sichtbar. Dieses Verfahren wird somit bevorzugt im Sportbereich eingesetzt bzw. immer dann, wenn schnelle Bewegungen gefilmt werden. Die offiziellen Spezifikationen für die Side-by-Side Übertragung sehen zwar ausschließlich eine HDTV-Auflösung von 1.080i[56] vor, die Halbierung der horizontalen Auflösung mit anschließender Skalierung wirkt sich jedoch negativ auf die Bildqualität aus - das ursprünglich vorhandene HD-Material wird damit mehr oder weniger in SD Qualität vom Kunden empfangen.

Bei der Top-and-Bottom Komprimierung können die übertragenden Frames zumindest nach dem HDMI Standard wahlweise in 720p[57] oder im Full HD-Format 1080p[58] aufgelöst sein.[59] Sie bestehen jedoch in beiden Fällen genau wie beim Side-by-Side Verfahren aus den zwei in der Auflösung verkleinerten Einzelbildern der stereoskopischen Aufnahme. Diese werden hier aber übereinander angezeigt - jedoch nicht in voller, sondern lediglich halbierter Auflösung „ineinandergeschoben”. Der obere Frame ist hierbei für das linke, der untere für das rechte Auge bestimmt. Es ergibt sich damit für jeden Teil-Frame eine in der Vertikale halbierte Auflösung von 1.920 x 540 bzw. 1.280 x 360 Pixeln. Auch hier werden die Teil-Frames erst verkleinert und anschließend nach der Übertragung auf Empfängerseite vom Display mithilfe von Algorithmen hochskaliert - Qualitätsverluste sind also auch hier in Kauf zu nehmen.

Bezüglich der anfallenden Datenmenge ist sowohl der Side-by-Side als auch der Top-and-Bottom Standard durchaus erfolgreich. So gibt das Unternehmen „Keydigital” für ein Full-HD-Signal in 1.080 x 1.920 mit 60 Vollbildern pro Sekunde ohne 3D und bei 10 Bit Farbtiefe eine Datenrate von 5.575 Gigabit pro Sekunde an. Beim Side-by-Side Verfahren mit 1.920 x 1.080 Pixeln in Halbbildern (1080i) ergibt sich bei gleicher Farbtiefe, Auflösung und Bildrate keinerlei Unterschied zwischen HD und 3D Inhalten - in beiden Fällen 5.575 Gigabit pro Sekunde. Für das Top-and-Bottom Verfahren wird bei gleichen Einstellungen und einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln in 60 Vollbildern ein Datendurchsatz von 4,95 Gigabit pro Sekunde angegeben - was sogar unter dem Wert einer HD Übertragung liegt.[60] Durch die Implementierung der Übertragungsstandards ist hier neben dem geringen Datendurchsatz in allen Fällen gesichert, dass alle Fernseher und Projektoren die Signale ohne Umrüsten verarbeiten können.

Dennoch sind die teilweise starken Verluste in der Auflösung nicht von der Hand weisen. Eine optimale Alternative wird in diesem Zusammenhang vermutlich erst die Entwicklung neuer Kompressionscodes bringen - genauer der H.264 Nachfolge Codec H.265, welcher unter anderem verbesserte Kompressionen für 3D Inhalte bietet.[61] Erst mit Fertigstellung dieses Komprimierungscodecs, vermutlich Anfang 2015, wird es dann möglich sein, 3D Inhalte in zufriedenstellender Qualität und mit geringen Bandbreiten zu übertragen.

4.4 Hybrid Dienst „IPTV“

Neben den klassischen Übertragungswegen sind für unsere Hypothese aber auch alternative Verbreitungswege für den 3D Bereich relevant - genauer IPTV. Dies ist eine IT-basierte und damit formatoffene Übertragungsform für digitales Fernsehen.[62] Durch die hohe 3D-TV Bandbreite sind die im Vorfeld erläuterten Übertragungswege den wachsenden Ansprüchen an die Infrastruktur nur bedingt gewachsen. Zunehmende Bedeutung könnte in diesem Zusammenhang also solchen Übertragungswegen zukommen, die erhöhte Bandbreiten ermöglichen. Das Internet Protocoll Television ermöglicht neben der Übertragung von Live TV Inhalten, also solchen, die in Echtzeit an eine große Zahl von Empfänger über das Internet gesendet werden, auch sogenannte „Video-on-Demand” Angebote. Die Telekom beispielsweise bietet bereits seit Beginn der Markteinführung von 3D-TV mit einem „Entertain” Paket die Möglichkeit, einzelne Inhalte in 3D über Internet zu beziehen.[63] Bei diesen hat der Nutzer die Möglichkeit, ein Programm oder auch nur einzelne Inhaltsangebote gezielt auszusuchen, zu kaufen und relativ unabhängig vom Übertragungszeitpunkt anzuschauen. Dadurch ergeben sich durchaus interessante Vorteile bei der Übertragung von 3D-Inhalten. So können bei IPTV VoD Angeboten Inhalte gezielt Nutzern zur Verfügung gestellt werden, die über eine gute Internetleitung verfügen und 3D in hohen Auflösungen empfangen und wiedergeben können. Nutzer wiederum, die nicht über ausreichende Bandbreitenkapazitäten verfügen, haben ebenfalls die Möglichkeit hochauflösende Inhalte anzuschauen: Wenn die großen Bandbreiten nicht zwingend in Echtzeit benötigt werden, können die Inhalte nämlich auch erst heruntergeladen werden und angeschaut werden, sobald das Herunterladen abgeschlossen ist.

4.5 Zusammenfassung

Es zeigt sich zunächst, dass eine Verbreitung von 3D-Inhalten grundsätzlich auf Basis der verfügbaren Technik zum Zeitpunkt der Markteinführung möglich war. Auch wenn bei der Qualität Abstriche gemacht werden mussten - die Auflösung von stereoskopischen Inhalten entspricht bei den herkömmlichen Übertragungswegen eher einem SD als einem HD-Signal. Obwohl dieser Umstand eine Verbreitung mit Sicherhit nicht begünstigt hat, ist nicht davon auszugehen, dass er für den Frust auf Zuschauerseite gesorgt hat. So war der Empfang der neuen Technik immerhin ohne große Umrüstung und zusätzliche Investitionen möglich und hatte damit theoretisch die gleiche Zahl potentieller Empfänger wie HD-TV - eine durchaus gute Grundlage für die Verbreitung. Darüber hinaus waren die Standards rechtzeitig entschieden und umgesetzt worden. Einen langwierigen Formatkrieg[64], der potentielle Kunden hätte abschreckend können, gab es darüber hinaus gar nicht erst. Ebenso besteht mit IPTV eine durchaus attraktive, alternative Verbreitungsmöglichkeit für Konsumenten mit gehobenen Ansprüchen, sowie solchen mit unzureichenden Bandbreiten, die in Teilen auch bereits genutzt wird und die den Auflösungsverlust ausspart.

Es besteht somit kein Anlass anzunehmen, dass eine zu spät oder falsch erfolgte Standardisierung oder unzureichende Verbreitungsstrukturen dafür verantwortlich waren, dass die Markteroberung von 3D-TV nicht in dem Maße vorangeschritten ist, wie es wünschenswert gewesen wäre. Die Hypothese sieht sich damit in Bezug auf die Verbreitung zunächst bestätigt.

5 Die Nutzung von 3D-TV

5.1 Einführung

Da eine Verbreitung somit als Ursache zunächst auszuschließen ist, gilt es nun die zweite Kategorie zu ergründen und in diesem Zusammenhang die zweite Hypothese zu prüfen, nämlich dass der Bereich der Nutzungstechnik bei Markteinführung nicht ausreichend entwickelt war und es hier große Defizite in der Benutzerfreundlichkeit gab, wodurch die Etablierung negativ beeinflusst wurde. Da der jetzigen Einführung von 3D eine kleine „Revolution” im Kino vorangegangen war, welche das Vorbild für die Adaption darstellte, wird die vorliegende Arbeit zunächst auf die Unterschiede eingehen, die sich bei einem solchen Transfer von Technik ergeben; bilden diese schließlich das Fundament für das Betrachten von 3D im Wohnzimmer. Anschließend wird der Aspekt vorgestellt, der nach wie vor den größten Mangel in der Nutzungstechnik darstellt - die Brille. Daran anschließend werden solche Ansätze erläutert, die hierfür alternative Lösungsansätze versprechen und zeigen, dass die Nutzungstechnik in Zukunft deutlich besser entwickelt sein wird. Damit kann dann die Arbeitsthese erstmalig untermauert werden, nach der die Veröffentlichung zu früh geschehen ist.

5.2 Vom Kino ins Wohnzimmer

Die grundsätzliche Theorie der Funktion[65] ist sowohl der Nutzung im Kino als auch der zuhause gemein. Man kann die 3D-Rezeption im Kino aber trotzdem nicht ohne weiteres auf die im Fernsehen übertragen. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe: Zunächst sind die Projektionsflächen bzw. Bildschirmgrößen und der Abstand des Betrachters im Kino und zuhause sehr unterschiedlich. Der Effekt von stereoskopischen Bildern ergibt sich unter anderem durch den Abstand, den Objekte in einer Szene zueinander haben - die Disparität. Bei unterschiedlicher Projektionsfläche unterscheidet sich diese aber teilweise stark. Ein kleines Beispiel veranschaulicht diesen Effekt: Man stelle sich vor, man malt zwei gleichaussehende Objekte leicht versetzt nebeneinander auf einen Luftballon. Wenn man diesen nun weiter aufpumpt (entspricht einer vergrößerten Projektionsfläche), verändert sich der Abstand (die Disparität) der beiden Objekte zueinander.[66] Im stereoskopischen Bereich bedeutet dies einen veränderten 3D-Effekt. Wenn eine Kino Szene als angenehmer Raumeindruck wahrgenommen werden kann, bedeutet das also nicht zwangsläufig, dass der 3D Effekt im Wohnzimmer auch ansprechend ist. Darüber hinaus ist das Verhalten bzw. die Sitzposition der Zuschauer völlig anders: Im Kino sitzt man in der Regel aufrecht und verändert seine Position nur geringfügig. Zuhause hingegen gibt es nicht wenige Zuschauer, die sich auch mal zwischendurch umsetzten, zur Seite geneigt oder in liegender Position TV schauen. Mit 3D geht das nicht, egal welche Form der Brille[67] benutzt wird. Die Ursache hierfür ist der Winkel, der von unseren Augen zu dem betrachteten Objekt gebildet wird - die sogenannte Konvergenz.[68] Bei Objekten die wir in der Ferne wahrnehmen, stehen unsere Augen parallel, bei solchen die sich in der Nähe befinden, drehen sich unsere Augäpfel mehr nach innen. Dieser Winkeleffekt erzeugt die Tiefeninformationen und wird bei 3D simuliert. Er funktioniert aber nur bei horizontaler Betrachtung, selbst wenn man den Kopf nur um 45 Grad schräg hält, ist der 3D-Effekt gestört.[69]

Neben der Winkelverschiebung der Augen gibt es aber auch noch die Fokussierung unserer Linsen. So fokussiert diese auf nah oder fern, je nach dem wo man hinschaut. Bei 3D-Produktionen wird der Tiefeneindruck aber, wie oben beschrieben, nur über die Winkelverschiebung generiert. Die Augen fokussieren immer auf den Bildschirm. Das heißt, die Entfernung und damit der Fokus bleibt immer der gleiche. Im Kino sitzt man circa zehn bis zwanzig Meter von der Leinwand entfernt und schaut damit eher in die Ferne. Zuhause steht der Fernseher aber nur etwa wenige Meter entfernt. Die Augen bekommen durch die Winkelinformationen suggeriert, sie schauen in die Unendlichkeit, gleichzeitig fokussieren die Linsen aber auf nur zwei Meter. Im Kino ist der Abstand zur Leinwand wesentlich größer. Damit ist auch das Verhältnis von Fokuspunkt zu Winkelinformation nicht so dramatisch. Diese Kombination wird vom menschlichen Gehirn zuhause aber nicht verstanden, weil sie normalerweise schlichtweg nicht existiert. Solange es hier keine Abhilfe gibt, beispielsweise über individuelle Tiefeneinstellungsmöglichkeiten der Raumtiefe durch den Zuschauer, sind Übelkeit oder Schwindel beim Betrachter nicht völlig auszuschließen. Dementsprechend kommt es, dass ein nicht zu unterschätzender Anteil der Konsumenten (teilweise bis zu 25%) den 3D Effekt nur mit anschließenden Kopfschmerzen und Orientierungsschwierigkeiten genießen kann.[70]

[...]


[1] Vgl. Wikipedia: „Avatar - Aufbruch nach Pandora“, Stand: 23.11.2013, http://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_–_Aufbruch_nach_Pandora, abgerufen: 28.11.2013.

[2] Vgl. Görgüli, Kemal: „Marktübersicht und Geschäftsmodelle für 3D-Kino und 3D-TV - Symposium 17. Februar 2011”, Stand: 2011, http://ip.hhi.de/PRIME_Workshop/fileadmin/download_de/4_KemalGoerguelue.pdf, abgerufen: 19.11.2013, Berlin, S.11.

[3] Vgl. Pricewaterhousecoopers: „Entertainmentbranche: 3D braucht neuen Schub”, Stand: 02.2013, http://www.pwc.de/de/technologie-medien-und-telekommunikation/entertainmentbranche-3d-braucht-neuen-schub.jhtml, abgerufen: 09.10.2013.

[4] Vgl. Mediendatenbank: „3D-Kino und TV: Ende eines Formats?”, Stand:17.06.2013, http://www.mediadb.eu/news/aktuelle-meldungen/newsdetail/article/3d-kino-und-tv-ende-eines-formats.html?cHash=b44a080ff8874bf31ce65b96bc080f1d&type=98, abgerufen: 10.10.2013.

[5] Vgl. Osnabrücker Zeitung: „Kein Trend - 3D Fernsehen schon wieder vor dem aus?”, Stand: 23.07.2013, https://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/4132/3d-fernsehen-schon-wieder-vor-dem-aus, abgerufen: 20.09.2013.

[6] Vgl. Heise: „Erste Live-Übertragung von 3D in Deutschland - übers Internet”, Stand: 27.11.2009, http://www.heise.de/newsticker/meldung/Erste-Live-Uebertragung-von-3D-TV-in-Deutschland-uebers-Internet-870832.html, abgerufen: 05.10.2013.

[7] Vgl. Heise: „Erste Live-Übertragung von 3D in Deutschland - übers Internet”, Stand: 27.11.2009, http://www.heise.de/newsticker/meldung/Erste-Live-Uebertragung-von-3D-TV-in-Deutschland-uebers-Internet-870832.html, abgerufen: 05.10.2013.

[8] Vgl. Live4D: „Penthouse startet zweiten 3D Erotik Sender”, Stand: 2009, http://www.live4d.de/index.php?/3D-TV/3D-Satelliten-TV-Free-Pay-Sender-Programme/penthouse-startet-zweiten-3d-erotik-sender-penthouse-3d-ii.html, abgerufen: 01.09.2013.

[9] Vgl. Deutsche TV Plattform: „3D-HD-TV”,Stand: o.A., http://www.tv-plattform.de/de/arbeitsgruppen/3d-hd-tv.html, abgerufen: 27.10.2013.

[10] Vgl. Pricewaterhousecoopers: „3D ist da - Technik etabliert sich schneller als erwartet”, Stand: 2011, http://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2011/3d-ist-da-technik-etabliert-sich-schneller-als-erwartet.jhtml, abgerufen: 23.10.2013.

[11] Vgl. Panasonic: „Panasonic, IOC and OBS Announce Worldwide Partnership for the First Live 3D Olympic Games for London 2012”, Stand: o.A., http://www.panasonic.co.uk/html/en_GB/8057482/index.html, abgerufen: 03.10.2013. Vgl. ferner: Pocket-Lint: „London 2012 Olympics in 3D thanks to BBC”, Stand: 15.02.2013, http://www.pocket-lint.com/news/44443/london-2012-3d-olympic-coverage, abgerufen: 03.11.2013.

[12] Vgl. Zollondz, Alexander: „WM 2014: Alle Spiele in 3D”, Stand: 13.07.2010, http://www.netzwelt.de/news/83327-wm-2014-spiele-3d.html, abgerufen: 09.10.2013.

[13] Vgl. Denkena, Jan: „IFA 2010 Berlin: Das Wichtigste zu Ausstellern und Neuheiten auf einen Blick”, Stand: o.A., http://www.computerbild.de/artikel/avf-Messe-IFA-2010-Berlin-Neuheiten-Trends-Aussteller-5132485.html, abgerufen: 20.10.2013.

[14] Osnabrücker Zeitung: „Kein Trend - 3D Fernsehen schon wieder vor dem aus?”, Stand: 23.07.2013, https://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/4132/3d-fernsehen-schon-wieder-vor-dem-aus, abgerufen: 20.09.2013.

[15] Vgl. Osnabrücker Zeitung: „Kein Trend - 3D Fernsehen schon wieder vor dem aus?”, Stand: 23.07.2013, https://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/4132/3d-fernsehen-schon-wieder-vor-dem-aus, abgerufen: 20.09.2013.

[16] Vgl. Digitalfernsehen: „Verwirft die FIFA ihre Pläne zur 3D-Übertragung der Fußball-WM?”, Stand: 20.06.2013, http://www.digitalfernsehen.de/Verwirft-die-FIFA-ihre-Plaene-zur-3D-UEbertragung-der-Fussball-WM.103539.0.html, abgerufen: 09.10.2013.

[17] Vgl. Mantel, Uwe: „Umfrage: Kaum noch Interesse an 3D-Fernsehen”, Stand: 04.09.2013, http://www.dwdl.de/nachrichten/42425/umfrage_kaum_noch_interesse_an_3dfernsehen/, abgerufen: 01. 10.2013.

[18] Pichler, Thomas: „CES-Rückblick: 3D ist nicht tot”, Stand: 14.01.2013, http://www.pressetext.com/news/20130114003?likes=like, abgerufen: 09.11.2013.

[19] Das Modell Samsung UE 46 C 7700.

[20] Vgl. Friedrich, Florian: „Samsung UE 46 C 7700: Samsungs erster 3D-Fernseher im Test”, Stand: 29.04.2010, http://www.netzwelt.de/news/82594-samsung-ue-46-c-7700-samsungs-erster-3d-fernseher-test.html, abgerufen: 25.10.2013.

[21] Vgl. Sawall, Achim: „Erste 3D-TV-Verkaufszahlen für Deutschland veröffentlicht”, Stand: 03.02.2011, http://www.golem.de/1102/81187.html, abgerufen: 05.11.2013.

[22] Vgl. Digitalfernsehen: „Der Durchbruch von HDTV wird 2006 erwartet”, Stand: 29.08.2005, http://www.digitalfernsehen.de/Durchbruch-von-HDTV-wird-2006-erwartet.news_45572.0.html, abgerufen: 26.10.2013.

[23] Vgl. Thebluewig: „[Studie] Wachstumsmarkt 3D: Absatz von 3D-Fernsehern übertrifft Erwartungen der CE-Branche”, Stand: 03.02.2011, http://www.thebluewig.de/2011/02/studie-wachstumsmarkt-3d-absatz-von-3d-fernsehern-ubertrifft-erwartungen-der-ce-branche/, abgerufen: 26.10.2013.

[24] Vgl. ebd.

[25] Eine Studie der Strategieberatung Goldmedia in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Informationswirtschaft und Telekommunikation hat prognostiziert 2015 werden 8.4 Mio. deutsche Haushalte (= 22% der TV-Haushalte) ein 3D-TV besitzen, Quelle: Vgl. Zehnvier Research & Strategy: „‪3D-TV vor dem Durchbruch?„, Stand: 11.12.2010, www.publisuisse.ch/mm/mm001/mdz_2210.pdf., abgerufen: 20.10.2013, Schweiz, S.1.

[26] Vgl. Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik: „Consumer Electronics Marktindex für Deutschland (CEMIX) Q1-Q4/2012”, Stand: 12.2012, http://www.gfu.de/srv/easyedit/_ts_1361799603000/page:home/sl_1361547007465/args.link01/de_CEMIX%20Q1-Q4%202012.pdf., abgerufen: 28.11.2013, S. 2.

[27] Vgl. Zehnvier Research&Strategy: „‪3D-TV vor dem Durchbruch?“, Stand: 11.12.2010, www.publisuisse.ch/mm/mm001/mdz_2210.pdf., abgerufen: 11.11.2013, Schweiz, S.2.

[28] Die aufgeführten Daten basieren auf einer repräsentativen Mehrthemenumfrage, die das Marktforschungsinstitut „Ipsos” vom 29. Juli – 01. August 2013 im Auftrag von Kabel Deutschland durchgeführt hat. Insgesamt wurden 1.000 Personen ab einem Alter von 14 Jahren in Deutschland befragt, Quelle: Vgl. Pressemitteilung Kabel Deutschland: „Zeitunabhängiges Fernsehen und HDTV: Das wünschen sich die Deutschen vom Fernsehen der Zukunft”, Stand: 04.09.2013, http://www.kabeldeutschland.com/static-com/tx_kdgnews/130904_KD_PM_Umfrage_Trend_Zeitunabhaengiges_TV.pdf., abgerufen: 28.11.2013, S.1.

[29] Vgl. Wikipedia: „Stereoskopie”, Stand: 28.11.2013, http://de.wikipedia.org/wiki/Stereoskopie, abgerufen: 29.11.2013.

[30] Tauer, H.: „Stereo 3D: Grundlagen, Technik und Bildgestaltung”, Stand: 2010, Berlin, S. 500.

[31] Vgl. Maier, Florian: „Stereoskopische Filmproduktion -Teil 1: 3D Grundlagen”, Stand: o.A., http://www.burosch.de/images/docs/PP_07-08_Stereoskopie_Teil1.pdf, abgerufen: 02.11.13., S.1.

[32] Vgl. ebd.

[33] Beim Fokussieren von Objekten die sich nah am Betrachter befinden, müssen die Augen weiter nach innen bewegt werden – der Konvergenzwinkel wird kleiner.

[34] Vgl. Maier, Florian: „Stereoskopische Filmproduktion -Teil 1: 3D Grundlagen”, Stand: o.A., http://www.burosch.de/images/docs/PP_07-08_Stereoskopie_Teil1.pdf, abgerufen: 02.11.13., S.2.

[35] Vgl. Maier, Florian: „Stereoskopische Filmproduktion -Teil 1: 3D Grundlagen”, Stand: o.A., http://www.burosch.de/images/docs/PP_07-08_Stereoskopie_Teil1.pdf, abgerufen: 02.11.13., S.4.

[36] Vgl. Wikipedia: „Augenabstand”, Stand: 26.11.2013, http://de.wikipedia.org/wiki/Augenabstand, abgerufen: 01.11.13.

[37] Vgl. Eysenck ,M., Keane M.: „Script - Cognitive Psychology: : A Student's Handbook“ Stand: 2010, London.

[38] Stand: o.A., http://www.burosch.de/images/docs/PP_07-08_Stereoskopie_Teil1.pdf, abgerufen: 02.11.13., S.4.

[39] Stand: o.A., http://www.burosch.de/images/docs/PP_09-08_Stereoskopie_Teil2.pdf, abgerufen: 01.11.13., S. 1.

[40] Vgl. Burosch: „Die 3D Technik”, Stand: o.A., http://www.burosch.de/3dtechnik.html, abgerufen: 01.11.13.

[41] Gleiches gilt unter Umständen für die Gesamtauflösung: So ergäbe sich eine Verdoppelung der Pixel von 1.920 x 1.080 auf 3.840 x 2.160 Pixel.

[42] Vgl. Live4D: „Japan: NHK zeigt 3D-Fernsehübertragung in Full HD”, Stand: 26.05.2011, http://www.live4d.de/index.php?/S3D-Technik/Forschung-Entwicklung/nhk-zeigt-moeglichkeit-3d-tv-inhalte-in-full-hd-zu-uebertragen.html, abgerufen: 03.10.2013.

[43] Vgl. Wikipedia: Digital Video Broadcasting”, Stand: 13.09.2013, http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Video_Broadcasting, abgerufen: 17.12.2013.

[44] Tauer, H.: „Stereo-3D: Grundlagen, Technik und Bildgestaltung”, Stand: 2010, Berlin, S. 225.

[45] Vgl. Heise: „HDMI 1.4a für 3D-Fernsehen ist fertig”, Stand: 05.02.2013, http://heise.de/-947806, abgerufen: 19.11.2013.

[46] Vgl. DVB: „Technical Specification - Digital Video Broadcasting (DVB);Plano-stereoscopic 3DTV; Part 1: Overview of the multipart”, Stand: 11.2012, http://www.etsi.org/deliver/etsi_ts/101500_101599/10154701/01.01.01_60/ts_10154701v010101p.pdf, abgerufen: 14.12.2013, S.1.

[47] Vgl. DVB: „Press Release - DVB Steering Board Approaches Next step for 3D-TV”, Stand: 19.10.2011, http://www.dvb.org/resources/public/pressreleases/DVB_pr220-DVB-Steering-Boards-Approves-Next-Step-For-3DTV.pdf, abgerufen: 16.12.2013, S. 1.

[48] Siehe hierzu Punkt 4.3.

[49] Vgl. DVB: „Press Release - DVB Steering Board Approaches Next step for 3D-TV”, Stand: 19.10.2011, http://www.dvb.org/resources/public/pressreleases/DVB_pr220-DVB-Steering-Boards-Approves-Next-Step-For-3DTV.pdf, abgerufen: 16.12.2013, S. 2.

[50] Vgl. 3D-TV.net: „DVB-Konsortium vereinfacht 3D-TV Standard”, Stand: 29.10.2011, http://3d-tv.net/blog/news/dvb-konsortium-3dtv-standard, abgerufen: 14.12.2013.

[51] Stand: 11.2012, http://www.etsi.org/deliver/etsi_ts/101500_101599/10154701/01.01.01_60/ts_10154701v010101p.pdf, abgerufen: 14.12.2013, S.9.

[52] Für eine genauere Darstellung dieses Verfahrens siehe Punkt 4.3.

[53] DVB: „Technical Specification - Digital Video Broadcasting (DVB);

Plano-stereoscopic 3DTV; Part 1: Overview of the multipart”, Stand: 11.2012, http://www.etsi.org/deliver/etsi_ts/101500_101599/10154701/01.01.01_60/ts_10154701v010101p.pdf, abgerufen: 14.12.2013, S.8.

[54] Wikipedia: „Multiplexverfahren”, Stand: 14.12.2013, http://de.wikipedia.org/wiki/Multiplexverfahren, abgerufen: 14.12.2013.

[55] Vgl. Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft: „Perspektiven der Autostereoskopie für das 3D-Fernsehen der Zukunft”, Stand: 18.10.2013, https://fktg.org/node/1915, abgerufen: 24.11.13.

[56] bei einer Frequenz von 50 oder 59,94/60 Hertz.

[57] bei ebenfalls 50 oder 59,94/60 Hertz.

[58] mit einer Frequenz von 23,97/24 Hertz.

[59] High Definition Multimedia Interface: „FAQ”, Stand: 2013, http://www.hdmi.org/manufacturer/hdmi_1_4/hdmi_1_4_faq.aspx#18, abgerufen: 19.11.2013.

[60] Vgl. Key Digital: „Knowledge Center”, Stand: 2011, http://www.keydigital.com/KnowledgeCenter_3DFeaturesHDMI1.4_wp.html, abgerufen: 25.11.2013.

[61] Vgl. Schäfer, Ralf: Leiter der Abteilung „Image Processing“ am Fraunhofer Heinrich-Hertz Institut, Berlin, Interview geführt am: 26.11.2013.

[62] Tauer, H.: „Stereo 3D: Grundlagen, Technik und Bildgestaltung”, Stand: 2010, Berlin, S. 225.

[63] Vgl. T-Online: 3D-Fernsehen bei Entertain”, Stand: 2013, http://tarife-und-produkte.t-online.de/3d-fernsehen-filme-in-einer-voellig-neuen-dimension-erleben/id_46586524/index, abgerufen: 29.11.2013.

[64] wie etwa bei der Einführung von Blu-Ray Discs.

[65] aus Punkt 3.

[66] Vgl. Thomas, Yvonne: „Diplomarbeit - Untersuchung der stereoskopischen Wahrnehmung in Abhängigkeit verschiedener Displaygrößen und Erstellung einer Studie zur Akzeptanz von 3D”, Stand: 2010, Aachen.

[67] ob Shutter- oder eine Polarisationsbrille.

[68] Vgl. Reallusion: „Grundsätze des 3D Stereosehens”, Stand: o.A., http://www.reallusion.com/de/iclone/Help/iClone5/Pro/09_3D_Vision/The_Concepts_of_Stereo_Vision.htm, abgerufen: 25.11.2013.

[69] Weber, Klaus: „Interview mit Medien Bulletin - Kein Geschäftsmodell für 3D-TV”, Stand: 06.2010, http://www.mebucom.de/news-detail/items/kein-geschaeftsmodell-fuer-3dtv.html, abgerufen: 03.11.2013.

[70] Mittlerweile gibt es deshalb sogar 2D Brillen, welche einen 3D Kinofilm in 2D zeigen. Quelle: Vgl. babbleventure: „Webfund: 2D Brille fürs Kino – nie mehr Kopfschmerzen“, Stand: 05.09.2013, http://babbleventure.com/2013/09/05/webfund-2d-brille-furs-kino-nie-mehr-kopfschmerzen, abgerufen: 06.11.2013. Vgl. ferner: Walter, Tanja: „3D-Vision kann Übelkeit verursachen”, Stand: 22.01.2013, http://www.rp-online.de/gesundheit/augen/3d-vision-kann-uebelkeit-verursachen-1.3134166, abgerufen: 05.11.2013.

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten

Details

Titel
Warum hat sich das 3D-Fernsehen in Deutschland bisher nicht durchgesetzt? Eine Untersuchung
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
99
Katalognummer
V276471
ISBN (eBook)
9783668594906
Dateigröße
1095 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
warum, deutschland, eine, untersuchung
Arbeit zitieren
David Jasim (Autor), 2013, Warum hat sich das 3D-Fernsehen in Deutschland bisher nicht durchgesetzt? Eine Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276471

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