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Temperierung historischer Gebäude nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege

Titel: Temperierung historischer Gebäude nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege

Akademische Arbeit , 2005 , 61 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Löther (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Bauingenieurwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) als Entwickler der Temperierung, eines Verfahrens, das durch Erwärmung der Gebäudehülle die bauphysikalischen, raumklimatischen sowie die physiologischen Bedingungen in einem Gebäude optimieren soll, sowie Befürworter dieser Methode versprechen einen umfassenden Gebäudeschutz, der mit einer Energieeinsparung verbunden ist.

Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe, den aktuellen wissenschaftlich-technischen Forschungsstand des vom BLfD entwickelten Verfahrens und dessen Bewertung in der Fachwelt vorzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsbestimmung

3. Entwicklungsgeschichte der Temperierung

4. Aufbau von Temperieranlagen

5. Wärmetechnische Dimensionierung einer Temperieranlage

6. Wirkungsweise der Temperierung nach dem BLfD

7. Wertung der Temperierung in der Fachwelt

7.1 Verhinderung von Feuchteschäden

7.2 Energieeinsparung durch Temperierung

7.3 Inaktivierung von Schadsalzen

7.4 Thermische Behaglichkeit

7.5 Raumklimatische Nebeneffekte

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) entwickelten Temperierverfahren auseinander. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlich-technischen Forschungsstand darzustellen, die kontroverse Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern zu beleuchten und eine differenzierte Bewertung der Einsatzmöglichkeiten und Grenzen dieses Systems in historischen Gebäuden zu ermöglichen.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Wandheizung und Temperierung
  • Aufbau und wärmetechnische Dimensionierung von Temperieranlagen
  • Kritische Analyse der behaupteten Sekundäreffekte (Feuchteschutz, Energieeinsparung)
  • Untersuchung der physiologischen und raumklimatischen Auswirkungen
  • Bewertung der Anwendbarkeit bei verschiedenen Bausubstanzen und Gebäudetypen

Auszug aus dem Buch

2. Begriffsbestimmung

Zu den wichtigsten Vorteilen der Temperierung nach Vorgaben des BLfD gehört die Beseitigung von Feuchte im Wandinneren und an der Wandoberfläche. Die Feuchtebelastung einer Wand kann durch verschiedene Faktoren entstehen [Bild 1]:

Belastung durch Schlagregen

aufsteigende Feuchte

hygroskopische Feuchte

Kondensation.

Aufsteigende Feuchte dringt durch anstehendes Wasser in bodenberührte Bauteile ein und steigt durch das kapillare Verhalten des Baustoffes in ihm auf. [Vgl. Arendt, 2003, S. 136]

Mit hygroskopischer Feuchte wird die Eigenschaft einiger Salze bezeichnet, dampfförmiges Wasser aus der umgebenden Luft aufzunehmen, im Baustoff zu speichern und in Abhängigkeit mit der relativen Raumluftfeuchte wieder abzugeben. Die eintretende Materialfeuchte wird auch Gleichgewichtsfeuchte genannt. Aufsteigende Feuchte kann durch hygroskopische Feuchte unterstützt werden und am Bauwerk Höhen erreichen, die durch reine Kapillarkräfte nie erzielt werden könnten. [Vgl. Arendt, 2003, S. 136]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die kontroverse Diskussion zwischen Befürwortern und Kritikern des Temperierverfahrens und stellt die Zielsetzung der Arbeit vor, Klarheit über Begrifflichkeiten und Einsatzgrenzen zu schaffen.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert die physikalischen Grundlagen der Feuchtebelastung (wie Schlagregen, Kapillarkräfte und Kondensation) und ordnet diese in den Kontext der Temperierung ein.

3. Entwicklungsgeschichte der Temperierung: Der Abschnitt skizziert die historische Entwicklung von der römischen Hypokaustenheizung bis hin zu den modernen Temperiersystemen des BLfD.

4. Aufbau von Temperieranlagen: Hier werden die technischen Varianten und die Art der Rohrmontage (unter oder auf Putz) für unterschiedliche Gebäudeanforderungen erläutert.

5. Wärmetechnische Dimensionierung einer Temperieranlage: Dieses Kapitel kritisiert die mangelnden konkreten Daten des BLfD und stellt die Schwierigkeiten bei der Berechnung des Wärmebedarfs anhand der vorliegenden Faustformeln dar.

6. Wirkungsweise der Temperierung nach dem BLfD: Zusammenfassung der vom BLfD propagierten Sekundäreffekte wie Feuchteschutz, Energieeinsparung und thermische Behaglichkeit.

7. Wertung der Temperierung in der Fachwelt: Ein zentrales Kapitel, das die Aussagen des BLfD kritisch mit Forschungsergebnissen anderer Fachautoren abgleicht.

8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz, die die Notwendigkeit einer differenzierten Einzelfallbetrachtung bei der Anwendung von Temperiersystemen unterstreicht.

Schlüsselwörter

Temperierung, Bauteiltemperierung, BLfD, Denkmalpflege, Bauphysik, Wandheizung, Feuchtesanierung, Energieeinsparung, Kapillarkondensation, Wärmetechnik, historische Gebäude, Raumklima, Thermografie, Bausanierung, Feuchtetransport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) propagierte Temperierverfahren für historische Gebäude und hinterfragt dessen Wirkungsweise und Wirtschaftlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die bauphysikalischen Auswirkungen der Temperierung, die Energieeinsparpotenziale, das Thema Feuchteschutz sowie die thermische Behaglichkeit in sanierten Altbauten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den wissenschaftlichen Forschungsstand kritisch zu prüfen und die zum Teil widersprüchlichen Aussagen des BLfD mit Erfahrungen und Messergebnissen anderer Fachexperten zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und einen Vergleich von Fallbeispielen, bei der die Publikationen des BLfD mit kritischen Studien anderer Autoren und Messergebnissen aus der Praxis konfrontiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technische Darstellung der Temperierung (Aufbau, Dimensionierung), die offiziellen Wirkungsversprechen des BLfD sowie die detaillierte fachliche Auseinandersetzung mit diesen Versprechen in Form einer kritischen Wertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Temperierung, Denkmalpflege, Bauphysik, Feuchteschutz und Wärmetechnik erschließen.

Wie bewertet der Autor die „thermische Horizontalsperre“?

Der Autor stuft diese Bezeichnung als kritisch ein und weist darauf hin, dass eine Trockenlegung des Mauerwerks durch Wärme oft mit einem unverhältnismäßig hohen Energie- und Kostenaufwand verbunden ist.

Warum wird die „Minimalanlage“ vom BLfD empfohlen?

Die Minimalanlage soll durch ihre einfache, substanzschonende Bauweise eine universelle Einsetzbarkeit in historischen Gebäuden ermöglichen, wobei der Autor dies jedoch für viele Gebäudetypen infrage stellt.

Welche Rolle spielt die thermische Speicherfähigkeit eines Gebäudes bei der Temperierung?

Eine hohe thermische Speicherfähigkeit, wie sie bei massiven Mauerwerksbauten vorliegt, ist eine Grundvoraussetzung, damit die Temperierung effektiv ein stabiles Raumklima erzeugen kann.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Temperierung historischer Gebäude nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
Note
1,0
Autor
Thomas Löther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
61
Katalognummer
V276757
ISBN (eBook)
9783656698456
ISBN (Buch)
9783656716013
Sprache
Deutsch
Schlagworte
temperierung gebäude verfahren bayerischen landesamtes denkmalpflege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Löther (Autor:in), 2005, Temperierung historischer Gebäude nach dem Verfahren des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276757
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Leseprobe aus  61  Seiten
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