Rettungsdienst. Erstversorgung eines Lundenödems


Hausarbeit, 2014

7 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Definition Lungenödem

2.1 Das kardiogene Lungenödem
2.2 Das renale Lungenödem
2.3 Das toxische Lungenödem
2.4 Das Beinahe-Ertrinken in Salzwasser

3. Die Stadien des Lungenödems

4. Symptome

5. Diagnostik

6. Therapie

1. Definition Lungenödem

Das Lungenödem Bezeichnet eine pathologische Flüssigkeitsansammlung (Ödeme) in der Pulmo.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das Lungenödemi

Diese Flüssigkeitsansammlung in den Bronchiolen erhöht die Diffusionsstrecke der Gase. Daher ist ein ungehinderter Gasaustausch, also Sauerstoff zum Erythrozyt und CO2 zur Ausatemluft, gestört. Es werden weniger Erythrozyten mit Sauerstoff beladen und der Kohlenstoffdioxidgehalt des Blutes steigt an. Dies führt logischerweise zu einem Abfall des SpO2 und führt zu einer Dyspnoe mit Hypoxie.

2.1 Das kardiogene Lungenödem

Das kardiale Lungenödem entsteht durch eine verminderte Pumpkraft des Linken Herzens. Das rechte Herz pumpt normal und fördert das Blut in die A. pulmonalis. Da das linke Herz insuffizient ist schafft das Herz es nicht mehr das Blut aus der V. pulmonalis komplett abzupumpen. Daher staut sich das Blut in die V. pulmonalis zurück. Dies führt zu einer Steigerung des interstitiellen Flüssigkeitsdruck. Aufgrund dessen tritt die Flüssigkeit in den Alveolarraum über. Hier vermischt sich das Exikutat mit Atemluft und bildet einen fleischfarbenen Schaum. Dieser Schaum behindert die O2 Diffusion drastisch vermindert.1

2.2 Das renale Lungenödem

Das renale Lungenödem entsteht durch eine hochgradige Niereninsuffizienz welche zu einer Hyperhydration des Körpers führt. Die überschüssige Flüssigkeit sammelt sich im Gewebe als Ödeme z.B. in den Beinen und auch in der Lunge als Lungenödem. Bei dieser Art von Lungenödem bringt die Gabe von Schleifendiuretika nur selten eine Linderung. Sehr häufig wird eine Hämodialyse zum Entfernen der Flüssigkeit durchgeführt. Oft trifft man diese Art von Lungenödem bei dialysepflichtigen Patienten an, die Ihre Dialysetermine verpasst haben.

2.3 Das toxische Lungenödem

Das toxische Lungenödem entsteht durch toxische Fremdstoffe wie z.B. Rußpartikel die Beispielsweise durch einen Brand eingeatmet wurden. Dieses Lungenödem kann sich bis zu 24h nach dem Ereignis entwickeln. Die eingeatmeten Partikel erhöhen die Permeabilität der Alveolen. Dadurch kann interstielle Flüssigkeit in den Alveolarraum übertreten. Das toxische Lungenödem wird oft überlebt. Eine gefährliche Komplikation ist die bakterielle Pneumonie2

2.4 Das Beinahe-Ertrinken in Salzwasser

Bei dem Beinahmeertrinken in Salzwasser tritt -sofern kein Laryngospasmus eintritt- Salzwasser in die Pulmo ein. Dieses Wasser ist als hypertone Lösung anzusehen, da es einen hohen Salzgehalt aufweist. Dadurch kommt es durch die bekannte Osmose zu einem Übertritt von Flüssigkeit aus dem Blut der Kapillaren in die Lunge. Somit wird durch eine kleine Menge Salzwasser innerhalb von einigen Stunden eine beachtliche Menge Wasser in die Lunge gezogen und es bildet sich ein fulminantes Lungenödem aus. Bei Süßwasser hingegen tritt das Wasser in der Pulmo in das Blut über. Hier kann es zu dem Platzen der Erythrozyten kommen. Dies wird als Hämolyse bezeichnet.

3. Die Stadien des Lungenödems:

Stadium 1: Interstitielles Lungenödem: hier befindet sich die Flüssigkeit nur im Gewebezwischenraum der Pulmo

Stadium 2: Alveoläres Lungenödem: Flüssigkeit gelangt in die Lungenbläschen und - im fortgeschrittenen Stadium - auch in die Bronchien.

Stadium 3: Schaumbildung: Bei großen Flüssigkeitsmengen staut sich die Flüssigkeit bis weit in die Bronchien hinein und ein weißlicher Schaum bildet sich. Betroffene mit Lungenödem husten diesen Schaum ab

Stadium 4: Asphyxie: Durch unzureichende Sauerstoffversorgung des Körpers kommt es zum Atem- und Kreislaufstillstand.3

4. Symptome

Das primäre Leitsymptom in der präklinischen Medizin ist die Dyspnoe bis zu einer Orthopnoe und der brodelnde Befund bei der Auskultation. Ein schaumiges, fleischfarbenes Sputum ist im späteren Verlauf zu beobachten. In Abhängigkeit von der Schwere kommt es zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Zyanose. Tachykardie und Husten können auch auftreten. Der Patient ist oft Blass und hat einen niedrigen Blutdruck bei einer Schocksymptomatik und einen hohen Blutdruck bei einer Hypertensiven Kriese. Die Unruhe des Patienten resultiert aus der Dyspnoe.

5. Diagnostik

In der Präklinik sollte die Auskultation der Lunge erfolgen. Auch ein 12 Kanal EKG, Blutdruckmessung, SpO2 sollten durchgeführt werden.

Klinisch sollte zudem ein Röntgen Thorax und eine Echokardiographie durchgeführt werden. Eine Labortuntersuchung ist obligat. Zudem kann durch eine Blutgasanalyse die arterielle Sauerstoffsättigung bestimmt werden.4

[...]


1 http://flexikon.doccheck.com/de/Intraalveol%C3%A4res_Lungen%C3%B6dem (08.07.2014)

2 http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Lungen%F6dem.html (08.07.2014)

3 http://www.onmeda.de/krankheiten/lungenoedem-definition-1393-2.html (08.07.2014)

4 http://www.gesundheit.de/krankheiten/lunge/lungenoedem/lungenoedem-diagnose-und-therapie (08.07.2014)

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Rettungsdienst. Erstversorgung eines Lundenödems
Autor
Jahr
2014
Seiten
7
Katalognummer
V276774
ISBN (eBook)
9783656704935
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rettungsdienst, erstversorgung, lundenödems
Arbeit zitieren
Dominik Fontaine (Autor), 2014, Rettungsdienst. Erstversorgung eines Lundenödems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276774

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