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Häfen als Wirtschaftsfaktor

Title: Häfen als Wirtschaftsfaktor

Seminar Paper , 2002 , 34 Pages , Grade: 1

Autor:in: Lars Wartenberg (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Wasserwege sind die ältesten Handels- und Verkehrswege überhaupt. Ihre Bedeutung nahm auch mit der zunehmenden Entstehung von Strassen nicht ab, sondern ist auch gerade heute von grosser Wichtigkeit. Damals waren es vor allem der schlechte Zustand vieler Wege und Strassen, der den Transport von Waren besonders auf längeren Distanzen problematisch machten (was natürlich auch heute in vielen Ländern eine Rolle spielt). Hinzu kamen Wegzölle und die beschränkten Transportmöglichkeiten (v.a. bzgl. der zu transportierenden Mengen). Zudem würden verkehrstechnische Gründe eine Beförderung solch grosser Mengen, wie sie heute von Schiffen bewältigt werden, nicht zulassen. Die räumliche Anordnung von Handel und (später) Industrie, und somit auch die wirtschaftliche Bedeutung einer Region oder eines (Stand)ortes, ist somit ursprünglich immer an Wasserwege gebunden gewesen. Grundsätzlich ist der Prozess der Ausbreitung der Industrie „nicht denkbar ohne den vorausgehenden oder mindestens gleichzeitigen Ausbau leistungsfähiger Verkehrssysteme“ [Voppel, G.; Die Industrialisierung der Erde, Teubner 1990]. Heute ist der Transport von Gütern auf dem Wasserwege eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum Transport auf der Strasse oder auf dem Luftweg. Die durchschnittlichen Transportkosten pro Tonne eines Grosstankers von 400000 dwt (Ladefähigkeit = dead weight tons, gesamtes Zuladungsgewicht eines Handelsschiffes) belaufen sich auf weniger als die Hälfte der Kosten eines Tankers mit 80000 dwt Tragfähigkeit [Voppel, G.; Die Industrialisierung der Erde, Teubner 1990; aus: R. Stromberg und H. Glockner S. 167].

Schifffahrt und Häfen sichern Arbeitsplätze und sind somit eine Grundlage für Wirtschaftswachstum in vielen Regionen. Hafen- und Logistikwirtschaft sowie der damit verbundene Aussenhandel sind Wachstumsmotoren der Wirtschaft und somit ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Häfen sind existenzsichernd und darüber hinaus auch identitäts- und imagebildend (was beispielsweise auch für den Tourismus sehr wichtig ist).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Die Bedeutung von Wasserwegen und Häfen

2. Hafentypen

2.1. Abgrenzung zwischen Seehafen und Binnenhafen

2.2. Binnenhäfen

2.2.1. Tabelle: Binnenhafentypen

2.2.2. Binnenhäfen im Rahmen der Wirtschaftsgeografie

2.3. Seehäfen

2.3.1. Tabelle: Seehafentypen

2.3.2. Seehäfen als „Tore zur Welt“

2.3.3. Tabelle: Güterverkehr in führenden Seehäfen 1994/95

2.3.4. Wirtschaftliche Entwicklungsschübe als Wachstumsfaktoren

2.3.5. Maritime Wirtschaft

2.3.5.1.Tabelle: Deutschlands maritime Wirtschaft in Zahlen (1997)

3. Binnenhäfen genauer betrachtet

3.1. Die allgemeine wirtschaftliche Situation in Deutschland zu Beginn der 90er Jahre

3.2. Die Entwicklung der Binnenschifffahrt am Beispiel Deutschlands

3.2.1. Tabelle: Wasserseitiger Umschlag in öffentlichen Binnenhäfen Deutschlands

4. Spezieller Teil - Binnenhäfen

4.1. Rhein-Ruhr-Hafen Duisburg

4.1.2. Die wirtschaftliche Bedeutung der Häfen für die Entwicklung von Duisburg

4.1.3. Verkehrsgeografische Standortvorteile

4.1.4. Struktur- und Funktionswandel des öffentlichen Duisburger Hafens

4.1.5. Tabelle: Güterumschlag in Duisburg im Jahre 2001 im Vergleich zum Vorjahr

4.1.6. Grafik: Die Zusammenhänge der Seeverkehrswirtschaft

5. Spezieller Teil – Seehäfen

5.1. Welthafen Hamburg

5.1.1. Grafik: Entwicklung im Containerumschlag

5.1.2. Der Hafen als Motor der gesamten Region

5.1.3. Hamburgs Wachstum im Containerverkehr

5.1.3.1.Containerumschlag im Vergleich mit anderen Häfen Europas (Nord- oder Antwerpen-Hamburg – Range)

5.1.3. Dienstleistungen und Hafenlogistik am Beispiel des Hamburger Hafens

5.1.4.1.Dienstleistungen

5.1.4.2.Logistik

5.1.4. HafenCity Hamburg

5.1.6. Die Entwicklungsaussichten des Hamburger Hafens

5.2. Die Bremischen Häfen

5.2.1. Die wirtschaftliche Bedeutung der Bremischen Häfen im Hinblick auf die Zukunft

5.3. „Mainport Europa“ Rotterdam

5.3.1. Die Lagegunst Rotterdams

5.4. Antwerpen

5.4.1. Die geografische Lage Antwerpens als Wirtschaftsfaktor

6. Häfen im Wandel

7. Quellenverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Häfen als zentralen Wirtschaftsfaktor. Ziel ist es, eine differenzierte Übersicht über verschiedene Hafentypen, ihre Funktionen sowie ihre Rolle in der regionalen und internationalen Wirtschaftsentwicklung zu geben.

  • Typisierung von See- und Binnenhäfen
  • Wirtschaftliche Bedeutung und Entwicklungsschübe
  • Strukturwandel in der Hafenwirtschaft
  • Fallstudien zu führenden Häfen (Duisburg, Hamburg, Bremen, Rotterdam, Antwerpen)
  • Logistikprozesse und Zukunftsperspektiven

Auszug aus dem Buch

4.1.4. Struktur- und Funktionswandel des öffentlichen Duisburger Hafens

Die Duisburger Häfen wurden traditionell als Kohleaus- und Erzeinfuhrhäfen bezeichnet, denn hauptsächlich wurden diese beiden Massengüter hier umgeschlagen. Solche Massengüter (unter anderem auch Mineralöl) dominieren zwar noch immer. Doch ihre Bedeutung ist rückläufig. Auch die geringen Zunahmen beim hochwertigen Stückgut können den Rückgang der Massengüter nicht kompensieren [Woitschützke, C.P.; Verkehrsgeographie, 2. Auflage, Stam]. Der gegenwärtige Strukturwandel, in dem sich die Häfen befinden, begann im Zuge der Stahlkrise. Diese „langsam einsetzende Umstrukturierung im öffentlichen Duisburger Hafen, die darauf abzielte, Dienstleistungen für logistisch anspruchsvolle Transporte (Stückgüter, Container) anzubieten setzte einen Funktionswandel in Gang [Binnenschiffahrt 1992/93, Geschäftsbericht 1992/93 des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschiffahrt e.V.].

Ein Bedeutungsgewinn bezüglich der Seehafenfunktion ist mit einer Zunahme des Rhein-See-Verkehrs zu erwarten [Glässer; E., Nordrhein-Westfalen, Klett, 1. Auflage, 1987]. „In Abhängigkeit vom Freihafen kann die Handelsfunktion an Bedeutung gewinnen. Die Verkehrsfunktion (wasser- und landseitig) musste in Abhängigkeit von den rückläufigen Massenguttransporten Bedeutungsverluste hinnehmen, kann diese aber in Zukunft durch kombinierte Ladungsverkehre ausgleichen... Auch die Umschlagfunktion verzeichnete wegen des abnehmenden Massengutumschlags Bedeutungsverluste. Wird zukünftig der Warenwert der umgeschlagenen Güter einer Umschlagbewertung zugrunde gelegt, wird diese Funktion an Bedeutung gewinnen, da der Umschlag von Stückgütern und Containern wasser- und landseitig zunimmt. Die Lagerfunktion gewinnt im Rahmen logistisch anspruchsvoller Güter zunehmend an Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die historische und aktuelle Bedeutung von Häfen als Knotenpunkte für Handel und Industrie.

2. Hafentypen: Kategorisiert Häfen nach Lage, Funktion und Verkehrsbedeutung sowie deren ökonomische Potenziale.

3. Binnenhäfen genauer betrachtet: Analysiert die wirtschaftliche Lage in Deutschland Anfang der 90er Jahre und den Rückgang der Binnenschifffahrt.

4. Spezieller Teil - Binnenhäfen: Beleuchtet den Hafen Duisburg als Fallbeispiel hinsichtlich seiner Standortvorteile und des Strukturwandels.

5. Spezieller Teil – Seehäfen: Untersucht bedeutende Seehäfen wie Hamburg, Bremen, Rotterdam und Antwerpen sowie deren Strategien.

6. Häfen im Wandel: Diskutiert den qualitativen Wandel der Anforderungen an Hafenbeschäftigte und die Bedeutung von technischem Know-how.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsgeografie, Hafenwirtschaft, Seehafen, Binnenhafen, Logistik, Containerumschlag, Strukturwandel, Standortvorteile, Massengut, Stückgut, Duisburger Hafen, Welthafen Hamburg, Verkehrsknotenpunkt, Maritimwirtschaft, HafenCity.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Häfen als essenzieller Wirtschaftsfaktor in der Wirtschaftsgeografie und analysiert deren Funktionen und Wandlungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Typisierung von Häfen, ihre wirtschaftliche Bedeutung als Wachstumsmotoren sowie die Anpassung an moderne logistische Anforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung einer differenzierten Übersicht über die Typisierung, Funktion und wirtschaftliche Relevanz von Häfen im nationalen und internationalen Kontext.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Es handelt sich um eine wirtschaftsgeografische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von statistischen Daten zur Hafenwirtschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen allgemeinen Teil über Hafentypen und zwei spezifische Abschnitte, die detailliert auf Binnenhäfen (Duisburg) und Seehäfen (Hamburg, Bremen, Rotterdam, Antwerpen) eingehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hafenwirtschaft, Logistik, Strukturwandel, Containerumschlag, Seehäfen, Binnenhäfen und Standortattraktivität.

Wie unterscheidet sich der Hamburger Hafen von anderen Standorten?

Hamburg zeichnet sich durch seine Funktion als Universalhafen und durch eine hohe Spezialisierung auf Containerverkehr aus, ergänzt durch moderne IT-Dienstleistungen.

Welche Rolle spielt die HafenCity für Hamburg?

Die HafenCity ist ein bedeutendes Stadtentwicklungsprojekt, das Hafenflächen umstrukturiert, um neuen Wohnraum und Dienstleistungsflächen in zentraler Lage zu schaffen.

Warum ist der Duisburger Hafen so bedeutend?

Als weltweit größter Binnenhafenkomplex profitiert Duisburg von einer verkehrsgeografisch zentralen Lage im industriellen Herzen Europas.

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Details

Title
Häfen als Wirtschaftsfaktor
College
RWTH Aachen University  (Geographisches Institut)
Grade
1
Author
Lars Wartenberg (Author)
Publication Year
2002
Pages
34
Catalog Number
V27722
ISBN (eBook)
9783638296908
ISBN (Book)
9783640356713
Language
German
Tags
Häfen Wirtschaftsfaktor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Wartenberg (Author), 2002, Häfen als Wirtschaftsfaktor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27722
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