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Zeitungen als Informationsquellen im Sozialkundeunterricht. Das Erstellen einer Zeitung aus dpa Nachrichten mit einer 9. Klasse

Title: Zeitungen als Informationsquellen im Sozialkundeunterricht. Das Erstellen einer Zeitung aus dpa Nachrichten mit einer 9. Klasse

Examination Thesis , 2004 , 81 Pages , Grade: 8 Punkte

Autor:in: Reiner Heubach (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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„Neben Materie und Energie ist damit Information der dritte Grundstoff, aus dem die Welt besteht und der zunehmend an Bedeutung gewinnt….“ Mit diesen Worten legt B. Spinner die Grundlage für seine Erklärung der modernen Gesellschaft. Demnach befinden wir uns auf dem Weg in ein Zeitalter, in dem nicht mehr Rohstoffe und die Verfügung darüber entscheidend sind, sondern Informationen. Sie werden nach dieser Einschätzung das wichtigste Gut innerhalb einer Gesellschaft. Natürlich gibt es noch weitere Ansätze zur Erklärung unserer modernen Gesellschaft, die alle ihre Berechtigung haben. Aber die zunehmende Bedeutung von Informationen im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und auch politischen Leben ist nicht zu übersehen.
Auch für Jugendliche scheint sich auf dem Weg zur Informationsgesellschaft einiges zu verändern. Es ist unbestritten, dass Multimedia und der Umgang mit dem Internet die Erfahrungswelt unserer Jugendlichen stark beeinflussen. Das birgt, wie so oft bei fortschrittlichen Entwicklungen, sowohl Chancen als auch Risiken. Auf der einen Seite kann man die vielfältigen Bildungsmöglichkeiten durch die neuen Medien, eine Vielzahl von Informationen, anregende Unterhaltung und Aktivierung der Jugendlichen zu den Chancen zählen, andererseits besteht die Gefahr von Verwechslung des medial Wahrgenommenen mit der Realität, Passivität und Verunsicherung. An dieser Stelle sind Eltern und Lehrer gleichsam gefordert. Es gilt, Medien in ihren Eigenschaften und Funktionen zu verstehen, sie bewusst zu nutzen, ihre Wirkungen zu reflektieren, ihren Stellenwert einzuordnen oder sie gar selbst (mit-)zugestalten. Kurz: Es geht darum, Chancen wahrzunehmen, ohne den Risiken zu erliegen.
Schule spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Sie vermittelt den Jugendlichen Möglichkeiten zur Verwendung der neuen Medien: Der Informatikunterricht kann dafür als Beispiel gesehen werden. Ein großer Bereich aber, in dem die Jugendlichen mit neuen Medien in Berührung kommen, geschieht außerhalb der Schule. DVD, Video und Fernsehen schauen sie zu Hause, im Internet surfen sie meist völlig allein oder mit Freunden und Videospiele mit ihren Scheinwelten konsumieren sie oftmals ohne Kontrolle. In dieser Zeit wirken Informationen und Eindrücke auf die Schüler, denen sie nicht immer gewachsen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse des Themas

2.1. Vom Ereignis bis zur Nachrichtenagentur

2.2. Die Auswahl der Nachrichten in einer Zeitung

2.2.1. Die Nachrichtenfaktoren

2.2.2. Der Zeitungstyp

2.2.3. Persönliche Einstellungen

3. Medien als Informationsquellen im Unterricht

3.1. Politikdidaktische Begründung

3.2. Didaktische Reduktionen des Themas

3.2.1. Die erste Phase- Reduktion bei der inhaltlichen Vorbereitung

3.2.2. Die zweite Phase- Reduktion im Kompaktteil

4. Beschreibung der Unterrichtsreihe

4.1. Lernvoraussetzungen und Klassensituation in der Klasse 9 spezial 2

4.2. Vorbereitung der Kompaktphase

4.2.1. Einstiegsstunde

4.2.2. Nachrichtenfaktoren und Zeitungstypen

4.2.3. Zusammenfassung der Vorbereitungsstunden

4.3. Die Kompaktstunde

4.3.1. Auswahl und Begründung der Ziele

4.3.2. Begründung des didaktisch-methodischen Vorgehens

4.3.3. Tabellarischer Stundenaufriss

5. Reflexion der Unterrichtseinheit

5.1. Reflexion der ersten beiden Stunden

5.2. Reflexion der Kompaktstunden

5.3. Gesamtreflexion

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht Zeitungen als Informationsquellen für den Sozialkundeunterricht und analysiert den Weg der Nachricht vom Ereignis bis zum Leser. Ziel ist es, Schülern der 9. Klasse durch die selbstständige Erstellung einer eigenen Zeitung aus dpa-Nachrichten ein tieferes Verständnis für den Einfluss von Selektionsprozessen auf politische Informationen zu vermitteln und sie zur kritischen Medienkompetenz zu befähigen.

  • Untersuchung von Nachrichtenentstehung und Auswahlkriterien
  • Bedeutung der Nachrichtenfaktoren bei der Selektion
  • Einfluss des Zeitungstyps auf die Berichterstattung
  • Rolle persönlicher Einstellungen bei der Informationsvermittlung
  • Praktische Medienerziehung durch handlungsorientiertes Lernen

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Die Nachrichtenfaktoren

Mit Hilfe des Nachrichtenfaktorenansatzes versucht man, Eigenschaften von Nachrichten herauszufiltern, die zum Erscheinen der Nachricht in einer Zeitung führen. Dabei ist man von einer wahrnehmungspsychologischen Interpretation journalistischer Erfahrungen ausgegangen. Das bedeutet, dass Journalisten sich bei ihrer Auswahl des Zeitgeschehens an bestimmten Ereignismerkmalen, den Faktoren, orientieren. Galtung und Ruge haben dafür ein Modell entwickelt, das 12 Nachrichtenfaktoren enthält.

Dieses Modell werde ich nicht in allen Einzelheiten beschreiben und erklären, sondern nur an ausgewählten Beispielen Erläuterungen vornehmen.

Einer dieser Faktoren wäre beispielsweise der Bezug auf Elite-Nationen. Das bedeutet, dass Nachrichten aus Ländern mit großem wirtschaftlichem, militärischem und politischem Gewicht bevorzugt in den Zeitungen erscheinen. Ein Journalist, oder gar die gesamte Zeitungsredaktion wählen demnach bevorzugt Nachrichten aus diesen Ländern aus und lassen sie in ihrer Zeitung erscheinen. Demgegenüber werden Nachrichten aus Nichtelite-Ländern benachteiligt und erscheinen häufig gar nicht in Zeitungen oder nur im hinteren Teil, klein und unscheinbar.

Kritisch wäre hier anzumerken, dass beim Leser aufgrund dieser Nachrichtenfaktoren ein verzerrtes Bild der Weltpolitik entstehen kann. Die Konzentration der Nachrichten auf die Elite-Nationen lässt das Geschehen in der übrigen Welt als unwichtiger erscheinen oder es wird gar nicht wahrgenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Bedeutung von Informationen in der modernen Gesellschaft und Ableitung der Relevanz für den Sozialkundeunterricht.

2. Sachanalyse des Themas: Wissenschaftliche Untersuchung von Nachrichtenagenturen, der Rolle der Nachrichtenfaktoren und des Einflusses des Zeitungstyps sowie persönlicher Einstellungen.

3. Medien als Informationsquellen im Unterricht: Politikdidaktische Begründung der Unterrichtseinheit und Erläuterung der didaktischen Reduktion zur Planung der Reihe.

4. Beschreibung der Unterrichtsreihe: Detaillierte Darstellung der Lernvoraussetzungen der Klasse 9 sowie der methodischen Planung und Durchführung der Vorbereitungs- und Kompaktstunden.

5. Reflexion der Unterrichtseinheit: Kritische Einschätzung der Zielerreichung, des methodischen Vorgehens und der Ergebnisse der Gruppenarbeit durch den Autor.

Schlüsselwörter

Medien, Nachrichtenfaktoren, Sozialkundeunterricht, Nachrichtenagentur, dpa, Medienerziehung, Informationsgesellschaft, Zeitungsredaktion, Nachrichtenselektion, Handlungsorientierung, Politikdidaktik, Nachrichtenwert, Medienkompetenz, Boulevardpresse, politische Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Zeitungen als Informationsquellen im Sozialkundeunterricht und wie Nachrichten von der Nachrichtenagentur bis zum Leser gelangen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeitsweise von Redaktionen, dem Verständnis von Nachrichtenfaktoren und der Beeinflussung politischer Informationen durch Medien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Unterrichtsreihe?

Das Hauptziel ist die Förderung der Medienkompetenz, indem Schüler lernen, Nachrichten kritisch zu hinterfragen und deren Konstruktionscharakter zu erkennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen handlungsorientierten Ansatz, bei dem Schüler selbst als „Redakteure“ agieren und reale dpa-Nachrichten für die Titelseite ihrer eigenen Zeitung auswählen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine wissenschaftliche Sachanalyse der Nachrichtenselektion sowie eine detaillierte Beschreibung und Reflexion der durchgeführten Unterrichtsreihe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nachrichtenfaktoren, dpa, Medienerziehung, Selektionsprozesse und Handlungsorientierung im Sozialkundeunterricht.

Warum ist die Wahl von dpa-Nachrichten für den Unterricht bedeutend?

Sie ermöglichen den Schülern den direkten Vergleich zwischen dem Rohangebot einer Agentur und der tatsächlichen, selektierten Darstellung in unterschiedlichen Zeitungstypen.

Welchen Einfluss haben persönliche Einstellungen der Journalisten?

Wie die Gatekeeperforschung zeigt, spielen die persönlichen Vorlieben und Abneigungen der Redakteure eine Rolle bei der Entscheidung, welche Informationen publiziert werden.

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Details

Title
Zeitungen als Informationsquellen im Sozialkundeunterricht. Das Erstellen einer Zeitung aus dpa Nachrichten mit einer 9. Klasse
College
Studienseminar Erfurt
Course
2. Staatsexamen Lehramt Gymnasium Thüringen
Grade
8 Punkte
Author
Reiner Heubach (Author)
Publication Year
2004
Pages
81
Catalog Number
V27727
ISBN (eBook)
9783638296939
ISBN (Book)
9783656766490
Language
German
Tags
Zeitungen Informationsquellen Sozialkundeunterricht Erstellen Zeitung Nachrichten Rahmen Stoffgebietes Medien Klassenstufe Naturwissenschaften) Staatsexamen Lehramt Gymnasium Thüringen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Reiner Heubach (Author), 2004, Zeitungen als Informationsquellen im Sozialkundeunterricht. Das Erstellen einer Zeitung aus dpa Nachrichten mit einer 9. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27727
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