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Gibt es Grenzen für Literatur? Untersuchungen am Beispiel des Romans "American Psycho" von Bret Easton Ellis

Title: Gibt es Grenzen für Literatur? Untersuchungen am Beispiel des Romans "American Psycho" von Bret Easton Ellis

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Saskia von der Burg (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Kinofilme fallen immer wieder der "Schere" zum Opfer. Jugendgefährende Szenen werden entschärft oder komplett entfernt. Gleiches gilt für Popsongs. Aber wie ist das eigentlich bei Literatur? Hat Literatur Grenzen? Und wenn ja, wer legt diese fest?
In den 90er Jahren löste Bret Easton Ellis mit seinem Roman "American Psycho" einen regelrechten Skandal aus. Frauenverbände gingen auf die Straße und veranlassten die Indizierung des Romans. "American Psycho" war nur noch unter der Ladentheke oder auf Nachfrage und Vorzeigen des AUsweises zu bekommen. Zu Recht? Handelt es sich bei diesem Buch u Splatter und Pornografie oder hohe Kunst? Mit dieser Frage beschäftigt sich das vorliegende Buch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Zum Gegenstand der Arbeit

1. Was darf Literatur?

1.1. Ein inszenierter Skandal?

1.2. Literatur, die Kunst des schönen Wortes?

2. Die Grenzen der Literatur am Beispiel von Bret Easton Ellis’ „American Psycho“

2.1. Frauenfeindlichkeit als Grenze für Literatur?

2.2. Muss Literatur moralisch sein?

3. Abschlussbemerkung

4. Bibliografie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand des Romans „American Psycho“ von Bret Easton Ellis, inwiefern Grenzen für das Sagbare in der Literatur existieren und worin diese begründet liegen. Dabei wird der gesellschaftliche Kontext sowie die literarische Freiheit gegenüber moralischen Forderungen kritisch analysiert.

  • Die Kontroverse um die Darstellung von Gewalt in der Literatur.
  • Die Rolle der Literatur als Spiegel gesellschaftlicher Missstände.
  • Der Konflikt zwischen literarischer Freiheit und moralischer Verantwortung.
  • Die Analyse der Rezeption von „American Psycho“ in den USA und Deutschland.

Auszug aus dem Buch

2.1. Frauenfeindlichkeit als Grenze der Literatur?

Bret Easton Ellis wird einmal in einem Interview gefragt, ob er überhaupt nachvollziehen könne, was eine Frau fühle, wenn sie die Darstellungen in „American Psycho“ lese. Interessant erscheint mir hierbei nicht die vom Interviewer gestellte Überlegung, dass Frauen anders an Literatur herangehen könnten als Männer, sondern die Antwort, die Ellis daraufhin gibt. Er stellt nämlich folgende Gegenfrage:

Fänden Sie dieses Buch genauso grauenhaft und abstoßend, wenn Bateman ein schwuler Massenmörder wäre? Würden Frauen sich genauso beleidigt fühlen, wenn er dasselbe mit jungen Männern machen würde?

Ein Ansatz, der mir überlegungswert erscheint. Homosexualität spielt auch in „American Psycho“ gelegentlich eine, wenn auch keine auf den ersten Blick prägnante Rolle. Ein Beispiel hierfür ist Luis Carruthers, den Patrick Bateman als Konkurrent im Geschäftsleben und Nebenbuhler in der (sexuellen) Beziehung zu Courtney ansieht, wie seine Überlegungen „[w]ürde Courtney mich weniger mögen, wenn Luis tot wäre“ (AP 222) belegen. Dieser scheinbare Nebenbuhler gesteht Patrick Bateman während eines Zusammentreffens im Waschraum eines der zahlreichen Restaurants seine Gefühle, indem er sich mit den Worten „[d]u weißt nicht, wie lange ich mich danach gesehnt habe [...]“ (AP 224) diesem zärtlich nähern möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Zum Gegenstand der Arbeit: Einführung in die Problematik der literarischen Gewaltdarstellung vor dem Hintergrund realer gesellschaftlicher Diskurse.

1. Was darf Literatur?: Analyse des durch den Roman „American Psycho“ ausgelösten Skandals und die Frage nach der Aufgabe von Literatur.

1.1. Ein inszenierter Skandal?: Beleuchtung der medialen und rechtlichen Auseinandersetzungen, die zur zeitweisen Indizierung des Werkes in den USA und Deutschland führten.

1.2. Literatur, die Kunst des schönen Wortes?: Diskussion über die Grenzen des Sagbaren und die Verantwortung des Autors gegenüber der literarischen Ästhetik.

2. Die Grenzen der Literatur am Beispiel von Bret Easton Ellis’ „American Psycho“: Anwendung der theoretischen Überlegungen auf konkrete Vorwürfe gegenüber dem Roman.

2.1. Frauenfeindlichkeit als Grenze für Literatur?: Untersuchung, ob die explizite Gewaltdarstellung des Romans als frauenfeindlich zu bewerten ist oder gesellschaftliche Realität widerspiegelt.

2.2. Muss Literatur moralisch sein?: Reflexion über die moralische Position des Autors und die Forderung nach moralischer Einordnung in fiktionalen Texten.

3. Abschlussbemerkung: Fazit der Untersuchung mit Plädoyer für eine uneingeschränkte und vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Literatur.

4. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

American Psycho, Bret Easton Ellis, Literatur, Gewalt in der Literatur, Zensur, Indizierung, Frauenfeindlichkeit, Moral in der Literatur, literarische Freiheit, Rezeptionsgeschichte, fiktionale Texte, Patrick Bateman, gesellschaftliche Kritik, Yuppie-Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wo die Grenzen des Sagbaren in der Literatur liegen, insbesondere wenn es um die Darstellung extremer Gewalt geht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die mediale Kontroverse um Bret Easton Ellis’ „American Psycho“, die moralische Bewertung literarischer Gewalt und die Rolle der Fiktion als Spiegel der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Roman „American Psycho“ abseits von Kampagnen und Vorurteilen zu betrachten, um zu klären, ob Literatur zwingend moralisch sein muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung von Rezensionen, offiziellen Stellungnahmen und rechtswissenschaftlichen Kontexten zur Indizierung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vorwürfe der Frauenfeindlichkeit sowie die Frage nach der moralischen Verantwortung des Autors anhand spezifischer Textpassagen und gesellschaftlicher Reaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind literarische Freiheit, Zensur, moralische Verantwortung, Gewalt, Fiktion und die Auseinandersetzung mit kontroverser Gegenwartsliteratur.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lesers?

Die Autorin betont, dass der Leser in die Pflicht genommen wird, selbst ein moralisches Urteil zu fällen, anstatt sich auf vorgefertigte Kommentierungen zu verlassen.

Welche Bedeutung kommt der „Toter Hund“-Szene zu?

Diese Szene dient als Beispiel dafür, dass nicht alle Gewaltanwendungen im Buch von der Kritik gleichermaßen wahrgenommen wurden, da sie nicht den „erwarteten“ Mustern entsprachen.

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Details

Title
Gibt es Grenzen für Literatur? Untersuchungen am Beispiel des Romans "American Psycho" von Bret Easton Ellis
College
University of Bonn  (Germanistisches Seminar)
Course
Literatur der neunziger Jahre
Grade
2,0
Author
Saskia von der Burg (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V27736
ISBN (eBook)
9783638297011
ISBN (Book)
9783638771979
Language
German
Tags
Gibt Grenzen Literatur Untersuchungen Beispiel Romans American Psycho Bret Easton Ellis Literatur Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia von der Burg (Author), 2002, Gibt es Grenzen für Literatur? Untersuchungen am Beispiel des Romans "American Psycho" von Bret Easton Ellis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27736
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