Östliche HafenCity Hamburg. Ein Quartier für alle Hamburger?


Facharbeit (Schule), 2014

31 Seiten, Note: 14 Punkte


Gratis online lesen

Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung des Themas und der vollständigen Aufgabenstellung
1.1 Thema
1.2 Ziel und Überblick

2. Westliche HafenCity - Untersuchung der entstandenen Wirtschafts- und Sozialstruktur
2.1 Darstellung und Analyse der Wirtschaftsstruktur
2.2 Darstellung und Analyse der Sozialstruktur

3. Beschreibung des Stadtentwicklungskonzept der östlichen HafenCity
3.1 Darstellung des Stadtentwicklungskonzeptes

4. Beantwortung der Leitfrage
4.1 Zusammenfassung
4.2 Bewertung
4.3 Lösungsansätze

5. Vollständige Liste aller verwendeten Quellen, Materialien und Hilfsmittel
5.1 Grafiken, Diagramme, Bilder
5.2 Internetseiten und andere digitale Medien
5.3 Literatur
5.4 Interviewpartner
5.5 Führungen durch die HafenCity Hamburg
5.6 Kommentar und Bewertung zu den verwendeten Quellen, Materialien und Hilfsmittel

6. Glossar

1. Vorstellung des Themas und der vollständigen Aufgabenstellung

1.1 Thema

Die Hamburger HafenCity ist das zurzeit größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas, welches zugleich ein Modell für die Entwicklung einer europäischen City am Wasser ist. Die HafenCity bildet, auf der Fläche von 157 Hektar ehemaligen Hafen- und Industrieareals, einen Hamburger Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte und soll bis 2025 als ein lebendiges und dichtes Stadtmilieu mit maritimer Atmosphäre entstehen. Dabei wird auf eine fein abgestimmte Nutzungsdurchmischung geachtet, im Bestreben Arbeiten, Wohnen, Kultur, Freizeit, Tourismus und Einzelhandel miteinander zu verbinden. Durch die einzigartig zentrale Lage innerhalb der Metropolregion muss das Projekt gewisse Qualitätsansprüche erfüllen, wozu unter anderem Urbanität und Nachhaltigkeit gehören. 1997 wurde das Projekt der HafenCity angekündigt. Der Masterplan1 wurde im Jahr 2000 beschlossen, worauf in demselben Jahr der Beginn der Infrastrukturmaßnahmen, der Flächenfreimachung und der Betriebsverlagerungen erfolgten. Schlussendlich sollen 6.000 Wohnungen für etwa 12.000 Bewohner und über 45.000 Arbeitsplätze entstehen. Derzeit leben im nahezu fertiggestellten westlichen Teil rund 2.000 Einwohner und es arbeiten über 9.000 Arbeitnehmer in mehr als 450 Unternehmen.

Das zu der HafenCity gehörende Thema „Östliche HafenCity - ein Quartier für alle Hamburger?“ umfasst die Fragestellung: „Inwieweit erfüllt das Stadtentwicklungskonzept der östlichen HafenCity die Kriterien für einen sozialen Wohnungsbau?“, welche vorgegeben wurde. Nachdem ich mich in das Thema der HafenCity eingearbeitet hatte, habe ich an einer Führung der HafenCity Hamburg GmbH teilgenommen und an deren Ende der Führungsperson der Tour „Der Landgang“ einige Fragen bezüglich der vorgegebenen Fragestellung gestellt. Hierbei gelangten wir zu dem Schluss, dass die Frage ungünstig gestellt ist. Dies lässt sich damit begründen, dass sich die Kriterien für einen sozialen Wohnungsbau an der östlichen HafenCity in kürzester Zeit erläutern lassen. Auf das Nötigste vereinfacht hätte ich anhand einer Definition des sozialen Wohnungsbaus überprüfen können, ob dieser in der östlichen HafenCity gegeben ist. Dazu wäre lediglich zu sagen, dass Wohnungen gebaut werden, die den Kriterien eines sozialen Wohnungsbaus für eine zeitliche Spanne entsprechen. Eine umfangreiche Ausführung des Themas käme gar nicht zustande, sodass ich mich dazu entschied, die Fragestellung umzuändern. Die leicht modifizierte Frage, die im Folgenden behandelt wird, lautet daher: „Inwieweit erfüllt das Stadtentwicklungskonzept der östlichen HafenCity die Kriterien für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung?“. Durch das Ersetzen von „einen sozialen Wohnungsbau“ mit „eine sozialverträgliche Stadtentwicklung“, gelingt es weitere Aspekte in die Beurteilung des Stadtentwicklungskonzeptes aufzunehmen, wie beispielsweise, ohne zu viel vorweg zunehmen, die Strukturdurchmischung.

1.2 Ziel und Überblick

Wie bereits erläutert, widme ich mich einer modifizierten Variante der vorgegebenen Aufgabenstellung. Ich werde mich innerhalb der besonderen Lernleistung an die Beantwortung der Leitfrage herantasten. Dabei gehe ich zunächst auf die westliche HafenCity ein, die beinahe fertigstellt ist und an der nun in absehbarer Zeit nichts Erhebliches geändert werden kann. Die Problematik, die dort innerhalb der Wirtschafts- und Sozialstruktur entstanden ist, wird in diesem Teil der Arbeit untersucht. Anschließend wird das Stadtentwicklungskonzept der östlichen HafenCity dargelegt, wobei hieran eine kurze Untersuchung des Masterplans von 2000, sowie die Überarbeitung des Masterplans von 2010 zur östlichen HafenCity anschließt. Im Hauptteil der Arbeit wird dann die Fragestellung umfassend beantwortet und eine Beurteilung des Stadtentwicklungskonzeptes der östlichen sowie westlichen HafenCity abgegeben. Hierbei gibt es auch einen Ausblick auf die langfristige Entwicklung und mögliche Lösungsansätze.

Die zugrunde liegende These hierzu, auf die ich im Anschluss Stellung nehmen werde, lautet:

Nach dem bisherigen Stadtentwicklungskonzept wird die HafenCity langfristig gesehen ein recht hochpreisiger Stadtteil, sodass dieser nicht für alle Hamburger offen steht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

http://hafencity.com/upload/images/listitems/z_listitems_de_1244_Logo_HCH_hhblau_grau_35_cmyk_470x240.jpg

Westliche HafenCity Untersuchung der entstandenen Wirtschafts- und Sozialstruktur

2.1 Darstellung und Analyse der Wirtschaftsstruktur

In den zu dem westlichen Teil der HafenCity gehörenden Quartieren Am Sandtorkai / Dalmannkai, Am Sandtorpark / Grasbrook, dem Strandkai und je nach Charakterisierung noch das Überseequartier haben sich bereits einige, für die Stadt Hamburg bedeutende, Unternehmen angesiedelt, die viele Arbeitsplätze bieten. Zu ihnen gehören Unilever, die am Strandkai einen attraktiven Blickfang mit dem Unilever-Gebäude setzen sowie ein einzigartiges öffentlich zugängliches Atrium zur Verfügung stellen, wie es von den Stadtplanern gefordert war, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, die Neumann Gruppe GmbH, Buss Capital GmbH & Co. KG, die Schiffsklassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd, die Reederei Hanjin Shipping sowie der Spiegel-Verlag. Es sind jedoch nicht nur größere Firmen vertreten, sondern auch viele kleinere Büros, die in den Bürogebäuden ihren Sitz haben. Grundsätzlich lässt sich hierbei sagen, dass der tertiäre Sektor den größten Beschäftigungsanteil übernimmt. Von der Masse der Beschäftigten bekommt man um etwa 18 Uhr einen Eindruck, wenn der Berufsverkehr stark ausgeprägt ist.

Allerdings konnte der zentrale Teil der HafenCity Überseequartier nicht fertiggestellt werden, da der Investor2 pleite gegangen ist, so kommt es dass bisher nur im nördlichen Teil einige Einzelhändler die Gewerbezeile1, welche sich in fast jedem Gebäude befindet, beziehen konnten, während doch hier im Zentrum der HafenCity eigentlich ein schwerpunktmäßiger Einzelhandel stattfinden sollte. Die Gewerbezeile ist in fast allen Gebäuden vorgeschrieben, um eine standortnahe Versorgung und Dienstleistung zu gewährleisten. Zahlreiche Läden schließen, da es an Besuchern und somit an Umsatz fehlt. Zudem sind die Mieten mit teilweise 45 Euro pro Quadratmeter viel zu hoch für Einzelhändler. Größere Unternehmen können den Einnahmeverlust durch andere Filialen querfinanzieren, aber die Zielgruppe der HafenCity Hamburg GmbH, kann sich größtenteils solche hohen Mieten nicht leisten. Die erwünschten Branchen sind laut des Masterplans 2000: Neue Medien, digitale Wirtschaft, Unterhaltungs-, Einzelhandels-, Kultur- und Touristikangebote, Handwerk sowie Produktion. Der Sinn dabei liegt in einer möglichst breitgefächerten Diversifizierung, sodass sich spezifische Probleme einzelner Branchen nur wenig auf den gesamten Stadtteil auswirken.

Die Presse bringt viele negative Schlagzeilen zu den Geschäften in der HafenCity. Beispielsweise erschien im Hamburger Abendblatt vom 05.03.2014 ein Artikel mit dem Titel „Geschäfte in der HafenCity geben auf“, welcher die Schicksale der Personen erläutert, die ihr Geschäft schließen müssen. Am 27.02.2014 begann der Räumungsverkauf in Schütts Optikerladen, welcher dann Ende März schließen wird. Schütt musste Insolvenz für die GmbH anmelden und hat nach eigenen Angaben 100.000 Euro in den Laden in der HafenCity gesteckt. Die Umsätze sind auch nach drei Jahren nicht besser geworden, sodass nun in der Gewerbezeile am Großen Grasbrook 9 fünf von insgesamt 13 Ladenflächen leer stehen, was allerdings ein Extrembeispiel ist. Es gibt keine beträchtlichen Leerstände, aber einige Flächen, die leer stehen.

Nach eigenen Erfahrungen lässt sich sagen, dass die HafenCity an den meisten Tagen sehr leer wirkt. Das Projekt scheint, zumindest nach aktuellem Stand, im Westen eher eine große Ausstellung und weniger ein belebter Stadtteil zu sein. Daher ist es kaum verwunderlich, wenn sich die Einzelhändler darüber beschweren, dass es kaum Laufkundschaft gibt und selbst die Touristen nur bei gutem Wetter kommen. Der ehemalige Blumenhändler in der HafenCity hnsal äußerte sich im Hamburger Abendblatt wie folgt dazu: „Die HafenCity müsse belebt werden. Wenn das Wetter hier schlecht ist, ist das hier wie in einer Geisterstadt.“. Einzelhändler haben noch keine Chance, in der HafenCity längerfristig einen Standort zu haben. Ferner geht aus einem Interview mit einem Stadtführer durch die HafenCity zu der Tour „Der Landgang“ hervor, dass man das Zentrum attraktiver gestalten muss, um eine höhere Passantenfrequenz zu generieren. Dazu müsste man die Mieten senken, und (bzw. oder) das Überseequartier als Zentrum muss fertiggestellt werden. Standortabhängige Unternehmen können sich ansonsten nicht langfristig halten. Immobilienexperten sind dennoch optimistisch, da im April 2014 die HafenCity Universität (HCU) ihren Betrieb aufnehmen wird und später, wenn das Überseequartier einen neuen Investor findet und fertiggestellt wird, eine erhöhte Laufkundschaft entstünde. Die HafenCity Hamburg GmbH hat sich die Gewerbezeile dort eigentlich mit anderen Firmen vorgestellt, als die, die sich jetzt dort eingefunden haben, da es das Ziel war, eine „kleine Mönckebergstraße“ hochzuziehen. Eine Besserung ist laut Birgit Ferber, die zur Projektgruppe der HafenCity gehört, bereits eingetreten, da die meisten Flächen vermietet sind. Es wird jedoch versucht, irgendwie die Flächen zu vermieten, um überhaupt die Geschäfte besetzen zu können. Die angestrebte Zielgruppe an Einzelhändlern ist noch nicht vertreten, erwünscht sind ganz besondere inhabergeführte individuelle Geschäfte.

Bisher haben sich an wirtschaftlichen Betrieben größtenteils Nahversorger und die Gastronomie gehalten, da diese sich mit ihren Filialen querfinanzieren oder durch hohe Preise einen Gewinn erwirtschaften können und auf eine Besserung des Marktes spekulieren. Außerdem konnten sich Arztpraxen, die im weitesten Sinne auch zur Infrastruktur gehören, halten. Diese laufen so gut wie immer, egal wo sie ihren Standort haben, da in Hamburg ein Ärztemangel besteht. Die Elbphilharmonie, deren Kosten laut Olaf Scholz (Hamburger Bürgermeister, SPD) heute bei 789 Millionen Euro liegen und die nach Plan 2016 fertigstellt wird, soll einen Zuwachs an der Passantenfrequenz, durch das Anlocken der Touristen sowie Bewohner der Metropolregion Hamburgs, bringen.

Die Abbildung zum westlichen Teil der HafenCity Hamburg zeigt die Dominanz der Gastronomie, die sich bis 2010 halten konnte, wie etwa Sala Thai sowie Thai Tan als hochpreisige Restaurants.

Ein Kritikpunkt im westlichen Teil der HafenCity liegt in den Firmen begründet, die lediglich hauptsächlich ihre Standorte verlagern. Diese Problematik lässt sich anhand der größten bisher vertretenen Unternehmen darstellen, welche, wie bereits erwähnt, unter anderem aus Unilever, der Aktiengesellschaft germanischer Lloyd und dem Spiegel-Verlag bestehen. Ihre vorigen Standorte lagen alle in unmittelbarer Nähe oder der weiteren Umgebung. Durch ihren Umzug fielen die bisherigen Büroflächen leer, sodass entgegen den offiziellen allgemeinen Daten über die HafenCity keine 45.000 Arbeitsplätze entstehen. Größtenteils wurden sie lediglich verlagert, da es sich kaum eine neugegründete Firma leisten kann in die HafenCity zu ziehen. Hierbei handelt es sich um einen signifikanten Unterschied angesichts der nicht wirklich nachhaltigen Behandlung der ungenutzten, noch funktionstüchtigen, alten Büroräume. Diese werden jedoch teilweise umfunktioniert oder abgerissen, sodass die alten Gebäude Neubauten weichen.

2.2 Darstellung und Analyse der Sozialstruktur

Anhand der Daten, vom statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein ausgehend aus der Studie zu den Hamburger Stadtteil-Profilen für das Jahr 2013, lassen sich verschiedene Rückschlüsse auf die Bevölkerung in dem Stadtteil HafenCity ziehen.

Mittlerweile leben laut des Statistik Amtes Nord 1834 Menschen in der HafenCity. Auffällig ist hierbei das durchschnittliche Einkommen der Steuerpflichtigen, welches 2007 bei 98.475 Euro pro Jahr lag, wobei das durchschnittliche Einkommen in dem Bezirk Hamburg-Mitte bei lediglich 23.358 Euro und beim Hamburger Durchschnitt bei 35.887 Euro lag. Das hohe Durchschnittseinkommen erklärt sich daraus, dass es sich nur die einkommensstärksten Menschen leisten können, in der HafenCity zu wohnen. Dieser Fakt ist auch kaum verwunderlich bei Betrachtung der Durchschnittsmieten von Hamburg mit 10,84 Euro pro m2 und einer durchschnittlichen Miete in der HafenCity von immerhin 16,61 Euro pro m2. Diese Mietpreise werden lediglich von dem Stadtteil Harvestehude mit 17,81 Euro pro m2 übertroffen. Der hohe Preis in der HafenCity ergibt sich aus den hohen gebäudetechnischen Standards, dem Wohnungsmangel, der zentralen Lage, dem Austausch der kontaminierten Böden, dem Hochwasserschutz und einigen anderen Gründen. In dem Interview mit Birgit Ferber, einer Architektin des Bundesministeriums für Stadtentwicklung und Umwelt, den Gesprächen mit den Stadtführern der HafenCity und den zahlreichen mehr oder minder objektiven Broschüren der HafenCity Hamburg GmbH, werden mehrmalig die Genossenschafts- und Baugemeinschaftswohnungen in den Vordergrund gerückt, um als Gegenbeispiele zu den hohen Mietpreisen zu fungieren, obwohl sie in der Minderheit vertreten sind und nicht wirklich als günstiger Wohnraum gelten, da sie für viele dennoch unerschwinglich sind. Der Hamburger Senat hat jedoch auf Grund des Wohnungsmangels entschieden, dass grundsätzlich bei Neubauten und somit auch in der noch zu bauenden HafenCity ein Drittel des Wohnraums sozial gefördert sein muss, sodass im noch kommendem östlichen Teil auch geringere Mieten zu erwarten sind.

Die durchschnittliche Wohngröße pro Person von 52,7 m2 scheint im Vergleich zum Hamburger Durchschnitt mit 39,2 m2 auch recht hoch zu sein. Grundsätzlich kann sich in den westlichen Quartieren nur die Ober- und die obere Mittelschicht die Wohnungen leisten, da es vor Ort keine Sozialwohnungen gibt. Hierbei liegt zudem der größte Kritikpunkt in der Sozialstruktur, welcher in der sozial einseitigen Zusammensetzung der Anlieger begründet wird. Somit lässt sich angesichts der sehr hohen Preise für Mietwohnungen sowie dem Wohneigentum von der HafenCity als „Reichenviertel“ sprechen. Die im Vergleich geringe Arbeitslosenquote von 1,6% stützt diese Hypothese.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es ist das Ziel des Senats, dass in der HafenCity, welche eine Erweiterung der Hamburger City-Fläche um 40 % anstrebt, die gesamte Bandbreite der Hamburger Bevölkerung leben kann. Die Innenstadt steht als urbanes Zentrum für die Metropolregion Hamburg allen Bewohnern zur Verfügung. In ihm sollen sich die sozialen Unterschiede der Bevölkerung auflösen, da versucht wird keine Spezialisation auf die Ober- Mittel- oder Unterschicht zu erzielen. Zudem ist sie als kulturelles Zentrum ein attraktiver Ort zum Verweilen und für Veranstaltungen jeglicher Art. Dieses Konzept spiegelt sich bisweilen in den Wohnblocks der Innenstadt wieder, die nicht eine konkrete Zielgruppe anstreben. Zwar soll die HafenCity als Erweiterung des Innenstadtbereichs die Ideale dessen, laut des Masterplans, weiterführen, aber durch die stark überdurchschnittlichen Preise wird das Ziel, einer Durchmischung der verschiedenen sozialen Schichten, verfehlt. Zusätzlich wird zu dem Einkommen eine Durchmischung der ethnischen Herkunft, des Alters und der Lebensform angestrebt. Hierbei sollte die soziale Stellung der künftigen HafenCity-Bewohner kein Kriterium dafür sein, ob es möglich ist in diesem Stadtteil zu leben. Bisher fühlen sich die meisten Hamburger wohl eher als Touristen in einem Stadtteil ihrer eigenen Stadt, da dieser Stadtteil sich durch eine spezifische Zielgruppe von dem Rest der Stadt abkoppelt. Für die langfristige Entwicklung dieses Stadtteils ist im Westen eine ausreichende soziale Durchmischung nicht zu erwarten.

1: siehe Glossar

Eine Nachregulation wird nur in geringem Umfang erfolgen können, da Bestandswohnungen

nicht einfach in Sozialwohnungen umgewandelt werden können.

Entgegen eigener Erfahrungen und denen von zwei Stadttour-Führern, die in der HafenCity Touren anbieten, lag der Anteil 2013 der Bevölkerung mit Migrationshintergrund nahe an dem landesweiten Durchschnitt mit etwa 29,4% in der HafenCity zu 30% in Hamburg, wie es auch bei den unter 18-Jährigen mit Migrationshintergrund ist, da in der HafenCity 48% der unter 18-Jährigen einen Migrationshintergrund besitzen zu einem landesweiten Durchschnitt von 46%. Die differierenden Ansichten liegen darin begründet, dass, so scheint es, in dem Stadtteil beinah ausschließlich eine nordeuropäische Gruppe an Menschen vorzufinden ist. Lediglich auf Spielplätzen lässt sich, im Gegensatz zur restlichen HafenCity, die ethnisch gesehen sehr homogen scheint, eine soziale Durchmischung der verschiedenen Ethnien feststellen. Der direkte Vergleich von dem Anteil der Ausländerinnen und Ausländer zeigt sogar ein überdurchschnittliches Ergebnis mit 17,1% zu 14% in Hamburg. Hierbei lässt sich noch sagen, dass andere Ethnien als die der Nordeuropäer oft in den Parks der HafenCity wie dem Grasbrookpark vorzufinden sind, da sie anscheinend keine weitere interessante Attraktion oder ein geeignetes günstiges Geschäft vorgefunden haben. Aber wo sind die Wilhelmsburger oder Billstedter Jugendlichen? Skater werden nicht geduldet, da sie zu laut sind und die Bänke, die öffentliches Eigentum sind, kaputt machen könnten. Dies zeigt sich an den Metallnoppen auf den Bänken, wodurch es nicht möglich ist über diese rüber zu grinden1 und das obwohl es eine legitime Nutzung des öffentlichen Raums darstellst und Skater zum Stadtbild dazu gehören. Es ist jedoch möglich auf den Magellan Terrassen und auf den Marco-Polo-Terrassen einschränkungsfrei zu skaten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auffällig ist jedoch auch, dass, laut des Hamburger Stadtteil-Profils 2013 des Statistikamts Nord, beinahe drei Viertel aller Schülerinnen und Schüler der HafenCity ein Gymnasium besuchen und das obwohl dies im Bezirk Hamburg-Mitte für lediglich 29,3% und landesweit für 45,5% der Schülerinnen und Schüler gilt. Dieser Fakt lässt sich auf die Eltern der Schüler zurückführen, die einen ähnlichen Schulabschluss haben und anstreben, dass ihre Kinder denselben Schulabschluss oder einen besseren erreichen. Besonders hervorzuheben ist noch, dass lediglich 0,2 % der Bevölkerung Leistungsempfänger/-innen nach SGB II sind, wobei der Hamburger Durchschnitt 2013 bei 10,1% lag, was ein weiterer Grund ist, um von einem „Reichenviertel“ zu sprechen. Zudem erhielt bis mindestens 2010 kein Kind zwischen 0 und 6

Jahren Sozialleistungen zur laufenden Lebensführung, was in keinem anderen Hamburger Stadtteil der Fall ist. Eine weitere Besonderheit in dem Stadtteil liegt in der politischen Einstellung der Bürger vor, die eindeutig zu konservativ-liberalen Parteien tendiert. So erhielt in der HafenCity die FDP in der Bundestagswahl 2009, laut der bereits erwähnten Kurzstudie von Jochen Menzel, einen Stimmenanteil von 27,5 % und somit das höchste Ergebnis innerhalb Hamburgs. Die Linke erhielt dagegen mit 1,5 % das niedrigste Ergebnis. Der CDUStimmenanteil lag bei überdurchschnittlich hohen 61,6 %.

Trotz dieser Statistiken und der Kurzstudie von Jochen Menzel mit dem Titel „Wie nachhaltig ist die HafenCity Hamburg?“, die statistisch bewiesen haben, dass die HafenCity keine Bevölkerungsdurchmischung auf allen Ebenen bietet, spricht die HafenCity Hamburg GmbH von einer „nachhaltigen Bevölkerungsmischung“. Durch die Gemeinsamkeiten der Bewohner, denen es möglich ist in der HafenCity zu wohnen, entsteht eine Grundlage der Offenheit für soziale Nachbarschaftskontakte. Zudem besteht die Gefahr einer Abgrenzung gegenüber anderen Stadtteilen in unmittelbarer Nähe, da die HafenCity vornehmlich von der einkommensstarken Bevölkerung bewohnt wird, wohingegen die umgebenden Viertel überwiegend sozial benachteiligte Menschen beherbergen. Die Zielgruppe der Einkommensschwächeren wurde absolut vernachlässigt. Eine Finanzierung des Projektes ist jedoch nicht für die Stadt ohne hohe Schulden möglich, falls die einkommensschwächere Bevölkerung in die Zielgruppe mit integriert wäre. Zudem hat man anfangs versucht einen Überschuss zu erzielen, sodass die Finanzierung des Containerterminals in Altenwerder durch den Grundstücksverkauf der HafenCity ermöglicht werden würde. Lediglich im östlichen Teil der HafenCity werden sozial geförderte Wohnungen sowie weitere preisgedämpfte Wohneinheiten mit einer Laufzeit von angestrebten 15 Jahren zur Verfügung stehen.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass die Ethnien meiner Erfahrung und auch denen der dort agierenden Stadtführer keine Durchmischung erfahren haben. Eine mögliche Erklärung für den scheinbar hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und Ausländer/-innen liegt laut einem Stadtführer durch die HafenCity darin, dass diese ebenfalls Nordeuropäer sind und sich daher optisch nicht von den Deutschen unterscheiden. Die sozialen Schichten sind gezwungenermaßen unzureichend durchmischt, da die Mieten deutlich und die Fläche pro Person ebenfalls über dem Hamburger Durchschnitt liegen und sich das nur die Ober- und teilweise die Mittelschicht leisten kann. Die Haushaltssituation sowie das Alter hingegen weichen jedoch nicht signifikant von dem Medianwert der Stadt ab. Eine sozial ausgeglichene westliche HafenCity ist somit nicht geglückt.

Beschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes der östlichen HafenCity

3.1 Darstellung des Stadtentwicklungskonzeptes

Mittlerweile wird schon länger als eine Dekade an einem Stadtteil in der HafenCity gebaut, welches als größtes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt Europas eingestuft wird. Die Entwicklung des östlichen Teils der HafenCity begann 2011. Die Orientierung an dem Masterplan von 2000, welcher das Stadtentwicklungskonzept der HafenCity in den Grundzügen darstellt, hielt in den westlichen Quartieren weitestgehend bestand. Dort ist das Erleben eines maritimen Konzeptes einer Kerninnenstadt bereits möglich. Dabei wurde der Zeitplan weitestgehend eingehalten. Allerdings gab es auch mehr oder minder große Abweichungen, wie etwa bei dem Quartier Am Sandtorpark / Grasbrook, welches durch einen unterwarteten Entwicklungsschub deutlich vor dem gesetztem Ziel vollendet werden konnte. Eine stark negative Ausnahmeerscheinung stellt die Elbphilharmonie an der westlichen Spitze des Quartiers Am Sandtorkai / Dalmannkai dar, bei der es bekanntlich zu erheblichen Bauverzögerungen gekommen ist und die Kosten explodiert sind. Die Fertigstellung war ursprünglich für das Jahr 2010 geplant, sie soll jetzt bis 2016 fertig gestellt werden. Die Kosten beliefen sich nach dem Vertragsabschluss 2007 auf 114 Millionen Euro, aber mittlerweile müssen die Steuerzahler insgesamt 789 Millionen Euro zahlen.

Die Kritikpunkte und somit auch Probleme der westlichen HafenCity wurden erkannt und teilweise und in einem geringem Umfang in der Überarbeitung des Masterplans von 2010 nachgebessert, wie etwa die Kritikerin und Fachpromoterin für Globales Lernen bei der Open School 21 Nicole Vrenegor bei einem von mir geführten Interview bemängelt. Ihrer Ansicht nach stehen bereits zu viele Büroflächen in Hamburg leer. Laut der Webpräsenz des Statista, dem Statistik-Portal, belief sich der Leerstand von Büroflächen im Jahr 2012 bei 1.000.000 m2. Aktuellere Daten sind nicht auffindbar, allerdings werden sich die Daten nicht signifikant verändert haben.

Die Flächenfreimachung hat teilweise in den Quartieren der östlichen HafenCity begonnen, wie etwa im Baakenhafen, welches ein urbanes Wohn-, Sport- und Freizeitquartier werden und mit diesen Charakteristika eine überregionale Bedeutung tragen soll. Dabei wird eine Nutzungsdurchmischung aus Einzelhandel, Gastronomie und Büros angestrebt. Nach der Überarbeitung des Masterplans ergab sich, dass dieses Quartier mit 1800 Wohnungen das wohl umfangreichste Wohnquartier innerhalb des Stadtteils wird. Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) wird, laut des Stadtführers durch die HafenCity (Führung: Der Landgang), mit den etwa 3.000 Menschen, die aus 2.000 Studenten und 1.000 Arbeitern, Professoren, usw. zusammengesetzt sind, eine Belebung durch die jungen Studierenden hervorrufen. Denn diese Menschen werden sich sicherlich viel am Wasser aufhalten, die Geschäfte im Umfeld nutzen und somit das Quartier mitprägen.

Zu beachten ist auch, dass bei den drei östlichen Quartieren der Masterplan noch nicht im Detail ausgearbeitet wurde und somit die individuelle Gestaltung, wie die der Identität, der urbanen Qualität und der räumlichen Integration, nur unzureichend im Masterplan aus dem Jahr 2000 erkennbar war. Eine Anbindung an die westlichen Quartiere über den Lohsepark hinaus sowie an die Elbbrücken fehlte. Es fehlt zudem eine infrastrukturelle Anbindung und räumliche Integration des südlichen Teils des Baakenhafens, da dieser lediglich eine Landzunge darstellt. Daher überlegte man sich welche Strukturen dieses lange Hafenbecken gliedern könnten, sodass es nicht mehr so schlicht aussieht. Hierbei kam die Idee einer Insel, welche eine künstlich angelegte Grünfläche beherbergt, sodass man hier den Norden und Süden näher verbinden kann. Zudem gab es beim ersten Masterplan viele kleinere Parks oder Grünflächen, wobei hier dann überlegt wurde die Flächen dichter zu bebauen und den vorigen Freiraum auf die besagte Insel zu verlagern, sodass ein weiteres Gliederungselement gewonnen werden würde. Außerdem wurden in der Nähe Konzepte für Wasserhäuser erdacht, die sich in extrem hohen Preisregionen befinden werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Preis des Wettbewerbs für die nachhaltigen Wohntürme im Baakenhafen von Shigeru Ban Architects Europe, Paris (F) Dieses Bild zeigt ein Konzept für die Wasserhäuser. http://www.hafencity.com/upload/images/artikel/z_artikel_de_105_Wasserhaus_1_1200x800.jpg

Grundsätzlich wird versucht jedem der Quartiere einen einzigartigen Charakter zu verleihen, indem man diese an die jeweilige Nutzungstypologie koppelt. Daher wird bei dem Oberhafen, welcher eine Verlängerung der existierenden Kulturmeile von der Kunsthalle ausgehend bis zu den Deichtorhallen werden soll, versucht, diesen als ein Kreativ- und Kulturquartier zu entwickeln. Zudem werden dort vorzugweise Wohn- und Freizeitstandorte entstehen, die dem das Wasser zugewandte Blockstrukturen bieten. Ursprünglich sollte eine gewerbliche Nutzung erfolgen. Das Konzept wurde jedoch überdacht, da man in der westlichen HafenCity die Erfahrungen gemacht hat, dass die Geschosswohnungsbaustrukturen, die mit Innenhöfen ausgestattet sind und am Kaiserkai im westlichstem Quartier stehen, sehr gut laufen. Zudem herrscht grundsätzlicher Wohnraumbedarf in der Hansestadt und es ist daher ein politisches Ziel mehr Wohnungen zu bauen, was eine aufgezwungene Umstrukturierung des ursprünglichen Konzeptes von den Reihenhäusern zur Folge hatte. Neben den Bandräumen sowie einer Skatehalle sollen hier im östlicheren Teil noch Sportflächen entstehen.

Das östlichste Quartier Elbbrücken soll hingegen hauptsächlich zu einem hoch verdichteten Wohn- und zentralen Geschäftsstandort werden, welcher vornehmlich für Unternehmen, Hotels, Einzelhandel und Gastronomie bestimmt ist. Dazu wird laut des Masterplans an der östlichsten Stelle der Insel ein ca. 40-geschossiges Turmcluster entstehen, das als Geschäftszentrum fungieren soll. Eine Verbindung zu dem U-Bahn-Netz durch die U4 sowie eine eventuelle Anbindung an das S-Bahn-Netz werden erfolgen. Zusätzlich entstehen hier zahlreiche sechs- bis siebengeschossige Blöcke. Die Prägung dieses Stadtteils wird sich deutlich von den anderen unterscheiden, da sich nach dem Berufsverkehr am Abend kaum Menschen innerhalb dieses Quartiers aufhalten und die öffentlichen Verkehrsmittel nach der Hauptverkehrszeit kaum genutzt werden. Die Stadtplanung versucht jedoch die besondere Lage an der östlichsten Spitze, also der Spitze der Landzunge, ähnlich wie die der Elbphilharmonie mit den drei Seiten, die vom Wasser umgeben sind, auszunutzen und eine Attraktion zu bauen, sodass eine höhere Passantenfrequenz erfolgt. Dort wird es eine besondere Aussicht auf das Gebäude geben, welches das Stadtbild mitprägen wird.

Je nach Zählung gehört das Quartier Am Lohsepark auch zu den östlichen Quartieren, wobei dieses eine wichtige Schnittstelle zu dem Überseequartier, also dem Zentrum der HafenCity, bildet. Dort gab es keine größeren Veränderungen des Masterplans, sodass überwiegend Wohn-, Hotel-, Arbeits-, Schul und Kitanutzungen stattfinden werden. Dabei gibt es fünf- bis siebengeschossige geschlossene Blockstrukturen. Eine Fertigstellung des Lohseparks, der immerhin vier Hektar groß werden soll, wird für das Jahr 2018 angestrebt. Damit erhält das Quartier mit seinen Freizeit- und Spielflächen einen besonderen grünen Charakter. Besonders hervorzuheben ist der Gedenkort mit einer Verlängerung zu den Bahngleisen hin, welcher über den Hintergrund der Deportation1 an diesem Ort von mindestens 7.692 Juden, Sinti und Roma aufklären soll. Dieses Konzept wurde in die Überarbeitung des Masterplans integriert.

Allgemein lässt sich sagen, dass die Nachhaltigkeit innerhalb der HafenCity sehr wichtig ist und zugleich eines der markantesten Schlagwörter zu dem Projekt bildet. Zudem wird versucht mehr Grünflächen in dem östlichen Teilen der HafenCity mit einzuplanen. Zunächst wurde von den Kritikern bemängelt, dass die westlichen Quartiere zu wenig grüne Elemente bieten würden, woraufhin die HafenCity GmbH sagte, dass es einfach in der Innenstadt im Vergleich wenig Bäume gibt, was zwar stimmt, aber nur weil die bisherige Innenstadt nicht viele grüne Elemente bietet, muss das ja nicht heißen, dass man es jetzt nicht besser machen könnte. Von daher ist das Argument nicht haltbar. Dennoch sollte man beachten, dass die Bäume noch ziemlich jung sind und in zehn oder 15 Jahren die Baumkronen deutlich gewachsen sein und somit das Bild der westlichen Quartiere ganz anders als jetzt prägen werden. Zudem gibt es auf den tiefer gelegten Flächen relativ wenig Bäume, da die nicht so robusten Bäume bei einer Sturmflut heraus geschwemmt oder in Mitleidenschaft gezogen werden würden und daher nur teure Bäume zum Einsatz kommen konnten, von denen nur für wenige im Inventar Platz ist. Aufgrund der besagten Kritik wurde die 10,5 Kilometer lange Uferpromenade teilweise als breiter Grünstreifen zur Verlängerung des Baumbestandes des Lohseparks über den Baakenhafen bis zu den Elbbrücken in dieser Form konzipiert, sodass sich die öffentlichen Freiflächen auf eine Fläche von 27 Hektar belaufen werden. Andererseits lastet auf den Flächen des ehemaligem Hafen- und Industrieareals ein hoher Verwertungsdruck und Grünflächen sind als Teil der weichen Standortfaktoren relativ unproduktiv. Außerdem werden die allermeisten neuen Gebäude in den östlichen Quartieren nach dem Goldstandard des Umweltzeichens der HafenCity, welches deutschlandweit das erste Zertifizierungssystem für nachhaltige Gebäudebauten ist, errichtet werden. Eine höhere Nachhaltigkeit wird auch durch eine Nutzungsdurchmischung angestrebt, da somit die Wege für den Alltag kürzer werden, wie etwa der Weg zur Arbeit, zum nächsten Supermarkt, zum Kindergarten, und so weiter.

Mit der Erschließung des U-Bahn-Netzes bis zu den Elbbrücken, die neben der Elbphilharmonie das zweite Leuchtturmprojekt bildet, entsteht laut der HafenCity Hamburg GmbH eine nachhaltige und leistungsfähige öffentliche Verkehrsanbindung. Nicht erwähnt wird hier der sehr hohe Preis von 323,6 Millionen Euro, welcher sich aus der zusätzlich tiefer gelegten Bahn in dem Hafengebiet zusammensetzt, und den- Umweltbelastungen, die durch das tiefe Bohren entstanden sind. Durch das dezentrale Versorgungskonzept der Wärmeversorgung in der östlichen HafenCity werden die CO2-Emissionen nochmals deutlich gegenüber der westlichen HafenCity mit 89g / kWh gegenüber den 175g / kWh gesenkt. Erreicht wird dies durch vermeintlich regenerative Energiequellen wie einer Holzverbrennungsanlage, einer Biomethan-Brennstoffzelle, einem gasbetriebenem Blockheizkraftwerk sowie einer Elbwasser-Wärmepumpe. Im Allgemeinen kann man diese Energiequellen als regenerativ bezeichnen, da Holz und Erdgas mit der Zeit nachwachsen bzw. sich bilden. Allerdings dauert dieser Prozess ganz unterschiedlich lang, sodass man hier

nur mit Einschränkung von einer nachhaltigen Versorgung sprechen kann. Zwar spricht die HafenCity Hamburg GmbH in ihren Broschüren immer davon, dass dieser Stadtteil sehr nachhaltig gestaltet sei, was unter anderem an dem Verkehrsnetz mit der U-Bahn, den wasserstoffbasierten Bussen, den Fahrradstationen, Car-Pools und Elektromobilitätsanschlüssen liegen soll, aber dennoch besitzt nahezu jedes Gebäude seine eigene Tiefgarage und das Verkehrsnetz ist trotzdem noch stark an die Autos angepasst. Zudem bezeichnet der ehemalige erste Bürgermeister Hamburgs Henning Voscherau „die Anbindung der HafenCity an die Innenstadt durch eine U-Bahn als "Jahrhundertfehler".“, wie es in einem Artikel des Hamburger Abendblattes vom 06.06.13 mit dem Titel „Voscherau kritisiert "Jahrhundertfehler" in HafenCity“ hieß. Ferner begründet er, dass eine Hochbahntrasse sinnvoller als eine Untergrundbahn wäre, weil es so wie es jetzt ist „ aus touristischer Sicht ein unglaublicher Verlust für die Stadt sei.“ Zudem spare es Geld und schone die Umwelt.

Unzureichende Anbindung der östlichen Quartiere an die Innenstadt (rot), HafenCity-Gebiet (blau) aus: Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 20, Oktober 2013, Deutsch) Die fundamentalen Probleme der östlichen HafenCity, die sich bei der urbanen Bebauung stellen, liegen in der räumlichen Besonderheit. Denn lokal gesehen fehlt den östlichen Quartieren eine erfolgreiche Integration bzw. Anbindung an die City, was bei der westlichen und zentralen HafenCity nicht der Fall ist, da diese in der Distanz sowie in der Infrastruktur eine bessere Eingliederung disponieren. Dadurch entsteht für die Bewohner eine deutlich stärkere Abgrenzung im Bezug zu den zentralen und westlichen Quartieren, als allein durch die bestimmten gesellschaftlichen Schichten bereits hervorgerufen wird. Ein weiteres elementares Problem liegt in der extremen Lärmentwicklung, die sich aus dem Hafengebiet und den Verkehrstrassen ergibt.

Zu dem öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau lässt sich sagen, dass ein Drittel der 4.500 Wohnungen, die um das Hafenbecken in Planung sind, sozial geförderte Wohnungen sein werden und davon ein Drittel auf dem ersten Förderweg und zwei Drittel auf dem zweiten Förderweg entfallen werden. Laut der Hamburgerischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) liegt die zulässige Anfangsmiete auf dem 1. Förderweg, also dem Förderweg für niedriges Einkommen, in der Regel bei 6 Euro pro Quadratmeter der Wohnfläche. Offiziell heißt es von der IFB Hamburg auf ihrer Webpräsenz dazu: „Wohnberechtigt sind Mieter, deren Einkommen nicht mehr als 30 % über den in § 8 HmbWoFG festgelegten Grenzen liegen, bei Senioren nicht über 50 % über den Einkommensgrenzen.“ Also für Menschen, die auf Wohnungssuche sind, sich andere Wohnungen nicht leisten können und eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten, ist das eine kurzfristig sinnvolle Lösung. Beim Wohnraum für mittleres Einkommen, die den 2. Förderweg definiert, liegt die zulässige Anfangsmiete bei 8,10 Euro pro Quadratmeter der Wohnfläche. Hierzu heißt es offiziell seitens des IFB Hamburg: „Bei Projekten des 2. Förderwegs muss quartiersbezogen mind. ein Drittel aller insgesamt geförderten Wohnungen im 1. Förderweg errichtet werden. Kooperationen von Investoren sind möglich.“. Die Bindung der Sozialwohnungen auf den Förderwegen entfällt nach 15 Jahren. Danach werden die Preise pro Jahr um maximal 10 % angehoben werden können. Diese 15 Jahre sind keine nachhaltige Lösung zur Durchmischung der Bevölkerung. In den westlichen Quartieren sind sozial geförderte Wohnungsbauten nicht vorgegeben, da man die Zielgruppe der Einkommensschwächeren unbeachtet ließ.

Der Bau der Sozialwohnungen hat im Jahr 2013 begonnen. Hierbei ist eine Durchmischung der sozialen Schichten innerhalb desselben Gebäudes laut den Investoren ungünstig umzusetzen, weil der Standard ein anderer ist, als bei öffentlich gefördertem Wohnungsbau, was schon bei den Belägen des Treppenhauses, die in Gebäuden für die Oberschicht oder Mittelschicht deutlich hochwertiger sind, anfängt. Die Beispiele ließen sich vermehren. Von daher wird eine soziale Durchmischung innerhalb der Gebäude nicht angestrebt. Es wird allerdings auch versucht die verschiedenen Wohnungsformen innerhalb der Gebäude zu durchmischen, sodass die günstigen Wohnungen eher unten sein und einen Hofblick haben werden. Dennoch bekommen diese Haushalte sehr günstigen Wohnraum in Wasserlage. Jedoch muss auch überlegt werden, wo die Menschen, die in sozial gefördertem Wohnungsbau leben, einkaufen können. Denn ein Haushalt, welcher auf eine Miete von 6 Euro den Quadratmeter angewiesen ist, kann es sich höchstwahrscheinlich nicht leisten langfristig bei den tendenziell teureren Supermarktketten Edeka oder Rewe einzukaufen. Diese Haushalte benötigen günstigere Alternativen wie Aldi, Penny oder Netto, sodass auch seitens der HafenCity Hamburg GmbH gesagt wird, dass komplementäre Infrastruktur geschaffen werden muss, die auf solche Haushalte und deren finanzielle Situation zugeschnitten sind. Genau diese gibt es bisher aber nicht. Zwar wurde die Planung eines weiteren Standortes für einen Supermarkt begonnen, aber dieser Nahversorger wird tendenziell wieder ein Edeka oder Rewe für die wohlhabenderen Menschen.

Außerdem wird versucht möglichst viele Genossenschaften, wie Bergedorf-Bille e. G. oder die Schiffszimmerer Genossenschaft, hier bauen zu lassen, da diese Mietpreise von 9 - 13 Euro pro Quadratmeter anbieten und dieser Preis vergleichsweise günstig ist. Die Genossenschaften sind daher aufgefordert, sich für viele Baufelder zu bewerben. Bisher sind solche Wohnanlagen überschaubar. Zudem ist man laut dem Stadtführer durch die HafenCity (Führung: Der Landgang) auf der Suche nach Bauherren, die den Wohnungsbau für die breite Mittelschicht sowie für die Oberschicht durchmischen. Die Gebäude werden auf Familien angepasst, denn man möchte im östlichen Teil noch mehr Familien haben als in den westlichen und zentralen Quartieren, sodass man versucht diese gezielt anzulocken.

Die HafenCity Hamburg GmbH versucht somit einen hochwertigen, sozial gemischt genutzten Wohn-, Arbeits- und Freizeitstandort zu bauen, um so mit dem überarbeiteten Masterplan einen besseren Standort für das Wohnen zu erreichen, als mit dem älterem Masterplan und als die westliche HafenCity. Dabei wurden die Probleme der westlichen HafenCity erkannt, sodass nun im Grundsätzlichen versucht wird, diese im Osten, zumindest in Ansätzen zu beheben. Inwiefern das gelungen ist, ist eine andere Frage. Die Stadt hat laut der Kritikerin Nicole Vrenegor hier bisher nur blumige Versprechen gegeben, aber diese noch nicht in die Tat umgesetzt.

Beantwortung der Leitfrage

4.1 Zusammenfassung

Die meisten Kritikpunkte der HafenCity wurden von dem Planungsteam angenommen, sodass die Verbesserungen in unterschiedlichen Ausmaßen in die Überarbeitung des Masterplans aus dem Jahr 2010 mit einfließen konnten. Dabei wurden die geplanten Büroraumflächen verringert, da der Leerstand ohnehin in Hamburg mit 1.000.000 m2 sehr hoch ist, um diese durch Flächen mit Wohnmöglichkeiten zu ersetzen. In Hamburg besteht starker Bedarf an Wohnraum, sodass es zu einem politischen Ziel wurde mehr Wohnungen und vor allem öffentlich geförderte Wohnungen anzubieten. Der Büroflächenbau wurde zunächst in einem höheren Maße angedacht, da man möglichst innenstadtnah hochwertige Möglichkeiten bieten wollte. Als ziemlich schwierig stellte sich auch die extreme Lärmentwicklung heraus, die sich aus dem Hafengebiet und den Verkehrstrassen ergibt.

Die Idee, dass man den einzelnen Quartieren individuelle Nutzungstypologien, welche regional angepasst sind, zuteilt, wurde passend gewählt, um Assoziationen mit der HafenCity in der Gesellschaft zu bilden, ein Image zu verleihen und die Metropolregion Hamburg sinnvoll zu ergänzen. So wird der Oberhafen zu einem Kreativ- und Kulturquartier, das östlichste Quartier des Stadtteils Elbbrücken wird nach Plan zu einem verdichteten Wohn- und zentralem Geschäftsstandort mit einem einzigartigem ca. 40-geschossigem Turmcluster werden, wobei sich hier nach der Hauptverkehrszeit abends wahrscheinlich kaum jemand befinden wird, und das Quartier Baakenhafen soll zu einem urbanem Wohn-, Sport- und Freizeitquartier werden.

Dennoch wird versucht, eine Nutzungsdurchmischung in den einzelnen Quartieren zu erreichen, um regionales Leben ohne lange Wege zu ermöglichen, was sich auch als nachhaltig erweist. Dabei wurde die individuelle Gestaltung, wie die der Identität, der urbanen Qualität und der räumlichen Integration in die Hansestadt, der östlichen Quartiere Elbbrücken, Baakenhafen, Oberhafen sowie je nach Zählung noch Am Lohsepark nun bis ins Detail durchdacht, wobei hier auffiel, dass es an infrastrukturellen Anbindungen des südlichen Teils des Baakenhafens fehlte. Daher wurde beschlossen eine künstliche Grünfläche anzulegen, die die beiden Seiten des Baakenhafens weiter miteinander verbinden soll. Zugleich kann die Fläche nun intensiver genutzt werden, was zu einer dichteren Bebauung führte.

Zur Nachhaltigkeit lässt sich sagen, dass man nun in den östlichen Quartieren versucht einen höheren Anteil an Grünflächen zu gestalten, wobei beim Baumbestand zu beachten ist, dass auf tiefer gelegten Flächen nur teure Bäume gepflanzt werden können. Zudem erhält das zur Elbe gerichtete Ufer einen breiten grünen Streifen. Grundsätzlich wurde hier versucht mehr öffentliche Freiflächen zu bieten. Eine Beachtung sollte hier dem Verwertungsdruck geschenkt werden, welcher ein weiterer Grund für den geringen Grünflächenanteil ist. Zudem soll die HafenCity bis hin zu den Elbbrücken mit dem U-Bahn-Netz verbunden werden, was eine leistungsfähige öffentliche Verkehrsanbindung ermöglicht. Die CO2-Emissionen der Wärmeversorgung sind im Verhältnis zum Hamburger Durchschnitt sowie zu den westlichen Quartieren ziemlich gering, wobei hier von regenerativen Energiequellen gesprochen wird, was zwar stimmt, aber die Dauer der Regeneration ist teilweise sehr hoch, wie am Beispiel Erdgas zu sehen ist. Zudem bietet nahezu jedes Gebäude eine eigene Tiefgarage, die den Autoverkehr begünstigt.

Hervorzuheben ist der Sinneswandel der Politik, da man nun auch sozial geförderte Wohnmöglichkeiten bieten will, was in den westlichen Quartieren der HafenCity noch nicht der Fall war, sodass in diesen Quartieren eine soziale Durchmischung der Altersgruppen, der Haushaltssituation, der Einkommensschichten, der Geschlechter, Ethnien, usw. noch nicht allen Merkmalen nach erfolgt ist. Nun versucht man den größten Kritikpunkt mit dem sozialen Wohnungsbau anzugehen. Denn ein Drittel der 4.500 Wohnungen, die im Osten geplant sind, werden sozial geförderte Wohnungen sein, wobei ein Drittel zu dem Förderweg für niedriges Einkommen und zwei Drittel zu dem Förderweg für mittleres Einkommen dazu zählen. Allerdings wird nur selten benannt, dass die Sozialwohnungen zeitlich limitiert sind, denn die Bindung entfällt nach 15 Jahren. Außerdem werden dem sozial schwächeren Teil der Bevölkerung voraussichtlich nicht die regionalen Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, die sie mit ihrem vergleichsweise niedrigen Einkommen benötigen. Eine genaue Anzahl an genossenschaftlich erstellten Wohnungen ist nicht auffindbar, aber tendenziell gering, da bisher nur wenige Genossenschaften vertreten sind und diese sich in der Regel nicht mehr als an einem Gebäude beteiligen konnten. Auf zwei Anfragen, die den Zweck beinhalteten herauszufinden, wie viele Genossenschaften vertreten sind, reagierte man nicht. Dennoch werden die Genossenschaften gerne hervorgehoben, obwohl sie allem Anschein nach einen relativ geringen Anteil an den Wohnmöglichkeiten ausmachen, da sie grundsätzlich ein positives Licht auf die HafenCity werfen und somit ein scheinbares Argument gegen das vermeintliche „Reichenviertel“ darstellen.

4.2 Bewertung

Bei einer Bewertung des Stadtentwicklungskonzeptes der östlichen HafenCity ist eine kritische Hinterfragung sowie Kombination der Quellen, Materialien und Interviews zwingend notwendig, da beispielsweise die Broschüren Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg der HafenCity Hamburg GmbH viele Fakten, die sich negativ auf das Bild des Projektes auswirken würden, unerwähnt lassen und durchweg positiv von der HafenCity berichten, genauso wie die Stadtführer der HafenCity in den Interviews und in den Führungen, denn diese werden von der HafenCity Hamburg GmbH ausgebildet und bezahlt.3

Um nun zu einer fundierten Beantwortung zu der Leitfrage zu kommen, ist es nötig, sich diese erneut vor Augen zu führen. Die leicht modifizierte Frage lautet:

„Inwieweit erfüllt das Stadtentwicklungskonzept der östlichen HafenCity die Kriterien für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung?“

Das Stadtentwicklungskonzept der östlichen Quartiere wurde bereits hinreichend beschrieben, aber noch nicht in Bezug zu einer sozialverträglichen Stadtentwicklung gesetzt.

Allgemein lässt sich sagen, dass die HafenCity als größtes innerstädtisches Projekt mit der Erweiterung der Hamburger City-Fläche um 40 % versucht, einen Freiraum für möglichst alle Hamburger zu bieten und zentrale Aufgaben für die Metropolregion Hamburg, also überregional, mit zu übernehmen. Als ich mich mit einem der Stadtführer durch die HafenCity (Führung: Der Landgang) über die Beurteilung des Stadtentwicklungskonzeptes hinsichtlich einer sozialverträglichen Stadtentwicklung unterhielt, sagte dieser, dass diese gegeben sein wird, weil sie dort versuchen, die sozialen Probleme, die in den Quartieren auftreten und für die ganze Stadt nicht förderlich sind, zu beheben. So erzählte er in dem von mir geführten Interview, dass eine sozialverträgliche Stadtentwicklung in den östlichen Quartieren gegeben sein wird, „ [...] weil wir halt dort auch versuchen, die Strukturen zu durchmischen, dass wir versuchen Freiräume zu schaffen, die für alle Hamburger da sind. Es geht also auch darum, dass auch Menschen von außerhalb in die HafenCity kommen können, dass sie auch hier Angebote finden. Zum Beispiel die Frage der Freiräume in der bestehenden Innenstadt. Dort gibt es so gut wie keine Freiräume, nur den Jungfernstieg, Rathausmarkt, ansonsten nicht viel. Und dieses Fehlen von qualifizierten aktiven Freiräumen in der Innenstadt soll die HafenCity auch für die ganze Stadt so ein wenig wieder aufwiegen.“ Man versucht also den Bürgerinnen und Bürgern Hamburgs, aber auch Touristen, öffentliche Räume wie den Kaipromenaden, den Parks und Plätzen, die eine hohe Aufenthaltsqualität besitzen, zur Verfügung zu stellen. Die Chance, mit den hochwertigen Flächen einen neuen maritimen Stadtteil zu entwickeln und zu nutzen ist in diesem Sinne sozialverträglich, da die öffentlichen Räume allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden.

Grundsätzlich wurde in dem Konzept der östlichen HafenCity ein Versuch unternommen, die eine Bewohnerschaft mit einer durchmischten Sozialstruktur dazu bringen kann innerhalb der östlichen HafenCity zu wohnen. Daher gibt es viele Eigentumswohnungen, die das Luxus- Segment abdecken, wie etwa die Wasserhäuser im Baakenhafen, für die sich ein mögliches Konzept wiederfinden lässt, aber auch günstige öffentlich geförderte Mietwohnungen, die für einkommensschwache Haushalte zur Verfügung gestellt werden. Bisher weisen sie eine Bindung von lediglich 15 Jahren auf, da lange Bindungen bei den Investoren nach Behördenangaben deutlich schwerer durchzusetzen sind. Es werden wie bereits erläutert 500 Wohnungen auf dem 1. Förderweg und 1000 Wohnungen auf dem 2. Förderweg gebaut. Zudem sind für die HafenCity Universität Hamburg vom Studierendenwerk Studentenwohnungen angedacht. Allerdings lässt sich sagen, dass die Wohnmöglichkeiten überwiegend aus hochpreisigen Wohnungen bestehen. Denn etwa zwei Drittel in der östlichen und fast alle Eigentums- und Mietwohnungen in der westlichen HafenCity stehen dem freien Markt zur Verfügung. Grundsätzlich bekommt die Person den Zuschlag, die am meisten bietet. Zudem hatte man von Beginn an die Absicht überwiegend hochpreisige Wohnmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und keine Durchmischung zu erreichen, was sich ganz klar in der durchschnittlichen Miete und dem Quadratmeterpreis beim Kauf von Eigentumswohnungen der westlichen HafenCity widerspiegelt.

Zu den wichtigsten Investoren in Hamburg gehören bisher Privatpersonen sowie Kapitalgesellschaften. Die SAGA GWG, die ein kommunales Wohnungsunternehmen in Hamburg darstellt, versucht in der HafenCity ebenfalls Wohnmöglichkeiten zu errichten, sodass auch weniger einkommensstarke Haushalte dort leben können. Die Genossenschaften sind bisher nur geringfügig vertreten und werden voraussichtlich auch nur eine kleinere Rolle auf dem Wohnungsmarkt spielen. Im Westen gab es abgesehen von den einigen genossenschaftlichen fast nur hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen. Da im Westen die Mitglieder der Baugenossenschaft Bergedorf-Bille, welche eine Kaltmiete von deutlich über 10 Euro pro Quadratmeter zahlen, reges Interesse zeigten, wird in einem der östlichen Quartiere ein weiterer Bau errichtet. Diese Miete ist im Vergleich zum Durchschnitt der Mieten innerhalb des Stadtteils relativ gering.

Langfristig gesehen wird die HafenCity ein recht hochpreisig konstruierter Stadtteil, da beiden sozial geförderten Mietwohnungen die Preise voraussichtlich direkt angezogen werden, sobald sie aus der 15-jährigen Bindung fallen. Denn bei der besonderen maritimen Lage und den baulichen Standards der Gebäude ist es durchaus möglich eine höhere Miete zu verlangen. So äußerte sich selbst der Stadtführer durch die HafenCity (Führung: Der Landgang), der eine recht unkritische Meinung gegenüber der HafenCity vertritt: „Ich glaub schon, dass diese 5 Euro Mieten dann sehr schnell in die 8 oder 9 Euro umschlagen werden, wenn sie aus der Bindung fallen und man das sicherlich nehmen kann bei diesem Standort.“ Somit stellt sich der Bau von Sozialwohnungen als eine kurzfristige Lösung des Problems heraus. Zudem wird der Quadratmetermietpreis sicherlich nicht bei 8 oder 9 Euro verharren, sondern noch weiter steigen. Andererseits ist es auch wichtig auf die Investoren zu achten, da diese durch lange Bindungen abgeschreckt werden und dann gar kein Interesse an den Sozialwohnungen zeigen, weil sie dadurch noch längere Zeit mit niedrigeren Mieten kalkulieren müssen, wie ein Stadtführer durch die HafenCity in der Führung: Der Landgang erklärte. Man muss also versuchen zunächst Investoren zum Bauen zu bewegen. Jedoch sollte man sich überlegen ob eine 15 Jahre lange Bindung wirklich nachhaltig ist. In dem Artikel „2095 Wohnungen für 5,90 Euro pro Quadratmeter“ auf der Webpräsenz der deutschen Tageszeitung Die Welt wird bemängelt, dass permanent Sozialwohnungen aus „den starken 70er-Jahrgängen herausfallen“. Die Sicherung, dass es langfristig bei einer sozial gemischten Bevölkerung bleibt, gibt es nicht. Und das obwohl jetzt schon mindestens 60.000 günstige Wohnungen fehlen. Daher wird die HafenCity als Projekt, welches hauptsächlich das Luxus- Preissegment abdeckt, stark kritisiert, wie Nicole Vrenegor berichtet, da man stattdessen für erschwingliche Wohnmöglichkeiten sorgen könnte und nicht den einkommensstarken Haushalten weitere Wohneinheiten baut, obwohl diese bereits eigene Wohnungen oder Häuser besitzen, in denen sie wohnen. Die Luxusklasse-Wohnungen werden langfristig entweder leer stehen oder für wenige Tage im Monat oder Jahr genutzt.

Der auf wirtschaftlicher Seite missglückte Gedanke, man müsse attraktive Büroflächen in zentraler Lage schaffen, scheiterte aufgrund der zu geringen Nachfrage und der zu hohen Nachfrage an Wohnmöglichkeiten. Es handelt sich hierbei somit um eine Korrektur, aber keine Kehrtwende.

Mittlerweile sind viele hochpreisige Eigentumswohnungen zu Spekulationsobjekten oder Zweit- oder Drittwohnsitzen geworden. Genau lässt sich das nicht sagen, aber in manchen dieser Gebäude geht laut den Bewohnern teilweise über Monate nicht das Licht an, wie Herr Knipgans, ein Bewohner der westlichen HafenCity, gegenüber dem Mieter helfen Mietern Hamburger Mieterverein e. V. berichtete und das obwohl die Eigentumswohnungen ausnahmslos verkauft wurden. Bisher profitieren von den Eigentumswohnungen bzw.

allgemein von der HafenCity Firmen, Hedgefonds sowie die einkommensstarke Bevölkerung, die sich Eigentumswohnungen als Geldanlage zugelegt haben. Es ist also eher für Investoren und die Image-Bildung der Stadt Hamburg im internationalen Wettkampf ein Projekt, als dass die Bevölkerung Hamburgs einen Nutzen daraus zieht. Hinweise darauf, dass es in den östlichen Quartieren anders sein wird, sind nicht gegeben. Eine Strukturdurchmischung wird es zunächst in den östlichen Quartieren der HafenCity deshalb nicht zwangsweise geben. Die Sozialwohnungen werden allerdings sicherlich besetzt sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Leerstand der Eigentumswohnungen im Überseequartier http://www.abendblatt.de/img/hamburg/crop105666925/808872981-ci3x2l-w620/HafenCity-HA-Politik-Hamburg.jpg

Ein weiterer Kritikpunkt, der selten angesprochen wird, aber eine fundamentale Rolle spielen sollte, ist die Belebung der HafenCity, eine lebendige Nachbarschaft, dessen Thema stark mit den Eigentumswohnungen zusammenhängt. Da im Moment viele Menschen darauf spekulieren, dass sich der Wert der Eigentumswohnungen in dem Stadtteil erhöhen wird und gleichzeitig diese überwiegend leer stehen, ist es klar, dass eine Belebung der HafenCity aufgrund geringer fester Einwohnerzahl nicht zustande kommt. Deswegen können sich zahlreiche Einzelhändler einen Standort in der HafenCity nicht lange leisten und es gibt daher viele Geschäfte, die Insolvenz beantragen mussten. Hier wurde auch nicht angestrebt eine Änderung herbeizurufen, da weiterhin überwiegend hochpreisig gebaut wird wie in den westlichen Quartieren und daher eine Belebung voraussichtlich nicht wirklich zustande kommen wird. Allerdings sind im Sommer in der westlichen HafenCity bei gutem Wetter immer viele Touristen, die jedoch keine alltägliche Lebendigkeit des Stadtteils hervorrufen oder die Wirtschaft ankurbeln, da diese sich nur den Stadtteil ein wenig angucken und sich mal ein Eis kaufen, aber ansonsten nicht viel zur Belebung der HafenCity beitragen. Somit schien die HafenCity bisher eher wie eine große Ausstellung und weniger wie ein ausgewogener Stadtteil. Laut Kritikerin Nicole Vrenegor macht die fehlende Belebung der HafenCity auch die Investoren nervös, die sich mittlerweile zunehmend zurückziehen. Ein im Vergleich ziemlich geringfügiger Grund sind die Millionen Brückenspinnen, die sich hier angesiedelt haben, wie aus dem Bericht „Millionen Brückenspinnen bevölkern die HafenCity“ auf welt.de hervorgeht. Diese haben sich von der Speicherstadt aus in die HafenCity weiter gekämpft und sich stark vermehrt. In der Speicherstadt spielten sie aufgrund der Steinfassaden keine große Rolle, aber in der HafenCity, in der viele Fassaden verglast sind, stören die Brückenspinnen die zahlreichen Investoren, Anwohner und Firmen. Interessant ist hierbei auch, dass es historisch gesehen klar war, dass man in der Nähe des Hafens aufgrund des Lärms der Hafenarbeit, dem Wind und den Schiffen, nicht mit dem Komfort leben kann wie in vielen anderen Stadtteilen. Daher scheint die HafenCity für viele Hamburger zum Flanieren und Wohnen nicht besonders attraktiv. Außerdem wirkt der Stadtteil sehr konstruiert und alles aufeinander angepasst hinsichtlich der Architektur und des Designs. Selbst die Parks und jeder einzelne Baum sind genormt und wurden in das geometrische Konzept der HafenCity integriert. Einen lebendigen individuellen Stadtteil mit „Leben“ bilden die Quartiere so meiner Meinung nach nicht. „Der HafenCity fehlt das Herz.“, wie Edgar S. Hasse in einem Kommentar des Abendblattes mit dem Titel „Die HafenCity braucht mehr Geschichte“ sagte.

Besonders beachtenswert in sozialverträglicher Hinsicht ist die Frage nach den Ausgaben der Stadt, da dieses Projekt den Steuertopf stark belastet. Am Anfang sollte durch den Verkauf der Grundstücke in der HafenCity die Infrastruktur finanziert werden und zusätzlich das Geld für den Bau des Containerterminals Altenwerder erwirtschaften. Dieser Plan missglückte unter anderem auf Grund der unerwartet teuren Erschließung der HafenCity, sodass dieses Projekt sich wahrscheinlich nicht mal mehr selber finanzieren wird und somit den Steuertopf zusätzlich belastet. Der soziale Haushalt wird auf Grund dessen weiter gekürzt. Währenddessen werden gewaltige Summen für die beiden Leuchtturmprojekte der HafenCity die U-Bahn und die Elbphilharmonie ausgegeben, wobei die Elbphilharmonie als Kulturangebot mit den klassischen Konzerten nur eine bestimmte Zielgruppe anspricht und die teure Anbindung an das U-Bahn-Netz nur wenigen Menschen von Nutzen sein wird. Allerdings soll die Elbphilharmonie nach Fertigstellung den Tourismus erhöhen und die U- Bahn soll zur Infrastruktur beitragen. Die Baukosten der Elbphilharmonie sind jedoch mit 789 Millionen Euro außerordentlich hoch. Zudem kann es sein, dass die Akustik aufgrund der Lage an der Elbe fragil ist, sodass dann dieses Konzerthaus dauerhaft den Staatshaushalt belasten könnte. Von diesem kulturellen Angebot profitiert nur ein geringer Anteil der Bevölkerung und das obwohl die Ausgaben nach einer vorläufigen Schätzung sehr hoch sind. Das ist aus Gerechtigkeits- und Sozialgründen, laut Nicole Vrenegor, für die Hamburger Bevölkerung fatal. Denn die Folgekosten werden auch von der Bevölkerung, die keinerlei Bindung zur HafenCity besitzt, getragen.

Die öffentlichen Investitionen belaufen sich voraussichtlich laut der Broschüre Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg vom Oktober 2013 der HafenCity Hamburg GmbH auf 2,4 Milliarden Euro, wobei 1,5 Milliarden Euro aus den Grundstücksverkäufen wieder eingenommen werden sollen. Hierbei sind nicht der Neubau der U-Bahnlinie U4, der Bau der öffentlichen Gebäude wie die HafenCity Universität Hamburg, Schulen, die Elbphilharmonie, die externen Straßenerschließungen der HafenCity sowie die Kosten für das Maritime Museum eingerechnet worden. Stattdessen hätte man durch den Bau von sozialen Wohnungsprojekten einer breiteren Bevölkerung bessere Wohnmöglichkeiten bieten können. Es ist laut der Hansestadt Hamburg notwendig, die Grundstücke wieder teuer weiter zu verkaufen, da das investierte Geld ansonsten nicht die Erschließung der Flächen finanziell ausgleichen könnte. Die Frage, die sich dabei stellt ist, ob es denn überhaupt sinnvoll war, auf diesen Inseln einen Stadtteil zu errichten, wenn die Erschließung so teuer ist, obwohl das absehbar war. Zudem sagte man am Anfang noch, dass das Projekt den Containerterminal in Altenwerder mitfinanzieren wird, sodass dadurch ein zusätzlich hoher Preis gerechtfertigt wurde.

Eine Überarbeitung des Masterplans aus dem Jahr 2000 war dringend notwendig, erfolgte jedoch nur in unzureichendem Ausmaß. Ich würde daher zusammenfassend sagen, dass das Stadtentwicklungskonzept der östlichen HafenCity die Kriterien für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung nicht erfüllt, weil es nur relativ unproduktive Problemlösungsansätze gibt, die sich vor allem nicht langfristig halten werden. Zwar gibt es kurzfristige Lösungen wie das Drittel der Sozialwohnungen an den Neubauten in den östlichen Quartieren, die für 15 Jahre öffentlich gefördert sein werden, aber im Bezug zur Lebensdauer eines Stadtteils ist diese Dauer ziemlich gering. Außerdem könnte die 15-jährige Bindung auch ein Modell sein, um eine ansatzweise Belebung in das Stadtteil zu bringen, da somit eine vorrübergehende Durchmischung der Sozialstruktur erfolgt und die HafenCity somit attraktiver für die einkommensstarke Bevölkerung sowie den Investoren gemacht wird. Der Ansicht Nicole Vrenegors nach funktionieren Stadtteile generell gut, wenn eine heterogene Sozialstruktur vorliegt, welche es vorrübergehend wahrscheinlich geben wird. Eine sozialverträgliche Stadtentwicklung bedeutet jedoch gerade, dass verschiedene soziale Schichten, also Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen, Ethnien, Geschlechter, Haushaltssituationen, Schulabschlussformen und Religionszugehörigkeiten, in der HafenCity langfristig leben, profitieren und sich aufhalten können, was wie bereits erläutert nicht geschehen wird. Die Bildungsangebote und Nahversorgungsmöglichkeiten beschränken sich lediglich auf besser gebildete Menschen durch ein Gymnasium und auf einkommensstärkere

Familien durch tendenziell teurere Supermärkte. Die HafenCity wird für die einkommens- starken Menschen gebaut und durch öffentliche Gelder querfinanziert. Bisher ist eine soziale Durchmischung weder im Westen noch im zentralen Bereich erkennbar und im Osten wird es nach bisherigen Planungen auch 20 Jahre nach Abschluss des Projektes keine ausgewogene Durchmischung mehr geben. Die öffentlichen Plätze sind für jeden zugänglich und prägen durch die maritime Atmosphäre das Bild der Hansestadt mit.

Somit lässt sich bewiesenermaßen behaupten, dass die These, die zu Beginn dieser Arbeit aufgestellt wurde zutrifft. Diese These lautet:

“Nach dem bisherigen Stadtentwicklungskonzept wird die HafenCity langfristig gesehen ein recht hochpreisiger Stadtteil, sodass dieser nicht für alle Hamburger offen steht.“

Ich schließe mich somit an Nicole Vrenegors These an:

„Es wird nie ein sozial ausgewogener Stadtteil sein. Da bin ich mir ziemlich sicher.“

4.4 Lösungsansätze

Mittlerweile gestaltet sich der Versuch das Projekt in sozialverträglicher Weise noch zu retten als ziemlich schwierig. Dafür wäre eine deutlich frühere Initiative seitens des Planungsteams zwingend notwendig gewesen. Dennoch gibt es Möglichkeiten das Stadtentwicklungskonzept umzugestalten, sodass die Kriterien für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung erfüllt werden können.

Man könnte beschließen, dass bestimmte Grundstücke nicht am freien Markt verkauft, sondern stattdessen von der Stadt Hamburg behalten werden, um dort mehr Genossenschaften bauen zu lassen, die sich auf günstige Mieten verpflichten. Zudem könnte die Stadt die Wohnungen auch direkt für geringe Preise vermieten. Somit hätte man von Anfang an eine stärkere Durchmischung der Bevölkerung anstreben können, anstatt die Grundstücke der Privatwirtschaft zu überlassen. Zudem hat die Stadt größere Investorengeschenke wie etwa Mietpreisgarantien, laut Nicole Vrenegor gemacht. Auf diese Geschenke hätte man verzichten können. Stattdessen werden nun viele hochpreisige Eigentums- und Mietwohnungen gebaut.

Letztendlich wird dadurch allerdings kein Wandel im Gesamtprojekt hervorgerufen, da die teure Erschließung als grundsätzliches Problem der Fläche, ein schwerwiegendes nicht zu behebendes Problem darstellt. Zudem wurde die Fläche unter dem Hintergrund erschlossen, dass dort teure Wohneinheiten entwickelt werden.

Ein weiteres Problem liegt in den EU-Gesetzen, da diese den Immobilienbranchen eine Chance geben durch den Leerstand Gewinn zu erwirtschaften, da der Wert der Immobilien noch weiter steigen kann. So lange hier nichts verändert wird, ist es möglich zahlreiche Gebäude, auch in der HafenCity, zu bauen, die gar nicht benötigt werden, um mit ihnen zu spekulieren. Diese Gesetze könnten verändert werden, was jedoch ein recht wirklichkeitsfremder Ansatz ist.

Ein letztlich sehr utopischer Lösungsansatz ist, dass man den Investoren eine recht unattraktive Möglichkeit gibt dort weiter zu bauen und die Stadt Hamburg die Immobilien behält. Dadurch würde auf längere Sicht der Wert der Gebäude und des Stadtteils sinken, sodass sich ein Alternativleben ähnlich der Sternschanze vor der Gentrifizierung1 ergibt. Die Mieten würden stark sinken und ein Szeneviertel entsteht.

Vollständige Liste aller verwendeten Quellen, Materialien und Hilfsmittel

Eine kritische Auseinandersetzung der Quellen befindet sich unter: 5.7 Kommentar und Bewertung zu den verwendeten Quellen, Materialien und Hilfsmittel

5.1 Grafiken, Diagramme, Bilder

- http://hafencity.com/upload/images/listitems/z_listitems_de_1244_Logo_HCH_hhblau_grau_35_cmyk_470x240.jpg
-letzter Zugriff: 22.10.2013)
- http://www.statistik-nord.de/uploads/tx_standocuments/NR15_Statistik-Profile_2013.pdf (letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.zukunftsrat.de/fileadmin/pdf/stadtentwicklung/2010_hafencity_kurzstudie_ZR.pdf (letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://weblogyhamburg.files.wordpress.com/2009/12/skaterhafencity1.jpg (letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.hafencity.com/upload/images/artikel/z_artikel_de_105_Wasserhaus_1_1200x800.jpg (letzter Zugriff: 12.03.2014)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 20, Oktober 2013, Deutsch), Seite 10 - 11
- http://www.abendblatt.de/img/hamburg/crop105666925/808872981-ci3x2l-w620/HafenCity-HA-Politik-Hamburg.jpg (letzter Zugriff: 14.03.2014)

5.2 Internetseiten und andere digitale Medien

- http://www.hamburg.de/stadtfuehrung/4089030/hafencity-fuehrungen.html (letzter Zugriff: 22.02.2014)
- http://www.hafencity.com/de/medien/video.html, Video: Messefilm HafenCity EXPO REAL 2013 (letzter Zugriff: 23.02.2014)
- http://www.hafencity.com/de/ueberblick/daten-fakten.html (letzter Zugriff: 23.02.2014)
- http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Symbolischer_Startschuss_fuer_die_Hamburger_-HafenCity-_8721.html
(letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-HafenCity (letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://www.abendblatt.de/hamburg/article125437709/Geschaefte-in-der-HafenCity-geben-auf.html (letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://www.abendblatt.de/meinung/article125437729/Die-HafenCity-braucht-mehr-Geschichte.html (letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://www.mhmhamburg.de/HafenCity/zeitung--1225552547/artikel.html (letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://www.hwf-hamburg.de/presse/4262046/0402-pm-mipim.html (letzter Zugriff: 10.03.2014)
- HafenCity Hamburg Guide für das iPhone/den iPod Touch von Ubilabs, HafenCity Hamburg GmbH (letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://www.hafencity.com/de/news/unilever-gebaeude-in-der-hafencity-eroeffnet.html (letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/olaf-scholz-elbphilharmonie-wird-789-millionen-euro-kosten-a-896040.html
(letzter Zugriff: 10.03.2014)
- http://www.zukunftsrat.de/fileadmin/pdf/stadtentwicklung/2010_hafencity_kurzstudie_ZR.pdf (letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/streit-ueber-hafencity-studie-reichenviertel-oder-oeko-superstadt-a-717386.html
(letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.statistik-nord.de/uploads/tx_standocuments/NR15_Statistik-Profile_2013.pdf (letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://vhst.de/cgi-bin/adframe/zeitschrift/hamburger_verwaltung/article.html?ADFRAME_MCMS_ID=599
(letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.wohnungsboerse.net/mietspiegel-Hamburg/3195 (letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.abendblatt.de/hamburg/article116861771/Voscherau-kritisiert-Jahrhundertfehler-in-HafenCity.html
(letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.hafencity.com/de/pressemeldungen/der-masterplan-fuer-die-oestlichen-quartiere-der-hafencity-ist-ueberarbeitet.html
(letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.hafencity.com/de/presse/wasserhaeuser-hafencity-nachhaltige-wohntraeume-im-baakenhafen.html (letzter Zugriff:
12.03.2014)
- http://de.statista.com/statistik/daten/studie/177386/umfrage/leerstand-von-bueroflaechen-in-hamburg-seit-2003/
(letzter Zugriff: 12.03.2014)
- http://www.ifbhh.de/wohnraum/mietwohnungen/neubau/mietwohnungsneubau/1-foerderweg/ (letzter Zugriff: 13.03.2014)
- http://www.ifbhh.de/wohnraum/mietwohnungen/neubau/mietwohnungsneubau/2-foerderweg/ (letzter Zugriff: 13.03.2014)
- http://www.abendblatt.de/ratgeber/wohnen/article124834543/Die-Bergedorf-Bille-engagiert-sich-stark-in-der-HafenCity.html
(letzter Zugriff: 14.03.2014)
- http://www.welt.de/regionales/hamburg/article113218807/2095-Wohnungen-fuer-5-90-Euro-pro-Quadratmeter.html
(letzter Zugriff: 13.03.2014)
- http://www.saga-gwg.de/ (letzter Zugriff: 13.03.2014)
- http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article2091214/Fuer-die-HafenCity-fehlen-rund-400-Millionen-Euro.html
(letzter Zugriff: 13.03.2014)
- http://www.welt.de/regionales/hamburg/article2447021/Millionen-Brueckenspinnen-bevoelkern-die-Hafencity.html
(letzter Zugriff: 13.03.2014)
- http://www.abendblatt.de/hamburg/article1817220/Leerstand-im-Zentrum-des-Vorzeige-Stadtteils.html(letzter Zugriff: 14.03.2014)
- http://www.abendblatt.de/hamburg/article2071407/Ein-Gymnasium-fuer-die-HafenCity.html (letzter Zugriff: 14.03.2014)

5.3 Literatur

- HafenCity Hamburg. Das erste Jahrzehnt: Stadtentwicklung, Städtebau und Architektur [Gebundene Ausgabe]

Dirk Meyhöfer (Herausgeber), Jürgen Bruns-Berentelg (Autor), Jörn Walter (Autor)

- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 20, Oktober 2013, Deutsch)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 19, März 2013, Deutsch)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 18, Oktober 2012, Deutsch)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 17, März 2012, Deutsch)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 16, Oktober 2011, Deutsch)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 15, März 2011, Deutsch)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 14, Oktober 2010, Deutsch)
- Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgabe: 13, März 2010, Deutsch)

Die Broschüren "Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg (Ausgaben 13-20) haben denselben Herausgeber: HafenCity Hamburg GmbH, Osakaallee 11, 20457 Hamburg

Auf Anfrage bekommen Sie die Broschüren der HafenCity Hamburg GmbH von mir digital zugeschickt.

5.4 Interviewpartner

- Stadtführer durch die HafenCity (Führung: Der Landgang), hat an der HCU studiert, (am 22.02.2014)
- Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt: Birgit Ferber, Architektin, Projektgruppe HafenCity - LP3/HC (am 04.03.2014)
- Fachpromoterin Globales Lernen bei Open School 21: Nicole Vrenegor (am 12.03.2014)

Das Interview findet sich unter: 5.5.1 Interview mit Nicole Vrenegor

5.5 Führungen durch die HafenCity Hamburg

- Tour der HafenCity Hamburg GmbH: Der Landgang, Die Führung bietet einen kurzweiligen Überblick zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der HafenCity. Eine Entdeckungstour durch fertige Quartiere und zu aktuellen Bauprojekten. (am 22.02.14 teilgenommen)

- Tour der HafenCity Hamburg GmbH: Neue Horizonte, Elbtorquartier, Lohsepark, Baakenhafen, beim diesem Rundgang durch die zentralen und östlichen Quartiere wird die starke planerische und wirtschaftliche Dynamik der HafenCity anschaulich. (am 23.02.14 teilgenommen)

5.6 Kommentar und Bewertung zu den verwendeten Quellen, Materialien und Hilfsmittel

Beim Sammeln der Informationen, den Anfragen nach Interviews und Materialien war man mir gegenüber grundsätzlich sehr hilfsbereit, da man mir fast immer zeitnah auf E-Mails antwortete, ich zurückgerufen wurde und bei zahlreichen Anfragen zu den Materialien an die HafenCity Hamburg GmbH, immer auf mich eingegangen wurde und mir teilweise die Informationen per Post geschickt wurden. Zudem bekam ich sehr viele digitale Dokumente, Dateien, Ausschnitte aus Fachbüchern, Links und auch Bilder.

Jedoch ist, wie bereits erwähnt eine kritische Hinterfragung sowie Kombination der einzelnen Quellen, Materialien und Interviews zwingend notwendig, da die Personen, die sich dahinter verbergen meistens eine besonders kritische oder unkritische Rolle haben und sich so gut wie niemand, der sich mit dem Projekt auseinander setzt, total objektiv ist und beide Seiten kombiniert.

Besonders interessant finde ich einen Kommentar von Birgit Ferber, die zu der Projektgruppe der HafenCity in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gehört. Zum Abschied, als ich das Sprachmemo beendet hatte, gab sie mir die Hand und sagte, dass ich doch bitte sehr kritisch bleiben soll und alle Quellen hinterfragen muss. Daraus schließe ich, dass diese Frau weiß, dass sie eine tendenziell unkritische Meinung vertritt, da es ihr Beruf mehr oder weniger vorgibt, aber es doch recht viele Fakten gibt, die widerlegen, dass die HafenCity die Kriterien für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung aufweist. Die HafenCity Hamburg GmbH tut dasselbe mit den zahlreichen Broschüren und den Touren Der Landgang und Neue Horizonte und den vermeintlich objektiven Fachbüchern von Dritten, die aber teilweise in Zusammenarbeit mit besagter Gesellschaft arbeiteten. Teilweise sind diese aber sehr gut, worauf mich einer der Stadtführer aufmerksam machte. Jedoch geben diese keine Hinweise auf ihre unkritische Auseinandersetzung des Projektes. Zudem ist es nun mal so, dass, wie bereits erwähnt, die Broschüren Themen Quartiere Projekte HafenCity Hamburg der HafenCity Hamburg GmbH viele Fakten, die sich negativ auf das Bild des Projektes auswirken würden, unerwähnt lassen und durchweg positiv von der HafenCity berichten, genauso wie die Stadtführer der HafenCity in den Interviews und in den Führungen, denn diese werden von HafenCity Hamburg GmbH ausgebildet und bezahlt. Am meisten hat mir jedoch die Kritikerin Nicole Vrenegor geholfen, da sie viele Aspekte, die mir bis dahin fremd waren, in das Interview mit eingebracht hatte und mir somit eine deutlich kritischere besondere Lernleistung gelang.

Zusammenfassend kann ich somit sagen, dass mir sehr viele Quellen, Materialien und Hilfsmittel zur Verfügung standen. Sogar so viele, dass es mir nicht möglich war diese alle zu sichten.

Digitale Version der besonderen Lernleistung:

https://dl.dropboxusercontent.com/u/71630389/Besondere%20Lernleistung%20HafenCity%20von%20Cerusch%20Khan.pdf

Glossar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1: siehe Glossar

2: Wie die Grundstücksvergabe abläuft, können Sie im Glossar nachlesen.

1: siehe Glossar

1: siehe Glossar

1: siehe Glossar

3: Eine kurze kritische Auseinandersetzung der Quellen befindet sich im Anhang unter: 5.7 Kommentar und Bewertung zu den verwendeten Quellen, Materialien und Hilfsmittel

1: siehe Glossar

31 von 31 Seiten

Details

Titel
Östliche HafenCity Hamburg. Ein Quartier für alle Hamburger?
Note
14 Punkte
Autor
Jahr
2014
Seiten
31
Katalognummer
V277478
ISBN (Buch)
9783656702665
Dateigröße
1721 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dies ist eine Arbeit, die wie jede andere Arbeit nicht perfekt ist. Es liegen keine inhaltlichen Fehler vor. Es werden im Fließtext nicht immer die Quellen benannt. Jedoch sind diese im Anhang zu finden. Außerdem werden positive Aspekte unzureichend ausgeführt. Die Arbeit wurde insgesamt von drei Lehrern bewertet. Auf Verbesserungsvorschläge und allgemeine Hinweise freue ich mich.
Schlagworte
Geografie, HafenCity, Cerusch, Khan, Cerusch Khan, Sozialstruktur, Stadtentwicklungskonzept, Hamburg, Hamburger HafenCity, sozialverträgliche Stadtentwicklung, Beurteilung, Wirtschaftsstruktur, Östliche HafenCity, Westliche HafenCity, HafenCity Hamburg, Besondere Lernleistung, Lösungsansätze, Darstellung, Analyse, Bewertung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Immobilienleerstand, Leerstand, innerstädtisch, Stadtentwicklungsprojekt, Zukunft, Stadt der Zukunft, Nachhaltigkeit, Soziales, Ökologie, Ökonomie
Arbeit zitieren
Cerusch Khan (Autor), 2014, Östliche HafenCity Hamburg. Ein Quartier für alle Hamburger?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277478

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Östliche HafenCity Hamburg. Ein Quartier für alle Hamburger?



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden