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Phasen und Dimensionen des Kalten Krieges 1945 - 1955

Titel: Phasen und Dimensionen des Kalten Krieges 1945 - 1955

Seminararbeit , 2009 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bernhard Weidner (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 14. Mai 1955 unterzeichneten Vertreter von acht Staaten den als Warschauer Pakt bekannt gewordenen Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand. Die UdSSR rief den Warschauer Pakt als Pendant zur unter amerikanischer Führung stehenden NATO ins Leben, die ihrerseits dazu diente, die Expansion der Sowjetunion und die Bildung von Satellitenstaaten einzudämmen. Mit diesem Ereignis manifestierte sich der Antagonismus zwischen Ost und West in der fortschreitenden Blockbildung.

Diese radikale Phase des Ost-West Konflikts wird gemeinhin unter dem nicht unumstrittenen Begriff Kalter Krieg zusammengefasst. Die Schuld an dieser Auseinandersetzung, die Bernd Stöver umfassend als eine „politisch-ideologische, ökonomische, technologisch-wissenschaftliche und kulturell-soziale bezeichnet, lässt sich wohl nicht eindeutig klären. Allerdings existieren drei Lesarten des Konflikts, die sich in einer traditionellen, einer revisionistischen und einer postrevisionistischen Interpretation niederschlagen. Diese Thesen klären zwar nicht auf, wieso der Kalte Krieg nach der Niederlage Deutschlands 1945 politisch virulent und derartig gegenwärtig in vielen Lebensbereichen wurde, jedoch liefern sie zumindest nötige Ansätze, um den Ursprung der komplizierte Gemengelage zu begreifen.

Um diese aufzuschlüsseln, ist die Suche nach den Handlungs- und Konfrontationsmustern erforderlich. Ebendiese im gebotenen Rahmen herauszuarbeiten, ist Anliegen der vorliegenden Arbeit. Eine selektive Herangehensweise und Fokussierung auf einige entscheidende Geschehnisse scheint angesichts der Häufung von Ereignissen erforderlich. Neben einer ereignisgeschichtlichen Untersuchung erfolgt eine Bewertung der verschiedenen Dimensionen des Kalten Krieges sowie eine Einordnung in den geschichtlichen Gesamtzusammenhang. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt, beginnend mit der Gründung der NATO, auf dem Zeitraum von 1945-1955, der Phase der Blockbildung, nach deren Abschluss man de facto von einer Teilung der Welt sprechen konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Welche Strukturen bestimmen den Konflikt der Weltanschauungen?

2. Phasen und Dimensionen des Kalten Krieges 1945 – 1955

2.1 Bipolarität und Blockbildung

2.1.1 Die Gründung der NATO

2.1.2 Der Warschauer Pakt

2.2 Konfrontation nach dem Krieg

2.2.1 Markierung der Fronten?

2.2.2 Militarisierung des Konflikts

2.2.2.1 Der Korea Krieg

2.2.2.2 Wandel des Krieges

2.2.3 Nuklearisierung des Konflikts

2.2.3.1 Neue Bedrohungsmuster

2.2.3.2 Gleichgewicht des Schreckens

2.3 Der Tod Stalins

2.4 Entspannung

2.4.1 Misstrauen als Leitmotiv

2.4.2 Eine Chance für den Frieden?

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phasen und Dimensionen des Kalten Krieges im Zeitraum zwischen 1945 und 1955. Ziel ist es, die zentralen Handlungs- und Konfrontationsmuster der Supermächte USA und UdSSR zu analysieren, um das Verständnis für die Entstehung der bipolaren Weltordnung und die Mechanismen der Blockbildung in dieser prägenden Phase zu vertiefen.

  • Die Entwicklung der Bipolarität und die Konsolidierung von Machtblöcken (NATO und Warschauer Pakt).
  • Die Militarisierung des Ost-West-Konflikts, exemplarisch dargestellt am Koreakrieg.
  • Die Rolle der Nuklearwaffen als Ordnungsprinzip und die Entwicklung des „Gleichgewichts des Schreckens“.
  • Der Einfluss des Todes Stalins und erste, ambivalente Ansätze einer Entspannungspolitik.

Auszug aus dem Buch

2.2.3.2 Gleichgewicht des Schreckens

Bereits am 29.08.1949 gelang es der Sowjetunion, einen erfolgreichen Atombombentest durchzuführen. Mit dem Verlust des Atombombenmonopols sah sich Truman gezwungen, das Rüstungskarussell ein weiteres Mal zu besteigen. Neben einer vermehrten Produktion von Atombomben, wurde so die Erforschung der Wasserstoffbombe forciert. Allerdings erkannte Truman auch, dass diese Waffen zerstörerischer als alles Bisherige seien und bekannte, man müsse „mit dieser Waffe anders umgehen als mit Gewehren und Kanonen.“

Die Nukleartechnologie bestimmte als überragendes Ordnungsprinzip die Politik in der Nachkriegszeit. Zu Beginn des Kalten Krieges waren Nuklearwaffen noch Druckmittel der USA, die beispielsweise während der Berlin Blockade deutlich machte, dass sie „jeden Punkt des Globus zum Ziel der ultimativen Waffe machen“ könnte. Bis zum Nachziehen der Russen auf dem atomaren Sektor gelang es Amerika den Soviet Threat in Schach zu halten und Europa Sicherheit und Beruhigung zu geben. Mit der Erkenntnis, dass eine Schachmattsetzung des Gegners mit dem eigenen Ende zwangsläufig einhergehen würde, war dann eine neue Weltgeometrie bestimmt. Als die Sowjetunion am 09.08.1953 erfolgreich eine Wasserstoffbombe zündete war der amerikanische Vorsprung im Arsenal des Schreckens wieder egalisiert. Der amerikanisch-sowjetische Rüstungswettlauf endete so in einem atomaren Patt, „dass dann jede Veränderung des Status quo ohne das Risiko einer weltweiten, auch die eigene Machtsphäre verheerend treffenden nuklearen Katastrophe ausschloß.“

In diesem neuen Gleichgewicht des Schreckens manifestierte sich auch die Undurchführbarkeit eines nuklearen Krieges. Die direkte Konfrontation der Kontrahenten wurde vermieden, Stellvertreterkriege oder verdeckte Operationen wurden Ausdruck des Konfliktes. Diese überdimensionale militärische Kraft verkörperte den Untergang der Welt und hielt diese deshalb in der Balance. Die neue Weltordnung der sog. Mutual Assured Destruction (MAD) war „global, nuklear und bipolar“. Stürmer beschreibt richtigerweise, dass „Kernwaffen die militärische Macht auf das Äußerste gesteigert und zugleich paralysiert“ haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Welche Strukturen bestimmen den Konflikt der Weltanschauungen?: Die Einleitung führt in die Komplexität des Ost-West-Konflikts ein und begründet die Auswahl des Zeitraums 1945-1955 als Phase der Blockbildung.

2. Phasen und Dimensionen des Kalten Krieges 1945 – 1955: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Formierung der Machtblöcke, die Militarisierung, die atomare Aufrüstung und die vorsichtigen Annäherungsversuche nach Stalins Tod.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass Bipolarität und gegenseitige Abschreckung die prägenden Elemente dieser Ära waren, trotz vereinzelter Entspannungsmomente.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, Bipolarität, Blockbildung, NATO, Warschauer Pakt, Koreakrieg, Nuklearisierung, Abschreckung, Gleichgewicht des Schreckens, Stalin, Chruschtschow, Entspannungspolitik, Ost-West-Konflikt, Eindämmung, Friedliche Koexistenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung des Kalten Krieges zwischen 1945 und 1955 als eine Phase, in der sich die bipolare Weltordnung manifestierte und festigte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der Blockbildung, der Militarisierung des Konflikts, dem nuklearen Wettrüsten, dem Koreakrieg und den ersten Ansätzen einer diplomatischen Entspannung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die entscheidenden Handlungs- und Konfrontationsmuster der Supermächte USA und UdSSR aufzuschlüsseln und in einen geschichtlichen Kontext einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ereignisgeschichtliche Untersuchung mit einem selektiven Fokus auf wesentliche politische und militärische Ereignisse zur Analyse der verschiedenen Dimensionen des Kalten Krieges.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Bipolarität, die Konfrontationspolitik, die Auswirkungen des Koreakrieges, die Nuklearisierung des Konflikts und die politischen Veränderungen nach dem Tod Stalins.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Kalter Krieg, Bipolarität, Blockbildung, nukleare Abschreckung und Entspannungspolitik.

Inwiefern beeinflusste der Koreakrieg die Dynamik des Kalten Krieges?

Der Koreakrieg wird als Stellvertreterkrieg analysiert, der die Blockbildung beschleunigte und die globale Reichweite des Ost-West-Konflikts verdeutlichte, während er gleichzeitig die Risiken eines direkten atomaren Schlagabtauschs aufzeigte.

Welche Bedeutung hatte der Tod Stalins für die politische Situation?

Der Tod Stalins im Jahr 1953 eröffnete ein Zeitfenster für Entstalinisierung und erste diplomatische Dialogversuche, auch wenn eine wirkliche Normalisierung aufgrund des tief sitzenden gegenseitigen Misstrauens zunächst ausblieb.

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Details

Titel
Phasen und Dimensionen des Kalten Krieges 1945 - 1955
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Geschichte)
Note
1,7
Autor
Bernhard Weidner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V277500
ISBN (eBook)
9783656701330
ISBN (Buch)
9783656702153
Sprache
Deutsch
Schlagworte
phasen dimensionen kalten krieges
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Weidner (Autor:in), 2009, Phasen und Dimensionen des Kalten Krieges 1945 - 1955, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277500
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Leseprobe aus  19  Seiten
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