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"Narrative of the Life of Frederick Douglass". Ein Buch, das Amerika veränderte

Titel: "Narrative of the Life of Frederick Douglass". Ein Buch, das Amerika veränderte

Seminararbeit , 2011 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bernhard Weidner (Autor:in)

Anglistik - Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der ehemalige Sklave Frederick Douglass veröffentlichte im Zuge seines Kampfes für die Aufhebung der Sklaverei im Mai 1845 seine Autobiographie “Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave, Written by Himself“. In den folgenden Jahren sollten sich über 30.000 Exemplare des Werkes verkaufen. Sowohl in den USA, als auch im weiteren englischsprachigen Raum und auch auf dem europäischen Festland wurde und wird dem Werk enorme Bedeutung beigemessen. So äußerte sich bereits die zeitgenössische amerikanische Kritikerin und Feministin Margaret Fullner folgendermaßen über das Werk: “we have never read [a slave narrative] more simple, true, coherent and warm with genuine feeling“.
Auch wenn die Wahrnehmung des Buches – wie die Einstellung der amerikanischen Bevölkerung zur Sklaverei selber – bisweilen unterschiedlich war , war sie insgesamt sehr positiv geprägt. Das Spektrum reicht von einer Hervorhebung der “native eloquence“ bis hin zur Einstufung als “the most thrilling work which the American press ever issued“.
Douglass prägte durch sein Schaffen als Redner, Redakteur und Schriftsteller die Abolitionismusbewegung und die sozio-politischen Einstellungen der Gesellschaft entscheidend mit. Den Grundstein für seine – gerade in Anbetracht der Tatsache, dass er eine ehemaliger Sklave war – außergewöhnliche Karriere und Anerkennung durch die weiße Gesellschaft, legte er aber durch den großen Erfolg seines narratives. So wurde er zur Gallionsfigur des abolitionist movements, setzte sich mit Erfolg für Menschenrechte und Freiheit ein und kämpfte gegen Rassenungerechtigkeiten.
Wie gelang es Frederick Douglass, die Gesellschaft derartig zu beeinflussen? Mit welchen Mitteln erreichte er die Leserschaft – und erklären diese den außergewöhnlichen Erfolg seines Werkes? Diesen Fragen wird in einer kritischen Betrachtung des Werkes nachzugehen sein. Nicht zuletzt mit der Prämisse, Besonderheiten in der Darstellung zu analysieren und aufzuschlüsseln, erfolgt eine Untersuchung des Vorworts von William Lloyd Garrison und des Briefes von Wendel Phillips. Der Fokus der Arbeit liegt auf den Strategien der
Leserbeeinflussung und den Mitteln und Wegen, mit denen Douglass ein Plädoyer für Gleichberechtigung und Akzeptanz der farbigen Bevölkerung entwirft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. A Book that Changed America - "Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave, Written by Himself“ - Betrachtung einer Erfolgsgeschichte

2.1 Abolitionistische Ausrichtung des Werkes

2.2 Strategien der Leserüberzeugung

2.2.1 Begründung der Glaubwürdigkeit eines Textes

2.2.2 Versuch wahrheitsgetreuer und realistischer Darstellung

2.2.3 Erzeugung einer negativen Grundeinstellung gegenüber der Sklaverei

2.3 Leserbeeinflussung über Verstand und Gefühl

2.3.1 Formale Aspekte

2.3.1.1 Die Rolle des Vorworts von William Lloyd Garrison

2.3.1.2 Die Rolle des Briefes von Wendel Phillips

2.3.1.3 Der Einsatz von Namen, Daten und Orten

2.3.1.4 Der Einsatz von Bibelstellen

2.3.1.5 Referenzen zu anderen Autoren

2.3.1.6 Der Einsatz von anderen Dokumenten und Schriften

2.3.2 Inhaltliche Aspekte

2.3.2.1 Das Familienmotiv

2.3.2.2 Brutalität, Unterdrückung und Tod als Sympathielenker

2.3.2.3 Der Topos Glaube und Religion

2.3.2.4 Degradierung von Sklaven zu brutes

2.3.2.4 Die Wandlung des Frederick Douglass – Emanzipation vom Sklaventum

2.4 Ein typischer slave narrative?

3. Schlussbewertung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rhetorischen und inhaltlichen Strategien, mit denen Frederick Douglass in seiner Autobiografie "Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave, Written by Himself" die zeitgenössische Leserschaft beeinflusste und den Erfolg des Werkes als Kampfinstrument gegen die Sklaverei sicherte.

  • Analyse der Überzeugungsstrategien (formale und inhaltliche Aspekte)
  • Bedeutung der Authentifizierung durch Vorworte und dokumentarische Fakten
  • Untersuchung der religiösen Topoi und biblischen Bezüge
  • Darstellung der Emanzipationsgeschichte und der Transformation vom Objekt zum Subjekt
  • Einordnung des Werkes in das Genre des Slave Narrative

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1 Die Rolle des Vorworts von William Lloyd Garrison

Der zeitgenössische Abolitionist William Lloyd Garrison leitet den narrative mit einem siebenseitigen preface ein. Er schreibt sehr aggressiv und plakativ, laut Fuller

in his usual over emphatic style. His motives and his course have been noble and generous. We look upon him with high respect, but he has indulged in violent invective and denunciation till he has spoiled the temper of his mind.22

Dieses Vorwort erfüllt einerseits den Zweck einer Kampfschrift gegen die Sklaverei, andererseits bemüht sich Garrison die außergewöhnlichen Qualitäten von Douglass zu betonen. Dies lässt sich in dem sehr emotionalisierten Absatz über dessen erste Rede auf der New Bedford Convention beobachten: Er berichtet über den Einfluss von Douglass` Worten auf ihn als Zuhörer und erklärt: “I never hated slavery so intensely as at that moment; certainly, my perception of the enormous outrage which is inflicted by it, […] was rendered far more clear than ever.”23 So bestätigt er die enorme Wirkung von Douglass Ausführungen und beschreibt Frederick Douglass im gleichen Gedankengang äußerst positiv als “in intellect richly endowed – in natural eloquence a prodigy – in soul manifestly “created but a little lower than the angels“ – yet a slave, ay, a fugitive slave“24, der laut südlichen Rechtstandards

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Werkes und des Autors sowie Hinführung zur Forschungsfrage nach den Mitteln des gesellschaftlichen Einflusses.

2. A Book that Changed America - "Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave, Written by Himself“ - Betrachtung einer Erfolgsgeschichte: Untersuchung der abolitionistischen Ausrichtung und der verschiedenen Strategien der Leserüberzeugung.

2.1 Abolitionistische Ausrichtung des Werkes: Erläuterung der persönlichen Mission Douglass’ und seines Werdegangs zum Aktivisten.

2.2 Strategien der Leserüberzeugung: Allgemeiner Überblick über die Mittel zur Beeinflussung der Leserschaft.

2.2.1 Begründung der Glaubwürdigkeit eines Textes: Analyse der Bedeutung von Vorworten und Bürgschaften durch weiße Abolitionisten.

2.2.2 Versuch wahrheitsgetreuer und realistischer Darstellung: Bedeutung der Faktenorientierung für die Authentizität.

2.2.3 Erzeugung einer negativen Grundeinstellung gegenüber der Sklaverei: Zusammenwirken von Verstand und Gefühl bei der Leserbeeinflussung.

2.3 Leserbeeinflussung über Verstand und Gefühl: Detaillierte Trennung in formale und inhaltliche Argumentationsmuster.

2.3.1 Formale Aspekte: Analyse der Einbindung von Dokumenten, Vorworten und faktischen Daten.

2.3.1.1 Die Rolle des Vorworts von William Lloyd Garrison: Bewertung des pathetischen Vorworts als Authentizitätsnachweis und Kampfschrift.

2.3.1.2 Die Rolle des Briefes von Wendel Phillips: Vergleich des moderaten Tons Phillips mit dem Ansatz Garrisons.

2.3.1.3 Der Einsatz von Namen, Daten und Orten: Funktion der überprüfbaren Details für die Nachvollziehbarkeit des Geschehens.

2.3.1.4 Der Einsatz von Bibelstellen: Nutzung der Bibel zur Entlarvung der heuchlerischen Moral von Sklavenhaltern.

2.3.1.5 Referenzen zu anderen Autoren: Gewinnung von schriftstellerischer Autorität durch den Bezug auf klassische Literatur.

2.3.1.6 Der Einsatz von anderen Dokumenten und Schriften: Verwendung von Gedichten und Zertifikaten zur moralischen Überführung.

2.3.2 Inhaltliche Aspekte: Analyse thematischer Motive im Werk.

2.3.2.1 Das Familienmotiv: Erregung von Mitleid durch die Darstellung zerstörter Sklavenfamilien.

2.3.2.2 Brutalität, Unterdrückung und Tod als Sympathielenker: Darstellung des Systems durch Gewalt und die Ohnmacht gegenüber dem Tod.

2.3.2.3 Der Topos Glaube und Religion: Kontrastierung von echtem christlichem Glauben und dem Missbrauch der Religion durch Sklavenhalter.

2.3.2.4 Degradierung von Sklaven zu brutes: Kritik an der Entmenschlichung durch die Einordnung als Eigentum.

2.3.2.4 Die Wandlung des Frederick Douglass – Emanzipation vom Sklaventum: Beschreibung des Prozesses der Identitätsfindung und des geistigen Widerstands.

2.4 Ein typischer slave narrative?: Einordnung des Werkes in die literarische Tradition und Aufzeigen der Besonderheiten.

3. Schlussbewertung: Zusammenfassende Einschätzung der Wirksamkeit des Buches als Appell für Freiheit.

Schlüsselwörter

Frederick Douglass, Narrative of the Life of Frederick Douglass, Sklaverei, Abolitionismus, Slave Narrative, Autobiografie, Leserbeeinflussung, Authentizität, Emanzipation, Identität, Bibel, Widerstand, Entmenschlichung, Menschenrechte, Freiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die rhetorischen und inhaltlichen Mittel, mit denen der ehemalige Sklave Frederick Douglass seine Autobiografie nutzte, um die amerikanische Öffentlichkeit vom Abolitionismus zu überzeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen Authentizitätsstrategien, die Verwendung religiöser Argumente, die Darstellung von Gewalt und Unterdrückung sowie Douglass’ eigene Transformation zum intellektuellen Subjekt.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu erklären, wie Douglass es schaffte, mit seiner Autobiografie eine derartig hohe gesellschaftliche Wirkung zu erzielen und als Sprachrohr der Sklaven anerkannt zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die sowohl formale Strategien (wie Vorworte und Fakten) als auch inhaltliche Motive (wie Familie, Religion und Entmenschlichung) untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der formalen Beeinflussungstechniken sowie der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Sklaverei, inklusive der Wandlung Douglass' vom Sklaven zum freien Mann.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Abolitionismus, Narrative of the Life of Frederick Douglass, Authentifizierung, Identitätsbildung, Entmenschlichung und Freiheit.

Welche Bedeutung kommt der Rolle von William Lloyd Garrison zu?

Garrison dient als prominenter Unterstützer, dessen Vorwort einerseits die Echtheit von Douglass' Erzählung bezeugt und andererseits das Werk als scharfe Kampfschrift gegen die Sklaverei legitimiert.

Wie bewertet die Arbeit die Verbindung von Religion und Sklaverei?

Die Arbeit zeigt auf, dass Douglass Religion als „Janusköpfigkeit“ thematisiert: Er kritisiert religiöse Sklavenhalter scharf und stellt gleichzeitig den christlich-human geprägten Glauben als Fundament für Freiheit und Widerstand dar.

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Details

Titel
"Narrative of the Life of Frederick Douglass". Ein Buch, das Amerika veränderte
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Anglistik)
Note
2,0
Autor
Bernhard Weidner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V277506
ISBN (eBook)
9783656711773
ISBN (Buch)
9783656713135
Sprache
Deutsch
Schlagworte
narrative life frederick douglass buch amerika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Weidner (Autor:in), 2011, "Narrative of the Life of Frederick Douglass". Ein Buch, das Amerika veränderte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277506
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Leseprobe aus  27  Seiten
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