Raetien und Noricum. Zwei römische Provinzen an der Donau

Noricum wird Provinz


Seminararbeit, 2011

33 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Grundlagen der Themenbearbeitung
2.1 Vorüberlegungen
2.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit
2.3 Untersuchungszeitraum
2.4 Quellenlage – Hindernisse und Möglichkeiten
2.5 Begrifflichkeiten
2.5.1 Noriker und Taurisker
2.5.2 Kontinuitäten und Entwicklungen

3. Provinz im Fokus
3.1 DIE römische Provinz?
3.2 [Begriffsbestimmung:]provincia
3.3 Grundlegende Möglichkeiten der Herrschaftsausübung in römischen Provinzen

4. Noricum wird Provinz - Annexion, Eroberung, Verwaltung und Herrschaft
4.1 Untersuchung der Quellen zur Okkupation und deren Interpretation
4.1.1 Epigraphik und Archäologie
4.1.2 Historiographische Quellen
4.1.3 Isolierte Thesen
4.2 Die eigentliche Einrichtung der Provinz
4.2.1 Augustus? Tiberius? Caligula?
4.2.2 Claudius?
4.3 Administration und Raumordnung
4.3.1 Verwaltung
4.3.2 Grenzen

5. Zusammenfassung und Schlussbemerkung

6. Bibliographie
6.1 Literaturverzeichnis
6.2 Quellenverzeichnis
6.3 Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Das keltische Königreich Noricum, welches sich nach einer Art Stammeszusammenschluss ca. 200 v. Chr. über große Teile des heutigen Österreichs, Bayerns und Sloweniens erstreckte, ist eines der ältesten staatähnlichen Gebilde, die für den Alpenraum bekannt sind. Jenes regnum noricum entwickelte sich zu einem bedeutenden Faktor auf der alteuropäischen Landkarte und knüpfte ein freundschaftliches Verhältnis zum Römischen Reich.[1] Durch den Alpentransithandel intensivierten sich die Beziehungen im Laufe des ersten Jahrhunderts v. Chr., norisches Eisen wurde im ganzen Römischen Reich gehandelt. Um 49 v. Chr. stellte ein norischer König sogar Auxiliartruppen ab, um Caesar im Kampf gegen Pompeius zu unterstützen.[2] So erfolgte eine Verquickung der Beziehungen auf wirtschaftlicher, militärischer wie auch auf kultureller Ebene – neben Rohstoffen und Gütern wurden Leitbilder und kulturelle Konzepte transferiert, was charakteristisch für zunehmende Kontakte zwischen Mittelmeerraum und Alpenbereich ist.[3] Politische und militärische Entwicklungen erreichten eine neue Dimension, als durch römische Feldzüge die Ordnung im Alpenraum stark verändert wurde. Im Zuge der Eingliederung vieler Siedlungsräume und Stämme geriet auch das norische Königreich - möglicherweise im Zusammenhang mit dem Alpenfeldzug des Kaisers Augustus um 15 v. Chr. - in irgendeine Form von Abhängigkeit dem Römischen Reich gegenüber. Zwischen 15 v. Chr. und der claudischen Zeit wurde Noricum auch als römische Provinz konstituiert – allerdings stellt die exakte Einordnung eine Herausforderung dar, da diese tiefgreifenden Entwicklungen in den Quellen zwar Erwähnung finden, aber oftmals unterschiedlich oder ohne nötige Trennschärfe überliefert werden. Wie lassen sich die Veränderungen in der Macht- und Verwaltungsstruktur sinnvoll in den historischen Kontext einbetten? Wieso lässt sich diese Verwaltungsangelegenheit so schwer greifen? Gilt doch die Rechtsordnung der Römer, die Theodor Mommsen auf den Nenner Staatsrecht bringt[4], als große zivilisatorische Errungenschaft und maßgebliche Rechtsquelle, die vielfach aufgearbeitet wurde.

2. Grundlagen der Themenbearbeitung

2.1 Vorüberlegungen

Ein unmittelbarer Zugang zur Materie kann über eine Untersuchung der vorliegenden Quellen gewonnen werden. Hilfestellungen, die die Entwicklungsschritte bis zur Provinz Noricum zweckdienlich beleuchten, bietet - neben vielen weiteren quellenorientierten Vorgehensweisen, wie beispielsweise einer Gentilnamenuntersuchung[5] - die Analyse der historiographischen Schriftquellen. Eine direkte Auseinandersetzung mit den Überlieferungen ist ebenso unumgänglich, wie die Gegenüberstellung unterschiedlicher Interpretationen dieser. In Betracht zu ziehen sind neben der prekären Quellenlage zudem die changierende Administrationsstruktur des römischen Reiches, der uneinheitliche Kulturraum, der komplizierte Ethnogeneseprozess im Alpenraum, gerade vor dem Hintergrund der dynamischen oder unbekannten Grenzverläufe[6] und damit verbundenen Schwierigkeiten, einzelne Stämme voneinander abzugrenzen. Natürlich kann die Provinzwerdung nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist in einen historischen Gesamtzusammenhang zu rücken, der überregionale Vorbedingungen und Umstände mit einbezieht, aber gerade Vorgänge mit regionaler Pointierung sind von besonderem Interesse.

2.2 Fragestellung und Aufbau der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es die diffuse Entwicklung des regnum noricum vom okkupierten Königreich als ein Verwaltungsgebilde bis hin zur römischen Provinz nachzuvollziehen und Widersprüche oder schiefe Darstellungen aufzuzeigen. Zuvorderst muss sich dem Topos Provinz angenähert werden, bevor in einem eigenen Abschnitt die einzelnen Quellen betrachtet werden. Durch die Auseinandersetzung mit der Fachliteratur können Forschungsverläufe erkannt werden, gegenläufige Tendenzen oder sogar Paradigmenwechsel eingenordet werden und Thesen formuliert werden. Trotz oder gerade wegen der zu erwartenden vielschichtigen Erkenntnisse soll ein Fazit gefunden werden, dass die Provinzwerdung möglichst bewerten kann, ohne dabei den hybriden Charakter der Vorgehensweise (Schweigen der Quellen? – Quellenanalyse - Forschungsmeinungen – Folgerungen) außer Acht zu lassen.

2.3 Untersuchungszeitraum

Als Untersuchungszeitraum sei der Zeitraum zwischen 200 v. Chr. und ca. 50 n. Chr. gesetzt. So können Voraussetzungen für die Konstitution der Provinz in gebotenem Rahmen miteinbezogen werden, allerdings immer unter der Prämisse, dass der Fokus auf die entscheidende Phase zwischen etwa 15 v. Chr. und 50 n. Chr. gelegt wird. Zwar kann eine erschöpfende Untersuchung für die dann folgenden Jahre auch eine Vielzahl von Hinweisen über die Verwaltungsstrukturen im alteuropäischen Alpenraum bieten, dies erscheint jedoch für den vorliegenden Zweck nur bedingt zielführend.[7]

2.4 Quellenlage – Hindernisse und Möglichkeiten

Wenn sich viele Historiker, Epigraphen und Archäologen über „die Aussagen der Quellen, oder besser deren Schweigen“[8] zu Noricum im Untersuchungszeitraum beschweren, scheint die Quellenlage ein ernstzunehmendes Problem darzustellen.[9] Analog weist Thomas Fischers Aussage „[w]ann genau die römische Geschichte Norikums begann, ist streng genommen nicht überliefert“[10] darauf hin, dass die Erkenntnislage keine außerordentlich gute ist, auch wenn er nachschiebt, dass sich anhand von Informationsfragmenten – der Vergleich mit Puzzleteilchen sei hier erlaubt – ein zumindest mit Argumenten garniertes Forschungsbild ergeben kann. Regelrechte Kontroversen zur Interpretation von einzelnen Textstellen (Florus, Velleius Paterculus, Cassius Dio uvm.) entfalten sich in der deutschsprachigen Forschungsdiskussion bereits seit den 1970er Jahren.[11] Der Tenor genannter Veröffentlichungen lautet unisono: Die Hindernisse sind mannigfaltig, Interpretationsspielraum ist vorhanden, die Ereignisse sind selektiv und disparat. Als Möglichkeit verbleibt daher nur, die Quellen mit gebotener Skepsis zu nutzen und ansonsten mit Hypothesen zu operieren, wie z.B. Geza Alföldy - einer der Pioniere was römische Provinzforschung angeht - konstatiert.[12] Über eine vergleichende Methodik[13] (z.B. anhand von Quellen zu Raetien und Noricum, oder genereller: unterschiedlicher germanischer Provinzen) lassen sich zwar Analogien bilden - gerade für strukturelle Gemeinsamkeiten (vgl. 3. Provinz im Fokus) - die jedoch mit Vorsicht zu genießen sind, handelt es sich dabei doch oftmals auch um regionenspezifische Einzelfälle.[14] Neben den erwähnten Schriftquellen, bzw. historiographischen Quellen könnten epigraphische – wie das berühmte Alpentropäum - oder archäologische Quellen ebenso wie die Numismatik oder die Straßenforschung den Zugang zur Thematik erleichtern, haben sich aber bisher nur als bedingt ergiebig erwiesen. Allerdings können die ab 2006 durchgeführten Ausgrabungen am Magdalensberg immerhin Hinweise auf römische Verwaltungstätigkeiten im okkupierten regnum noricum liefern. So lässt sich beispielsweise folgern, dass die römische Verwaltung in der damals wichtigsten Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Kärnten ab 15. v Chr. durch illyrische Soldaten unterstützt wurde.[15]

2.5 Begrifflichkeiten

Aufgrund des vielschichtigen Ethnogeneseprozesses im Alpenraum, der spärlichen Quellenlage und der Tatsache, dass allgemeine und typische Entwicklungen gerade für das Königreich Noricum kaum greifbar, geschweige denn apodiktisch zu formulieren sind, muss im Vorfeld einigen Unwegbarkeiten Aufmerksamkeit gewidmet werden: Für die Lokalisierung oder gar Benennung der im Alpenraum ansässigen Stämme lassen sich divergierende Meinungen finden und auch was Terminologiefragen angeht, geht die Forschung auseinander.

2.5.1 Noriker und Taurisker

Exemplarisch für die problematische Einordnung kann der Versuch einer Unterscheidung zwischen Norikern und Tauriskern gelten, die in der älteren Forschung bisweilen sogar gleichgesetzt wurden. Wie sich die Begrifflichkeiten und Berichte über diese Stämme über einen Verlauf von etwa 200 Jahren ändern, überschneiden oder widersprechen, vollzieht etwa Alföldy nach, der die jeweiligen Stammesbezeichnungen der antiken Autoren gegenüberstellt.[16] Er zieht das Fazit, dass die Bezeichnung Taurisker ursprünglich eine Sammelbegriff für die keltischen Völker des Ostalpenraums gewesen sei, aber aufgrund des Machtzuwachses der Noriker „the name `Norici` gradually extended over the whole country and supplanted the name `Taurisci` “.[17] Ähnliches trifft auch für Richard Heuberger zu, der konstatiert:

„Zusammenfassend werden die Bewohner Norikums bei Caesar, BG. I, 8, 4, I, 53, 4, BC. I, 18, 5 sowie im späteren Schrifttum durchwegs als Noriker bezeichnet, in den älteren Quellen aber als Noriker und als Taurisker. Strabon nennt zwar noch mehrfach die Taurisker, beruft sich jedoch dabei öfters auf ältere Gewährsmänner, so auf Polybios (IV, 6, 12, p. 208) oder Poseidonios (VII, 2, 2, p. 293), und daß der Name der Taurisker zu Beginn der römischen Kaiserzeit tatsächlich nicht mehr lebendig war, lehrt die Erwähnung einst Taurisker genannter Noriker bei Plinius, NH. III, 133.“[18]

Dass die antiken Quellen inkongruente Zeugnisse geben, liegt also beispielsweise daran, dass Polybios sich mit der Erwähnung der Norischen Taurisker auf einen anderen Zeitraum bezieht als Strabon, der über das Jahr 15 v. Chr. schreibt und die Bezeichnung Taurisker für die östlichen Teilstämme Norikums anführt. Weitere Einschätzungen bewerten Noriker und Taurisker als benachbarte Völker, die sich im Zuge der boischen Expansionen bisweilen sogar kriegerisch gegenüber standen.[19] Im 1. Jahrhundert v. Chr. gerieten westliche Teilgebiete der Taurisker demnach unter norischen Einfluss, wurden aber in den antiken Quellen ab 15 v. Chr. nicht mehr im Zusammenhang mit dem norischen Stammesverbund angeführt.[20] Vergleichbare Problemstellungen ergeben sich auch für andere Stämme oder Bewohner bestimmter Siedlungsräume, was für die vorliegende Arbeit dazu führt, dass neben dem eigentlichen Forschungsinteresse auch weitere „Nebenkriegsschauplätze“ gestreift werden.

2.5.2 Kontinuitäten und Entwicklungen

Wie dynamisch die Termini sind, mit denen im vorliegenden Zusammenhang gearbeitet wird, lässt sich auch am Beispiel der norischen Statthalter in der Provinz Noricum erkennen. War Claudius Paternus Clementianus zunächst noch Prokurator von Iudaea, dann Sardinia und später Afrika, so wurde er um 125 n. Chr. Statthalter in Noricum und zum procurator Augusti provinciae Norici.[21] Analog hießen unterschiedliche Statthalter 1) Procurator Augusti in Norico 2) Procurator Augusti Norici oder eben jener Claudius Paternus Clementianus als 3 ) Procurator Augusti provinciae Noricae[22]. Allerdings taucht zwischen 160 und 169 unvermittelt der Titel procurator Augusti regni Norici auf. Dies deutet darauf hin, dass der Begriff regnum noricum für das Norische Königreich mit der römischen Okkupation keineswegs aus dem Sprachgebrauch verschwindet, sondern sich möglicherweise sogar eine synonyme Verwendung zu provincia entwickelt. Der Anachronismus könnte belegen, dass sich der Verfasser Velleis Paterculus über die Organisationsform des Territoriums im Unklaren war, oder keine „geographisch klar umrissene Provinz Noricum kannte und deshalb den Terminus regnum wählte“[23]. Dieses Beispiel für Kontinuität verdeutlicht, dass eine klare Abgrenzung auch in diesem Bereich problembehaftet ist und zeigt ebenso wie volatil Konzepte sind, die im Zusammenhang mit territorialer Gliederung, Neuordnung und Administration des Gebietes Noricum stehen.

[...]


[1] Appian spricht in seinem Bericht über die Kelten vom „hospitium publicum“ - einer Art Freundschaft zwischen Römern und Norikern, vgl. App. Celt. XIII, 2

[2] laut Caes. Gall. I, 18, 5: magnum numerum equitatus suo sumptu semper alere et circum se habere; Gassner, Verena, in: Wolfram, Herwig (Hrsg.) et al: Österreichische Geschichte, Am Rande des Reiches. Wien (2003) erhebt den Einwand, dass König Voccio zwar als möglicher Entsender in Frage kommt, bekannte Quellen ihn aber nicht namentlich als Entsender der Reiter erwähnen, vgl. S.46; dazu auch Weber, Ekkehard: Noricum und die „Verleihung des Provinzialstatuts“, in: Valentinitsch, H.: Recht und Geschichte. FS H. Baltl. Graz (1988), S.612; der den Einfluß der norischen Fürsten betont und ein gegenseitiges Interesse an guten Beziehungen zwischen Rom und Stammesführern vermutet

[3] so übernahmen beispielsweise die Raeter die etruskische Schrift

[4] Mommsen, Theodor: Römisches Staatsrecht Bd. I-III (= Handbuch der römischen Alterthümer). Leipzig (1871-1888), für den vorliegenden Zweck interessant: Bd. II/1², S.229-260, besonders S.238 ff.

[5] eine Herangehensweise, die sicherlich auch interessante Erkenntnisse für den Entwicklungsprozess der Provinz - vor allem für die ersten Jahrhunderte n. Chr. liefert, wählt z.B. Scherrer, Peter: Vom Regnum Noricum zur Römischen Provinz: Grundlagen und Mechanismen der Urbanisierung, in: Sasel Kos, Marjeta u. Peter Scherrer (Hrsgg.): The Autonomous Towns of Noricum and Pannonia – Die Autonomen Städte in Noricum und Pannonien (= Situla Bd. 40). Ljubljana (2002), S.12-70. Hier findet sich eine Art Nomenklatur, mit deren Hilfe die Verbreitung von Gentilnamen untersucht wird, um Hinweise auf die Verbreitung römischen Einflusses in den Siedlungsräumen Norikums zu finden und gegebenenfalls Rückschlüsse auf Handelstätigkeit, Verwaltung oder Bevölkerungsströme zu ziehen zu können

[6] mit starker Orientierung an den antiken Schriftquellen und einer Revue früherer Forschungsergebnisse: Graßl, Herbert: Die Grenzen der Provinz Noricum – Probleme der Quellenkunde in der antiken Raumordnung, in: Olshausen, Eckart u. Holger. Sonnabend (Hrsgg.): Stuttgarter Kolloquium zur historischen Geographie des Altertums 4, 1990 (= Geographica Historica Bd. 7). Amsterdam (1994), S.517-524; siehe dagegen aber auch: Alföldy, Géza: Noricum. London/Boston (1974), S.41 mit Anmerkungen 16-21 und 57-61.

[7] dafür sei verwiesen auf, z.B. grundlegend: Mommsen, Theodor (Veröffentlichungen 1871-1888); oder auch auf: Gottlieb, Gunther (Hrsg.), Raumordnung im Römischen Reich. Zur regionalen Gliederung in den gallischen Provinzen, in Rätien, Noricum und Pannonien (= Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg Nr. 38: Historisch-sozialwissenschaftliche Reihe). München (1989); umfangreich dazu ebenso: Wesch-Klein, Gabriele: Provincia, Okkupation und Verwaltung der Provinzen des Imperium Romanum von der Inbesitznahme Siziliens bis auf Diokletian; ein Abriss (= Antike Kultur und Geschichte Bd. 10). Wien, Zürich, Berlin, Münster (2008).

[8] Kneißl, Peter: Zur Entstehung der Provinz Noricum, in: Chiron 9. München (1979), S.261

[9] so z.B. Gassner Verena (2003), besonders S.19 ff.; oder auch Dobesch, Gerhard: Die Okkupation des Regnum Noricum durch Rom, in: Landesdenkmalamt Bad.-Württ. (Hrsg.), Studien zu den Militärgrenzen Roms III. 13. Internationaler Limeskongreß Aalen 1983; Vorträge (= Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg Bd. 20). Stuttgart (1986), S.308-315; bzw. Wolff, Hartmut, der in der spärlichen Dokumentation der Änderung der Verwaltungsstrukturen in Raetien und Noricum ein Problem und gleichzeitig Diskussionsgrundlage sieht: Einige Probleme der Raumordnung im Imperium Romanum, dargestellt an den Provinzen Obergermanien, Raetien und Noricum, in: Ostbairische Grenzmarken (= Passauer Jahrbuch Bd. 28). Passau (1986), S.152-177; bzw. Die verspätete Erschließung Ostraetiens und der Nordgebiete von Noricum – Ein Forschungsproblem, in: Ostbairische Grenzmarken (= Passauer Jahrbuch Bd. 30). Passau (1988), S.9-16.

[10] Fischer, Thomas: Noricum. Mainz (2002), S.15

[11] Mit Schwerpunkt auf Velleius Paterculus und vielen kritischen Anmerkungen zu Wolff und Šasel Kos: Rollinger, Robert: Raetiam autem et – vindelicos ac – noricos Pannionaimque et Scodiscos novas impero nostro subiunxit provincias. Oder: Wann wurde Raetien (einschließlich Noricums und Pannoniens) als römische Provinz eingerichtet. Eine Studie zu Vell. 2,38f., in: Rollinger, R. (Hrsg.) u. P.W. Haider: Althistorische Studien im Spannungsfeld zwischen Universal und Wissenschaftsgeschichte. FS F. Hampl. Stuttgart (2001), S.267-315; ebenso KNEIßL S. 261ff. (siehe Anm. 7), oder neuere Veröffentlichungen von Šasel Kos, Marjeta: The End of the Norican Kingdom and the Formation of the Provinces of Noricum and Pannonia, in: Djuric, B. u. I. Lazar (Hrsg.): Akten des IV. internationalen Kolloqiums über Probleme des provinzialrömischen Kunstschaffens, Celja 8.-12- Mai 1995 (= Situla Bd. 36). Ljubljana (1997), S.21-42.

[12] vgl. hierzu Alföldy, Géza: Die Regionale Gliederung in der römischen Provinz Noricum, in: Gottlieb, G. (Hrsg.): Raumordnung im Römischen Reich. Zur regionalen Gliederung in den gallischen Provinzen, in Rätien, Noricum und Pannonien (= Schriften der Philosophischen Fakultäten der Universität Augsburg Nr. 38: Historisch-sozialwissenschaftliche Reihe). München (1989), S.37-56; insbesondere S. 37-41.

[13] Natürlich setzt ein Vergleich auch Vergleichbarkeit voraus, was aber aufgrund der räumlichen Nähe bzw. Grenzlage zu Germanien der Fall zu sein scheint.

[14] Derartiges Vorgehen schlägt auch vor: Weber, Ekkehard (1988), S.611f.

[15] siehe dazu Gassner, Verena (2003), S.66f.

[16] Alföldy, Géza (1974), Tabelle S. 26

[17] ebd., S. 27

[18] Heuberger, Richard: Taurisker und Noriker, in: Knobloch, Johann (Hrsg.) u. Hermann Ammann: Ammann-Festgabe. (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft 1/2). Innsbruck (1952), S.160–171

[19] so z.B.: Petru, Peter: Die ostalpinen Taurisker und Latobiker, in: Temporini, Hildegard (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt, Politische Geschichte, Provinzen und Randvölker, Lateinischer Donau-Balkanraum (= ANRW II.6). Berlin (1977), S.473–499 - hier besonders S.483-495

[20] ebd., S.483f.

[21] im Folgenden Bezugnahme auf: Fischer, Thomas (2002), S.17f.

[22] Eine Untersuchung der Reichsbeamten in Noricum, und deren Betitelungen liefert Winkler, Gerhard: Die Reichsbeamten von Noricum und ihr Personal bis zum Ende der römischen Herrschaft, in: Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse (= Sitzungsberichte Bd. 261). Wien (1969).

[23] Wolff, Hartmut: Einige Probleme der Raumordnung im Imperium Romanum, dargestellt an den Provinzen Obergermanien, Raetien und Noricum, in: Ostbairische Grenzmarken (= Passauer Jahrbuch Bd. 28). Passau (1986), S. 158

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Raetien und Noricum. Zwei römische Provinzen an der Donau
Untertitel
Noricum wird Provinz
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Geschichte)
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
33
Katalognummer
V277512
ISBN (eBook)
9783656701514
ISBN (Buch)
9783656703273
Dateigröße
3048 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
raetien, noricum, zwei, provinzen, donau, provinz
Arbeit zitieren
Bernhard Weidner (Autor), 2011, Raetien und Noricum. Zwei römische Provinzen an der Donau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277512

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