Sicherung des Unternehmenserfolges in komplexen Umfeldern mittels Controlling

Bereiche, die von der Kostenrechnung nicht erfasst werden


Seminararbeit, 2013

16 Seiten, Note: 1,00


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation und Zielsetzung
1.2. Methodische Vorgehensweise
1.3. Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen der Kostenrechnung
2.1. Die Aufgaben der Kostenrechnung
2.2. Der Einsatz der Kostenrechnung
2.3. Reflexion der Grundlagen der Kostenrechnung

3. Grundlagen des Controlling
3.1. Die Aufgaben des Controlling
3.2. Der Einsatz des Controlling
3.2.1. Das strategische Controlling
3.2.2. Das operative Controlling
3.2.3. Verbindung von strategischem und operativem Controlling
3.3. Reflexion der Grundlagen des Controlling

4. Abschließende Betrachtung
4.1. Zusammenfassung der Erkenntnisse
4.2. Fazit des Autors

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Seminararbeit behandelt die Veränderung des Begriffes Controlling von der Kostenrechnung zum Steuerungskonzept auf Basis ermittelter und prognostizierter Daten.

In diesem Kapitel werden die Ausgangssituation und die Zielsetzung in Form der Leitfrage für die Arbeit dargelegt. Anschließend werden die methodische Vorgehensweise und der Aufbau der Arbeit beschrieben.

1.1. Ausgangssituation und Zielsetzung

Heutzutage wirtschaften Unternehmen in einem abwechslungsreichen Umfeld und werden von diesem in ihrem Handeln beeinflusst. Genauso wirken die Aktionen eines Unternehmens auf dessen Umfeld. Daher ist es für Unternehmen wichtig in diesem turbulenten Umfeld ihr Fortbestehen zu sichern.[1]

Die Aufgabe des Controlling ist die nachhaltige Steuerung der Unternehmen auf strategischer und operativer Ebene zu ermöglichen. Dies passiert durch wirtschaftliches Planen und dem stetigen Vergleich mit der Ist-Situation.[2]

Controlling ist in Europa seit den 1960er Jahren bekannter geworden und fand in immer mehreren Unternehmen Einzug. Dies war ein Resultat zunehmender Internationalisierung und folglich gesteigerter Komplexität der Unternehmensumfelder.[3]

Die Kostenrechnung hingegen wurde erstmals in Italien im 14. Jahrhundert in Form von Kalkulationen entdeckt und im 18. Jahrhundert weitestgehend zu dem uns heutig bekannten System zur Abbildung von Kostenströmen und Kostenarten weiterentwickelt.[4]

Die Zielsetzung dieser Seminararbeit ist, basierend auf der Ausgangssituation, die Feststellung der Veränderung des Begriffes „Controlling“ von der Kostenrechnung zum Steuerungskonzept auf Basis ermittelter und prognostizierter Daten. Im Rahmen dieser Arbeit wird daher folgende Leitfrage beantwortet:

Durch welche Mechanismen trägt das Controlling zur Sicherung des Unternehmenserfolges im heutigen komplexen Umfeld bei, die in der Kostenrechnung nicht enthalten sind?

1.2. Methodische Vorgehensweise

Bei dieser Seminararbeit handelt es sich um eine reine Literaturarbeit, die durch das Diskutieren der relevanten Quellen zu den abschließenden Erkenntnissen gelangt.

Zur Erstellung dieser Arbeit sichtet der Autor Literatur aus den relevanten Fachbereichen in Form von Lehr- und Fachbüchern. Die recherchierten Quellen werden kritisch reflektiert und im Anschluss logisch-deduktiv[5] ausgewertet.

1.3. Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit beinhaltet vier Kapitel.

Im zweiten Kapitel werden die Aufgaben und Einsatzgebiete der Kostenrechnung behandelt.

Das dritte Kapitel beschreibt die unterschiedlichen Ausprägungen des Controlling und deren Aufgaben.

Im vierten Kapitel werden in abschließender Betrachtung die Erkenntnisse in gebotener Kürze zusammengefasst. Anschließend formuliert der Autor sein Fazit, um die Leitfrage zu beantworten.

2. Grundlagen der Kostenrechnung

Die Kostenrechnung ist Teil des betrieblichen Rechnungswesens, welcher mit den anderen Teilen in enger Beziehung steht.[6] Sie ist frei von externen Normen und findet sich daher dem Zweck des Unternehmens angepasst in diesem wieder.[7]

2.1. Die Aufgaben der Kostenrechnung

Die Hauptaufgaben der Kostenrechnung erfüllen den Zweck der Dokumentation von Vorgängen und Kosten sowie der Steuerung bzw. Entscheidungshilfe in operationellen und strategischen Belangen.[8]

Die Aufgabe der Dokumentation handelt von der systematischen Erfassung von Kosten und Erträgen mit ihrem jeweiligen Bezug. Der Fokus liegt hierbei auf dem Betriebsprozess. Dabei kann man sich auf einen Teil des Unternehmens oder auf ein einzelnes Produkt beschränken.[9] Die Analyse und Kalkulation der Kosten kann auf verschiedene Arten erfolgen. Sie kann nach Kostenarten, Kostenstellen oder Kostenträgern erfolgen.[10]

Mit dem verdichteten Output der Dokumentation hilft die Kostenrechnung bei Planung und Kontrolle von wichtigen betrieblichen Entscheidungen. Hier nimmt sie die Aufgabe der Steuerung wahr und kann aufgrund prognostizierter Daten verschiedene Szenarien ermitteln und den Ist-Daten gegenüberstellen.[11]

2.2. Der Einsatz der Kostenrechnung

Im Bereich von kurzfristigen Entscheidungen, bei denen die Kostenrechnung unterstützt, fallen Entscheidungen bezüglich Preisnachlässen oder Nutzung von Kapazitäten. Es werden im Zuge der Kalkulationen z. B. Opportunitätskosten, Preisuntergrenzen oder optimale Produktionsprogramme ermittelt.[12]

Ein weiteres Handlungsfeld der Kostenrechnung findet sich im Bereich der Investitionsrechnung bzw. -entscheidung, da bei Behandlung dieser Thematik mit kalkulatorischen Größen gerechnet werden muss.[13]

Zur langfristigen Absicherung des Unternehmens unterstützt die Kostenrechnung auch in strategischen Belangen, da Entscheidungen im Bereich der Strategiefestsetzung einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens haben.[14]

Ein Hauptinstrument ist das Zielkostenmanagement bzw. Target Costing. Hierbei wird der Endpreis des Produktes anhand des Wettbewerbs bestimmt. Anschließend wird evaluiert, ob die eigenen Kosten zur Erstellung des Produktes so angepasst werden können, dass mindestens diese beim Verkauf gedeckt sind.[15]

Ein weiteres Instrument ist das Kostenmanagement eines Lebenszyklus bzw. Life Cycle Costing. Es hat zum Hintergrund, dass bei den Kostenaufzeichnungen eines Produktes meist die Kosten für Forschung und Entwicklung der nächsten Generation inkludiert sind. Daher werden im Life Cycle Costing die erwarteten Wechselzeiten berücksichtigt und fließen in die Planung ein. Dadurch kann exakter bestimmt werden inwieweit sich ein Produkt für das Unternehmen rentabel gestaltet.[16]

[...]


[1] vgl. Rolf Eschenbach und Helmut Siller, Controlling professionell: Konzeption und Werkzeuge (Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 2011), S. 32.

[2] vgl. Michael P Schermann und Klaus Volcic, Controlling & Finance kompakt (Wien: Linde, 2010), S. 84.

[3] vgl. Mathias Graumann, Controlling: Begriff, Elemente, Methoden und Schnittstellen (Düsseldorf: IDW-Verl., 2008), S. 7.

[4] vgl. Christian Bleis, Kostenrechnung und Kostenrelevanz: Praxisanwendungen, Aufgaben, Lösungen (München [u.a.]: Oldenbourg, 2007), S. 10.

[5] vgl. Dietmar Rössl, Die Diplomarbeit in der Betriebswirtschaftslehre: ein Leitfaden zur Erstellung einer Laureatsarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Masterarbeit, Dissertation (Wien: Facultas.wuv, 2008), S. 51 f.; vgl. Doris Berger, Wissenschaftliches Arbeiten in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: hilfreiche Tipps und praktische Beispiele (Wiesbaden: Gabler, 2010), S. 90.

[6] vgl. Adolf Gerhard Coenenberg und Thomas Günther, Kostenrechnung und Kostenanalyse, 8. Auflage (Stuttgart: Schäffer-Poeschel, 2012), S. 3; vgl. Siegfried Känel, Kostenrechnung und Controlling: Grundlagen, Anwendungen, Excel-Tools (Bern: UTB, 2008), S. 87.

[7] vgl. Eschenbach und Siller, Controlling professionell, S. 77; vgl. Stefan Bogensberger, Kostenrechnung: Eine praxis- und beispielorientierte Einführung (Sollenau: Grelldenk-Verl., 2008), S. 3.

[8] vgl. Bogensberger, Kostenrechnung, S. 4 f.; vgl. Dieter Mandl, Kostenrechnungs-Handbuch, 3. erweiterte Auflage (Wien: Wirtschaftsverl. Orac, 1984), S. 12.

[9] vgl. Coenenberg und Günther, Kostenrechnung und Kostenanalyse, S. 21; vgl. Bogensberger, Kostenrechnung, S. 4.

[10] vgl. Schermann und Volcic, Controlling & Finance kompakt, S. 139 f.

[11] vgl. Bogensberger, Kostenrechnung, S. 5; vgl. Coenenberg und Günther, Kostenrechnung und Kostenanalyse, S. 22.

[12] vgl. Bogensberger, Kostenrechnung, S. 174 ff.

[13] vgl. Hans Paul Becker, Investition und Finanzierung Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft (Wiesbaden: Gabler, 2010), S. 41 ff.

[14] vgl. Coenenberg und Günther, Kostenrechnung und Kostenanalyse, S. 31; vgl. Känel, Kostenrechnung und Controlling, S. 371.

[15] vgl. Coenenberg und Günther, Kostenrechnung und Kostenanalyse, S. 31; vgl. Bogensberger, Kostenrechnung, S. 239.

[16] vgl. Bogensberger, Kostenrechnung, S. 256 f.; vgl. Coenenberg und Günther, Kostenrechnung und Kostenanalyse, S. 31.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Sicherung des Unternehmenserfolges in komplexen Umfeldern mittels Controlling
Untertitel
Bereiche, die von der Kostenrechnung nicht erfasst werden
Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung  (Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung)
Veranstaltung
Professional MSc Management und IT: Fachvertiefung Supply Chain Management
Note
1,00
Autor
Jahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V277594
ISBN (eBook)
9783656704928
ISBN (Buch)
9783656709183
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Controlling, Kostenrechnung, Strategie
Arbeit zitieren
Christian Braunsteiner (Autor), 2013, Sicherung des Unternehmenserfolges in komplexen Umfeldern mittels Controlling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277594

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