Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung

Der gesellschaftliche Doping-Diskurs. Historischer Rückblick

Titel: Der gesellschaftliche Doping-Diskurs. Historischer Rückblick

Akademische Arbeit , 2005 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Elisabeth Uta Meyer (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits das antike Wettkampfwesen war von fragwürdigen sportlichen und medizinischen Praktiken geprägt und die Sportler der Antike verzichteten ebenso wenig wie die heutigen Athleten auf die Anwendung von Mitteln und Methoden zur Leistungssteigerung im Sport.

Auch der Sieg durch Manipulation am Wettkampf oder seinen Bedingungen ist nicht erst eine Erscheinung des 21. Jahrhunderts. Schon in der „Ilias“ ließ Homer seinen Helden Odysseus im Lauf Ajax besiegen, indem die Göttin Athena auf Bitten Odysseus´ seine Glieder leicht machte und seinen Gegner zu Fall brachte. Seiner Zeit wurde jedoch die Einmischung der Götter als selbstverständlich akzeptiert.

Laut Guttmann finden sich in der griechischen Mythologie viele Athleten, deren Siege auf List und Betrug basieren. Es wäre dennoch irreführend, die Praktiken der antiken Athleten einfach mit den Dopingpraktiken im 21. Jahrhundert gleichzusetzen. „Doping“ ist ein Phänomen, das erst im Zusammenhang mit der beginnenden Etablierung des modernen, professionellen Sports um 1900 und durch eine neuartige, damit einhergehende Verflechtung medizinischer, juristischer und sportethischer Diskursstränge zustande gekommen ist. Oder provokativer formuliert: „Das Faktum „Doping“ ist erst im Zuge spezifischer diskursiver und institutioneller Veränderungen im 20. Jahrhundert entstanden“. Doping verstößt gegen das Prinzip des Fair Play, stellt eine Gesundheitsgefährdung dar und verletzt die Würde des Menschen. Aus diesem Grund ist Doping verboten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Olympische Idee Coubertins und die Sportethik

3. Historischer Hintergrund

4. Die aktuelle Situation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den historischen und gesellschaftlichen Wandel des Doping-Diskurses im Sport. Ziel ist es, die Entwicklung von den Ursprüngen der Sportethik, basierend auf Coubertins Olympischer Idee, bis hin zur modernen, durch Kommerzialisierung und Leistungsdruck geprägten Realität zu beleuchten, um das aktuelle Phänomen Doping besser einordnen zu können.

  • Historische Entwicklung von Dopingpraktiken
  • Die Olympische Philosophie und Sportethik
  • Der Einfluss von Leistungsdruck und Kommerzialisierung
  • Systematische Dopingstrukturen im Spitzensport
  • Der Wandel in der Wahrnehmung durch Öffentlichkeit und Medien

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Bereits das antike Wettkampfwesen war von fragwürdigen sportlichen und medizinischen Praktiken geprägt und die Sportler der Antike verzichteten ebenso wenig wie die heutigen Athleten auf die Anwendung von Mitteln und Methoden zur Leistungssteigerung im Sport. Auch der Sieg durch Manipulation am Wettkampf oder seinen Bedingungen ist nicht erst eine Erscheinung des 21. Jahrhunderts. Schon in der „Ilias“ ließ Homer seinen Helden Odysseus im Lauf Ajax besiegen, indem die Göttin Athena auf Bitten Odysseus´ seine Glieder leicht machte und seinen Gegner zu Fall brachte. Seiner Zeit wurde jedoch die Einmischung der Götter als selbstverständlich akzeptiert.

Laut Guttmann finden sich in der griechischen Mythologie viele Athleten, deren Siege auf List und Betrug basieren. Es wäre dennoch irreführend, die Praktiken der antiken Athleten einfach mit den Dopingpraktiken im 21. Jahrhundert gleichzusetzen. „Doping“ ist ein Phänomen, das erst im Zusammenhang mit der beginnenden Etablierung des modernen, professionellen Sports um 1900 und durch eine neuartige, damit einhergehende Verflechtung medizinischer, juristischer und sportethischer Diskursstränge zustande gekommen ist. Oder provokativer formuliert: „Das Faktum „Doping“ ist erst im Zuge spezifischer diskursiver und institutioneller Veränderungen im 20. Jahrhundert entstanden“.

Doping verstößt gegen das Prinzip des Fair Play, stellt eine Gesundheitsgefährdung dar und verletzt die Würde des Menschen. Aus diesem Grund ist Doping verboten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Dopingphänomen historisch und stellt fest, dass es sich um eine moderne Erscheinung handelt, die untrennbar mit der Etablierung des professionellen Sports verbunden ist.

2. Die Olympische Idee Coubertins und die Sportethik: Es wird analysiert, wie Coubertins humanistische Sportideale mit gesellschaftlichen Veränderungen wie Rationalisierung und Kommerzialisierung kollidierten und unfreiwillig den Weg für Doping ebneten.

3. Historischer Hintergrund: Dieser Abschnitt beschreibt die Entwicklung des Dopings vom frühen 20. Jahrhundert über die Rolle des Kalten Krieges bis hin zur Gründung medizinischer Kontrollinstanzen und der Entstehung erster Anti-Doping-Gesetze.

4. Die aktuelle Situation: Das Kapitel thematisiert die Verbreitung von Doping als systematisches Phänomen im heutigen Spitzensport sowie die mediale und öffentliche Wahrnehmung angesichts immer neuer, komplexerer Dopingpräparate.

Schlüsselwörter

Doping, Spitzensport, Olympische Idee, Sportethik, Fair Play, Leistungsdruck, Leistungsmaximierung, Sportgeschichte, Anti-Doping, Dopingkontrolle, Kommerzialisierung, Sportkultur, Leistungssteigerung, Dopinganalytik, Athleten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den gesellschaftlichen Doping-Diskurs und dessen historischen Wandel, um die gegenwärtige Dopingproblematik im modernen Spitzensport besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Sportethik (insbesondere Coubertins Olympismus), die historische Zunahme von Dopingfällen im 20. Jahrhundert und der Einfluss gesellschaftlicher Faktoren wie Leistungsdruck.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Ursprung des aktuellen Dopingphänomens durch eine historische und diskursive Analyse aufzuzeigen und die Diskrepanz zwischen ethischem Anspruch und sportlicher Realität darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine diskursanalytische Betrachtung, die Literaturrecherche sowie die Auswertung von historischen Entwicklungen und aktuellen Medienberichten kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Coubertins Sportphilosophie, die historische Dopinggeschichte des 20. Jahrhunderts und eine Analyse der aktuellen Situation im Spitzensport unter Berücksichtigung moderner Dopingpraktiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Doping, Sportethik, Leistungsmaximierung, Spitzensport und der Olympischen Idee beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des IOC?

Das IOC wird kritisch betrachtet, da es einerseits die Ideale des Sports hochhält, andererseits jedoch in eine korrupte Praxis verstrickt ist, die den Missbrauch begünstigen kann.

Warum ist laut der Arbeit eine Rückbesinnung nötig?

Aufgrund der systemischen Verbreitung von Doping und des daraus resultierenden Glaubwürdigkeitsverlustes des Sports sieht die Autorin eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte als dringend erforderlich an.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der gesellschaftliche Doping-Diskurs. Historischer Rückblick
Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Note
1,0
Autor
Elisabeth Uta Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V277638
ISBN (eBook)
9783656702610
ISBN (Buch)
9783656716075
Sprache
Deutsch
Schlagworte
doping-diskurs rückblick
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Uta Meyer (Autor:in), 2005, Der gesellschaftliche Doping-Diskurs. Historischer Rückblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277638
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum