Krankenhäuser und andere Betriebe der Gesundheitswirtschaft sind in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels nur dann dauerhaft wettbewerbs- und leistungsfähig, wenn sie ihre Dienstleistung, also die „Gesundheitsförderung und -Wiederherstellung der Gesundheit“ Patienten und Mitarbeitern gleichermaßen zuführen.
Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Stand zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement in Krankenhäusern darzulegen und zwar bezogen auf wissenschaftliche Erkenntnisse einerseits und deren Umsetzung in der Praxis andererseits. Dabei geht die Autorin auf die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ein und beschreibt die wirtschaftliche Situation, sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Es werden daraus Handlungsfelder für das BGM in den Kliniken abgeleitet und dabei auf die Hindernisse einer erfolgreichen Implementierung eingegangen.
Anhand der beiden zahlenmäßig im Krankenhaus am stärksten vertretenen Berufsgruppen, nämlich der Pflege und dem Ärztlichen Dienst, werden die besonderen Beanspruchungs- und Belastungssituationen beschrieben. Daraus erschließt sich der Kosten-/ Nutzen Aspekt eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Abschluss und Ausblick dieser Arbeit sind die Schlussfolgerungen für die Forschung sowie Interventionsansätze für die Praktiker in den Kliniken.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 1. Ausgangssituation/ Problembetrachtung
- 1.1. Wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser seit der Umstellung auf die Fallpauschalenvergütung (DRG)
- 1.2. Arbeitsfähigkeitsbetrachtung auf der Basis von Krankheitsdaten
- 1.3. Arbeitsfähigkeit auf der Basis des Work Ability Index (WAI)
- 2. Personalstruktur und Beschäftigungsentwicklung im Krankenhaus unter Berücksichtigung des Demografischen Wandels
- 2.1. Beschäftigtenstruktur im Krankenhaus unter Berücksichtigung der Altersverteilung
- 2.2. Auswirkung des Fachkräftemangels auf die Beschäftigtenstruktur
- 3. Berufsgruppenspezifische Besonderheiten im Krankenhaus
- 3.1. Ärztlicher Dienst
- 3.2. Pflegedienst
- 4. Begriffsdefinitionen und systematische Einordnung
- 4.1. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
- 4.2. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)
- 4.3. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
- 5. Stand der Umsetzung eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagement in deutschen Krankenhäusern
- 6. Pathogenetische und salutogenetische Orientierung für ein wirksames BGM im Krankenhaus
- 7. Kosten-/ Nutzen Aspekte von BGM
- 8. Schlussfolgerung für die Praxis: Handlungs- und Interventionsansätze
- 9. Schlussfolgerung für die Forschung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht den aktuellen Stand des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Krankenhäusern. Sie analysiert die wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie deren Umsetzung in der Praxis, wobei der Fokus auf den Herausforderungen und Chancen im Kontext der wirtschaftlichen Situation, des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels liegt.
- Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser seit der Einführung der Fallpauschalenvergütung (DRG)
- Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalstruktur und Beschäftigungsentwicklung in Krankenhäusern
- Berufsgruppenspezifische Besonderheiten im Krankenhaus, insbesondere im Ärztlichen Dienst und im Pflegedienst
- Die Bedeutung und die Umsetzung von BGM im Krankenhaus
- Kosten- und Nutzenaspekte von BGM-Maßnahmen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser seit der Umstellung auf die Fallpauschalenvergütung (DRG), die zu steigenden Fallzahlen, kürzeren Verweildauern und einer verschärften Wettbewerbssituation geführt hat. Kapitel zwei analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Personalstruktur und Beschäftigungsentwicklung in Krankenhäusern, insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Kapitel drei betrachtet die besonderen Beanspruchungs- und Belastungssituationen der beiden zahlenmäßig stärksten Berufsgruppen im Krankenhaus, dem Ärztlichen Dienst und dem Pflegedienst. Das vierte Kapitel befasst sich mit den Begriffsdefinitionen und der systematischen Einordnung von BGM, BGF und BEM. Kapitel fünf präsentiert den Stand der Umsetzung eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements in deutschen Krankenhäusern, während Kapitel sechs die pathogenetische und salutogenetische Orientierung für ein wirksames BGM im Krankenhaus beleuchtet. Kapitel sieben widmet sich den Kosten- und Nutzenaspekten von BGM-Maßnahmen, während Kapitel acht Handlungs- und Interventionsansätze für die Praxis beschreibt.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Krankenhäuser, Gesundheitswesen, Fachkräftemangel, Demografischer Wandel, Fallpauschalenvergütung (DRG), Wirtschaftliche Situation, Personalkosten, Arbeitsfähigkeit, Arbeitszeitgesetz, Arbeitsdichte, Arbeitsbedingungen, Stress, Burnout, Gesundheit, Wohlbefinden, Kosten-Nutzen-Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die größten Herausforderungen für das BGM im Krankenhaus?
Die größten Herausforderungen liegen im demografischen Wandel, dem zunehmenden Fachkräftemangel sowie dem wirtschaftlichen Druck durch das DRG-Fallpauschalensystem, das zu einer höheren Arbeitsdichte führt.
Wie wirkt sich die Fallpauschalenvergütung (DRG) auf die Mitarbeiter aus?
Seit der Umstellung auf DRGs stehen Krankenhäuser unter starkem Wettbewerbsdruck, was oft zu kürzeren Verweildauern der Patienten und einer enormen Arbeitsbelastung für das Personal führt.
Welche Berufsgruppen stehen im Fokus dieser BGM-Analyse?
Die Arbeit konzentriert sich auf die zwei größten Berufsgruppen im Krankenhaus: den Ärztlichen Dienst und den Pflegedienst, die jeweils spezifischen Belastungen ausgesetzt sind.
Was ist der Unterschied zwischen BGM und BGF?
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist der ganzheitliche Managementansatz, während die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit (z.B. Sportkurse) umfasst.
Welchen Nutzen hat ein Krankenhaus von einem funktionierenden BGM?
Ein effektives BGM sichert die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter, senkt Krankheitskosten, steigert die Attraktivität als Arbeitgeber und erhält somit die Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten des Fachkräftemangels.
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- Kerstin Reisinger (Autor), 2013, Betriebliches Gesundheitsmanagement im Krankenhaus. Herausforderungen und Chancen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277653