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Institutionen des Konstellationsproduktes „Doping“

Title: Institutionen des Konstellationsproduktes „Doping“

Academic Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Elisabeth Uta Meyer (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Das Konstellationsprodukt Doping bezieht sich auf die Verflechtungen des Dopingphänomens mit allen relevanten gesellschaftlichen Einflussgrößen. Im Folgenden werden genauer betrachtet: die Massenmedien, die Rechtswissenschaft, die Sportmedizin und die Dopinganalytik.

Bei der nachfolgenden Konstellationsbetrachtung kann es dazu kommen, dass sich die auf das Konstellationsprodukt einwirkenden Faktoren gegenseitig beeinflussen und nicht exakt unabhängig voneinander betrachtet werden können. Die Verfasserin bittet dies daher zu berücksichtigen.

Die wichtigste Grundlage für eine Betrachtung bilden die Massenmedien. Durch die Medienberichterstattung wird der Sport nämlich erst zu dem (inszenierten) Ereignis, das er heute ist.
Die Rolle der Medien als primäre Informationsquelle macht sie zu einem wichtigen Akteur in der gesellschaftlichen Diskussion über Doping. Sie trägt durch die Vermittlung an ein Massenpublikum, entscheidend zum öffentlichen Bild über Doping bei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Macht der Massenmedien

3. Recht

4. Sportmedizin

5. Dopinganalytik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Dopingphänomen als komplexes „Konstellationsprodukt“ und analysiert dabei die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen den relevanten gesellschaftlichen Institutionen, um die strukturellen Ursachen und Herausforderungen bei der Dopingbekämpfung aufzuzeigen.

  • Die Rolle der Massenmedien als Akteure und Gestalter der Doping-Wahrnehmung
  • Die juristischen Rahmenbedingungen und die Herausforderungen der Sportgerichtsbarkeit
  • Die ambivalenten Funktionen und Verantwortlichkeiten der Sportmedizin
  • Die Bedeutung der Dopinganalytik und ihre systembedingten Grenzen

Auszug aus dem Buch

4. Sportmedizin

Einer der Hauptgründe der aktuellen Dopingproblematik ist auf den immer voranschreitenden Fortschritt in der Naturwissenschaft und in der Medizin zurückzuführen. Die Sportmedizin stellt demnach eine weitere Institution innerhalb des Konstellationsprodukts `Doping´ dar. Technisch gesehen stammt Doping nämlich aus der Sportmedizin und der Wissenschaft, die die Mittel der Forschung nutzen.

Das aus den Neuerkenntnissen der Medizin resultierende Phänomen der Medikamentisierung trägt folglich maßgeblich zur sog. Dopingmentalität bei. Um gesund zu bleiben und ihre Leistungsbeeinträchtigungen zu unterbinden finden in der Gesellschaft immer mehr Nahrungsergänzungsmittel bzw. Schmerzmittel Verwendung. Daher scheint nicht verwunderlich, dass gerade im Spitzensport vermehrt Medikamente verwendet werden. Entscheidenden Einfluß auf die Verabreichung und Aufklärung der „Medikamente“ im Sport besitzen die betreuenden Ärzte.

Doch obwohl diese aufgrund ihres hippokratischen Eides dazu verpflichtet sind über eventuelle Nebenwirkungen und Gesundheitsschädigungen aufzuklären sowie jegliche Dopingaufforderungen zu untersagen, scheint dies in der Sportmedizin nicht der Fall zu sein. Im Gegenteil, oftmals sorgen die Sportmediziner vielmehr für die kontrollierte Einnahme von leistungssteigernden Mitteln, um den Erfolg des Athleten und damit ihren eigenen Erfolg zu sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Doping als ein komplexes Konstellationsprodukt, das in enger Wechselwirkung mit verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie Medien, Recht und Medizin steht.

2. Die Macht der Massenmedien: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Medien durch ihre Berichterstattung das öffentliche Bild von Doping prägen und durch ihre ökonomische Macht den Sport unter Druck setzen.

3. Recht: Hier werden die juristischen Herausforderungen der Dopingbekämpfung thematisiert, insbesondere die fehlende internationale Harmonisierung und die Problematik der Sportgerichtsbarkeit.

4. Sportmedizin: Das Kapitel analysiert die ambivalente Rolle der Sportmedizin, die einerseits der Gesundheitsfürsorge verpflichtet ist, aber andererseits durch Leistungsdruck und Erfolgserwartungen in die Dopingproblematik verstrickt sein kann.

5. Dopinganalytik: Dieser Teil betrachtet die Möglichkeiten und Grenzen der Dopinganalytik bei der Überführung von Athleten und diskutiert die systembedingten Schwierigkeiten, dem wissenschaftlichen Fortschritt der Dopingpraktiken zu folgen.

Schlüsselwörter

Doping, Konstellationsprodukt, Spitzensport, Massenmedien, Sportmedizin, Sportgerichtsbarkeit, Dopinganalytik, Leistung, Athleten, Ethik, Pharmakologie, Kontrollsystem, Gesellschaft, Medikamentisierung, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Doping nicht als isoliertes Fehlverhalten Einzelner, sondern als ein komplexes gesellschaftliches Phänomen, das durch verschiedene Institutionen und Abhängigkeiten mitgestaltet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Rolle der Medien, die rechtliche Situation, die medizinische Betreuung im Sport sowie die wissenschaftlichen Analyseverfahren zur Dopingbekämpfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Verflechtungen zwischen diesen Bereichen aufzuzeigen und zu verdeutlichen, warum ein bloßer Fokus auf den Athleten zur Lösung des Dopingproblems unzureichend ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt eine systemtheoretische bzw. konstellationsanalytische Betrachtungsweise, um die gegenseitigen Abhängigkeiten der beteiligten Akteure zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Massenmedien, der rechtlichen Normen, der sportmedizinischen Praxis sowie der technologischen Dopinganalytik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem das Konstellationsprodukt, die Medikamentisierung, der selektive Aufdeckungsjournalismus und die Totalisierungstendenzen bei der Kontrolle.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Medien?

Die Autorin stellt die Medien als mächtige Akteure dar, die einerseits den Sport kommerzialisieren und andererseits durch ihre Berichterstattung oft eine einseitige Schuldzuweisung auf Athleten stützen.

Gibt es einen konkreten Lösungsvorschlag?

Ja, die Autorin erwähnt den Vorschlag eines „Runden Tisches“, an dem alle beteiligten Interessengruppen neue, integrierte Handlungsalternativen für einen dopingfreien Sport entwickeln sollten.

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Details

Title
Institutionen des Konstellationsproduktes „Doping“
College
Sport Academy Cologne
Grade
1,0
Author
Elisabeth Uta Meyer (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V277678
ISBN (eBook)
9783656703136
ISBN (Book)
9783656716211
Language
German
Tags
institutionen konstellationsproduktes doping
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Uta Meyer (Author), 2005, Institutionen des Konstellationsproduktes „Doping“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277678
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