Begriffsdefinition in den wissenschaftlichen Arbeiten. Eine Untersuchung


Forschungsarbeit, 2014
12 Seiten, Note: Keine

Leseprobe

Inhalt

Zur Begriffsdefinition in den wissenschaftlichen Arbeiten

Funktionen von Definitionen

Methoden der Begriffsbestimmung

Elemente einer Definition

Ziele von Definitionen

Arten von Definitionen

Analyse von den Abschlussarbeiten

Literatur

Abstract

Die vorliegende Forschungsarbeit thematisiert die Begriffsdefinition in den wissenschaftlichen Arbeiten. Hauptanliegen der Arbeit ist es, Schwächen und Stärken der Studierenden hinsichtlich der Begriffsdefinition beim Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten zu ermitteln. Für diesen Zweck wurden Abschlussarbeiten, die von Germanistikstudenten verfasst wurden, analysiert. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Förderung vom wissenschaftlichen Schreiben bei den Studierenden leisten.

Zur Begriffsdefinition in den wissenschaftlichen Arbeiten

Die Handhabung von Definitionen ist laut Beinke, Christiane, et al.[1] (2011, 113) in der Wissenschaft nicht einheitlich. Bei Karmasin, Matthias, Ribing, Rainer (2006, 87) findet sich die folgende Begriffsbestimmung über die „ Definition “:

„Definitionen sind Konstrukte, die den Gebrauch und das Verständnis eines Begriffes erklären. Eine Definition ist keine Theorie! Einer Definition fehlt ein empirischer Gehalt, sie ist ein sprachlicher Konsens über das Verständnis eines Begriffes.“[2]

Bei So Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 155) findet sich die folgende Überlegung über die Definition:

„Definitionen sind Aussagen, die die Bedeutung eines Begriffs so bestimmen, dass jemand, der diesen begriff nicht kennt, aus der Definition erfahren kann, was seine Bedeutung ist. “[3]

Bei Bünting, Karl-Dieter/Bitterlich, Axel/ Pospiech, Ulrike (2008, 101) findet sich ferner die folgende Definition über den Begriff „Definition“:

„Eine Definition ist eine Gleichsetzung des Begriffs mit den zur Bestimmung herangezogenen Erklärungen und Hinweisen. Definitionen werden deshalb sprachlich häufig mit dem Verb sein in der Form Ein X ist … ausgedrückt.“[4]

Funktionen von Definitionen

Definitionen haben laut Kornmeier, Martin[5] (2012, 110) folgende Funktionen:

Durch Definitionen kann man die Ergebnisse der Wissenschaft nachvollziehen und hinterfragen.

Anhand von Definitionen kann man theoretische und empirische Ergebnisse miteinander vergleichen.

1. Die Definition sollte klar sein.
2. Die Definition ist nicht als falsch oder wahr zu betrachten.
3. Die Definitionen sind meistens nicht komplett.
4. Die Definition sollte einen Zweck erfüllen.
5. Eine Definition sollte fachspezifische Termini enthalten.
6. Eine Definition sollte einheitlich in der Arbeit verwendet werden

Fachbegriffe sollten laut Esselborn-Krumbiegel, Helga[6] (2008, 153) in einer wissenschaftlichen Arbeit geklärt werden. Die Quelle dieser Definition sollte angegeben werden. Man sollte ferner vorsichtig mit Fachbegriffen aus der Alltagsprache oder Fachsprache umgehen.

Bei Franck, Norbert und Stary, Joachim[7] (2009, 148) finden sich die Überlegungen, dass man Begriffe in der Wissenschaft aus der Literatur übernehmen kann, erweitern oder eingrenzen. Es ist ferner nicht notwendig, viele Begriffe einzuführen.

Man sollte jeden Begriff bei der ersten Nennung definieren. So Eco, Umberto[8] (2010, 195) und Bünting, Karl-Dieter/Bitterlich, Axel/ Pospiech, Ulrike (2008, 100).

Ein Begriff wird laut Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 139) definiert, wenn er unklar erscheint.

Methoden der Begriffsbestimmung

Definition

Die Definition zeigt, wie ein Begriff gebraucht wird. So Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 144).

Musterbeispiele

Zur Klärung der Verwendung eines Begriffs, benutzt man Beispiele. So Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 144).

Abgrenzungen

Ein begriff wird gegenüber anderen ähnlichen Begriffen abgegrenzt. So Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 145).

Delegierte Begriffsbestimmung

Man verweist auf Verwendungsweisen. Diese werden nicht herangezogen. So Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 145).

Etymologische Begriffsbestimmung

Hier wird der Begriff geschichtlich erläutert. So Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 145).

Für die Definition eines Begriffs gibt es laut Brun, G., Hirsch Hadorn, G.[9] (2009, 139) folgende Vorgehensweisen:

1. Elementares Verständnis mithilfe von Nachschlagewerke: Wörter, die unklar sind, werden in Wörterbüchern oder Lexika gesucht bzw., nachgeschlagen. Für Fachbegriffe empfiehlt es sich, Fachlexika zu verwenden.
2. Begriff anhand des Kontextes zu erklären: Der Kontext sollte dabei berücksichtigt werden.
3. Begriffsbestimmung auswerten: In diesem Fall sollte man die Erläuterung des Begriffs im Text beachten.
4. Begriffsgeschichte beachten: Die Geschichte eines Begriffs trägt zum besseren Verständnis dieses Begriffs bei. Dabei werden die Verwendungsweisen des jeweiligen Begriffs in der Geschichte dargestellt.
5. Begriffskontraste herausarbeiten: Hier wird der Unterschied vom verwendeten Begriff zu anderen ähnlichen Begriffen gezeigt.
6. Begriffe definieren. So Brun, G., Hirsch Hadorn, G.[10] (2009, 144).

Für Wörter, die mehr Bedeutungen haben, benutzt man Definitionen. So Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 144).

Elemente einer Definition

Die Definition hat laut Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009, 157) folgende Elemente:

Definiendum

Hier geht es um die Nennung des Begriffs. Dieser sollte definiert werden.

Definiens

Hier geht es um die Bestimmung der Bedeutung des Definiendums.

Meistens geht die Definition von einem Oberbegriff zu einer Spezifierung, d.h. vom Allgemeinen zum Speziellen. Merkmale oder Besonderheiten können dieser Spezifizierung anschließen. So Beinke, Christiane, et al. (2011, 113).

Im Folgenden wird ein Beispiel über die Elemente und Merkmale einer Definition aufgezeigt:

Das Beispiel ist zitiert nach Zimbardo, Philip/Gerring, Richard, J. (1999, 229): Psychologie, Berlin et al.

[...]


[1] Beinke, Christiane, et al. (2011): Die Seminararbeit. Schreiben für den Leser. UVK Konstanz und München

[2] Karmasin, Matthias, Ribing, Rainer (2006): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor, - Master und Magisterarbeiten sowie Dissertationen 6. aktualisierte Auflage 2011. Erste Auflage 2006. Wien. Facultas WUV. UTB

[3] Ebd.

[4] Bünting, Karl-Dieter/Bitterlich, Axel/ Pospiech, Ulrike (2008): Schreiben im Studium: mit Erfolg Ein Leitfaden. Cornelsen Scriptor. Berlin.. Siebte Auflage

[5] Kornmeier, Martin (2012): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Bern, Stuttgart, Wien. Haupt Verlag. Erste Auflage (2008)

[6] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. überarbeite Auflage 2008. Erste Auflage 2002. Padernborn. Schöningh UTB

[7] Franck, Norbert und Stary, Joachim (2009): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Padernborb. Ferdinand Schöningh. 15. überarbeitete Auflage. Erste Auflage 2003

[8] Eco, Umberto (2010/13 Auflage): Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Wien. Facultas WUV

[9] Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009): Textanalyse in den Wissenschaften. Zürich. VDF.

[10] Brun, G., Hirsch Hadorn, G. (2009): Textanalyse in den Wissenschaften. Zürich. VDF.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Begriffsdefinition in den wissenschaftlichen Arbeiten. Eine Untersuchung
Hochschule
University of Oran
Note
Keine
Autor
Jahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V277711
ISBN (eBook)
9783656707141
ISBN (Buch)
9783656709084
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
begriffsdefinition, arbeiten, eine, untersuchung
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2014, Begriffsdefinition in den wissenschaftlichen Arbeiten. Eine Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277711

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