Die Satzsegmentierung aus Sicht der modernen Gesprochene-Sprache-Forschung


Examensarbeit, 2011
85 Seiten, Note: sehr gut

Leseprobe

GLIEDERUNG

1 Einleitung

2 Hauptteil
2.1 Einführung
2.1.1 Allgemeine Definition und Realisierung der Satzsegmentierung
2.1.2 Die Satzsegmentierung unter dem Gesichtspunkt der Wortfolge
2.1.3 Die Satzsegmentierung aus Sicht der funktionalen Grammatik
2.2 Forschungsüberblick
2.2.1 Die Satzsegmentierung in der germanistischen Forschung
2.2.1.1 Hans Altmann
2.2.1.2 Margret Selting
2.2.2 Die Satzsegmentierung in der romanistischen Forschung
2.2.2.1 Lucien Tesnière
2.2.2.2 Elisabeth Gülich
2.2.2.3 Eva Honnigfort
2.2.2.4 Eva Larsson
2.2.2.5 Dieter Seelbach
2.3 Kritik an den traditionellen Beschreibungsweisen der Satzsegmentierung
2.3.1 Entzeitlichung und Produktorientiertheit
2.3.2 Written Language Bias / Skriptizismus
2.3.3 Langue - / Kompetenzzentriertheit
2.4 Der Syntaxbegriff der modernen Gesprochene-Sprache-Forschung
2.4.1 Das Sprachverständnis der modernen Gesprochene-Sprache-Forschung
2.4.1.1 Situations- und Kontextgebundenheit
2.4.1.2 Zeitlichkeit
2.4.2 Syntax als Prozess: Grundoperationen einer On - line -Syntax
2.4.2.1 Projektion
2.4.2.2 Expansion
2.4.2.3 Retraktion
2.5 Das Phänomen der Satzsegmentierung aus on - line -syntaktischer Sicht
2.5.1 Konstruktionen am rechten Satzrand
2.5.2 Konstruktionen am linken Satzrand

3 Schluss

4 Bibliographie

5 Plagiatserklärung

1 Einleitung

Man sollte mal heimlich mitstenographieren, was die Leute so reden [] man sollte wortwörtlich mitstenographieren – einhundertundachtzig Silben in der Minute – was die Leute so schwabbeln. Ich denke, daß sich dabei folgendes ergäbe: Die Alltagsrede ist ein Urwald – überwuchert vom Schlinggewächs der Füllsel und Füllwörter. […] Ungeschriebene Sprache des Alltags Schriebe sie doch einmal einer Genau so, wie gesprochen wird: ohne Verkürzung, ohne Beschönigung, ohne Schminke und Puder, nicht zurecht gemacht Man sollte mitstenographieren. Und das so Erraffte dann am besten in ein Grammophon sprechen, es aufziehen und denen, die gesprochen haben, vorlaufen lassen. Sie wendeten sich mit Grausen …[1]

Das Zitat von Kurt Tucholsky zeugt von einer sehr kritischen Einstellung zur gesprochenen (Alltags)Sprache, die dem Autor zufolge von Fehlern und Redundanzen „überwuchert“ ist. Die Ansicht, dass die gesprochene Sprache der geschriebenen unterlegen ist, ist auch heutzutage noch weit verbreitet, und zwar nicht nur in Literatenkreisen. So genießen auch in der heutigen Alltagswelt vor allem die Menschen ein großes Ansehen, die die Fähigkeit besitzen, „wie gedruckt“ zu sprechen. Dass die geschriebene Sprache im Allgemeinen höher angesehen ist als die gesprochene, zeigt sich beispielsweise auch daran, dass im Schulunterricht der Produktion und Analyse von Texten immer noch eine größere Bedeutung beigemessen wird als der Schulung mündlicher Kommunikation. Die Schriftsprache besitzt also auch in der schulischen Sozialisation eindeutig das Primat.

Abgesehen vom alltagsweltlichen Bewusstsein ist jedoch auch das sprachwissenschaftliche noch immer vorwiegend schriftsprachlich geprägt. Dies hängt damit zusammen, dass Linguisten sich lange Zeit nur mit der Schriftsprache auseinandersetzen konnten, da nur geschriebene Texte aufgrund ihrer Gegenständlichkeit und Permanenz als Untersuchungsobjekte geeignet waren. Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts jedoch erlebt die Erforschung der gesprochenen Sprache einen enormen Aufschwung, was auch damit zusammenhängt, dass es seit dieser Zeit technische Geräte gibt, die eine Aufzeichnung und damit Vergegenständlichung des flüchtigen Untersuchungsgegenstandes erlauben. Hand in Hand mit diesem technischen Fortschritt ging die Entwicklung von Transkriptionssystemen, die es möglich gemacht haben, gesprochene Sprache auf Basis von Korpora zu untersuchen.

Der auf diesen Entwicklungen beruhende systematische Umgang mit Mündlichem hat einige sprachliche Phänomene, die früher von der Normgrammatik ignoriert bzw. als fehlerhafte Abweichungen von der Norm abgetan wurden, in ein neues Licht gerückt. Denn wenn Korpusanalysen ein sehr häufiges Auftreten einer scheinbar fehlerhaften sprachlichen Erscheinung belegen, muss davon ausgegangen werden, dass diese Erscheinung auch eine gewisse Funktion erfüllt. Zu diesen Phänomenen, die aus normativer Sicht einst als fehlerhaft und redundant galten, im Laufe der Zeit aber eine Neubewertung erfahren haben, gehören beispielsweise die von Tucholsky als „Füllsel/Füllwörter“ bezeichneten Abtönungspartikeln, aber auch die sogenannten „Satzsegmentierungen“ bzw. „Herausstellungen“ vom Typ „Les lettres commerciales, on les connaît presque par cœur“ oder „Der fährt aber oft in den Urlaub, der Karl“.

Wie die genannten Beispiele bereits vermuten lassen, ist die Satzsegmentierung/Herausstellung kein einzelsprachliches Phänomen, sondern tritt in den verschiedensten Sprachen auf, und zwar vor allem unter Bedingungen kommunikativer Nähe.[2] Aufgrund ihres häufigen Auftretens werden Herausstellungsstrukturen mittlerweile nicht mehr als Fehler angesehen, sondern als typische Erscheinungsformen der gesprochenen Sprache. Ein Problem besteht jedoch darin, dass die Kategorien, die für die grammatische Beschreibung von Herausstellungsstrukturen verwendet werden, für die Analyse geschriebener Sprache entwickelt wurden. Das hat zur Folge, dass diese spezifisch gesprochensprachlichen Strukturen immer aus dem Blickwinkel der Schriftsprache betrachtet werden und daher, wenn auch nicht als Fehler, so doch als Abweichungen von wohlgeformten Sätzen, die die schriftsprachlich geprägte Norm erfüllen, wahrgenommen werden. Die Betrachtung der Satzsegmentierung aus der Perspektive der Schriftlichkeit hat des Weiteren den Nachteil, dass die spezifischen Charakteristika der gesprochenen Sprache – z. B. deren Linearität und Zeitlichkeit – und somit auch die Entstehungsbedingungen dieses syntaktischen Phänomens systematisch ausgeblendet werden. Dies führt zwangsläufig zu einer dem Untersuchungsgegenstand nicht angemessenen Analyse, die einen falschen Eindruck von der Entstehung segmentierter Sätze vermittelt und den Blick auf die Funktionen verstellt, die die Segmentierung bei der kommunikativen Interaktion zwischen Gesprächspartnern erfüllt.

In der vorliegenden Arbeit soll deshalb im Rahmen eines Forschungsüberblicks gezeigt werden, auf welche Weise und mithilfe welcher grammatischer Modelle Herausstellungsstrukturen in der Germanistik und Romanistik bislang beschrieben wurden und welche Schwächen diesen traditionellen Beschreibungsweisen, die allesamt auf einem schriftsprachlich geprägten Bewusstsein basieren, anhaften. Es soll darüber hinaus geklärt werden, wo die Wurzeln dieses an der Schriftsprache orientierten Denkens liegen. Nach der Exposition der Problematik soll aber auch die Frage erörtert werden, wie eine realistische, dem Gegenstand angemessene Beschreibung von Satzrandstrukturen aussehen könnte. Dabei soll der Blick vor allem auf die germanistische Gesprochene-Sprache-Forschung gelenkt werden, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Medialität der Sprache (mündlich vs. schriftlich) nicht auszufiltern, sondern bei der grammatischen Analyse von gesprochensprachlichen Phänomenen die spezifischen Bedingungen, die bei der phonischen Realisierung von Sprache herrschen, stets im Hinterkopf zu behalten. Dieser Forschungszweig betont daher auch die Wichtigkeit der oben angesprochenen Zeitlichkeit gesprochener Sprache und weist darauf hin, dass die Bausteine phonisch realisierter Sprache nicht nur zeitlich nacheinander geäußert werden, sondern auch „on-line“, also sozusagen „in Echtzeit“, verarbeitet werden. Diese „On-line-Emergenz“ bzw. „On-line-Verarbeitung“ gesprochener Sprache muss laut den Vertretern der germanistischen Gesprochene-Sprache-Forschung auch bei der grammatischen/syntaktischen Analyse gesprochener Sprache zentral berücksichtigt werden, weshalb in den letzten Jahren versucht wurde, eine „On-line-Syntax“ zu entwickeln. Wie eine on-line-syntaktische Beschreibung von Satzsegmentierungen aussehen könnte und welche Funktionen Satzrandstrukturen aus einer „Echtzeit“-Perspektive haben, soll im letzten Teil der Arbeit gezeigt werden. Um einen Anknüpfungspunkt zu haben, wird zunächst aber versucht, die Satzsegmentierung auf allgemeine, traditionelle Weise zu definieren, die unterschiedlichen Erscheinungsformen dieses syntaktischen Phänomens zu klassifizieren und die Funktionen segmentierter Sätze im Hinblick auf die Wortfolge und Mitteilungsperspektive zu erläutern.

2 Hauptteil

2.1 Einführung

2.1.1 Allgemeine Definition und Realisierung der Satzsegmentierung

Die Satzsegmentierung ist ein sprachliches Phänomen, das dem Bereich der Topologie, sprich, dem Bereich der Wort- und Satzgliedstellung zuzuordnen ist und das in zahlreichen Sprachen auftaucht. Obwohl zumindest die prototypische Erscheinungsform dieses Phänomens von vielen Sprachwissenschaftlern in ähnlicher Weise definiert wird, herrscht in terminologischer Hinsicht eine große Uneinigkeit. So schließen die Termini „Satzsegmentierung“[3] bzw. kurz „Segmentierung“ oder „segmentation“[4], „Dislokation“[5] bzw. „dislocation“[6], „Herausstellung“[7], „Projektion“[8] bzw. „projection des actants“[9], „redondance actancielle“[10], „reprise/anticipation pronominale“[11], „affektische Reliefstellung“[12], „détachement“[13], „disjonction“[14] und „emploi pléonastique“[15] alle eine syntaktische Erscheinung ein, die mit den Worten von Monika Sokol folgendermaßen beschrieben werden kann:

„Ein Satzglied wird aus seiner üblichen Stellung herausgebrochen, in Richtung Satzanfang (Linksversetzung) oder Satzende (Rechtsversetzung) verschoben, bleibt jedoch zusätzlich über einen pronominalen Stellvertreter in der ursprünglichen Satzstruktur verankert.“[16]

Eine sehr ähnliche Definition findet sich bei Christina Huber (2007: 52), die die Satzsegmentierung in der französischen Pressesprache der Gegenwart untersucht hat und das oben beschriebene Phänomen auf folgende Weise definiert:

„Unter dem Begriff der (Satz-)Segmentierung versteht man das Herauslösen und Isolieren eines nominalen oder pronominalen Satzgliedes aus dem Satzrahmen, wobei das isolierte Satzglied an den Satzanfang (Linkssegmentierung) oder an das Satzende (Rechtssegmentierung) gestellt werden kann und im Satzrahmen durch ein redundantes Pronomen in gleicher Funktion (Relaispronomen) ausgedrückt wird.“

Als Beispiel für eine Linkssegmentierung/-versetzung bzw. für eine Rechtssegmentierung/-versetzung nennt Huber (2007: 53) die in der Fachliteratur oft zitierten Sätze:

1) Le loup, il a mangé l’agneau. (Linkssegmentierung)

2) Il a mangé l’agneau, le loup. (Rechtssegmentierung)

Eine interessante Tatsache, die für diese Arbeit eine wichtige Rolle spielt und an späterer Stelle noch einmal genauer zur Sprache kommen wird (vgl. Kapitel 2.3), ist, dass zahlreiche Linguisten, vor allem die Anhänger der generativen Transformationsgrammatik (vgl. Kapitel 2.2.2.4 und 2.2.2.5), links- bzw. rechtssegmentierte Sätze als von einer Ausgangsstruktur bzw. von einem kanonischen Basissatz abgeleitete Konstruktionen betrachten. Den genannten Beispielen 1) und 2) wird somit häufig der Basis- bzw. Ausgangssatz

3) Le loup a mangé l’agneau. zugeordnet. Diese Praxis ist dabei nicht nur – wie das Beispiel vielleicht vermuten lassen könnte – in der romanischen Sprachwissenschaft verbreitet. Auch das Lexikon der Sprachwissenschaft von Bußmann, in dem laut Vorwort „das Deutsche die primäre Bezugs- und Beispielsprache neben Englisch“[17] ist, definiert die „Linksversetzung“ (LV) bzw. „Rechtsversetzung“ (RV) als eine „syntaktische Konstruktion, durch die ein satzgliedwertiger Ausdruck mit nominalem Kern (NP, PP) nach links vor das Vorfeld bzw. nach rechts an das Satzende versetzt wird, wobei der ursprüngliche Platz durch ein pronominales Element markiert ist“ (Bußmann 2002: 411). Als Beispiele für Links- bzw. Rechtsversetzung werden folgende Sätze angeführt:

4) Die Prüfung, die hat Philip bestanden. (LV)

5) Philip hat sie diesmal bestanden, die Prüfung. (RV)

Neben der Tatsache, dass Bußmann von einem „ursprünglichen“ Platz des herausgelösten nominalen Ausdrucks spricht, ist auch der explizite Hinweis auf die entsprechende „Normalstellung“

6) Philip hat die Prüfung bestanden. ein Beweis, dass auch Bußmann (2002: 411) bei der Analyse von Links- und Rechtsversetzungen stets von einem zugrundeliegenden Basissatz ausgeht. Diese Auffassung, die bei allen herkömmlichen, bereits zitierten Definitionen durchschimmert, erklärt die gängige Terminologie, die von Sprachwissenschaftlern verwendet wird, um sich auf das beschriebene syntaktische Phänomen zu beziehen. So spricht man in der Germanistik seit Altmann (1981) zumeist von „Formen der Herausstellung“ bzw. von „Herausstellungsstrukturen“, was impliziert, dass ein Element aus dem Satzrahmen (eines kanonischen Satzes) „herausgebrochen“ (Sokol 2007: 156) und an den linken oder rechten Satzrand gestellt, sprich, „herausgestellt“ wird. Auch der häufig verwendete Begriff „Dislokation“ (lat. für „Lageveränderung“, „Verschiebung“, „Versetzung“)[18] und das zugehörige Verb „dislozieren“ drücken Bewegung aus – eine Bewegung, die von Eva Honnigfort als eine „Spiegelung der syntaktischen Funktion eines oder mehrerer Satzteile im Basissatz“ interpretiert wird (Honnigfort 1993: 71). Aus diesem Grund greift Honnigfort nicht nur auf den Begriff „Segmentierung“ zurück, sondern nennt das Phänomen häufig auch „Projektion“. Ihr Verständnis vom Prozess der Spiegelung beschreibt Honnigfort (1993: 14) auf folgende Weise: „[E]ine bestimmte Position wird an anderer Stelle abgebildet bzw. eine Verbindung wird aufgelöst (‚détachement’). Das extraponierte Element löst sich vom Satz [und] wird ‚vor’ oder ‚hinter’ den Satzrahmen projiziert “. Linguisten, die statt von „Versetzung“ oder „Dislokation“ von „Projektion“ sprechen, bezeichnen die LV meistens als „Präprojektion“ oder „präponierende Projektion“, die RV als „Postprojektion“ oder „postponierende Projektion“ und den pronominalen Stellvertreter innerhalb des Satzrahmens, an anderer Stelle auch „Relaispronomen“ (Huber 2007: 52) oder „pronominale Kopie“ (Altmann 1981: VII) genannt, als „Projektionspronomen“ (Honnigfort 1993: 14). Neben einfachen Projektionen nach links oder rechts finden sich in Korpora auch häufig sogenannte „projection[s] multiple[s]“ (Söll 1980: 149), also Mehrfachprojektionen. Honnigfort (1993: 85-86) nennt dafür die folgenden Beispiele:

7) moi une mobylette je n’ pourrai jamais en avoir (zweifache Präprojektion)

8) toi aussi c’est ce que tu aimes bien des opérettes (Prä- und Postprojektion)

9) j ’aime bien ça moi l’ matin une tartine de sirop (zweifache Postprojektion) Theoretisch sind sogar Extremformen wie das von Tesnière geprägte und von Klaus Heger zitierte und analysierte Beispiel

10) Il la lui a donnée, à Jean, son père, sa moto. denkbar.[19] Honnigfort betont aber, dass es sich bei solchen Dreifachprojektionen stets um erfundene Beispiele handelt und dass in den von ihr untersuchten Transkriptionen keine einzige Dislokation dieser Art zu finden ist (vgl. Honnigfort 1993: 87). Dass die herausgestellten Elemente den Satz in zwei (bzw. bei Mehrfachprojektion in mehrere) Einheiten aufteilen bzw. „segmentieren“, ist der Grund, warum neben „Dislokation“, „Herausstellung“ und „Projektion“ auch der Terminus „Satzsegmentierung“ zu den gängigen Bezeichnungsformen für die oben aufgeführten Beispiele zählt.

Obwohl sich all diese Termini in etwa auf das gleiche Phänomen beziehen und die oben genannten prototypischen Beispielsätze einschließen, herrscht in der Forschung keineswegs Einigkeit darüber, welche dieser Begriffe synonym verwendet werden können bzw. voneinander abzugrenzen sind, in welche Subtypen man die universalsprachliche Erscheinung der Satzsegmentierung einteilen soll und welche Randerscheinungen den jeweiligen Konzepten noch zugerechnet werden können. Vielmehr ist es stets von den einzelnen Autoren abhängig, wie die genannten Begriffe definiert, untergliedert, voneinander unterschieden und von ähnlichen, verwandten Erscheinungen abgegrenzt werden. Während die Begriffe „Segmentierung“ und „Dislokation“ beispielsweise von den meisten Autoren bewusst synonym verwendet werden, spricht sich Krassin dafür aus, die Segmentierung als Oberbegriff aufzufassen und diesem sowohl die Dislokation als auch die Präsentativkonstruktionen, also sogenannte „Spaltsätze“ (phrases clivées) und „Sperrsätze“ (phrases pseudo-clivées), unterzuordnen (vgl. Krassin 1994: 31). Zur Begründung dieser Vorgehensweise wird auf die Ähnlichkeit der folgenden Beispielsätze verwiesen:

11) Les soirées d’été, je les aime surtout. (Dislokation nach links)

12) Je les aime surtout, les soirées d’été. (Dislokation nach rechts)

13) Ce que j’aime surtout, ce sont les soirées d’été. (Sperrsatz)

14) Ce sont les soirées d’été que j’aime surtout. (Spaltsatz)

Diesen vier Sätzen ist laut Krassin gemein, dass jeweils ein Element herausgestellt und hervorgehoben wird, weshalb auch alle Sätze von der gewöhnlichen Wortfolge SVO abweichen (vgl. Krassin 1994: 31).

Im Gegensatz zu Krassin verwendet Sokol für die in 11) bis 14) angewandten syntaktischen Mechanismen den Überbegriff „Verfahren der Relief-Gebung“, dem sie alle Spalt- und Sperrsatzkonstruktionen sowie alle Segmentierungserscheinungen unterordnet (Sokol 2007: 156). Die Termini „Segmentierung“ und „Dislokation“ werden von Sokol also nicht voneinander abgegrenzt und stehen – anders als bei Krassin – nicht in einem hierarchischen Verhältnis zueinander. Dies illustriert exemplarisch, auf welch unterschiedliche Art und Weise all die oben genannten Begriffe innerhalb der Fachliteratur verwendet werden.

Bezüglich eines Sachverhaltes, der im Zusammenhang mit Dislokationsstrukturen häufig Erwähnung findet, scheint innerhalb der romanischen Sprachwissenschaft aber relative Einigkeit zu herrschen. So tendiere man heute in der gesprochenen französischen Sprache stark dazu, „im Fall der ersten und zweiten Person Singular sowie bei Eigennamen in der dritten Person“ (Sokol 2007: 157) das Subjekt automatisch zu segmentieren, was bedeutet, dass Segmentierungserscheinungen vom Typ „Moi je... / Toi tu... und Jacques il“ tendenziell nicht mehr als markiert eingestuft werden. Bereits 1989 wies die damals von Claire Blanche-Benveniste geleitete Groupe Aixois de Recherches en Syntaxe darauf hin, dass in mündlichen Dialogen 70 % der Subjekte disloziert seien und sah deshalb in dieser Art der Satzsegmentierung eine „ tendance très forte “.[20] Auch Koch und Oesterreicher stellten sich bereits 1990 die Frage, „ob die Grammatikalisierung im Falle der Subjektsaktanten bereits zu einer supplementären Subjektkonjugation fortgeschritten ist“.[21] Und während Stefenelli[22] die beschriebene „Entwicklung zur Generalisierung der Pronomensetzung in der französischen Spontansprache“ noch als „Tendenz“ einstufte, geht Sokol davon aus, dass das von Koch und Oesterreicher als „supplementäre Subjektkonjugation“ bezeichnete Phänomen „inzwischen zum Normalfall geworden ist“ (Sokol 2007: 158). Die Frage ist nun, wie man diese anscheinend automatisierte Subjektkonjugation von der prototypischen Projektion nach links, also der klassischen Linksversetzung, abgrenzen kann. Für Stark, die die oben genannten automatisierten Verdoppelungen „redoublements“[23] nennt, gibt es drei Kriterien, die zur Unterscheidung herangezogen werden können. Zum einen weist Stark darauf hin, dass die Dislokation von Elementen bei der LV fakultativen Charakter hat, während die supplementäre Subjektkonjugation mehr oder weniger automatisch erfolgt. Des Weiteren seien die bei einer LV herausgestellten Elemente in topologischer Hinsicht flexibler. Das hat beispielsweise zur Folge, dass zwischen den Elementen eines redoublements keine parenthetischen Einschübe möglich sind. Und drittens bilden die Elemente des redoublements laut Stark stets eine intonatorische Einheit, wohingegen bei der LV die dislozierte Konstituente durch eine Pause vom Satzrahmen abgesetzt sein kann. Das redoublement bildet sozusagen eine Einheit, und zwar sowohl in syntaktischer als auch in intonatorischer Hinsicht, weshalb Stark es nicht als Form einer Segmentierung ansieht und stattdessen bewusst dem weiter gefassten Oberbegriff „Voranstellungsstruktur“ zuordnet (vgl. Stark 1997: 22-27).

Besonders unübersichtlich ist die terminologische Lage, wenn es um die Bezeichnung von Konstruktionen geht, die den oben genannten prototypischen Beispielsätzen 1), 2), 4), 5), 11) und 12) zwar ähneln, die Bedingungen, die an diese gestellt werden, um als klassische Fälle von LV und RV bezeichnet werden zu können, aber nur teilweise oder gar nicht erfüllen. Zwei häufige Forderungen, die in der Literatur an klassische Dislokationsstrukturen – bezogen auf den linken Satzrand – gestellt werden, formuliert Calvé[24] folgendermaßen:

- „[T]he isolated elements must be represented in the sentence by pronouns (or by some other form with a pronominal value.“
- „[I]t must be possible to reintegrate them [the isolated elements] into the sentence without altering its basic meaning.“

Auch laut Stark zeichnen sich klassische Linksversetzungen durch die „potentielle syntaktische ‚Wiedereinfügbarkeit’ [des herausgestellten Elements]“ aus.[25] An das von Calvé angesprochene obligatorische (und koreferente) Reprisepronomen stellt Stark im Falle von Linksversetzungen zusätzlich den Anspruch, dass dieses mit den herausgestellten Elementen kongruiert. Diese Kriterien treffen auf den von Stark (2008: 311) genannten Beispielsatz

15) Ce garçon, je le connais. uneingeschränkt zu.

Es gibt jedoch auch Herausstellungstrukturen, bei denen diese Kriterien nicht bzw. nur bedingt zutreffen und bei denen die herausgestellte Konstituente in geringerem Maße in den Satzrahmen integriert ist. Solche Konstruktionen werden in der Fachliteratur „Freie Themen“ (Stark 1997: 27), „hanging topics“ (Koch/Oesterreicher 2011: 92) oder „thèmes détachés“[26] genannt. Die Unterscheidung zwischen Freiem Thema und LV ist in vielen Fällen jedoch nicht leicht zu treffen und wird in der Sprachwissenschaft – je nach Autor – auf der Grundlage unterschiedlicher Kriterien vollzogen. So merken Koch und Oesterreicher zwar an, dass sich beim FT – im Gegensatz zur LV – der „syntaktische Bezug [...] zu den wiederaufnehmenden Pronomina äußerst indirekt“ gestalten kann (Koch/Oesterreicher 2011: 92), wie Beispiel 16) zeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In allen von Koch und Oesterreicher genannten Beispielen ist jedoch zumindest ein wiederaufnehmendes Pronomen vorhanden. Andere Autoren gehen hingegen davon aus, dass beim FT die pronominale Reprise auch entfallen kann. Erfolgt diese trotzdem, müssen beim FT laut Stark die herausgestellten Elemente nicht zwingend mit den koreferenten Elementen innerhalb des Satzrahmens kongruieren (vgl. Stark 2008: 313). Als weiterer Unterschied zwischen LV und FT wird häufig angeführt, dass „das F. T. vom Satz auch intonatorisch abgesetzt ist“ (Bußmann 2002: 226).

Strukturen am linken Satzrand, die noch in geringerem Maße in den Satzrahmen integriert sind als Freie Themen, werden oft als „absolute Rahmensetzungen“ (Stark 2008: 314) oder „cadres absolus“ (Stark 1999: 339) bezeichnet. Barnes nennt für diesen Konstruktionstyp das folgende Beispiel:

17) Oh oeuh, mais tu sais, l’métro, avec la Carte Orange, tu vas n’importe où.[27]

Stark erklärt das Phänomen der absoluten Rahmensetzung (ARS) folgendermaßen:

„Eine satzgliedfähige, durch eigenständigen Tonhöhenverlauf und nachfolgende Pause gleichsam als satzwertige Konstruktion markierte Konstituente befindet sich, syntaktisch fakultativ, vor einer satzförmigen Äußerung, die keinerlei mit dieser Konstituente koreferente Elemente enthält und mit der sie in einer rein semanto-pragmatisch beschreibbaren und rekonstruierbaren Relation steht. Die Konstruktion ist weiterhin nicht als von der Verbrektion abhängig gekennzeichnet, sie lässt sich kaum als adverbiale Verb- oder Satzergänzung kategorisieren, also nicht als Satzglied des folgenden Bezugssyntagmas.“ (Stark 2008: 314)

Stark betont außerdem, dass ARS – im Gegensatz zu Linksversetzungen und Freien Themen – nicht in den folgenden Satzrahmen integrierbar sind (vgl. Stark 2008: 314). Daher ist es bei ARS auch nicht sinnvoll, von „Herausstellungs“strukturen zu sprechen. Nichtsdestotrotz weisen ARS gewisse Ähnlichkeiten zu FT auf, werden vermutlich deshalb mitunter zu den Segmentierungen gezählt und aus diesem Grund auch in dieser Arbeit angesprochen.

Obwohl die bisher besprochenen Konstruktionstypen an Satzrändern also auf sehr unterschiedliche Weise definiert werden können und teilweise sehr schwierig voneinander abzugrenzen sind, lässt sich doch festhalten, dass man hinsichtlich der syntaktischen Integration des heraus- bzw. zumindest vorangestellten Elements von einem Kontinuum sprechen kann. Die Skala der Möglichkeiten reicht laut Koch und Oesterreicher hierbei „von einer rein aggregativen bis zu einer relativ integrativen Gestaltung“ (Koch/Oesterreicher 2011: 91). Folgt man Stark und fasst das redoublement aufgrund der oben genannten Kriterien als eigenständigen Typen auf, so ergibt sich hinsichtlich der syntaktischen Integration bzw. Isoliertheit der heraus- bzw. vorangestellten Konstituente folgendes Kontinuum:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das „segmentierte“ Element des französischen redoublements ist also sehr eng an den darauffolgenden Satzrahmen gebunden. Auch bei der LV ist die Bindung zwischen Basissatz und herausgestelltem Element eher eng, da letzteres im Satz durch ein koreferentes, mit der segmentierten Konstituente kongruierendes Pronomen wiederaufgenommen wird. Beim FT dagegen ist die syntaktische Integration geringer, da das Reprisepronomen mit dem herausgestellten Element nicht kongruieren muss und in manchen Fällen sogar entfallen kann. Eine rein aggregative Gestaltung liegt bei den ARS vor, was bedeutet, dass das vor den Satz gestellte Element aus syntaktischer Sicht völlig isoliert ist.

Genau wie bei den Konstruktionen am linken Satzrand kann man auch bei denen am rechten Satzrand von „mehrere[n] Grade[n] der Integration“ sprechen.[28] Peter Auer, der alle nicht-satzwertigen Konstruktionen, die dem Ende eines Satzes, genauer gesagt, potenziellen syntaktischen Abschlusspunkten folgen, unter dem Oberbegriff „Expansionen“ subsumiert, unterscheidet grundsätzlich zwischen „regressiven“ und „progressiven“ Expansionen.[29] Zu den regressiven Rechtsexpansionen zählt Auer alle Konstruktionen am rechten Satzrand, die sich auf die Vorgängerstruktur beziehen bzw. diese modifizieren. Progressive Expansionen hingegen führen die Vorgängerstruktur fort. Die regressiven Expansionen werden des Weiteren in „paradigmatisch-“ und „syntagmatisch-regressive“ unterteilt. Den größten Integrationsgrad weisen dabei paradigmatisch-regressive Expansionen auf, welche von anderen Autoren häufig „Rechtsherausstellungen“ oder „Rechtsversetzungen“ (RV) genannt werden und das Pendant zu den Linksversetzungen bilden. Bei solchen RV geht dem herausgestellten Element, das sich nun rechts vom Basissatz befindet, ein pronominaler Stellvertreter voraus, der – genau wie bei den LV – mit dem herausgestellten Element kongruiert. Das segmentierte Element und das Pronomen sind referenzidentisch und stehen in einem paradigmatischen Verhältnis zueinander. Auer (1991: 150) nennt für diese Form der Herausstellung das folgende Beispiel (18). Das substituierte Pronomen ist fett, die Rechtsversetzung kursiv gesetzt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einen aus syntaktischer Sicht geringeren Integrationsgrad weisen syntagmatisch-regressive Expansionen auf. Bei dieser Art von Rechtsexpansion, bei der im Gegensatz zu den Rechtsversetzungen keine Substitution erfolgt, könnten die syntagmatischen Ergänzungen am rechten Satzrand stets in den vorhergehenden Satzrahmen integriert werden, wie man anhand des folgenden Beispiels (19) von Auer (1991: 148) sehen kann [Die kursiv gesetzte Expansion könnte an der Stelle des @ integriert werden].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Art der Expansion wird von Auer „Nachtrag“ genannt (Auer 1991: 148). Wie bei den Konstruktionen am linken Satzrand herrscht aber auch am rechten Satzrand in terminologischer Hinsicht oft Uneinigkeit. So wird dieses Phänomen von Linguisten, die ihren Beschreibungen das Stellungsfeldermodell[30] zugrunde legen, oft auch als „Ausklammerung“ bezeichnet, da in vielen Fällen „einzelne[...] oder mehrere[...] Satzglieder[...] außerhalb der rechten Satzklammer“ platziert werden (Bußmann 2002: 106). Schwitalla konstatiert zwar einerseits, dass „Nachtrag“ und „Ausklammerung“ nur schwer voneinander zu trennen sind (vgl. Schwitalla 2006: 117), folgt aber letztendlich Auer, der die beiden Phänomene als syntaktisch gleichwertig erachtet und sie ausschließlich auf Grundlage der Prosodie unterscheidet. Seiner Ansicht nach zeichnen sich Ausklammerungen durch prosodische Integration aus, Nachträge hingegen durch prosodische Selbstständigkeit (vgl. Auer 1991: 148).

Einen noch geringeren Integrationsgrad als Nachträge bzw. Ausklammerungen weisen progressive Expansionen auf, da es sich hierbei um „thematisch weiterführende Informationen ohne die Möglichkeit der Integration“ handelt (Schwitalla 2006: 115). Da progressive Expansionen im Gegensatz zu Rechtsversetzungen und Nachträgen bzw. Ausklammerungen nicht in den vorausgehenden Satzrahmen integriert werden können, ist es bei Fortsetzungen dieser Art – wie schon bei den ARS – nicht sinnvoll, von „Herausstellungs“strukturen bzw. Satzsegmentierungen im engeren Sinne zu sprechen. Trotzdem ist den progressiven Expansionen eine gewisse Nähe zu den bereits genannten Konstruktionen am rechten Satzrand nicht abzusprechen, weswegen sie in der Literatur häufig auch den „Nachträgen“ zugeschlagen werden (vgl. Schwitalla 2006: 115) und deshalb auch in dieser Arbeit Erwähnung finden.

Progressive Expansionen führen die Syntax laut Auer „über einen möglichen Abschlusspunkt hinweg weiter“ und sind „ausschließlich an dem prosodischen Bruch erkennbar“, ohne den „ein ’unauffälliger’ Satz vorläge“ (Auer 1991: 151), z. B. in diesem Fall (20):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auer erklärt außerdem, dass er eine Fortsetzung dieser Art als „Apposition“ bezeichnet, wenn „die Expansion keinerlei morphologischen Bezug zur Vorgängerstruktur hat, an die sie sich jedoch semantisch anlehnt“ (Auer 1991: 151). Das trifft beispielsweise auf den folgenden Satz zu (21):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die bisherigen Ausführungen zeigen, dass auch die Konstruktionstypen am rechten Satzrand in der Fachliteratur auf sehr unterschiedliche Weise definiert werden und oft schwer voneinander abzugrenzen sind. Nichtsdestotrotz kann man auch bezüglich des rechten Satzrandes von einem Kontinuum syntaktischer Integration sprechen, das sich, sofern die oben genannte Auswahl an Definitionen zugrunde gelegt wird, folgendermaßen illustrieren lässt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vergleicht man die Literatur zu Satzrandkonstruktionen in der romanischen Sprachwissenschaft mit der in der germanistischen Sprachwissenschaft, so fällt auf, dass sich beide Forschungszweige ähnlich intensiv mit dem linken Satzrand, besonders mit LV und FT auseinandersetzen. Dem rechten Satzrand hingegen wird in der Germanistik weitaus mehr Aufmerksamkeit geschenkt, was u.a. wohl daran liegt, dass sich im Deutschen aufgrund der Satzklammer mehr Herausstellungstypen ergeben. So kann in der französischen Sprache beispielsweise nicht von „Ausklammerung“ gesprochen werden.

2.1.2 Die Satzsegmentierung unter dem Gesichtspunkt der Wortfolge

Untersucht man nun die Bedeutung, die die Satzsegmentierung für die deutsche bzw. französische Sprache hat, so fällt auf, dass „die Dislokation [...] im Französischen [...] ausgesprochen häufig“ auftritt (Krassin 1994: 32) und, so hat es den Anschein, eine prominentere Rolle spielt als im Deutschen. Dieser Sachverhalt wird in der Literatur zumeist mit Bezugnahme auf die Wortfolge erklärt und hat vor allen Dingen damit zu tun, dass die beiden Sprachen unterschiedlichen Sprachtypen zugeordnet werden können. So merkt Blumenthal in seinem Sprachvergleich Deutsch – Französisch an, dass „das Deutsche mehr synthetisch, das Französische mehr analytisch“ ist.[31] Das bedeutet, dass das Deutsche eher die Tendenz hat, „die syntaktischen Beziehungen im Satz durch morphologische Markierungen am Wortstamm zu kennzeichnen“ (Bußmann 2002: 676), das Französische hingegen dazu neigt, „die syntaktischen Beziehungen im Satz nicht durch morphologische Mittel, sondern außerhalb des Wortes durch grammatische Hilfswörter oder Wortstellung auszudrücken“ (Bußmann 2002: 321). Was in der deutschen Sprache also Kasusmorpheme leisten, wird in der französischen Sprache zumeist über die Wortfolge bzw. über die Stellung der Konstituenten im Satz zum Ausdruck gebracht. Die am häufigsten verwendete Wortfolge im heutigen Standardfranzösisch ist dabei S-V-O (Subjekt – Verb/Prädikat – (direktes) Objekt). Diese „normale“, auch „direkte“ oder „logisch“ genannte Wortfolge (vgl. Söll 1980: 148) existiert jedoch nicht schon immer, sondern hat sich im Laufe der Jahrhunderte im Zuge des Abbaus der lateinischen Kasusendungen entwickelt. Diesen Prozess der Grammatikalisierung der Reihenfolgebeziehungen lässt sich auf folgende Weise treffend beschreiben:

„Die Entwicklung des heutigen Französischen aus dem Lateinischen lässt sich zusammenfassen als Übergang von einem Sprachtypus mit noch überwiegend flexivisch (synthetisch) kodierten grammatischen Kategorien (...) zu einem Sprachtypus mit überwiegend analytisch kodierten grammatischen Kategorien (...), einem verfestigten System weitgehend obligatorischer und einheitlich kodierter syntaktischer Funktionen.“[32]

Das Französische hat also im Laufe der Zeit eine relativ rigide Satzgliedstellung entwickelt, wohingegen das Deutsche aufgrund seiner morphologischen Kasus eine sehr viel freiere Satzstruktur besitzt. Aus diesem Grund weist Sokol darauf hin, dass man im Deutschen wegen der besagten „relative[n] syntaktische[n] Stellungsfreiheit“ nicht zu einer Dislokationsstruktur gezwungen ist, „wenn man ein Satzglied informativ anders gewichten und umstellen möchte (Sokol 2007: 157). Im Deutschen ist es beispielsweise möglich, dem direkten Objekt des Satzes

22) Der Schüler liebt den Hund. durch bloße Voranstellung mehr Gewicht zu verleihen:

23) Den Hund liebt der Schüler. Im Französischen hingegen kann man das Objekt des Ausgangssatzes

24) L’élève aime le chien. aufgrund der nicht vorhandenen Flexion des Artikels nicht in ähnlicher Weise an den Satzanfang stellen, wenn man die Bedeutung des Satzes nicht verändern will:

25) Le chien aime l’élève.

Da im Französischen auch die prosodischen Mittel dahingehend beschränkt sind, dass man – im Gegensatz zum Deutschen – nicht einfach jedes beliebige Wort betonen kann, um einen höheren Mitteilungswert zu signalisieren (vgl. Blumenthal 1997: 36-37), ist die Satzsegmentierung ein wichtiges Mittel, mithilfe dessen man die direkte Wortfolge im Französischen durchbrechen und bestimmte Glieder eines Satzes hervorheben kann. Calvé (1985: 231) beschreibt den besonderen Stellenwert der Satzsegmentierung im Französischen auf folgende Weise: „Dislocation is one of the mechanisms freeing the speaker from the constraints French grammar imposes upon word order“. Eine Abweichung von der „logischen“ Wortfolge ergibt sich dann, wenn das direkte oder indirekte Objekt nach links oder das Subjekt nach rechts projiziert wird. In diesen Fällen ergeben sich die Wortfolgen COD-S-o-V, COI-S-o-V und s-V-COD-S, die zwar einerseits von der „logischen“ Wortfolge abweichen, andererseits aber dank des Segmentierungsprozesses, der die Substitution der dislozierten Konstituenten durch Pronomina einschließt, dennoch wohlgeformt und aus grammatischer Sicht korrekt sind (vgl. Huber 2007: 58-59).

2.1.3 Die Satzsegmentierung aus Sicht der funktionalen Grammatik

Aus dem zuvor Beschriebenen geht hervor, dass die Satzsegmentierung im Französischen vor allem dazu eingesetzt wird, die direkte Wortfolge S-V-O zu durchbrechen. Wie die Beispielsätze 22) bis 25) bereits andeuten, liegt das Bedürfnis von Sprechern, von der „normalen“ Wortfolge abzuweichen, darin begründet, dass sie dadurch die Informationsgliederung einer Äußerung steuern können. Diese Steuerung der Informationsabfolge ist deshalb notwendig, da die Elemente eines Satzes einen unterschiedlich großen Mitteilungswert aufweisen (vgl. Huber 2007: 79) und da Sprecher stets bestrebt sind, diese Elemente mit unterschiedlichem Mitteilungswert je nach jeweiliger Kommunikationssituation und Ausdrucksabsicht angemessen zu positionieren.

Die Linguisten der Prager Schule, allen voran ihr Gründer Vilém Mathesius, prägten für diese beschriebene Informationsgliederung innerhalb von Sätzen oder auch Texten die beiden Begriffe „Funktionale Satzperspektive“ und „Thema-Rhema-Gliederung (TRG)“ (vgl. Dürscheid 2010: 178). In der Grammatik des heutigen Französisch wird synonym dazu der Terminus „Mitteilungsperspektive“ verwendet, wobei sich aber auch Klein/Kleineidam in ihren Ausführungen auf die Begriffe „Thema“ und „Rhema“ stützen.[33] Obwohl diese Begriffe auch in der modernen Sprachwissenschaft noch in aller Munde sind, existiert nach wie vor keine allgemein anerkannte Definition dafür und die terminologischen Alternativen sind ähnlich zahlreich wie auf dem Gebiet der Satzsegmentierung. In den meisten Fällen wird das Thema aber mit „bekannte[r]“, „alte[r]“, „vorerwähnte[r]“, „präsupponierte[r]“ oder „kontextuell präsente[r]“ Information gleichgesetzt und das Rhema mit dem jeweiligen Gegenteil (Bußmann 2002: 696). In dieser Verwendungsweise sind in der Literatur auch Ausdrücke wie „Topik“, „Hintergrund“ und „Präsupposition“ für „Thema“ und „Comment“, „Fokus“ oder „Prädikation“ für „Rhema“ zu finden (Bußmann 2002: 696). In einer zweiten Verwendungsweise steht „Thema“ oft für „dasjenige, über das man spricht“ und „Rhema“ für „das, was darüber ausgesagt wird“ (Dürscheid 2010: 183). Für diese zweite Verwendungsweise nennt Raible auch die Begriffspaare „logisches Subjekt“ und „logisches Prädikat“, „psychologisches Subjekt“ und „psychologisches Prädikat“ und eben auch das bereits oben genannte Begriffspaar „Topic“ und „Comment“, das andere Autoren auch für die oben beschriebene erste Verwendungsweise benutzen.[34] Eine Abgrenzung zwischen den verschiedenen Bedeutungspotenzialen von „Thema“ und „Rhema“ – sofern sie denn überhaupt erfolgt – wird in der Literatur also auf sehr unterschiedliche Weise und mithilfe unscharfer, sich in der Bedeutung überschneidender Termini vollzogen. Aus diesem Grund scheint es legitim, mit der folgenden Definition zu arbeiten, welche eine Synthese der gängigsten Verwendungsweisen der Begriffe „Thema“ und „Rhema“ versucht:

„Das Thema des Satzes ist der Gegenstand der Mitteilung, das, worüber gesprochen wird. Es ist in der Regel der Ausgangspunkt einer Aussage und steht somit normalerweise am Anfang des Satzes. Es beschreibt also den bekannten oder als bekannt unterstellten Teil des Satzinhaltes und ist folglich in der Regel aus dem Vorwissen von Sprecher und Hörer oder aus dem sprachlichen oder situativen Kontext ableitbar. Das Rhema ist das, was über das Thema gesagt wird und stellt somit die neue Information dar. Es ist nicht aus dem Vorwissen von Sprecher oder Hörer oder aus dem Kontext ableitbar. Das Rhema ist normalerweise das Ziel einer Aussage und steht daher für gewöhnlich am Ende des Satzes.“ (Huber 2007: 77-78)

Geht man nun davon aus, dass „die Abfolge Thema – Rhema als ‚normal’ zu betrachten ist“ (Krassin 1994: 34), wird klar, was im Französischen mit der Satzsegmentierung bezweckt werden kann. Aus informationsstruktureller Sicht stellt sie das Gegenstück zur phrase clivée dar, denn während Spaltsätze vom Typ „c’est ... qui / c’est ... que“ stets das Rhema eines Satzes betonen, wird bei der Segmentierung immer das Thema des Satzes herausgestellt. Erfolgt die Projektion des Themas wie im Satz

26) Cette maison (Thema), elle me plaît beaucoup (Rhema). (Krassin 1994: 34)

nach links, wird die gewöhnliche Abfolge Thema – Rhema zwar beibehalten, der thematische Charakter des herausgestellten Elements wird aber zusätzlich betont, die neutrale Mitteilungsperspektive wird sozusagen verstärkt (vgl. Huber 2007: 87-88).

Eine zweite Funktion der Satzsegmentierung besteht darin, ein Element, das in einem nicht segmentierten Satz rhematischen Charakter hätte, an den Beginn des Satzes zu stellen und es auf diese Weise zu thematisieren, sprich, ihm einen geringeren Mitteilungswert einzuräumen, wodurch eine „neutrale Mitteilungsperspektive“ erreicht wird (Huber 2007: 89). Während man „la voiture“ im Satz

27) J’ai rentré la voiture au garage. (Huber 2007: 89) beispielsweise dem Rhema zurechnen würde, hat es im Satz

28) La voiture, je l ’ai rentrée au garage. lediglich thematischen Charakter.

Eine dritte Funktion der Segmentierung im Hinblick auf die Abfolge der Informationen im Satz besteht in der Hervorhebung des Rhemas. Eine solche mise en relief wird durch die Rechtsversetzung des thematischen Teils eines Satzes erreicht, wodurch die normale Informationsfolge umgekehrt wird und das Rhema dem Thema vorausgeht, z. B. in folgendem Satz:

29) Elle me plaît beaucoup (Rhema), cette maison (Thema). (Krassin 1994: 34)

Aufgrund der Initialstellung des Rhemas liegt in diesem Fall eine Wortfolge bzw. Mitteilungsperspektive vor, die man als „expressiv“ einstufen kann (Huber 2007: 89).

Natürlich resultieren Satzsegmentierungen nicht immer nur aus dem Bestreben eines Sprechers, die Thema-Rhema-Abfolge je nach Kommunikationssituation und Ausdrucksabsicht optimal zu gestalten. Vielmehr sind sie oft auch Folge der Eigenschaften gesprochener Sprache, die durch ihre später noch ausführlicher thematisierte echtzeitliche Emergenz (vgl. Kapitel 2.4.1.2) charakterisiert ist und unter Bedingungen entsteht (z. B. Dialogizität oder Spontaneität), die Koch und Oesterreicher unter dem Begriff „konzeptionelle Mündlichkeit“ bzw. „Nähe“ zusammengefasst haben (vgl. Koch/Oesterreicher 2011: 13). Auf die Funktionen, die Dislokationsstrukturen speziell im Zusammenhang mit den Merkmalen gesprochener Sprache erfüllen, wird an späterer Stelle noch genauer eingegangen (vgl. Kapitel 2.5.1 und 2.5.2).

[...]


[1] Tucholsky, Kurt (1967): Gesammelte Werke. Bd. 2. Reinbek: Rowohlt. S. 713-714.

[2] Zu den Bedingungen kommunikativer Nähe zählen Koch und Oesterreicher Privatheit, Vertrautheit, Emotionalität, Situations- und Handlungseinbindung, Referenzbezug, physische Nähe, intensive Kooperation, Dialogizität, Spontaneität und freie Themenentwicklung. Diese Kommunikationsbedingungen sind charakteristisch für die sogenannte „Nähesprache“. Zu diesem Begriff ist anzumerken, dass er sich auf die Konzeption von Sprache bezieht und nicht – wie der Ausdruck „gesprochene Sprache“ – auf das Medium. Nähesprache kann also theoretisch auch grafisch realisiert werden und ist daher nicht mit „gesprochener Sprache“ gleichzusetzen. Im Allgemeinen ist festzustellen, dass die zeitgenössische Gesprochene-Sprache-Forschung unter „gesprochener Sprache“ phonisch realisierte Nähesprache versteht. Dieses Begriffsverständnis wird in der vorliegenden Arbeit übernommen. Zur Unterscheidung zwischen Konzeption und Medium vgl. Koch, Peter / Oesterreicher, Wulf (22011): Gesprochene Sprache in der Romania: Französisch, Italienisch, Spanisch. Berlin: de Gruyter. S. 3-14.

[3] Huber, Christina (2007): Die Satzsegmentierung in der französischen Pressesprache der Gegenwart. Wilhelmsfeld: Egert. S. 52.

[4] Müller-Hauser, Marie-Louise (1943): La mise en relief d’une idée en français moderne. Genf: Droz. S. 152.

[5] Krassin, Gudrun (1994): Neuere Entwicklungen in der französischen Grammatik und Grammatikforschung. Tübingen: Niemeyer. S. 31.

[6] Bally, Charles (51970): Traité de stylistique française. Vol. I. Genf: Georg & Cie. S. 311.

[7] Altmann, Hans (1981): Formen der „Herausstellung“ im Deutschen: Rechtsversetzung, Linksversetzung, freies Thema u. verwandte Konstruktionen. Tübingen: Niemeyer. S. 16.

[8] Honnigfort, Eva (1993): Der segmentierte Satz. Syntaktische und pragmatische Untersuchungen zum gesprochenen Französisch der Gegenwart. Münster: Nodus. S. 71.

[9] Tesnière, Lucien (21965): Éléments de syntaxe structurale. Paris: Klincksieck. S. 172.

[10] Gülich, Elisabeth (1982): „La <<phrase segmentée>> en français et en allemand: une technique particulière à la communication orale“. In: Didactique des langues étrangères. Français, Allemand. Actes du colloque tenu à l’Université de Lyon II en mars 1981. Lyon: Presses Universitaires de Lyon. S. 35.

[11] vgl. Le Bidois, Georges / Le Bidois, Robert (1967): Syntaxe du français moderne. Ses fondements historiques et psychologiques. Bd. II. Paris: A. Picard. S. 59.

[12] Müller, Bodo (1975): Das Französische der Gegenwart: Varietäten, Strukturen, Tendenzen. Heidelberg: Winter. S. 80.

[13] Gross, Maurice (1968): Grammaire transformationnelle du français. Syntaxe du verbe. Paris: Larousse. S. 146.

[14] Söll, Ludwig (21980): Gesprochenes und geschriebenes Französisch. Berlin: Schmidt. S. 148.

[15] vgl. Grevisse, Maurice (111980): Le bon usage. Paris-Gembloux: Duculot. S. 218-219.

[16] Sokol, Monika (22007): Französische Sprachwissenschaft. Ein Arbeitsbuch mit thematischem Reader. Tübingen: Narr. S. 156.

[17] Bußmann, Hadumod (Hrsg.) (32002): Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Kröner. S. 8.

[18] Kraif, Ursula (Red.) (102010): Duden. Das Fremdwörterbuch. Mannheim und Zürich: Dudenverlag. S. 258.

[19] Heger, Klaus (1982): „<<Il la lui a donnée, à Jean, son père, sa moto>> - neue Überlegungen zu einem alten Beispiel“. In: Winkelmann, O. / Braisch, M. (Hrsg.) (1982): Festschrift für Johannes Hubschmid zum 65. Geburtstag. Beiträge zur allgemeinen indogermanischen und romanischen Sprachwissenschaft. Bern: Francke. S. 53.

[20] Blanche-Benveniste, Claire / Temple, Liz (1989): „Décrire le français parlé“. In: Le Français dans le Monde. Recherches et applications. Numéro spécial, février-mars 1989. Paris: Hachette. S. 31.

[21] Koch, Peter / Oesterreicher, Wulf (1990): Gesprochene Sprache in der Romania: Französisch, Italienisch, Spanisch. Tübingen: Niemeyer. S. 162.

[22] Stefenelli, Arnulf (1992): „Eine zentrale Triebkraft der spontansprachlichen Dynamik des Französischen: die Koppelung ‚Subjektspronomen + Verbalform’“. In: Le français aujourd’hui – une langue à comprendre – Französisch heute, Mélanges offerts à Jürgen Olbert. Frankfurt a. Main: Diesterweg. S. 185.

[23] Stark, Elisabeth (1997): Voranstellungsstrukturen und ‚topic’-Markierung im Französischen. Mit einem Ausblick auf das Italienische. Tübingen: Narr. S. 22.

[24] Calvé, Pierre (1985): „Dislocation in Spoken French“. In: The Modern Language Journal 69, 3, S. 230.

[25] Stark, Elisabeth (22008): „Einzelaspekt: Wortstellung und Informationsstruktur“. In: Kolboom, I. / Kotschi, T. / Reichel, E. (Hrsg.) (2008): Handbuch Französisch. Sprache – Literatur – Kultur – Gesellschaft. Berlin: Erich Schmidt. S. 313.

[26] Stark, Elisabeth (1999): „Antéposition et marquage du thème (topic) dans les dialogues spontanés“. In: La thématisation dans les langues. Actes du colloque de Caen, 9-11 octobre 1997. Bern u.a.: Lang. S. 338.

[27] Barnes, Betsy K. (1985): The Pragmatics of Left Detachment in Spoken Standard French. Amsterdam / Philadelphia: Benjamins. S. 101.

[28] Schwitalla, Johannes (32006): Gesprochenes Deutsch – Eine Einführung. Berlin: Erich Schmidt. S. 115.

[29] vgl. Auer, Peter (1991): „Vom Ende deutscher Sätze“. In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 19, S. 144 ff.

[30] Das Stellungsfeldermodell (auch: topologisches Modell), ein spezielles Analyseverfahren der germanistischen Linguistik, basiert auf der (zweiteiligen) deutschen Satzklammer, die den Satz in drei Felder (Vor-, Mittel- und Nachfeld) segmentiert (vgl. Dürscheid, Christa (52010): Syntax. Grundlagen und Theorien. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. S. 87 ff.

[31] Blumenthal, Peter (21997): Sprachvergleich Deutsch – Französisch. Tübingen: Niemeyer. S. 34.

[32] Seefranz-Montag, Ariane von (1983): Syntaktische Funktionen und Wortstellungsveränderungen. Die Entwicklung ‚subjektloser’ Konstruktionen in einigen Sprachen. München: Wilhelm Fink. S. 212.

[33] Klein, Hans-Wilhelm / Kleineidam, Hartmut (21994): Grammatik des heutigen Französisch. Stuttgart: Klett. S. 282.

[34] Raible, Wolfgang (1971): „<Thema> und <Rhema> im französischen Satz“. In: Zeitschrift für französische Sprache und Literatur 81. Wiesbaden: Franz Steiner. S. 210.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten

Details

Titel
Die Satzsegmentierung aus Sicht der modernen Gesprochene-Sprache-Forschung
Hochschule
Universität Regensburg  (Institut für Romanistik)
Veranstaltung
Romanistik (Französisch) + Germanistik - Linguistik
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2011
Seiten
85
Katalognummer
V277975
ISBN (eBook)
9783656704645
ISBN (Buch)
9783656712053
Dateigröße
1390 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Satzsegmentierung, Herausstellung, Herausstellungsstrukturen, Segmentierung, Dislokation, Projektion, projection, projection des actants, redondance actancielle, Aktantenredundanz, affektische Reliefstellung, détachement, disjonction, emploi pléonastique, Linksversetzung, Rechtsversetzung, gesprochene Sprache, On-line-Syntax, Syntax, Echtzeit, Linkssegmentierung, Rechtssegmentierung, Altmann, Selting, Tesnière, Gülich, Honnigfort, Larsson, Seelbach, Entzeitlichung, Produktorientiertheit, Written Language Bias, Skriptizismus, Zeitlichkeit, Expansion, Retraktion, Auer
Arbeit zitieren
Michael Brendel (Autor), 2011, Die Satzsegmentierung aus Sicht der modernen Gesprochene-Sprache-Forschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277975

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Satzsegmentierung aus Sicht der modernen Gesprochene-Sprache-Forschung


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden