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Die Erlebnispädagogik. Eine Interventionsmöglichkeit in der Arbeit mit Jugendlichen

Titel: Die Erlebnispädagogik. Eine Interventionsmöglichkeit in der Arbeit mit Jugendlichen

Masterarbeit , 2012 , 102 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Annika Kailing (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Man sollte die Kinder lehren, ohne Netz auf einem Seil zu tanzen, bei Nacht alleine unter freiem Himmel zu schlafen,
in einem Kahn auf das offene Meer hinauszurudern. Man sollte sie lehren, […] nirgendwo sonst als nur im Leben zu Hause zu sein und in sich selbst Geborgenheit zu finden.“ (HANS-HERBERT DREISKE)

Erlebnispädagogen und Befürworter, wie DREISKE in obigem Zitat, sehen in ihr eine Alternative zur herkömmlichen Pädagogik; Kritiker sprechen ihr langanhaltende Erfolge ab und verpassen ihr Stempel à la „Modeerscheinung“ oder „Kurzzeitpädagogik“ - die moderne Erlebnispädagogik ist in vieler Munde.
Nicht zuletzt populäre Fernsehserien wie „Die strengsten Eltern der Welt“ oder „Camp für wilde Teenies“, welche verhaltensauffällige und delinquente Jugendliche auf begrenzte Zeit in fremde Länder entsenden, um sich dort - fernab der Heimat und unter unkomfortablen Bedingungen - sozial zu bewähren, werfen nicht selten ein eher unseriöses und zu belächelndes Bild auf erlebnispädagogische Maßnahmen. Der „SPIEGEL“ titelt in diesem Zusammenhang schlicht: „Erlebnispädagogik im Ausland - Der Problemfall-Export“.
Zwar bilden solche intensivpädagogischen Auslandsprojekte ein Standbein der Erlebnispädagogik, allerdings ist sie durchaus mehr, als die deutsche Fern- und Zeitschriftenlandschaft zu vermitteln versucht. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Erlebnispädagogik als Interventionsmaßnahme in der offenen Jugendarbeit.

Ein spezielles Augenmerk liegt dabei auf der Fragestellung „Welche Möglichkeiten und Grenzen ergeben sich für die Erlebnispädagogik in der Arbeit mit Jugendlichen?“. Um dieser Ausgangsfrage nach und nach auf den Grund gehen zu können, müssen zunächst einmal theoretische Grundlagen geschaffen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel: Einführung

2. Kapitel: Die Erlebnisgesellschaft

3. Kapitel: Das Jugendzeitalter

4. Kapitel: Die Jugendarbeit

4.1 Charakteristika

4.2 Entwicklungsgeschichte

4.3 Rechtliche Rahmenbedingungen

5. Kapitel: Die Erlebnispädagogik

5.1 Theoretische Grundlagen

5.1.1 Begriffsbestimmungen

5.1.2 Wurzeln

5.1.2.1 Konfuzius, Platon, Aristoteles

5.1.2.2 Jean-Jacques Rousseau, David Henry Thoreau, Wilhelm Dilthey

5.1.2.3 John Dewey, Kurt Hahn, Waltraud Neubert

5.1.3 Grundprinzipien und Kerngedanken

5.1.4 Kernelemente

5.1.4.1 Gemeinschaft

5.1.4.2 Natur

5.1.4.3 Erlebnis

5.2 Praktische Anwendung in der Jugendarbeit

5.2.1 Allgemeine Grundlagen

5.2.2 Anwendungsbeispiele

5.2.2.1 Segeln

5.2.2.2 Klettern

5.2.2.3 Wandern

5.2.2.4 Seilgärten

5.2.3 Wirkungsmodelle

5.2.4 Reflexion

5.2.5 Transfer

6. Kapitel: Möglichkeiten und Grenzen der Erlebnispädagogik in der Jugendarbeit

6.1 Möglichkeiten

6.2 Grenzen

6.2.1 Wirksamkeit von Erlebnissen

6.2.2 Transferproblematik

6.2.3 Qualitätssicherung

6.3 Ausblick

7. Kapitel: Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erlebnispädagogik als Interventionsmöglichkeit innerhalb der offenen Jugendarbeit und geht dabei der zentralen Forschungsfrage nach, welche Möglichkeiten und Grenzen sich für diesen pädagogischen Ansatz in der Arbeit mit Jugendlichen ergeben.

  • Theoretische Grundlagen und historische Entwicklung der Erlebnispädagogik
  • Strukturen und Charakteristika der offenen Jugendarbeit
  • Praktische Anwendungsbeispiele wie Segeln, Klettern, Wandern und Seilgärten
  • Wirkungsmodelle sowie die Bedeutung von Reflexion und Transfer
  • Kritische Analyse von Erfolgspotenzialen und Grenzen der Methode

Auszug aus dem Buch

5.1.4.2 Natur

Die Erlebnispädagogik bedient sich bewusst eines Erfahrungsumfeldes, das sich klar von der alltäglichen Lebenssituation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterscheidet. Die erste Anlaufstelle bildet die Natur, die als Ursprung der Erlebnispädagogik gilt. Besonders die „außergewöhnliche Einfachheit", die ein Aufenthalt in freier Natur mit sich bringt, soll in deutlichem Kontrast zum alltäglichen Erleben stehen (vgl. HEMLING/KORING, 1997, S. 17).

„Die Naturräume eröffnen den Menschen durch ihre Vielseitigkeit und Lebendigkeit eine Vielfalt an Handlungsalternativen und Entfaltungsmöglichkeiten.“ (KRESZMEIER, 2007, S. 60), so KRESZMEIER. Speziell im Rahmen diverser Natursportarten, welche im Kontext der vorliegenden Arbeit repräsentativ in Form von „Segeln“, „Klettern“, „Wandern“ und „Seilgärten“ vorgestellt werden, erhält die Aktivität der Sinne einen anderen Stellenwert, als im Alltagsleben. Entsprechende, natürliche Räume befriedigen in Verbindung mit Überraschungselementen und Erfolgserlebnissen unter Umständen den Abenteuerdrang der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und sie entwickeln Eigeninitiative (vgl. HEMLING/KORING, 1997, S. 40f.). Zu dieser Eigeninitiative könnte nach MAASSEN zum Beispiel zählen: „Die Schokoverpackung wird im Wald nicht weggeworfen, Tropenhölzer nicht verwendet und die Lebenswelt nach ökologischen Werten ausgerichtet.“ (MAASSEN, 1995, S. 189)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kapitel: Einführung: Die Einleitung führt in die Thematik der Erlebnispädagogik ein, beleuchtet deren öffentliches Image und definiert das Ziel der Arbeit, die Erlebnispädagogik als Interventionsmaßnahme in der offenen Jugendarbeit zu untersuchen.

2. Kapitel: Die Erlebnisgesellschaft: Dieses Kapitel analysiert die moderne Gesellschaft, die durch Reizüberflutung und Konsum geprägt ist, und stellt diese dem Bedürfnis nach unmittelbaren, echten Erlebnissen gegenüber.

3. Kapitel: Das Jugendzeitalter: Es wird die Lebenswelt von Jugendlichen betrachtet, wobei besonders das Spannungsverhältnis zur Erwachsenengeneration sowie der Bedarf an sinnstiftenden Aufgaben und Identitätsfindung thematisiert werden.

4. Kapitel: Die Jugendarbeit: Hier werden die Definition, historische Entwicklung und die rechtlichen Rahmenbedingungen der offenen Jugendarbeit als Basis für die erlebnispädagogische Praxis dargelegt.

5. Kapitel: Die Erlebnispädagogik: Dieses Hauptkapitel umfasst die theoretischen Fundamente, die historischen Wurzeln sowie die praktische Umsetzung der Erlebnispädagogik inklusive konkreter Beispiele und methodischer Reflexionsmodelle.

6. Kapitel: Möglichkeiten und Grenzen der Erlebnispädagogik in der Jugendarbeit: Das Kapitel diskutiert kritisch die Einsatzmöglichkeiten sowie die Grenzen der Methode, insbesondere im Hinblick auf Wirksamkeit, Transferproblematik und Qualitätssicherung.

7. Kapitel: Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einordnung der Erlebnispädagogik als ernstzunehmende Interventionsmöglichkeit und einem Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, offene Jugendarbeit, Interventionsmaßnahme, Erlebnisse, Natur, Jugendzeitalter, Transfer, Reflexion, Persönlichkeitsentwicklung, Selbsterfahrung, Sozialpädagogik, handlungsorientiertes Lernen, Outdoor-Pädagogik, Gruppenprozesse, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterthesis grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Erlebnispädagogik als eine Methode zur pädagogischen Einflussnahme in der offenen Jugendarbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Erlebnispädagogik, ihrer historischen Entwicklung und ihrer konkreten Anwendung mittels Natursportarten und Interaktionsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen aufzuzeigen, die sich ergeben, wenn erlebnispädagogische Settings gezielt in die Arbeit mit Jugendlichen integriert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, um theoretische Konzepte mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen (Wurzeln, Kernelemente) und die praktische Umsetzung, inklusive Wirkungsmodellen und Strategien zur Sicherung von Lerneffekten durch Reflexion und Transfer.

Welche Keywords charakterisieren die Publikation am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, offene Jugendarbeit, Persönlichkeitsentwicklung, Reflexion und Transfer.

Welche Rolle spielt die Natur in den behandelten Konzepten?

Die Natur dient als bewusster Kontrastraum zum Alltag, der durch seine Einfachheit und Lebendigkeit besondere Lernanlässe und Herausforderungen für Jugendliche bietet.

Warum wird der Begriff "Transfer" in der Erlebnispädagogik als kritisch angesehen?

Der Transfer ist kritisch, da es schwierig ist, in der Natur erlernte Kompetenzen direkt auf den sozialen Alltag der Jugendlichen zu übertragen, was von Kritikern oft als Schwachstelle der Methode angeführt wird.

Wie wird die Rolle der pädagogischen Fachkraft definiert?

Die Fachkraft agiert als Begleiter, der Rahmenbedingungen schafft, Reflexionsprozesse stimuliert und den Jugendlichen dabei hilft, Erfahrungen in Lernprozesse zu übersetzen.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Wirksamkeit?

Erlebnispädagogik ist kein Allheilmittel, sondern eine Interventionsmöglichkeit, deren Erfolg stark von der individuellen Passung zur Zielgruppe und der Qualität der pädagogischen Vor- und Nachbereitung abhängt.

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Details

Titel
Die Erlebnispädagogik. Eine Interventionsmöglichkeit in der Arbeit mit Jugendlichen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
2,0
Autor
Annika Kailing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
102
Katalognummer
V278026
ISBN (eBook)
9783656738350
ISBN (Buch)
9783656738343
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erlebnispädagogik eine interventionsmöglichkeit arbeit jugendlichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Kailing (Autor:in), 2012, Die Erlebnispädagogik. Eine Interventionsmöglichkeit in der Arbeit mit Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278026
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Leseprobe aus  102  Seiten
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