Außenhandel. Lernzusammenfassung


Prüfungsvorbereitung, 2000
9 Seiten

Leseprobe

Außenhandel- KA Prüfung 2000

Export: grenzüberschreitende Bereitstellung von wirtschaftl. Leistungen, vorrangig Waren, an das Ausland

Import: grenzüberschreitende Bereitstellung von wirtschaftl. Leistungen, vorrangig Waren, in das Ausland

Gründe, warum BRD ex- & importiert:

- Export für den Absatz
- Import um in D nicht vorhandene Waren zu kaufen
- Komepensationsgeschäfte: Ware gegen Ware

Die Wahl des Distributionsweges:

- wohin? auslandsbezogene Faktoren (Infrastruktur, Politik...)
- wer? unternehmensbezogene Faktoren (Größe, Image, Kapital)
- was? produktbezogene Faktoren (Servicebedarf, Sortimentsbedarf...)

Direkter Import:

- wenn Lager, dann eigenes; kann Handelsmittler vor Ort sein
- Preisschwankungen bei Rohstoffen
- Risiko der Lieferverläßlichkeit
- direkter Kontakt zu Lieferant
- Kosteneinsparung durch Umgehen von Importhändlern
- schnelle Reaktion auf Kundenwünsche
- direkter Einfluß auf Aktivitäten der Absatzorgane

Indirekter Import:

- Importeur dient als Zwischenhändler:
- Prüfungsmöglichkeit
- günstige Preise und Rabatte
- Einzelhändler
- Abhängigkeit
- Preisdiktat

Direkter Export:

Exporteur à Handelsmittler, Niederlassung, Groß- & Außenhandelsunternehmen à Importeur

oder: Exporteur à Käufer

- bei Konsumgütern, Investitionsgütern, Dienstleistungen
- Voraussetzungen: (Gewinn > Kosten)
- Auslandsmarktkenntnisse
- Exportabteilung
- Imagepflege
- Nachteile (Grundrisiken):
- Kreditrisiko durch längere Finanzierungsdauer
- zusätzliche Kosten durch Lager, Niederlassung
- Lieferantenkreditgewährung

Indirekter Export:

-Exporteur à Außenhandelsunternehmen (Lager) à
-Groß- & Außenhandelsunternehmen (Lager) à Käufer
- Voraussetzung: problemlose Seriengüter
- Deutscher Hersteller:
- kann sich auf Produktion konzentrieren
- mögliche Steigerung der Attraktivität der eigenen Waren
- Vorteil: vermeidet Kapitalbedarf für Großhandelsfunktion u. Lagerhaltung
- Nachteil: Bedarfsferne
- deutscher Außenhändler:
- auf bestimmte Auslandsmärkte spezialisiert
- kennt bestmögliche Transportwege u. Vertriebsnetze

Grenzüberschreitender Veredelungsverkehr:

- Def.: Bearbeitung, Verarbeitung oder Ausbesserung von Waren
- Passiver Veredelungsverkehr: inländische Güter werden zur Veredelung ins Ausland gebracht und anschließend wieder importiert
- Aktiver Veredelungsverkehr: ausländische Güter werden zur Veredelung ins Inland eingeführt und anschließend wieder exportiert
- Vorteile:
- Ausnutzung von Lohnunterschieden
- Arbeitsteilung zwischen verbundenen Unternehmen
- Fremdfertigung aus Kapazitätsgründen
- Nachteile:
- Transportkosten ins Veredelungsland
- keine Gewährleistung eines reibungslosen Produktionsverlauf im Veredelungsland
- Nämlichkeitssicherung: zollmäßige Wiedererkennung der veredelten Ware
- Veredelungsfristen

Lizenzfertigung:

- Lizenzverträge regeln die Übertragung und gewerbliche Nutzung von Warenmarken, Patenten etc. & Managementwissen, Marketingstrategien, Know-How...
- Vorteile:
- geringer Kapitaleinsatz
- geringes Risiko
- Möglichkeit einer möglichen Gewinnbeteiligung
- Nachteile:
- exportiert Lizenznehmer ins Land des Lizenzgebers entsteht Konkurrenzsituation
- hat Produkt des Lizenzgebers schlechte Qualität, erleidet Lizenznehmer Imageverlust

Franchising:

- Def.: Vertriebsform, die auf vertraglich geregelter Zusammenarbeit zwischen rechtlich selbständigen Unternehmen basiert., d.h. der rechtlich selbständig Nehmer verkauft nach der Marketingstrategie u. mit dem Warenzeichen des Gebers innerhalb bestimmter regionaler Grenzen Waren, Leistungen und immaterielle Güter.
- besonders bei: Schnellgaststätten, Hotelgewerbe (Holiday-Inn) und Handel (CocaCola)
- Nehmer bezahlt Franchise-Gebühr und verpflichtet sich bestimmte Vertriebsgrundsätze und Qualitätsnormen einzuhalten

Vorteil:

- Nehmer erwirbt schon erfolgreiches Produkt und erhält trotzdem kleinen Einfluß auf Produktion, Produktgestaltung, Preis etc. als bei Lizenzfertigung
- d.h. Risikominderung von wirtschaftl. Fehlschlag durch Selbständigkeitsversuch
- Nehmer bekommt Unterstützung mit Werbemaßnahmen, Produktentwicklung, Marketing-Konzepte und Vertriebskonzepte vom Geber
- Nehmer bekommt Hilfe bei Betriebsausstattung, Lagerhaltung und Personalschulung
- Nehmer bekommt Gebietsschutz garantiert
- Nehmer hat leichtere Fremdkapitalfinanzierung bei einem Kreditinstitut, da er auf bereits erfolgreiches Konzept verweisen kann
- Geber kann schnell u. ohne großes Kapitalrisiko ein umfassendes Vertriebsnetz aufbauen
- Geber erhält regelmäßige Einnahmen aus Franchising-Gebühren
- Nehmer darf keine Konkurrenzprodukte verkaufen (Produktbindung)

Direktinvestitionen:

- Was? Kapitalanlagen von Gebietsansässigen in fremden Wirtschaftsgebieten
- Warum? Dauerhafte Wirtschaftsverbindungen mit einem Auslandsunternehmen
- Wie? Bereitstellung von Technologie, Kapital, Marketingkonzepten, Management-
wissen...
- Motive:
- Absatz (z.B. Erhaltung des Auslandsmarktes)
- Kosten (z.B. billigere Arbeitskräfte)
- Umwelt (z.B. kaum Bestimmungen im Ausland)
- Beschaffung (z.B. sicherer Rohstoffbezug)
- Vorteile:
- niedrigere Lohnkosten (z.B. Textilindustrie)
- Präsenz am Absatzmarkt (z.B. Automobilhersteller)
- Verbesserung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit (Absatzsicherung + Marktbeobachtung)
- kein Währungsrisiko (rechnet vor Ort mit Heimatwährung)
- billige Rohstoffe
- niedrige Transportkosten zum Abnehmer (weniger Umweltbelastung)
- steuerliche Anreize im Gastland
- keine Einfuhrprobleme
- billige Re-Importe
- entwicklungspolitisch erwünscht
- Nachteile:
- weniger Arbeitsplätze im Inland
- Reglementierung des Gewinntransfers (Gewinne aus Ausland müssen versteuert werden oder im Ausland reinvestiert werden)
- politische Risiken im Ausland
- Diskriminierung, wenn Gastland eigene Produktionsstätten hat
- Zwang zu Minderheitsbeteiligung, die dann zu Bevormundung des Gastlandes führt

Kooperationen:

- Was? Zusammenschluß wirtschaftlich und rechtlich selbständiger Unternehmen
- Warum? Risikoteilung, Verbreiterung von Ressourcen, Synergieeffekterschließung
- Formen:
- horizontal: Unternehmen gleicher Produktionsstufe und Branche

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Außenhandel. Lernzusammenfassung
Hochschule
Cologne Business School Köln
Autor
Jahr
2000
Seiten
9
Katalognummer
V278079
ISBN (eBook)
9783656717836
ISBN (Buch)
9783656717904
Dateigröße
486 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
außenhandel, lernzusammenfassung
Arbeit zitieren
Christine Rackey-Hocke (Autor), 2000, Außenhandel. Lernzusammenfassung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278079

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Außenhandel. Lernzusammenfassung


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden