Die Politik hat die Kunst oft beeinflusst, ihr ein Thema gegeben und für Inspiration gesorgt, doch die Kunst wurde auch benutzt. Als Kommunikationsmittel, durch Parteiplakate, Werbespots und als Propagandamittel. Bei dem Wort Propaganda denkt man meistens an Hitler, der sich dieser Kunst wohl am besten bedient hat. Hitler benutzte die Medien um sich, wie kein Anderer zuvor, ein Image aufzubauen, das die Massen täuschen konnte. Doch dies konnte er nur mit Hilfe von verschiedenen Personen schaffen, allen voran Joseph Goebbels und Leni Riefenstahl. Der Propagandaminister und die Filmemacherin, sowie Schauspielerin nutzten die Kunst des Films um das NS Regime zu glorifizieren und schafften dadurch ein verzerrtes Zeitbild.
Einem ganz anderen Film möchte ich meine Hausarbeit widmen. Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“. Der Film ist, so der Regisseur selbst: „Eine Spur Reservoir Dogs, ein Spritzer True Romance und ein paar Tropfen Pulp Fiction.“ Aber vor allem ist es ein Film, der uns deutschen erlaubt über unsere Vergangenheit zu lachen und der es trotzdem schafft dem Nationalsozialismus mit dem richtigen Maß an Ernsthaftigkeit zu begegnen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung die Kunst in der Politik
2. Der Film Inglourious Basterds
2.1. Zusammenfassung der Handlung
3. Der deutsche Film im dritten Reich
3.1 Aufbau der Filmplakate und der Film im Film
4. Zusammenfassung/Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Kunst und Politik im Kontext des Nationalsozialismus sowie dessen Aufarbeitung im kontrafaktischen Kriegsfilm "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino, wobei das Ziel darin besteht, sowohl die propagandistische Nutzung von Medien im Dritten Reich als auch Tarantinos filmische Auseinandersetzung damit kritisch zu beleuchten.
- Die Rolle von Film und Medien als Propagandainstrumente im Nationalsozialismus.
- Detaillierte Handlungsanalyse von Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds".
- Der Einfluss historischer deutscher Filmstile auf moderne Produktionen.
- Vergleichende Betrachtung der Darstellung des NS-Regimes in Unterhaltungsfilmen.
- Diskussion über die gesellschaftliche Wahrnehmung und Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit durch das Kino.
Auszug aus dem Buch
2. Der Film Inglourious Basterds
Inglourious Basterds, auf deutsch: Unrühmliche Mistkerle, erschien am 20. August 2009. Der kontrafaktische Kriegsfilm war Quentin Tarantinos bis dato größter finanzieller Erfolg und erzählt eine etwas andere Geschichte von Hitlers Tod und dem Ende des Nationalsozialismus.
Der Filmtitel wird absichtlich falsch geschrieben, um eine Verwechslung mit dem ursprünglichen italienischen Film The Inglorious Basterds aus 1978 von Enzo G. Castellari zu vermeiden.
Tarantinos erste Version des Skriptes entstand bereits 2000, er überarbeitete es allerdings immer wieder und legte es mehrmals beiseite um an anderen Projekten zu arbeiten. 2008 erschien eine Fassung des Drehbuchs im Internet, von der weder offiziell dementiert noch bestätigt wurde, das Original zu sein. Später stellte sich dann heraus, dass es sich damals wirklich um das Original handelte, welches dann auch als Taschenbuch herausgegeben wurde.
Tarantino ließ sich auch hier wieder einmal von seinen Lieblingswestern inspirieren und orientierte sich an Italo-Western wie „Die Kanonen von Navarone“ oder „Zwei glorreiche Halunken“. Tarantino hat sich in der Vorbereitungszeit intensiv mit der deutschen Geschich-te und dem deutschen Film zu der Zeit beschäftigt und nimmt auch Bezug zu damaligen Filmen wie „Die weiße Hölle vom Piz Palü“ oder thematisiert neben-bei Goebbels Abneigung gegenüber Lillian Harvey.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung die Kunst in der Politik: Dieses Kapitel erläutert die Vereinnahmung der Kunst und des Films als Propagandainstrumente durch das NS-Regime sowie die Rolle von Schlüsselfiguren wie Joseph Goebbels und Leni Riefenstahl.
2. Der Film Inglourious Basterds: Das Kapitel bietet einen Überblick über die Entstehung, die stilistischen Einflüsse und die wesentlichen Merkmale von Tarantinos Film, inklusive der internationalen Besetzung und Besonderheiten der deutschen Synchronisation.
2.1. Zusammenfassung der Handlung: Hier werden die fünf Kapitel des Films detailliert nacherzählt, angefangen bei der Einführung der Hauptcharaktere bis hin zum explosiven Höhepunkt im Kino.
3. Der deutsche Film im dritten Reich: Es wird die Qualität und Bedeutung der deutschen Filmproduktion vor und während des Nationalsozialismus analysiert sowie der oft übertriebene Verdacht auf flächendeckende NS-Propaganda in den Werken dieser Zeit diskutiert.
3.1 Aufbau der Filmplakate und der Film im Film: Dieser Abschnitt widmet sich der visuellen Gestaltung von Filmplakaten sowie dem Aufbau und der Funktion des innerhalb von Tarantinos Film inszenierten Propagandafilms "Stolz der Nation".
4. Zusammenfassung/Fazit: Das Fazit resümiert die künstlerische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in "Inglourious Basterds", bewertet die filmische Qualität und hinterfragt, ob der Film das historische Trauma verharmlost oder als Unterhaltungsmedium berechtigt ist.
Schlüsselwörter
Inglourious Basterds, Quentin Tarantino, NS-Propaganda, Leni Riefenstahl, Joseph Goebbels, deutsche Filmgeschichte, Stolz der Nation, Filmplakate, Nationalsozialismus, Kinogeschichte, Hans Landa, Kriegsfilm, Filmförderung, Kontrafaktische Geschichte, Filmanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Kunst, Politik und Unterhaltung im Kontext des Nationalsozialismus und wie diese Themen in dem modernen Kriegsfilm "Inglourious Basterds" aufgegriffen und neu interpretiert werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Bedeutung des deutschen Kinos im Dritten Reich, der Wirkung von Filmpropaganda und der Art und Weise, wie Quentin Tarantino historische Ereignisse für eine fiktive, filmische Rachegeschichte nutzt.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie historische Fakten und filmische Stile des Dritten Reichs in einem zeitgenössischen Unterhaltungsfilm verarbeitet werden und welche Wirkung dies auf das deutsche Publikum und die Erinnerungskultur hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Analyse, bei der sowohl der historische Kontext des deutschen Kinos als auch eine detaillierte Inhalts- und Stilbeschreibung des Films "Inglourious Basterds" gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Films, eine detaillierte Zusammenfassung der Handlungsstränge, eine Analyse der historischen Bezüge zum deutschen Film sowie eine Untersuchung der filmästhetischen Elemente wie Plakatgestaltung und Film-im-Film-Inszenierungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inglourious Basterds, NS-Propaganda, Filmgeschichte, Kontrafaktische Geschichte und filmische Aufarbeitung definiert.
Wie bewertet der Autor Tarantinos Darstellung des Nationalsozialismus?
Der Autor sieht in dem Film ein gelungenes Unterhaltungswerk, das es ermöglicht, sich der belasteten deutschen Vergangenheit ohne lähmende Schuldgefühle zu nähern, und betont, dass Tarantino keinen Anspruch auf historische Korrektheit erhebt.
Was unterscheidet "Stolz der Nation" innerhalb des Films von anderen Werken?
Er wurde als Parodie auf den propagandistischen Stil der NS-Zeit konzipiert, wobei er typische Merkmale wie die Inszenierung des Helden und die manipulativen Absichten der Filmindustrie des Dritten Reiches gezielt überzeichnet.
- Arbeit zitieren
- Hannah Honnef (Autor:in), 2013, Tarantinos "Inglourious Basterds" und der deutsche Film im 3. Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278085