Das Hörbuch. Literaturverlust oder Sinnlichkeitsgewinn?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011
29 Seiten, Note: 1,3

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Eine kurze Geschichte des Hörbuches
2.1. 1877-1953: Erste Walzen und Sprechplatten
2.2. 1954-1986: Größere Projekte und erste verlegerische Aktivitäten
2.3. 1987-2004: Die Etablierung des Hörbuchs
2.4. 2004-Heute: Das Hörbuch verliert seinen ÄKörper“

3. Mediale Einordnung des Hörbuches
3.1. Das Hörbuch als Tertiärmedium
3.1.1. Primärmedien
3.1.2. Sekundärmedien
3.1.3. Tertiärmedien
3.1.4. Quartiärmedien
3.2. Einordnung gemäß dem Modell von Koch und Oesterreicher
3.2.1. Dokumentation
3.2.2. Lesung
3.2.3. Hörspiel
3.3. Intermedialität des Hörbuches
3.3.1. Hörbuch und gedrucktes Buch
3.3.2. Hörbuch und Rundfunk
3.3.3. Zusammenfassung

4. Hörbuch - Literaturverlust oder Sinnlichkeitsgewinn?
4.1. Der Hörbuchboom
4.1.1. ÄDouble your time“ - Effekt
4.1.2. Überbeanspruchung und Belastung durch Viellesen
4.1.3. Wiedererwachte Freude an der gesprochenen Interpretation
4.2. Hören - Ein vernachlässigter Sinn?
4.2.1. Konsequenzen für das Hörbuch
4.3. Leistung des Sprechers
4.4. Literaturverlust oder Sinnlichkeitsgewinn?
4.5. Kinderhörkassetten als Frühförderung für leseschwache Schüler:
4.6. Hörbücher im Unterricht:

5. Literaturverzeichnis
5.1. Fachliteratur
5.2. Online-Quellen

1. Einführung

Wenn Bücher reden könnten, was würden sie uns über sich erzählen? Würden sie wild gestikulierend ihren Inhalt in die Welt herausschreien, oder ihn leise vor sich hin säuseln? Und mit welcher Stimme würden sie zu uns sprechen? Wer glaubt, Bücher wären stumme, leblose Gegenstände, der irrt. Bücher haben viele Geräusche:

ÄDa ist dieser winzige Ton einer zurückfallenden Seite, die gebogen wurde und sich mit diesem Ton wieder entspannt. Das Regengeräusch, welches manche Papiersorten verursachen, wenn man mit der flachen Hand darüberstreicht. Da gibt es den knappen Reißverschlusslaut, hervorgerufen durch den Griff, der ein Buch zum Daumenkino macht.“1

Häufig verbindet man mit Büchern und dem Lesen eine gespannte Stille, wie in einem großen Lesesaal, indem die allgegenwärtige Ruhe nur durch gelegentliches Papierrascheln oder Kratzen eines Stiftes durchbrochen wird.

Doch gibt es Bücher die sprechen? Bücher, die man hören kann?

Meine Arbeit befasst sich mit Büchern, die im eigentlichen Sinne keine wirklichen Bücher sind. Dennoch sind sie mittlerweile Gegenstand der literaturwissenschaftlichen und buchwissenschaftlichen Disziplin geworden. Die Rede ist von Hörbüchern. Was vor 150 Jahren noch eine Träumerei, vor 30 Jahren ein kleines Nischenprodukt war, entwickelte sich seit den 1990er Jahren zu einem boomenden Geschäft, welches sich unzählige Fans, aber auch Feinde gemacht hat. Hörbücher werden häufig kritisiert. Sie wurden als Ersatz für Lesefaule 2 und sogar als Bedrohung für die Kulturtechnik des Lesens gesehen. Doch ist diese harte Kritik überhaupt gerechtfertigt?

In meiner Arbeit werde ich die Geschichte des Hörbuches, einem Medium, das seinen Kinderschuhen schon längst entwachsen ist, darstellen. Anschließend nehme ich eine Einordnung des Hörbuches in medientheoretischen Modellen vor um schließlich der Frage nachzugehen, ob Hörbücher wirklich nur für Lesefaule sind oder gar die gedruckten Bücher verdrängen. Dieser Kritik werde ich die These entgegenstellen, dass Hörbücher vielmehr ein Sinnlichkeitsgewinn sind und vor allem eine neue Möglichkeit bieten, Literatur zu genießen. Abschließend werde ich pädagogische und didaktische Chancen des Hörbuches aufzeigen und eine Nutzung für den Unterricht und die Frühförderung diskutieren. Die Zahl an empirischen Studien zu diesem Thema sind zwar noch gering, der denkbare Nutzen von Hörbüchern hingegen immens.

2. Eine kurze Geschichte des Hörbuches

In diesem Abschnitt meiner Arbeit möchte ich einen kurzen Abriss über die Geschichte des Hörbuches anführen. Ich halte es für sehr wichtig zu wissen, aus welchen Vorläufern sich das Hörbuch entwickelt und welche technischen, gesellschaftlichen und verlegerischen Meilensteine es durchlaufen hat. Die literaturwissenschaftliche Analyse des Hörbuches und dessen Auswirkung auf die Literatur und Gesellschaft können nur vor diesem Hintergrundwissen wirklich verstanden werden. Die einzelnen Etappen der Mediengeschichte sind größtenteils an die Gliederung von Sandra Rühr angelehnt, deren Dissertation an der Universität Erlangen erstmals eine chronologische Medienhistorie des Hörbuches enthält.3

2.1. 1877-1953: Erste Walzen und Sprechplatten

Aus dem lang gehegten Wunsch von Menschen, Stimmen und Schallwellen dauerhaft zu konservieren, um sie später erneut hören zu können, entsprang im Jahr 1877 eine bahnbrechende Erfindung. Der US-amerikanische Erfinder Thomas Edison entwickelte im Sommer 1877 eine völlig neue Erfindung, die er am 24. Dezember 1877 erstmals vorstellte und am 19. Februar 1878 zum Patent anmeldete, den Phonograph, die Erfindung, die Edison berühmt machen sollte.4 Diese Erfindung ermöglichte es erstmalig, Schallwellen aufzuzeichnen und sie später wiederzugeben. Edison erwähnte bei einem Interview für Le Figaro auf der Pariser Weltausstellung 1878, dass es auch möglich sei, Literatur z.B. einzelne Romankapitel aufzunehmen und wiederzugeben.5

Aus Edisons Erfindung entstanden in den folgenden Jahren einige Weiterentwicklungen: die Erfindungen des Graphophons durch den Kanadier Alexander Graham Bell und den USAmerikaner Charles Sumner Tainter 1881 und die Erfindung des Grammophon durch Emil Berliner im Jahr 1887.6

Die Entwicklung von Schallplatten ermöglichte es dem Hörer ein qualitativ hochwertigeres und störgeräuschärmeres Hörvergnügen zu bieten als durch den zu dieser Zeit aufkommenden Hörfunk. Waren die frühen Walzen noch ausschließlich zu Dokumentationszwecken und Archivierung gebraucht und somit nicht zum Verkauf gedacht, entwickelte sich durch die Musikschallplatte ein wirtschaftlich relevanter Markt, der Mitte der 1920er Jahre zur Eröffnung von Spezialgeschäften für Schallplatten führte.7

Im Jahr 1910 wurden erste Sprechschallplatten für den Markt produziert, die erste regelmäßige Aufnahme von Sprechschallplatten durch Radiobetriebe erfolgte 1923.8 Zu dieser Zeit stellten Sprechplatten jedoch noch ein Randsegment dar, was sich in den folgenden Jahrzenten ändern sollte.

2.2. 1954-1986: Größere Projekte und erste verlegerische Aktivitäten

Die technische Verfeinerung der Schallplatte und die Entwicklung von Stereoschallplatten führten zu größerem Absatz. Auch die längere Spielzeit der Schallplatten ermöglichte nun Aufnahmen, die über kurze Monologe oder Musikstücke hinausgingen. So wurde 1954 Faust I als erstes gut verkäufliches Sprechplattenformat herausgegeben.9 10 In den 1950er Jahren etablierte sich der Begriff des ÄHörbuchs“, jedoch nicht im kommerziellen Sinne, sondern vor dem Hintergrund der ersten Blindenbüchereien. Diese waren jedoch nicht für Sehende zugänglich.11

Die technische Entwicklung von Musikkassetten (MC) 1963 durch Philips und der Compact Disc (CD) durch Sony ermöglichten einen mobilen Einsatz von Tondokumenten und Äbildeten die Grundlage für Durchsetzung des Hörbuches außerhalb des Blindenwesens.“12 Die anfängliche Wiedergabedauer betrug 74 Minuten, was dem Vorlesen von etwa 30 Buchseiten oder 10.000 Wörtern entspricht.13

Ab den 1960er Jahren entfaltete sich eine zunehmende Ausdifferenzierung von Sprechplatten. Ein breites Spektrum an Gattungen und Themenbereichen wurde abgedeckt. Hierzu gehörten: Dramen, Gedichte, erzählende Prosa, Biografien, Essays, Feuilletons, Briefwechsel, Tagebücher, Kabarett, Märchen sowie dokumentarische Sprechplatten mit Interviews, politischen Reden oder Ansprachen.14

Trotz der technischen Möglichkeit der kostengünstigen Vervielfältigung von Hörbuch-Cds blieb der ÄHörbuchboom“ in Deutschland aus. Im Gegensatz zum US-amerikanischen Markt, in dem Hörbücher ab den 80er Jahren in Buchhandlungen und öffentlichen Büchereien stetig und in steigender Zahl vertreten waren, blieb es in Deutschland ein kleine Nische für Blinde und Alte.15

2.3. 1987 - 2004: Die Etablierung des Hörbuchs

1993 wurde der Hörverlag gegründet, der 1995 sein erstes Programm vorstellte. Ihm gelang mit der Vertonung des Romans Sofies Welt von Jostein Gaarder der erste Hörbuchbestseller, der sich fast 100.000 Mal verkaufte.16

Der Hörverlag erkannte die Notwendigkeit von Zielgruppenanalysen und Marketingstrategien, die dem Hörbuch den Charakter eines Massenmediums geben sollten. Weiterhin inspirierte er durch die positive Entwicklung des neuen Buchhandelssegments weitere Verlage wie Hoffmann und Campe, Lübbe und Aufbau im Hörbuchsektor tätig zu werden.17

Ein wichtiger Faktor für eine Akzeptanzförderung des Hörbuchs war die Präsens des Arbeitskreises Hörbuchverlage auf der Leipziger Buchmesse 2000.18

In den folgenden Jahren entwickelten sich vielfältige Vermarktungsstrategien wie die AudioBooksCologne, ein Parallelprojekt zur lit.COLOGNE, einem jährlich stattfindenden Literaturfestival.

Diese Vermarktungsstrategien führten zu einem starken Umsatzanstieg des Hörbuchmarktes. Stellvertretend kann das Jahr 2006 angeführt werden, indem der Hörbuchmarkt ein Umsatzplus von 17,4 Prozent zu verzeichnen hatte und somit das Segment des Buchmarktes war, das die höchste Wachstumsrate hatte. Der Anteil am Gesamtbüchermarkt betrug 4,3 Prozent.19

2.4. 2004 - Heute: Das Hörbuch verliert seinen „Körper“

Die Titulierung der aktuellen Phase des Hörbuchmarktes übernehme ich aus dem Begleitband zur Tagung: Verliert das Hörbuch seinen Körper? Die Auswirkungen des Downloads auf Bibliotheken, Buchbranche und Nutzer, die von Sandra Rühr herausgegeben wurde20. 2004 wurde das Downloadportal für Hörbücher Soforthoeren.de gegründet. Downloadportale sind weniger als neue speichermediale Einheit zu betrachten, sondern als völlig neuartige Vertriebsvariante. Lagerung und Lieferwege von CDs und anderer Speichermedien fallen bei dieser Vertriebsvariante völlig weg. Hierdurch erhoffen sich Verlage große Einsparungen zu machen und weiterhin neue Zielgruppen zu erreichen. Der Bereich des Hörbuchdownloads wächst rasant, da Äjeder zweite Hörbuchverlag […] für die Zukunft eine digitale Verwendung seiner Inhalte [plant].“21 Internetportale wie Audibible.de bieten darüber hinaus ein Abonnement an, bei dem der Benutzer monatlich ein Hörbuch zu einem festen, sehr niedrigen Preis erhält.

Die Möglichkeit Hörbücher online zur Verfügung zu stellen erlaubt es auch vermehrt ungekürzte Fassungen anzubieten. Wie oben bereits erwähnt, gilt die Faustregel, dass auf eine CD mit einer Spielzeit von 74-80 Minuten, ca. 30 Buchseiten oder 10.000 Wörtern gesprochen werden können. In einer Beispielrechnung lässt sich die Kürzungsproblematik am eindrucksvollsten schildern:

Das Buch Die Säulen der Erde von Ken Follett bräuchte nach der Faustregel für seine 1296 Seiten ca. 43 CDs. Da diese Produktion sowohl für Verlag, als auch für den Kunden eine kaum zu tragende finanzielle Last bedeutet, wurden gekürzte Versionen als Hörbuch veröffentlicht, die sich in einem Preisbereich von ca. 50 Euro befanden. Das oben genannte Downloadportal Audibile.de bietet hingegen eine ungekürzte, 48 Std. 53 Min lange Fassung für etwa zehn Euro an.

Die Beispielrechnung zeigt deutlich, dass die Möglichkeit des Downloads sowohl für Verleger, als auch für die Kunden von Hörbüchern eine lohnenswerte Neuerung sein kann. Anhand der Verkaufszahlen zeigt sich in der heutigen Phase des Hörbuches, dass es seine Nische verlassen hat, jedoch noch ein deutlich ausbaufähiges Segment darstellt.22

3. Mediale Einordnung des Hörbuches

ÄDie modernen Massenmedien sind Romane und Dramen fressende Dinosaurier, überlebensgroße Wiederkäuer, die Jahr für Jahr Werk um Werk der Nationalliteraturen verschlingen und öffentlich vorkäuen. Das Ausmaß ihres Appetites ist noch ungewiss. Aber die vorhandenen Angaben reichen aus, um die Ausplünderung des literarischen Erbes per Kulturfahrplan befürchten zu müssen.“23

In ihrer Einleitung für das Werk Literatur in den Massenmedien - Demontage von Dichtung? fällen die Autoren ein vernichtendes Urteil. ÄSie befürchten eine Ausplünderung des Literarischen Erbes“24, das durch die mediale Aufbereitung bzw. Inszenierung von (klassischer) Literatur durch neue Medien geschehe. Im folgenden Teil meiner Arbeit werde ich untersuchen was diese ÄRomane und Dramen fressende[n] Dinosaurier“25 mit ihrer Beute, den gedruckten Büchern, gemein haben und was sie unterscheidet. Hierfür werde ich verschiedenen Spezifika des Hörbuches in mediale und kommunikationstheoretische Systeme einordnen.

3.1. Das Hörbuch als Tertiärmedium

Der Publizistikwissenschaftler Harry Pross differenziert in seiner vielfach übernommenen Gliederung, seines Werkes Medienforschung26, Kommunikationsmittel nach dem jeweiligen Technikeinsatz. Hierfür führte er die Begriffe Primärmedium, Sekundärmedium und Tertiärmedium ein.

3.1.1. Primärmedien

Primärmedien (sog. Menschmedien) beinhalten Kommunikationen, die von Angesicht zu Angesicht (engl. Face-to-Face) stattfinden. Sie benötigen keine technischen Hilfsmittel zur Realisierung und zählen somit zu den Medien des "menschlichen Elementarkontaktes."27 Zu solchen Medien zählen sowohl die Sprache als auch Mimik, Gestik und Gebärden.28 Zu den Grundbedingungen der Primärmedien zählt das Äräumliche und zeitliche Beisammensein“29. Neben dem Gespräch zählen auch Theateraufführungen zu den Primärmedien.

3.1.2. Sekundärmedien

Sekundärmedien (sog. Schreib- und Druckmedien) benötigen für die Produktion technische Hilfsmittel. Diese Medien ermöglichen es, das Beisammensein des Produzenten und des Rezipienten aufzubrechen. Durch den Druck bzw. das Schreiben auf Papier/Pergament wird Ädas flüchtige Wort fixiert“30 Die somit erreichte Asynchronität31 befähigt die Produktion und die Rezeption zu einer zeitlichen Trennung. Sekundärmedien können archiviert werden und sind zeitlich überdauernd. Heutige Vertreter der Sekundärmedien sind bei den Printmedien zu finden, also bei Büchern, Zeitschriften, Zeitungen sowie Briefen und Plakaten.

3.1.3. Tertiärmedien

Tertiärmedien (sog. elektronische Medien) sind Medien, die sowohl für Produktion, als auch für Rezeption auf technische Hilfen angewiesen sind.32 Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts wurde diese Medienart durch den Telegrafen begründet. Er ermöglichte erstmalig eine Kommunikation über weite Entfernungen in Echtzeit. Die Weiterentwicklungen des Telegrafen, die wir auch heute noch benutzen, sind z.B. das Telefon, das Radio und das Fernsehen.

Auch Hörbücher sind Tertiärmedien.33 Der Sprecher spricht durch ein Mikrofon, welches mit einem Speichermedium (z.B. Festplatte eines PCs) verbunden ist. Bei Abschluss der Produktion wird das Werk auf CD und in der Distribution vermarktet. Der Rezipient benötigt das Speichermedium (CD) und ein Abspielgerät, um das Hörbuch zu hören.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Beispielhafter Produktionsweg eines Hörbuches

3.1.4. Quartiärmedien

1997 ergänzt Manfred Faßler in seinem Werk34 die Gliederung von Pross um die Dimension der Quartiärmedien. Er beschreibt sie als computerbasierte, digitale Medien, die zu einem stetig stattfindenden Austausch von Informationen führen.35 Es gibt sowohl zeitlich synchrone Kommunikation, d.h. Kommunikation in Echtzeit, und zeitlich asynchrone Kommunikation, bei der Produktion und Rezeption zeitlich voneinander losgelöst stattfinden. Darüber hinaus beschreibt er eine zunehmend unklarere Trennung zwischen Produzenten und Rezipienten. Kommunikation in Quartiärmedien findet vielmehr interaktiv statt.

3.2. Einordnung gemäß dem Modell von Koch und Oesterreicher

Peter Koch und Wulf Oesterreicher entwickelten in ihrem Aufsatz Sprache der Nähe Sprache der Distanz. Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Spannungsfeld von Sprachtheorie und Sprachgeschichte36 ein vielfach übernommenes Modell zur Einordnung der medialen und konzeptionellen Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit.

Das Medium der medialen Mündlichkeit ist die Sprache, also das gesprochene Wort. Das Medium der medialen Schriftlichkeit ist die Schrift, also das geschriebene Wort. So ist ein Buch medial schriftlich, während ein Gespräch medial mündlich ist.

Die zweite Dimension des Models ist die konzeptionelle Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit. Koch und Oesterreicher gehen davon aus, dass sowohl die Mündlichkeit als auch die Schriftlichkeit spezifische Merkmale haben. So findet eine Mündlichkeit meist unter vertrauten Partnern statt, ist dialogisch und interaktiv, weist eine freie Themenwahl auf und ist durch hohe affektive und emotionale Sprecherakte gekennzeichnet, die nicht sehr reflektiert sind und meist keine hohe Informationsdichte aufweisen.

Schriftlichkeit hingegen findet zwischen eher fremden Personen statt (ein Leser kennt den Autor meist nicht persönlich). Sie ist monologisch strukturiert und hat ein festes Thema. Weiterhin ist die Sprache sehr reflektiert und hat eine hohe Informationsdichte. Das entscheidende an dem Modell von Koch und Oesterreicher ist, dass eine mediale Mündlichkeit nicht zwingend eine konzeptionelle Mündlichkeit voraussetzt. So kann ein vorbereiteter Vortrag zwar mündlich gesprochen sein, jedoch alle Merkmale der konzeptionellen Schriftlichkeit aufweisen (hohe Informationsdichte, festes Thema, reflektierte Sprache usw.)

Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass das Hörbuch einige Besonderheiten aufweist. Recht klar ist die Einteilung des Mediums als medial mündlich, da es die gesprochene Sprache verwendet, auch wenn keine Face-to-Face Kommunikation stattfindet und sowohl Sender als auch Empfänger technische Hilfsmittel brauchen (siehe Tertiärmedium). Die Ausprägung auf der zweiten Dimension, der Konzeptualitätsebene, hängt von der schriftlichen Vorlage und der Inszenierung des Hörbuches ab. Es gibt ähnliche Ausprägungen der Konzeptualität innerhalb derselben Gattung. Grundsätzlich muss jedoch jedes einzelne Hörbuch bzw. jede Sprechplatte einzeln betrachtet und hinsichtlich des Models geprüft werden. Dennoch führe ich einige typischen Merkmale für einzelne Gattungen auf:

3.2.1. Dokumentation

Die Dokumentation dient als ÄVersuch, Gegenwärtiges für die Zukunft zu bewahren“37. Sie ist eine der ursprünglichsten Formen der Sprachaufzeichnung, die durch Thomas Edison ab dem Jahr 1877 möglich waren und existierte. Es bestehen Dokumentationen, die Vorträge und Reden beinhalten. Solche sind als konzeptionell schriftlich zu bezeichnen, da sie vorbereitet sind und eine stark reflektierte Sprache, sowie eine hohe Informationsdichte aufweisen. Dokumentierte Interviews hingegen werden zur konzeptionellen Mündlichkeit gezählt, da diese unreflektiert und spontan erfolgen.

3.2.2. Lesung

In Lesungen werden textliche Vorgaben hauptsächlich durch eine stimmliche Interpretation realisiert. So werden sie entweder vom Autor selbst oder von Schauspielern bzw. Synchronsprechern vorgetragen. Die meisten Lesungen halten sich strikt an den vorgegebenen Text und bieten nur wenig Inszenierungsmöglichkeiten.38 Sie stehen in der Vorlesertradition, die um ca. 1800 einsetzte und bis heute anhält. Der Versuch für diese Gattung typische Merkmale zu finden ist schier unmöglich, da die zugrunde liegenden Texte zu vielfältig sind und von starker konzeptioneller Schriftlichkeit bis hin zur starken konzeptionellen Mündlichkeit und auch Mischformen abdecken.

3.2.3. Hörspiel

Hörspiele sind eine künstlerische Bearbeitung von Texten, die Äauf die auditive Art und Weise der Darbietung hinarbeitet.“39 Hörbücher fokussieren sich nicht nur auf sprachliche Umsetzung des Textes, sondern setzten alle akustischen Elemente wie Sprache, Musik und Geräuschkulisse gleich. Zumeist sind Hörbücher durch verschiedene Sprecher gekennzeichnet, die miteinander agieren. Häufig soll das Gefühl erzeugt werden, dass der Zuhörer sich mitten im Geschehen befindet. Obwohl die gesprochenen Passagen sehr wohl reflektiert sind (da sie zuvor geschrieben, korrigiert und eingeübt wurden) wird durch die inszenierten Gespräche eine konzeptionelle Mündlichkeit erzeugt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Einordnung der verschiedenen Hörspielgattungen in das Modell von Koch und Oesterreicher

3.3. Intermedialität des Hörbuches

Der Begriff ÄIntermedialität“, geprägt in den 60er Jahren, erhielt vor allem Mitte der neunziger Jahre stärkere Beachtung.40

Die Literaturwissenschaftlerin Irina O. Rajewsky beschreibt die Intermedialität als einen Trend, in dem Äsich mediale Ausdrucksformen und Gattungen aufeinander zu bewegen, sich mischen, gegenseitig durchdringen und aufeinander Bezug nehmen.“41 Diese relativ weit umfassende Definition beinhaltet drei Phänomene: Medienkombination, Medienwechsel und intermediale Bezüge.42

In der Medienkombination werden verschiedene Medien verknüpft. Der Medienwechsel beschreibt die ÄTransformation eines Textes in ein anderes Medium.“43 Er findet häufig nicht ohne Veränderungen des ursprünglichen Mediums statt.

Intermediale Bezüge findet man dort, wo typische Elemente eines Mediums für die Aufbereitung durch ein anderes Medium verwendet wurden.44

Von diesen drei Phänomenen sind sowohl der Medienwechsel, als auch die intermedialen Bezüge beim Hörbuch anzutreffen. Sandra Rühr geht in ihrer Dissertation so weit, die Intermedialität als Ächarakteristisch“45 für das Hörbuch zu sehen. Sie begründet sich darin, dass Hörbücher ursprüngliche Textvorlagen auf eine ästhetische Art und Weise in einem neuen Medium umsetzten und wiedergeben.

Stellvertretend für die Intermedialitätsphänomene werde ich im Folgenden das Verhältnis zwischen gedruckten Büchern und Hörbüchern, sowie das Verhältnis zwischen Hörbuch und Rundfunk analysieren.

3.3.1. Hörbuch und gedrucktes Buch

Schon die Bezeichnung Hör-buch deutet auf eine starke Verknüpfung zwischen dem neuen Medium und dem traditionellen Buch hin. Parallelen zeichnen sich durch die häufig identischen Texte und buchtypischen Inhalte von Hörbüchern aus. Darüber hinaus sind Vertriebswege der marketingstrategische Vermarktung der Produkte nahezu gleich. Häufig werden Hörbücher gar als ÄZweitverwertung“46 benutzt und durch dasselbe Cover wie ihre gedruckte Vorlage repräsentiert. Erstaunlich ist, dass Äauch CD-ROMs und Hörbücher […] mit einer ‚International Standard Book Number‘ (ISBN) versehen und so handelstechnisch als Buch geführt [werden]“.47 Es zeigt sich also eine nicht sehr ausgeprägte Emanzipation von Hörbüchern gegenüber< ihren gedruckten Vorlagen.

Dennoch gibt es einige entscheidende Unterschiede zwischen den beiden Medien. In gedruckten Büchern werden ausschließlich Schriftzeichen und Bilder statisch festgehalten. Durch einen Transformationsprozess werden diese, wie eine ÄPartitur fürs Sprechen“, rhythmisch und dynamisch, durch eine akustische Umsetzung interpretiert.48 Ein weiterer Unterschied begründet sich darin, dass das Buch ein Sekundärmedium ist, da es nur zur Herstellung technische Hilfe benötigt wird. Das Hörbuch hingegen benötigt zur Herstellung und zur Rezeption technische Hilfe und ist somit ein Tertiärmedium. Für die Rezeption von Büchern und Hörbüchern sind unterschiedliche Kompetenzen nötig. So müssen bei der Rezeption des Buches visuelle Reize decodiert, Wort- und Satzerkennung stattfinden, sowie Satzverbindungen zu einer globalen Kohärenzherstellung verbunden werden. Ebenso sind Kontextinformationen, wie das Wissen über den Autor und die Zeit, in der der Text verfasst wurde, nötig, sowie Textsortenkenntnis und die Fähigkeit Textinformationen an vorhandenes Vorwissen anzuknüpfen.49

Beim Hörbuch hingegen benötigt der Rezipient die Kulturtechnik des Hörens. Er muss in der Lage sein Äakustisch dargebotene Zeichen zu decodieren und zu verstehen“50 Der für das Hörbuch häufig propagierte ÄDouble your Time“51 -Effekt trifft nur geringfügig zu. Zwar werden Hörbücher häufig als ÄNebenbeimedium“52 eingesetzt, z.B. bei Autofahrten oder Haushaltsarbeiten, die Rezeption ist dennoch eine nicht zu unterschätzende kognitive Leistung, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Daueraufmerksamkeit (sog. Vigilanz) erfordert.

Neben dem oben beschriebenen Intermedialitätsphänomen der Transformation findet man auch intermediale Bezüge. So hat das Hörbuch zwar ähnliche bis identische Texte, gleiche Vertriebswege und eine ähnliche Vermarktung, es verwendet jedoch andere Speichermedien, ist medial mündlich und weist auch viele Parallelen zu Musikindustrie auf.

3.3.2. Hörbuch und Rundfunk

Das Radio wird von Häusermann nicht nur als ÄMedium des gesprochenen Wortes, sondern als Medium verschiedenartiger akustischer Signale, die gleichzeitig von einem dispersen Publikum rezipiert werden“, gesehen. Diese Beschreibung ließe sich vollständig auch für das Hörbuch übernehmen. Das Radio zeigte sich in der Geschichte des Hörbuchs als wichtige vermittelnde Instanz. Nicht zuletzt erreichte das Hörbuch seinen jetzigen Stand durch die Förderung und Verbreitung durch den Rundfunk.

Trotz der starken medientypischen Überschneidungen gibt es auch hier wieder gravierende Unterschiede. Das Radio ist das ÄMedium der Aktualität, da es eine schnelle und teilweise live geschaffene Information ermöglicht.“53

Das Hörbuch hingegen bricht mit dieser Aktualität. Schon die ersten Bestrebungen Stimmdokumente zu archivieren implizierten eine zeitlich ungebundene Rezeption. So sind Rezipienten eines Hörbuches nicht an Sendezeiten oder Sendebereiche gebunden. Sie können ihr Hörbuch hören, sooft, wann und wo sie wollen. Diese Unabhängigkeit wurde sowohl durch die Entwicklung von tragbaren Abspielgeräten als auch durch die Downloadportale gesteigert.

3.3.3. Zusammenfassung

Bei näherer Betrachtung erkennt man schnell, dass sich das Hörbuch in gewisser Weise ‚zwischen den Stühlen‘ befindet. Auf der einen Seite versucht es sich von gedruckten Büchern und vom Rundfunk zu emanzipieren, auf der anderen Seite waren es gerade die Vermarktungsstrategien von Verlagen, Hörbücher parallel zu ihren gedruckten Vorlagen anzubieten, die zur heutigen medialen Akzeptanz von Hörbüchern führten. Im einleitenden Zitat wurden Hörbücher als ÄRomane und Dramen fressende Dinosaurier“54 tituliert. Diese Angst ist laut neuerer Studien über die Lesegewohnheiten von Hörbuchrezipienten klar zu relativieren.55 Die Neubearbeitung von Romanen und auch Klassikern kann vielmehr als große Chance angesehen werden. Im dritten Teil meiner Arbeit werde ich genauer auf diese Chancen eingehen, denn Hörbücher müssen keine Literaturkiller sein. Sie können viel eher eine ÄVerstärkung der Sinnlichkeit eines Leseerlebnisses“56 sein.

4. Hörbuch - Literaturverlust oder Sinnlichkeitsgewinn?

Im letzten Teil meiner Arbeit möchte ich die Frage diskutieren, ob das Hörbuch ein Literaturkiller ist, oder ob es die Möglichkeit einer neuen, sinnlichen, literarischen Erfahrung bietet. Hierzu werde ich zunächst auf den Hörbuchboom eingehen und Faktoren beschreiben, warum das Hörbuch ein attraktives Medium ist, das das Potenzial zu noch größeren Marktanteilen hat.

4.1. Der Hörbuchboom

Das Hörbuch hat sich seit den 1990er Jahren bis heute von einem ÄNischenprodukt zu einem Artikel mit rekordverdächtigen Umsatzzuwächsen entwickelt.“57 Umsatzsteigerungen der Hörbuchbranche von bis zu 35 Prozent wie im März 2005, verglichen mit dem Vorjahresmonat, sind nichts Außergewöhnliches mehr. Im Jahr 2010 wurden 16,4 Millionen Hörbücher verkauft, darunter auch wurden.58

Die Frage, die sich aufgrund so großer Umsatzsteigerungen stellt, lautet: Was macht das Hörbuch als Medium so attraktiv? In der Forschungsliteratur, sowie in der Vermarktung werden einige Effekte beschrieben, die dem Hörbuch zu seinem Durchbruch geholfen haben sollen. Eine Auswahl von ihnen werde ich im folgenden Darstellen.

4.1.1. „Double your time“ - Effekt

Der Wirtschaftspädagoge und Zeitforscher Karlheinz Geißler beschreibt das heute in Westeuropa vorherrschende Zeitmodel mit dem Begriff der ÄGleichzeit“. Dieses Modell beinhaltet eine Lebensweise, in der Menschen mehrere Dinge gleichzeitig verrichten. Sie lesen ein Buch während der Zugfahrt, sie hören Musik während des Autofahrens. Geißler glaubt, dass dieses Modell durch die neuen Medien auf die Spitze getrieben würde. In Firmen arbeiten Angestellte an mehreren Projekten gleichzeitig, Äin Autos, Zügen, Bussen, U-Bahnen und Flugzeugen können wir zugleich arbeiten, online sein, Radio hören und fernsehen und (außer im Flugzeug, wie uns die Stewardess stets vor dem Abflug ermahnt) telefonieren.“59

Viele neue Medien und technischen Geräte (wie z.B. Smartphones) streben ein Zeitoptimierungsprogramm an, indem immer mehr gleichzeitig erledigt werden kann. Dieser Tradition schreibt Geißler auch den Erfolg des Hörbuches zu. Da man beim Lesen seine Hände und seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Buch widmen muss, ermöglicht das Hörbuch Literatur nun nebenbei zu konsumieren.

Nicht nur in der Forschungsliteratur wird dieser Effekt beschrieben60, sondern auch von Verlagen propagiert. So hat der Campus Verlag seinen Verlagsslogan auf Double your time geändert.61 Er wurde zuvor ebenfalls in den USA verwendet.62

Mit Recht argumentieren einige Wissenschaftler gegen die Kritik von Geißler. Sie glauben, dass die literarisch-komplexen Inhalte bzw. die dichte Klang- und Wortinszinierung ein hohes maß an kognitiver Anstrengung benötigt63 und sich deshalb nicht einfach nebenbei konsumieren lässt.64 Dennoch hat der Trend, Ädas Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden […] auch positive Auswirkungen auf das Hören von Hörbüchern“65 und deren gesellschaftliche Akzeptanz.

4.1.2. Überbeanspruchung und Belastung durch Viellesen

In der heutigen Welt werden die Menschen, vor allem in großen Städten, von einer schier unendlich großen Informationsflut empfangen. Die dargebotenen Reize erscheinen meist visuell (Verkehrsregelung, Werbetafeln, Schaufenster etc.) und lassen sich kaum vermeiden.66 Ferner beinhalten viele Berufe eine starke Beanspruchung der Augen durch teilweise stundenlange Arbeit an PCs und Bildschirmen. Auch die Belastung durch die Lektüre von beruflich relevanten Printmedien (Fachbücher, Fachartikel, eventuell Korrekturen etc.) führen zu einer sehr hohen Beanspruchung der Augen. Es scheint, als ob diese größer werdende Belastung dazu führt, dass Bücher in der Freizeit bzw. nach dem Feierabend weniger häufig als Freizeitbeschäftigung gebraucht werden.

Hörbücher geben, durch eine Fokussierung auf den auditiven Informationskanal den Rezipienten die Möglichkeit, sich von der Informationsflut der visuellen Reize zu erholen und darüber hinaus sich auch noch literarischen Geschichten hingeben zu können. Im Gegensatz zur Verfilmung ist das Hörbuch der Visualität entkommen und bewegt den Rezipienten dazu Äein inneren Schauplatz mit Bildern der Fantasie [zu füllen]“67

4.1.3. Wiedererwachte Freude an der gesprochenen Interpretation

Hörbücher, vor allem Lesungen, stehen in einer langen Vorlesetradition, die ca. um 1800 einsetzte. Das Vorlesen wurde als interpretatorisch-künstlerischer Akt empfunden und es entwickelte sich eine rege Rezitationskunst.68 Das sinnbetonte Vorlesen ermöglicht eine Interpretation des Textes und kann durchaus zu einem tieferen Textverständnis führen.69 Auch eine ÄVerstärkung der Sinnlichkeit eines Leseerlebnisses“70 kann hervorgerufen werden. Auf diese Aspekte werde ich im weiteren Verlauf meiner Arbeit noch näher eingehen.

Vorlesen weckt beim Rezipienten durchaus auch Erinnerungen an Vorlesesituationen in der Kindheit. Das solche als Schlüsselfunktion für die sprachlich-kulturelle Sozialisation von Kindern dienen ist in zahlreichen Studien nachgewiesen worden.71

4.2. Hören - Ein vernachlässigter Sinn?

ÄZwar sind wir Menschen zuinnerst von der Möglichkeit bestimmt, zu hören. Als Hörende sind wir in der Welt Präsent, und als Hörende sind wir offen für Andere. Und doch: hören wir einander noch in unseren Begegnungen, in unseren Informationsüberfluteten Lebenswelten, im Lärm getriebener Geschäftigkeit, oder ist Hören inzwischen zu einer selten-seltsamen Erfahrung geworden, der nachzudenken selbst seltsam anachronistisch ist?“72

Das Hören ist ein grundlegender und omnipräsenter Sinn. Schon sieben Tage nach der Befruchtung einer Eizelle sind kleinste Ansätze zur Bildung von Ohren erkennbar. Das Innenohr entwickelt sich in der neunten Schwangerschaftswoche und nach ca. viereinhalb Monaten nehmen Embryos ihre Umwelt akustisch wahr. Die moderne Sterbeforschung fand heraus, dass der Sinn, der als Letztes erlischt, der Hörsinn ist.73 Er umfasst somit das komplette Leben eines Menschen.

Die Prozesse, die im Ohr und in der weiteren Reizverarbeitung im Gehirn ablaufen sind hochkomplex und psycholinguistische Phänomene, die noch Älängst nicht ausreichend erforscht [sind].“74 Das Gehör hat sich im Verlauf der Evolution auf den Frequenzbereich der menschlichen Stimme spezialisiert. So kann es theoretisch zwar ein großes Spektrum an Wellenlängen erfassen, am sensibelsten ist jedoch der Frequenzbereich der menschlichen Stimme.75

Das Hören und auch das Zu-hören sind wichtige Kulturtechnik mit weitreichenden sozialen Komponenten. ÄWer nicht hören bzw. zuhören kann, ist nicht nur von einem großen Teil des medialen Informationsflusses ausgeschlossen, sondern auch in seinen sozialen Kompetenzen eingeschränkt.“76

In der modernen Gesellschaft ist der Hörsinn jedoch ein deutlich vernachlässigter. Es gibt eine Sinnespräferenz und zwar die des Sehens.77 Die Schriftlichkeit und auch die visuelle Dominanz moderner Medien führt zu einer Abnahme der Bedeutung des Hörens. Dabei kann das Hören ein unglaublicher Gewinn für die Sinnlichkeit sein. Während die Augen von weit weg schon Dinge erkennen und der Sehende immer Distanz wahren kann, so zwingt uns der Hörsinn, nahe an Dinge heranzugehen. Er ruft im Inneren Äviel Betroffenheit und Involviersein“ 78 hervor.

4.2.1. Konsequenzen für das Hörbuch

Dieses Involviersein macht sich das Hörbuch zunutze. Im Gegensatz zum normierten Schriftbild eines gedruckten Buches wecken stimmliche Äußerungen wesentlich mehr Emotionen und Assoziationen beim Hörer aus.79 Und mehr noch. Im Hörbuch gehen Sprecher und Rezipient eine Art Partnerschaft ein. Die Stimme des Sprechers ist, im Gegensatz zum gedruckten Buch, mehrdimensional.80 Neben den reinen Informationen, die auch das gedruckte Buch übermittelt, beinhaltet die Stimme des Sprechers eine bestimmte ÄTonhöhe, Lautstärke, Klangfarbe, Modulation und Tempo […].“81 darüber hinaus ist die Stimme ein Gradmesser für Gefühle. Beim Telefonieren erkennen wir schon nach wenigen Worten, in welcher Verfassung sich unser Gesprächspartner befindet.

Diese Stimme begleitet nun den Rezipienten oft über Stunden hinweg. Der Sprecher ist somit auch das wichtigste kompositorische Mittel einer Hörbuchproduktion. Seine einzigartige Stimme muss exakt zum Inhalt und Erzählstil und vor allem, wenn vorhanden, zum lyrischen Ich des Textes passen.

Als ein Beispiel kann die Hörbuchinszenierung von Helene Hegemanns Axolotl Roadkill genommen werden. Der sehr ungewöhnliche und spezielle Inhalt und auch der bizarre Erzählstil wurden durch die Stimme von Birgit Minichmayr gelungen repräsentiert.82 Ihre Stimme wirkt kratzig und aufwühlend, ebenso wie der Roman von Helene Hegemann. Die Wahl des Sprechers entscheidet häufig über den Erfolg oder Misserfolg von Hörbüchern und wird auch meist als ausschlaggebendes Kriterium für positive und negative Rezensionen von Hörbüchern benutzt.83

4.3. Leistung des Sprechers

Neben einer schönen und markanten Stimme liegt die Hauptaufgabe des Sprechers im sinnbetonten Vorlesen. Was einfach klingt, beinhaltet jedoch ein ausgesprochen schwieriges und weitreichendes Feld, was aus einem einfachen Vortrag ein Sprechkunstwerk macht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Modell der ästhetischen Kommunikation84

Wie dieses Modell veranschaulicht, weist das Kommunikationsmodell das zu einem Hörbuch führt zwei Ebenen auf. Zunächst schreib der Autor einen Roman. Er codiert somit die Botschaft der ersten Ordnung. Diese Botschaft wird vom Sprecher gelesen. Zunächst muss er die Botschaft decodieren und ihren Sinn entnehmen. Dieser Vorgang ist subjektiv und kann von Person zu Person variieren. Der Sprecher interpretiert im nächsten Schritt den Text durch ein sinnbetontes Vorlesen. Er schafft somit ein Sprechkunstwerk und codiert eine Botschaft zweiter Ordnung, die sich nicht nur medial, sondern auch sinnhaft von der Botschaft der erster Ordnung unterscheidet. Der Hörer steht am Ende des Modells und decodiert die Botschaft der zweiten Ordnung und eignet sie sich an. Eventuell hat er auch das gedruckte Werk des Autors gelesen und kennt somit auch die Botschaft erster Ordnung. Er kann dann seine eigene Decodierung und Interpretation des Textes mit der des Sprechers vergleichen. Möglicherweise fallen ihm hierbei Deutungen auf, auf die er selber nicht gekommen ist. Wie Siegfried Lenz betont, ergibt sich hieraus eine große Chance:

Ä[…] mir ist beim Hören einiger geschriebener Texte manches aufgefallen, was ich buchstäblich überlesen hatte, und gelegentlich habe ich etwas Geschriebenes nach akustischer Überprüfung korrigiert.“85

In dem oben angeführten Bild des gedruckten Buches als ÄPartitur fürs Sprechen“86 muss man einige Abstriche machen. Während eine Notenpartitur Angaben zum Spieltempo, Artikulation, Lautstärke und Spielweise gibt, so bleibt das Buch dem Sprecher diese Angaben schuldig. Lediglich Satzzeichen und Absätze können vom Sprecher als sprachlicher Leitfaden benutzt werden. Abgesehen davon ist der Sprecher auf sich alleine gestellt und hat viel Freiraum zur eigenen Interpretation. Zuvor muss er den Text durch eine inhaltliche und literaturwissenschaftliche Analyse Ädurchdringen, kontextualisieren, [und] verstehen […].“87 Hieraus kann er dann Kriterien für seine Vortragsgestaltung ziehen. Wie zuvor schon beschrieben sind ebenfalls Kontextinformationen wie Textsortenkenntnis und Wissen über Autor und Zeit für die Interpretation wichtig.88

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ÄEin guter Sprecher […] nicht ausschließlich Stimmkünstler, sondern ebenso ein versierter Leser und Textkenner [ist].“89 Doch durch welche Techniken übermittelt der Sprecher seine Interpretation des Textes? Die größten Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus der Prosodie des Vortrages. Die Prosodie kann folgende Aufgaben übernehmen90:

1. Kommunikative Aufgabe: Der Sprecher unterscheidet zwischen Satzmodi z.B. Fragesatz oder Aussagesatz. Er markiert die Informationsstruktur durch hinreichende Betonung.

2. Strukturierende Aufgabe: Der Sprecher unterteilt den Text in Sinneinheiten durch prosodische Akzentuierung.

3. Emotionale Aufgabe: Der Sprecher vermittelt Gefühlszustände und transportiert eine emotionale Einstellung zum Hörer. Vielleicht sogar die wichtigste Aufgabe.

4. Ästhetische Aufgabe: Der Sprecher erzeugt auf einer Mikroebene (einzelne Worte bis Sätze) einen Wohlklang und auf der Makroebene (gesamte Text) einen Spannungsbogen.

Auch temporale Akzente können für den interpretierten Vortrag sehr wichtig sein. So können gezielte Sprechpausen, wenn sie nicht von Satzzeichen vorgegeben werden, sogar zu einer radikalen Veränderung des Inhaltes führen. Das folgende Beispiel zeigt dies deutlich:

ÄDer brave Mann denkt an sich selbst zuletzt. Der brave Mann denkt an sich II selbst zuletzt“91

Das Sprechen vor einem Mikrofon unterscheidet sich deutlich vom Vortrag vor einem Publikum. Der Sprecher erfährt keine Rückmeldung zum Gelesenen, höchstens zeitversetzt durch die Regie. Durch die große Nähe zum Mikrofon wird eine ÄGroßaufnahme der Stimme“92 erzeugt. Hierdurch kann z.B. auch das Atmen des Sprechers als Stilmittel eingesetzt werden, ungewollte Nebengeräusche, wie Rascheln des Papiers, Magengrummeln o.ä. werden jedoch ebenso empfindlich übertragen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Hörbuch zwar eine Buchvorlage hat und somit eine Art ÄZweitverwertung“93 ist. Die Inszenierung und Produktion eines Hörbuches benötigt jedoch ein ausgesprochen hohes Maß an künstlerischer und kreativer Anstrengung und ist keinesfalls ein bloßes Duplikat des ursprünglichen Werks.

4.4. Literaturverlust oder Sinnlichkeitsgewinn?

Wie bei vielen aufkommenden neuen Medien, wurde auch das Hörbuch aus kulturpessimistischer Sicht stark kritisiert. Es wurde befürchtet, dass das Lesen, Äals Kardinalbedingung der Historizität einer Gesellschaft“94 verfalle und eine Hilfe oder sogar ein Ersatz für Analphabeten und Lesefaule sei, die wiederum so keine Notwendigkeit haben Lesen zu erlernen.

Diese Theorie lässt sich jedoch schnell entkräften. Wie die PISA-Studie deutlich macht, ist und bleibt Lesen Schlüsselkompetenz im alltäglichen Leben95, die durch neue schriftgeprägte Medien, wie z.B. das Internet nur noch wichtiger wird.

Fürsprecher des Hörbuches betonten einen gegenteiligen Effekt. Sie glaubten, dass Hörbücher, eben so wie Romanverfilmungen, dazu anregen, die Geschichten selber noch einmal nachzulesen. Schon hier empfand man das Hörbuch als eine Möglichkeit ÄLiteratur auch auf neue Weise in jene Mehrzahl von Köpfen [zu] bringen […].“96

Heutige Umfragen und empirische Arbeiten zeigen, dass die ÄMedienverdrängungshypothese“97 nie belegt werden konnte. Im Gegenteil zeigen sie, Ädass Hörbücher die Bücher weder verdrängen noch ersetzen, sie werden zusätzlich gekauft und haben oft sogar lesefördende Wirkung!“98

Dass das Hörbuch ein Literaturkiller ist, kann somit sowohl theoretisch analysiert als auch empirisch verneint werden.

Doch wie steht es mit der Theorie, dass das Hörbuch eine neue literarische Erfahrung bietet?

Doris Moser schreibt dem Hörbuch einen ÄMehrwert“99 gegenüber dem gedruckten Buch zu, da die festgelegten Bedeutungen der Wörter im Aussprechen, durch die Interpretation des Sprechers, überschritten werden. Auch von bedeutenden Autoren und Theoretikern wird die Möglichkeit, ein Stück zu hören, gelobt. Gotthold Ephraim Lessing betont in seiner Hamburgischen Dramaturgie, dass der Mündliche Vortrag Ädie deutlichste Erklärung, den vollständigen Comentar“100 eines Werkes darstellt. Er erklärte weiterhin, dass seine Werke erst gesprochen ihre Vollständigkeit erlangen.101 Siegfried Lenz betont, wie oben schon angeführt, dass ihm Äbeim Hören einiger geschriebener Texte manches aufgefallen [ist], was [er] buchstäblich überlesen hatte.“102 Johann Wolfgang von Goethe stellte sinngemäß fest, dass geschriebene Sprache nur ein Ätrauriges Surrogat der gesprochenen Sprache ist“103.

Zwar ist davon auszugehen, dass sich diese Zitate eher auf das gespielte Theater bzw. die Autorenlesung beziehen, als auf das technisch umgesetzte und archivierte Hörbuch. Dennoch zeigen diese Zitate, dass das Hören eines Textes eine lohnenswerte Tätigkeit ist. Durch den eher emotionalen und affektiven Rezeptionsmodus des Hörens kann Literatur auf eine ganz andere Weise erfahren werden als durch das visuelle Lesen. Man verbindet fiktive Personen mit realen akustischen Stimmen, der Fantasie der bildlichen Ausgestaltung sind jedoch keine Vorgaben gemacht.

Kritiker fragen, ob Ädamit nicht eben das, was man von der Lektüre seit der Aufklärung erwartet, infrage gestellt [wird]: dass sie das kritisch prüfende Sensorium des Lesers schärft und ihn aus der Abhängigkeitsbeziehung gegenüber einem Vorleser befreit?“104 Natürlich muss der Hörer sich, ebenso wie der Leser, kritisch mit dem Werk auseinandersetzten und das Gehörte, ebenso wie das Gelesene, reflektieren. Ein versierter Hörer kann jedoch Ädurchaus zwischen Inhalt und Darbietung unterscheiden“105. Doch darf der Zugang zur Literatur nur durch das eigene Erlesen eines Textes stattfinden? Ist nicht die kompetente Interpretation durch einen geübten und ausgebildeten Sprecher eine ÄBereicherung, ja Steigerung des eigenen Textverständnisses“106 ?

Trotz des Hörbuchbooms wird das Hörbuch das gedruckte Buch niemals komplett ersetzten. Leser oder Hörer müssen für sich selber entscheiden, welcher Sinnespräferenz sie folgen, ob sie lesen, hören oder beide Informationskanäle nutzen wollen.

Festzuhalten gilt jedoch, dass das Hörbuch eine nicht zu unterschätzende neue ästhetische Dimension in die Literaturwelt bringt, die eine deutliche Bereicherung darstellt.

4.5. Kinderhörkassetten als Frühförderung für leseschwache Schüler:

Kinderhörkassetten sind in der Frühförderung von Leseschwierigkeiten von großem Interesse. Bei der Ausprägung des phonologischen Bewusstseins ist das Vorlesen von Eltern oder Bezugspersonen im frühen Kindesalter von großer Wichtigkeit. Die Frage lautet nun, ob Kinderhörkassetten dieses sprachfördernde Potenzial ebenfalls besitzen.107 Hörkassetten bieten den Kinder, anders als z.B. der Fernseher, eine gezielte sprachliche Anregung, die auf einen Sinneskanal begrenzt ist und nicht durch bewegte Bilder unterbrochen wird. Durch das häufige und wiederholte Hören von Kassetten erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder neue sprachliche Elemente, wie Wörter oder syntaktische Strukturen, erkennen und üben. Eine Längsschnittstudie108 wies nach, dass die Rezeptionshäufigkeit von Hörspielkassetten positiv mit der Ausbildung des Wortschatzes korreliert. Der Effekt ist jedoch an einen erwachsenen Vermittler gebunden, der in einer Anschlusskommunikation die Kinder auf metasprachliche Strukturen hinweist und sie z.B. durch Nachspielen oder Nachsprechen einzelner Passagen einübt.

Weitere präventive Effekte, wie die lustvolle Begegnung mit Literatur, die sich später auf eine höhere Lesemotivation auswirkt, sind denkbar, jedoch nicht hinreichend untersucht. Die Auswirkungen auf den Frühförderbereich bieten eine interessante und in der Zukunft hoffentlich noch weiter erforschte Möglichkeit, funktionalem Analphabetismus, sowie Weniglesern, die eine Risikogruppe für schulischen Misserfolg darstellt, vorzubeugen.

4.6. Hörbücher im Unterricht:

Auch im Literaturunterricht können Hörbücher eine gelungene und lohnenswerte Abwechslung sein, die ein großes didaktischer Potenzial bietet109.

Im Deutschunterricht werden den Kindern wichtige Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben beigebracht. Gemäß dem vorangegangenen Kapitel 4.2. Hören - Ein vernachlässigter Sinn? wird auch im Deutschunterricht der Sinneskanal des Hörens deutlich weniger behandelt als der visuelle Sinneskanal. ÄEs wird meist stillschweigend vorausgesetzt, dass es für Schülerinnen und Schüler genüge, Ohren zu haben, um zu hören.“110 Das Zuhören jedoch zum Thema des Unterrichts zu machen kann sehr viele nützliche Effekte haben. Auch Schüler sind von der Äunendlich großen Informationsflut“ (s.o.) betroffen. Lehrer und Eltern beklagen häufig die mangelnde Konzentrationsfähigkeit von Jugendlichen. Es besteht ein Zusammenhang zwischen visueller Überreizung und Konzentrationsmangel. Es erscheint sinnvoll einen visuell dominanten Alltag von Jugendlichen, der durch Fernseher und Computer geprägt wird, durch Hörbücher zu unterbrechen.111 Das Zuhören stärkt die Konzentrationsfähigkeit und auch die Daueraufmerksamkeit (sog. Vigilanz), da sich die Schülerinnen und Schüler auf das Zuhören konzentrieren müssen und dies über eine längere Zeit hinweg.

Neben der Steigerung der Konzentrationsfähigkeit bieten Hörbücher eine lustvolle Erfahrung mit Literatur, vor allem bei leseschwachen Schülerinnen und Schülern.

ÄWie sollen Mädchen und Jungen, die sich beschwerlich von Satz zu Satz hangeln, jemals erfahren, wie schön Geschichten sein können, wenn sie ihnen niemals vorgelesen werden? An diesem Punkt öffnet sich die emotionale Dimension des Vorleseerlebnisses und schließlich des Lesens ganz besonders.“112 Vorlesen und auch das Hören eines Hörbuchs unterstützen die Entwicklung von Sprachgefühl, da sie den Schülern das Gefühl vom Rhythmus einer Sprache geben.113 Weiterhin schafft es ÄPhantasie für das Leben“114 durch Bilder und Geschichten, die in unserem Kopf beim Zuhören entstehen. Diese Phantasie bietet nicht nur die Grundlage für alle künstlerische und handwerkliche Kreativität, sie ist auch nötig für das Treffen von Entscheidungen und für die Fähigkeit problematische Situationen selbstständig zu lösen.115 Hörbücher eignen sich auch für den Unterricht in weiterführenden Schulen, da man aus dem Vorlesealter niemals herauswächst.116 Denkbar wäre eine Nutzung beispielsweise als Einstieg für ein Thema oder für die Einstiegsphase in der Konzeption des literarischen Unterrichtsgesprächs.

5. Literaturverzeichnis

5.1. Fachliteratur

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5.2. Online-Quellen

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[...]


1 Ackermann, Max: Die Kultur des Hörens. Wahrnehmung und Fiktion. Texte vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Inauguraldissertation der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg. 1998, S. 5f.

2 Vgl. Rühr, Sandra: Tondokumente von der Walze zum Hörbuch. Geschichte - Medienspezifik - Rezeption. Göttingen: V&R unipress 2008, S. 336

3 Rühr, 2008

4 Vgl. Woodside, Martin: Thomas A. Edison: the man who lit up the world. New York: Sterling Publishing Co. Inc. 2007, S.66 f

5 Vgl. Rühr 2008, S.45

6 Vgl. Ebd. S. 46

7 Vgl. Ebd. S. 55

8 Vgl. Freis, Gerlinde: Der Hörbuchmarkt im deutschsprachigen Raum. Struktur und Ökonomie einer vielversprechenden Branche. Hamburg: Diplomica Verlag GmbH 2008, S. 62

9 Vgl. Rühr 2008, S.42

10 Vgl. Freis 2008, S. 63

11 Vgl. Ebd. S. 63

12 Ebd. S. 63

13 Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Das Hörbuchlexikon - die ganze Welt des Hörens. S.15 <http://www.boersenverein.de/sixcms/media.php/996/Hoerbuchlexikon.pdf> (03.09.11)

14 Vgl. Rühr 2008, S. 63

15 Vgl. Freis 2008, S. 64

16 Vgl. Freis 2008, S. 65

17 Vgl. Rühr 2008, S 121

18 Vgl. Freis 2008, S. 65

19 Vgl. Morser, Doris: Bonustrack, oder: Warum das Hörbuch kein Literaturkiller ist. In: Esterl, Ursula; Zeitlinger, Edith (Hrsg.): Kultur des Hörens. 2008 Heft 1. S. 80

20 Rühr, Sandra (Hrsg.): Verliert das Hörbuch seinen Körper? Die Auswirkungen des Downloads auf Bibliotheken, Buchbranche und Nutzer. Begleitband zur gleichnamigen Tagung. In: Rautenberg, Ursula; Titel, Volker: Alles Buch. Studien der Erlanger Buchwissenschaften. Band 39. Universität Erlangen-Nürnberg <http://www.alles-buch.uni-erlangen.de/39_Hoerbuchtagung.pdf> (01.09.2011)

21 Rühr 2008, S. 177. [Auslassung und Einfügung: B.S.]

22 Ebd. S. 43

23 Hickethier, Knut; Knilli, Friedrich; Lützen, Wolf Dieter: Einleitung. In: Hickethier, Knut; Knilli, Friedrich; Lützen, Wolf Dieter (Hrsg.): Literatur in den Massenmedien - Demontage von Dichtung? München: Hanser, Carl GmbH + Co. 1976. S. 7

24 Ebd. S.7

25 Ebd. S. 7

26 Pross, Harry: Medienforschung - Film, Funk, Presse, Fernsehen. Darmstadt: Habel 1972

27 Ebd. S. 128

28 Vgl. Gehrke, Jens; Großmann, Stefan (2.5.2008): Medien/Systematisierung von Medien nach Technikeinsatz. In: MedienKulturWiki. <http://www.leuphana.de/medienkulturwiki/medienkulturwiki2/index.php?oldid=424> (11.09.2011)

29 Ebd. 1 Primärmedien (Menschmedien)

30 Rühr 2008, S. 214

31 Vgl. Gehrke 2008, 2 Sekundärmedien (Schreib- und Druckmedien) 8

32 Vgl. Pross 1979, S. 224

33 Vgl. Schwethelm, Mathias: Bücher zum Hören. Intermediale Aspekte von Audioliteratur. In: Rautenberg, Ursula; Titel, Volker (Hrsg.): Alles Buch. Studien der Erlanger Buchwissenschaft. Band 38. S. 19 <http://www.buchwiss.uni-erlangen.de/AllesBuch/38_Schwethelm.pdf> (10.09.2011)

34 Faßler, Manfred: Was ist Kommunikation? München: Fink 1997.

35 Vgl. Faßler 1997, 117ff.

36 Koch, Peter; Wulf Oesterreicher: Sprache der Nähe - Sprache der Distanz. Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Spannungsfeld von Sprachtheorie und Sprachgeschichte. In: Romanistisches Jahrbuch 1985. Band 36. S. 15-43.

37 Geers, Jürgen: Originalton. Überlegungen zur Geschichte und Formensprache einer dokumentarischen Hörfunkästhetik. In: Hörspiel-Manuskript des Hessischen Rundfunks. Frankfurt a.M. 1992. S. 1 < http://www.mediacultureonline.de/fileadmin/bibliothek/geers_originalton/geers_originalton.pdf> (03.09.2011)

38 Vgl. Rühr 2008, S. 233

39 Ebd. S. 234

40 Ebd. S. 212

41 Rajewsky, Irina O.: Intermedialität. Tübingen/Basel: UTB 2261 2002. S. 1

42 Vgl. Rühr 2008, S. 212

43 Ebd. S. 212

44 Vgl. Rajewsky 2002, S. 1-18

45 Rühr 2008, S. 213

46 Ebd. S. 137

47 Rautenberg, Ursula: Der Buchbegriff der herstellenden und verbreitenden Organisationen. In: Rautenberg, Ursula; Wetzel, Dirk: Buch. Grundlagen der Medienkommunikation (Grundlagen der Medienkommunikation, Band 11. Hrsg. von Erich Straßner.) Tübingen: Niemeyer Max Verlag GmbH 2001. S. 3 [Auslassung und Einfügung: B.S.]

48 Rühr 2008, S. 214

49 Vgl. Ebd. S. 215

50 Ebd. S. 215

51 Vgl. Eckardt, Heidemarie: Das Hörbuch Mehr als Lektüreersatz. In: Bohnsack, Petra; Foltin, Hans-Friedrich (Hrsg.): Lesekultur. Populäre Lesestoffe von Gutenberg bis zum Internet. Marburg: Universitätsbibliothek Marburg 1999. S. 251

52 Rühr 2008, S. 215

53 Rühr 2008, S. 217

54 Hickethier; Knilli; Lützen 1976, S. 7

55 Morser 2008, S. 80

56 Eckardt 1999, S. 251 2,7 Millionen, die aus dem Internet heruntergeladen

57 Rautenberg, Ursula: Einführung in die Tagung ÄDas Hörbuch - Ein Medium und sein Markt“ In: Rautenberg, Ursula: Das Hörbuch - Stimme und Inszenierung. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2007. S. 7

58 Börsenverein des Deutschen Buchhandel - Wirtschaftszahlen Hörbuch <http://www.boersenverein.de/de/portal/Hoerbuch/158293> (11.09.2011)

59 Ebd. [Auslassung: B.S.]

60 Vgl.

61 Vgl. Rühr 2008, S. 303

62 Vgl. Ebd. S. 101

63 Vgl. Ebd. S. 215

64 Vgl. Rautenberg 2007, S. 8

65 Biller, Beena: Der Hörbuchboom - Eine Ursachenanalyse. Magisterarbeit. Universität Hamburg 2004. Norderstedt: GRIN Verlag 2004. S.70

66 Vgl. Eckardt 1999, S. 251

67 Schnickmann, Tilla: Vom Sprach- zum Sprechkunstwerk. In: In: Rautenberg, Ursula: Das Hörbuch - Stimme und Inszenierung. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2007. S. 53

68 Vgl. Rühr 2008, S. 233

69 Vgl. Eckardt 1999, S. 251

70 Ebd. S. 251

71 Vgl. Wieler, Petra: Vorlesen in der Familie. Fallstudie zur literarisch-kulturellen Sozialisation von Vierjährigen in der Familie. Weinheim, München: Juventa 1997. S. 24.

72 Vorlaufer, Johannes: Vom Hören. Eine Meditation in XXXVI Sprüchen nebst weiteren Gebrauchstexten. Hamburg: Tredition 2011. S. 9

73 Vgl. Berendt, Joachim-Ernst: Heilen durch Hören. Psychofonie-Symposium 1999, durchgeführt an der Universität-Zürich, Neurologie, Hörsaal D Nord, am 27. November 1999. S. 9f. <http://www.psychofonie.ch/Events/PsycSymp99.pdf> (10.09.2011)

74 Leubolt, Monika: Hören - der vernachlässigte Sinn. In: Esterl, Ursula; Zeitlinger, Edith (Hrsg.): Kultur des Hörens. 2008 Heft 1. S. 11. [Einfügung: B.S.]

75 Vgl. Schnickmann 2007, S.25

76 Ebd. S.11

77 Vgl. Leubolt 2008, S. 12

78 Ebd. S. 14

79 Vgl. Schnickmann 2007, S. 27

80 Vgl. Ebd, S. 26

81 Ebd. S. 26 [Auslassung: B.S.]

82 Eine Hörprobe des vertonten Romans ist unter folgendem Link zu finden: <http://www.audible.de/adde/store/product.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&productID=BK_HAMB_000286DE>

83 Vgl. Schnickmann 2007, S. 28

84 Vgl. Ebd. S. 31

85 Lenz, Siegfried: Sprich, damit ich dich sehe. Das Hörbuch als Fenster zur Welt. In: Die Blindenselbsthilfe, Nr. 12, Bonn 1983 [Auslassung: B.S.]

86 Hachenberg 2004, S. 38

87 Schnickmann 2007, S. 33

88 Rühr 2008, S. 214

89 Schnickmann 2007, S. 33 [Auslassung und Einfügung: B.S.]

90 Vgl. Ebd. S. 35

91 Rossié, Michael: Sprechtraining. Texte präsentieren im Radio, Fernsehen und vor Publikum. München: List 2000, S. 44.

92 Schnickmann 2007, S. 39.

93 Rühr 2008, S. 137

94 Schmitz, Alexander: Bücher zum (Weg-)Hören. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 1987. Heft 53 S. 1183

95 Vgl. Arlert, Cordula; Schneider, Wolfgang; Schiefele, Ulrich: Kapitel 3 Ländervergleich zur Lesekompetenz. In: Deutsches PISA-Konsortium (Hrsg.): PISA 2000 - die Länder der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich Opladen: Leske + Budrich 2002. S. 56

96 Faude, Ekkhard: Hörbücher nicht das Ende der Schriftkultur. In. Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 1987. Heft 57. S. 1984 [Einfügung: B.S.]

97 Morser 2008, S. 80

98 Börsenverein des Deutschen Buchhandels: Das Hörbuchlexikon - die ganze Welt des Hörens. S.33 <http://www.boersenverein.de/sixcms/media.php/996/Hoerbuchlexikon.pdf> (03.09.11)

99 Morser 2008, S. 77

100 Lessing, Gotthold Ephraim: Hamburgische Dramaturgie. 4. Stück. In: Barner, Willfried; Bohnen, Klaus (Hrsg.): Werke und Briefe in 12 Bänden. Bd. IV. Frankfurt a.M.: Deutscher Klassiker Verlag 1985, S.206

101 Vgl. Eckardt 1999, S. 248

102 Lenz 1983 [Einfügung: B.S.]

103 Eckardt 1999, S. 248

104 Meyer-Kalkus, Reinhart: Stimme und Sprechkünste im 20. Jahrhundert. Berlin: Akademie Verlag 2001, S. 462

105 Schickmann 2008, S. 52

106 Ebd. 2008, S. 52

107 Vgl. Niebuhr, Sandra; Ritterfeld, Ute: Die Förderung von Lesefertigkeiten beginnt vor dem Schuleintritt! In: Hurrelmann, Bettina; Becker, Susanne (Hrsg.): Kindermedien nutzen. Medienkompetenz als Herausforderung für Erziehung und Unterricht. Weinheim und München: Juventa Verlag. 2003, S. 110f

108 Nierbuhr, Sandra; Ritterfeld, Ute: Sprachförderung durch Medienrezeption? In: Spinath, Birgit; Heise, Elke (Hrsg): Pädagogische Psychologie unter gewandelten gesellschaftlichen Bedingungen. Hamburg: Kovac. 2002, S. 154 - 159.

109 Vgl. Rabe, Georg: Das Hörbuch und seine Verwendung im Literaturunterricht der Grundschule. Masterarbeit. Universität Oldenburg 2009. Norderstedt: GRIN Verlag. 2009, S. 15

110 Leubolt 2008, S. 10

111 Vgl. Ebd. S. 16

112 Petzold, Gilda: Abendteuer Vorlesen. In: Esterl, Ursula; Zeitlinger, Edith (Hrsg.): Kultur des Hörens. 2008 Heft 1. S. 48.

113 Vgl. Ebd. S. 49.

114 Ebd. S. 49.

115 Vgl. Ebd. S. 49.

116 Vgl. Ebd. S. 47.

29 von 29 Seiten

Details

Titel
Das Hörbuch. Literaturverlust oder Sinnlichkeitsgewinn?
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für deutsche Sprache und Literatur II)
Veranstaltung
Literatur und neue Medien
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
29
Katalognummer
V278135
ISBN (Buch)
9783656712633
Dateigröße
764 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hörbuch, literaturverlust, sinnlichkeitsgewinn
Arbeit zitieren
Benedikt Schraml (Autor), 2011, Das Hörbuch. Literaturverlust oder Sinnlichkeitsgewinn?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278135

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