Margaret Atwood's "The Edible Woman" excessively deals with expectations and displays their effects on the characters in the novel in every detail. Ultimately these expectations create gender roles, which then even suppress individualism and promote universalism.
This paper discusses the different gender roles in Margaret Atwood's novel, while setting focus on influences generated by society and tradition.
Inhaltsverzeichnis
1. Introduction
2. An Inverted Romance
3. Different Expectations in The Edible Woman
4. A Necessary Charade
5. (Not) Only a Feminist Novel
6. Male Role Models
7. Indecision in a Decisive World - Searching for Your Place
8. Conclusion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss gesellschaftlicher Erwartungen und traditioneller Rollenbilder auf die Identitätsbildung und das psychische Wohlbefinden der Protagonistin in Margaret Atwoods Roman "The Edible Woman". Dabei wird analysiert, wie diese externen Anforderungen zu inneren Konflikten, Essstörungen und dem Gefühl der Entfremdung führen.
- Analyse gesellschaftlicher Erwartungen und Geschlechterrollen
- Untersuchung von Identitätsverlust und psychischem Druck
- Rezeption von "The Edible Woman" als grotesker Roman
- Vergleich unterschiedlicher männlicher Rollenmodelle (Peter vs. Duncan)
- Die Rolle des weiblichen Körpers als Ausdrucksmedium für Unterdrückung
Auszug aus dem Buch
A Necessary Charade
As soon as Peter and Marian decide to get married, Marian’s struggle begins. Lahikainen remarks that “The Edible Woman begins like a retrospective illness memory work: “I know I was all right on Friday when I got up” (EW, 11). Narrator Marian is retracing the tracks that led her to her engagement. This implies that the engagement has been a powerful force in her life, something that has changed everything, and this argument continues throughout the novel” (58). From this point on up to the wedding, or eventually the breakup, Marian has to fight harder every day to suppress her actual interests and preferences. To amplify the difficulty of this struggle Atwood uses elements like an eating disorder, which haunts Marian as a side effect of the upcoming marriage. This disorder starts out with the denial of just some sorts of food and ends with Marian being merely able to eat anything.
Lahikainen describes Marian’s eating disorder as follows:
Her hunger, symbolic and concrete, is excessive in a restrictive society. The motif is coloured by the protagonist’s desire to be more than her limited feminine role options allow. The effort to fit in and its impossibility are present in Marian’s problems with eating, which has been called anorexia nervosa. When Marian feels hunted and faced with too large and impossible choices about her life, it affects her view of the world outside of her: everybody is a hunter or hunted, gorger or starving. (57)
The more Marian struggles to fit in a pattern she never wanted to be in, the more her body is affected by the eating disorder. Society splits people into two categories, which include the hunter and the hunted. The pattern prescribes that Marian, as a woman, is supposed to be the prey, while Peter, as a man, should be the hunter, which also is perfectly illustrated by Atwood through the hunting stories Peter tells and his constant need to photograph his prey Marian at the party.
Zusammenfassung der Kapitel
Introduction: Einführung in die thematische Bedeutung von Erwartungsdruck und dessen Auswirkungen auf Identität und Individualität in Atwoods Roman.
An Inverted Romance: Analyse des Romans als "umgekehrte Romanze", bei der sich der Zustand der Protagonistin verschlechtert, je näher sie der traditionellen Ehe kommt.
Different Expectations in The Edible Woman: Erörterung der Diskrepanz zwischen individuellen Bedürfnissen und den von der Gesellschaft auferlegten, oft traditionell geprägten Verhaltensmustern.
A Necessary Charade: Untersuchung der Essstörung der Protagonistin als psychosomatische Reaktion auf den erzwungenen Rollenwechsel und das öffentliche Performen einer heterosexuellen Norm.
(Not) Only a Feminist Novel: Reflexion über die Darstellung weiblicher Opferrollen und die Möglichkeiten zur individuellen Selbstbefreiung abseits feministischer Lesarten.
Male Role Models: Gegenüberstellung von Peter als Repräsentant gesellschaftlicher Erwartungen und Duncan als "sozialem Außenseiter", der gängige Rollenmuster ablehnt.
Indecision in a Decisive World - Searching for Your Place: Diskussion über die Wahlmöglichkeiten der Frau in der modernen Gesellschaft zwischen traditioneller häuslicher Unterordnung und individueller Emanzipation.
Conclusion: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnis, dass soziale und individuelle Erwartungen einen tiefgreifenden, oft unterdrückenden Einfluss auf das Leben des Einzelnen haben.
Schlüsselwörter
Geschlechterrollen, Identität, Gesellschaft, Margaret Atwood, The Edible Woman, Essstörung, Feminismus, Rollenkonflikt, Unterdrückung, Individualismus, soziale Normen, Patriarchat, Anpassung, Widerstand, Psychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie gesellschaftliche Erwartungen und traditionelle Rollenbilder die Identität der Protagonistin Marian in Margaret Atwoods Roman "The Edible Woman" maßgeblich beeinflussen und unterdrücken.
Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?
Die zentralen Felder sind der Druck durch Geschlechterrollen, die psychischen Folgen von Anpassungszwängen, die Symbolik der Essstörung sowie der Konflikt zwischen Individualität und gesellschaftlicher Normierung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Marian versucht, sich aus einem von außen aufgedrängten Rollenbild zu befreien, und welche Rolle ihr Körper bei der Artikulation ihrer unterdrückten Bedürfnisse spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman durch theoretische Perspektiven, unter anderem aus den Bereichen Feminismus und Sozialwissenschaften, interpretiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die verschiedenen sozialen Maskeraden Marians, ihre Beziehung zu Peter und Duncan, die Symbolik der Essstörung sowie der Einfluss traditioneller Werte auf ihre Selbstwahrnehmung detailliert untersucht.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Gender-Rollen, Identitätsverlust, soziale Konformität, psychischer Druck, Essstörung und der Kampf um Autonomie in einem restriktiven Gesellschaftssystem.
Welche Funktion hat die Figur des Duncan in Bezug auf Marian?
Duncan fungiert als Gegenmodell zu Peter; er lehnt gesellschaftliche Rollen und Erwartungen konsequent ab, was Marian als Kontrast zu ihrem eigenen Leben wahrnimmt und sie in ihrem Widerstand bestärkt.
Warum wird Marians Essstörung als zentrales Element hervorgehoben?
Die Essstörung dient als körperliche Reaktion auf den psychischen Stress und symbolisiert den unbewussten Protest gegen eine ihr aufgezwungene Rolle, die sie als Frau und Ehefrau erfüllen soll.
- Quote paper
- Volker Hartmann (Author), 2012, Meeting expectations in a Changing Society. Definition and Importance of Gender Roles in "The Edible Woman", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278166