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Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen. Gesetzliche Grundlagen, Zertifizierung

Möglichkeiten und Grenzen

Titel: Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen. Gesetzliche Grundlagen, Zertifizierung

Akademische Arbeit , 2007 , 34 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst dich mit dem Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen. Die Bezeichnung Pflegeeinrichtung wird in dieser Arbeit sowohl auf Krankenhäuser als auch auf Altenhilfeeinrichtungen bezogen. Prinzipiell findet Krankenpflege in beiden Einrichtungen und auch in der ambulanten Pflege statt, wobei sich Beispiele in dieser Arbeit auf Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen beschränken, um den vorgegebenen Rahmen der Arbeit entsprechen zu können.

Aus dem Inhalt:
Historische Entwicklung,
Gesetzliche Grundlagen für Qualitätssicherung,
Zertifizierungen in Pflegeeinrichtungen,
Qualitätsgrenzen durch derzeitige Rahmenbedingungen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Historische Entwicklung

3.1 Geschichtliche Entwicklung der Ausbildung

3.2 Pflegestandards und Expertenstandards

3.3 Qualitätszirkel

3.4 Weitere verwendete Instrumente zur Qualitätssicherung

3.5 Der Problemlösungsprozess

4 Gesetzliche Grundlagen für Qualitätssicherung in der Pflege

4.1 Gesetzliche Grundlagen im fünften Sozialgesetzbuch

4.1.1 § 70 Qualität, Humanität und Wirtschaftlichkeit

4.1.2 § 112 Zweiseitige Verträge und Rahmenempfehlungen über Krankenhausbehandlung

4.1.3 § 113 Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsprüfung der Krankenhausbehandlung

4.1.4 § 135a Verpflichtung zur Qualitätssicherung

4.1.5 § 137 Qualitätssicherung bei zugelassenen Krankenhäusern

4.2 Gesetzliche Grundlagen im elften Sozialgesetzbuch

4.2.1 § 72 Zulassung zur Pflege durch Versorgungsvertrag

4.2.2 § 80 Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität

4.2.3 § 80a Leistungs- und Qualitätsvereinbarung mit Pflegeheimen

4.2.4 § 112 Grundsätze

4.2.5 § 113 Leistungs- und Qualitätsnachweise

4.2.6 § 114 Örtliche Prüfung

4.2.7 § 115 Ergebnisse von Qualitätsprüfungen

4.3 Gesetzliche Grundlagen im Heimgesetz

4.3.1 § 2 Zweck des Gesetzes

4.3.2 § 3 Leistungen des Heims, Rechtsverordnungen

4.3.3 § 11 Anforderungen an den Betrieb eines Heims

4.3.4 § 13 Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht

4.3.5 § 15 Überwachung

4.3.6 Konsequenzen bei Mängeln

5 Zertifizierungen in Pflegeeinrichtungen

5.1 Gründe, die für eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 sprechen

5.1.1 Prozessstandardisierung

5.1.2 Wettbewerbsvorteil

5.1.3 Basis zur Weiterentwicklung in Richtung EFQM bzw. TQM

5.1.4 Absicherung gegen Haftungsansprüche

5.1.5 Motivationsschub

5.1.6 Weiterentwicklung der Organisation

5.2 Gründe, die gegen eine Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 sprechen

5.2.1 Ausbleiben einer besseren Ergebnisqualität

5.2.2 Hoher Bürokratieaufwand

5.2.3 Geringe Aussagekraft des Zertifikats

5.2.4 Umsetzungsprobleme - Weiterentwicklung bleibt aus

5.2.5 Hoher Verbrauch von Unternehmensressourcen

5.2.6 Negative Öffentlichkeitswirkung

5.2.7 Kosten durch die Begleitung, Zertifizierung und Rezertifizierungen

6 Qualitätsgrenzen durch derzeitige Rahmenbedingungen

6.1 Rahmenbedingungen durch die gesetzliche Refinanzierung

6.2 Notwendigkeit der externen Qualitätssicherung

6.3 Auswirkungen der derzeitigen Rahmenbedingungen

6.3.1 Arbeitsbedingungen und Belastung

6.3.1.1 Abbau von Pflegekräften, höherer Arbeitsaufwand und Mehrarbeit

6.3.1.2 Patientensicherheit und pflegerische Versorgungsqualität

6.3.2 Berufsausstieg

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen (Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen) unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der kritischen Auseinandersetzung mit Zertifizierungsverfahren. Ziel ist es zu erörtern, ob Zertifizierungen tatsächlich zu einer Qualitätssteigerung beitragen oder durch ressourcenbindende Bürokratie und mangelnde Ergebnisqualität hinter den Erwartungen zurückbleiben.

  • Gesetzliche Grundlagen der Qualitätssicherung (SGB V, SGB XI, Heimgesetz)
  • Nutzen und Grenzen von Zertifizierungen nach DIN ISO 9001:2000
  • Auswirkungen der derzeitigen Refinanzierung auf die Versorgungsqualität
  • Arbeitsbedingungen, Personalbelastung und das Phänomen des Berufsausstiegs
  • Notwendigkeit externer Prüfinstitutionen gegenüber einrichtungsinternen QMS

Auszug aus dem Buch

5.2.2 Hoher Bürokratieaufwand

Das erste Hindernis bei der Auseinandersetzung ist die ungewohnte Sprache, der aus der Industrie stammenden DIN EN ISO Norm, die für die Beschäftigten im Gesundheitsbereich zunächst unverständlich und erklärungsbedürftig ist. Weiterhin muss ein hoher Dokumentationsaufwand betrieben werden, um die formalen Kriterien der Norm zu erfüllen. Greift man als Beispiel für den hohen Bürokratieaufwand das QMH heraus, so kann man von diesem zwar behaupten, dass wenn es in einer verständlichen Sprache geschrieben und allen Mitarbeitern bekannt ist, ganz abgesehen von dem Aufwand der Erstellung, es eine wertvolle Hilfe bspw. für den Nachweis der Gewissenhaftigkeit der Leistung oder eine große Hilfe für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter sein kann.

Jedoch müssen die ausgegebenen Qualitätsmanagementhandbücher in einer Liste geführt werden, um Missbrauch auszuschließen und vor allem durch einen QMB regelmäßig überarbeitet werden. Diese Aufgabe ist sehr arbeitsintensiv, da die Inhalte des QMH mindestens alle drei Jahre auf ihre Aktualität überprüft und einzelne Bestandteile gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen. Die Dokumentation in Handbüchern und deren Verwendung ist demnach aus nachvollziehbaren Gründen umstritten und eine Verschwendung von Ressourcen, wenn die Qualitätsmanagementhandbücher den Mitarbeitern unbekannt sind und nur im Zusammenhang mit Zertifizierungen überarbeitet werden. Eine weitere Gefahr ist ein zu hoher Grad an Reglementierung, der dazu führen kann, das Mitarbeiter ohne die Verfahrensanweisungen zu hinterfragen „Dienst nach Vorschrift tun“.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Diese Einleitung definiert den Fokus der Arbeit auf das Qualitätsmanagement in Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen.

3 Historische Entwicklung: Das Kapitel zeichnet die Entwicklung der Qualitätssicherung von Florence Nightingale bis hin zur modernen, gesetzlich geregelten Ausbildung und der Entstehung von Pflegestandards nach.

4 Gesetzliche Grundlagen für Qualitätssicherung in der Pflege: Hier werden die zentralen gesetzlichen Anforderungen aus dem SGB V, SGB XI und dem Heimgesetz detailliert aufgelistet, die den Rahmen für die Qualitätssicherung bilden.

5 Zertifizierungen in Pflegeeinrichtungen: Dieses Kapitel analysiert kritisch die Vor- und Nachteile einer Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 unter Berücksichtigung von Bürokratie, Motivation und dem Nutzen für die Ergebnisqualität.

6 Qualitätsgrenzen durch derzeitige Rahmenbedingungen: Der Autor erläutert, wie gesetzliche Refinanzierung und Personalmangel die Versorgungsqualität einschränken und den Berufsausstieg begünstigen.

7 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Zertifizierungen zwar verbreitet sind, jedoch keinen direkten kausalen Zusammenhang mit besserer Pflegequalität aufweisen und daher wohlüberlegt sein müssen.

Schlüsselwörter

Qualitätsmanagement, Pflegeeinrichtungen, Qualitätssicherung, DIN ISO 9001:2000, Zertifizierung, SGB XI, stationäre Pflege, Krankenhaus, Pflegestandards, Patientenversorgung, Dokumentationsaufwand, Ergebnisqualität, Personalbelastung, Refinanzierung, Berufsausstieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen in Pflegeeinrichtungen und analysiert deren Nutzen unter den aktuellen gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Grundlagen (SGB V, SGB XI, Heimgesetz), der kritischen Prüfung von Zertifizierungen nach DIN ISO-Normen und den Auswirkungen der Arbeitsbedingungen auf das Pflegepersonal.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Zertifizierungen in der Pflege einen echten Mehrwert für die Versorgungsqualität bieten oder lediglich bürokratische Belastungen darstellen, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie auf die Analyse aktueller Studien und Berichte (z.B. des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen - MDS).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die rechtlichen Anforderungen an die Qualitätssicherung dargelegt, gefolgt von einer detaillierten pro- und contra-Argumentation zur DIN ISO-Zertifizierung und einer Analyse der derzeitigen strukturellen Qualitätsgrenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Qualitätsmanagement, Zertifizierung, DIN ISO 9001:2000, Ergebnisqualität, Personalbelastung und gesetzliche Rahmenbedingungen.

Warum wird die Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 kritisch hinterfragt?

Der Autor hinterfragt sie, da statistische Daten des MDS keinen kausalen Zusammenhang zwischen einem solchen Zertifikat und einer objektiv messbaren höheren Ergebnisqualität in der Pflege belegen können.

Welche Rolle spielt die gesetzliche Refinanzierung für die Qualität?

Die aktuelle Refinanzierung durch DRGs und Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen berücksichtigt die für echte Qualitätsentwicklung notwendigen Personalressourcen kaum, was laut Autor zu einer Überlastung des Personals führt.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen. Gesetzliche Grundlagen, Zertifizierung
Untertitel
Möglichkeiten und Grenzen
Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein
Note
1,7
Autor
Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
34
Katalognummer
V278200
ISBN (eBook)
9783656706236
ISBN (Buch)
9783656710554
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitätsmanagement Pflege Pflegemanagement Gesetzliche Grundlagen Zertifizierung Pflegeeinrichtungen Krankenhaus QM Qualitätsmanagementsysteme Qualitätsmanagement-Systeme Krankenpflege Altenpflege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Autor:in), 2007, Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen. Gesetzliche Grundlagen, Zertifizierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278200
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Leseprobe aus  34  Seiten
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