Fragen zum Text von Jürgen Habermas „Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompetenz“ (Wiki-Text)

Aufgabe 3 der Online-Vorphase im Modul 07 – Kommunikationstheorie


Prüfungsvorbereitung, 2010
10 Seiten, Note: 1,00

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Arbeitsauftrag 3 - Wiki-Text

2 Fragenausarbeitung zum Text von Jürgen Habermas
2.1 Sätze und Äußerungen: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!
2.1.1 Satz
2.1.2 Äußerung
2.1.3 Zusammenhang
2.2 Dominierender und abhängiger Satz: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!
2.2.1 Dominierender Satz
2.2.2 Abhängiger Satz
2.2.3 Zusammenhang
2.3 Eine Verständigung kommt nur zustande, wenn die Personen folgende Ebenen betreten
2.4 Drei Abstraktionsstufen der konkreten Äußerungen
2.5 Pragmatische Universalien: Erklären Sie bitte den Begriff!
2.6 Klassen von Sprechakten: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!
2.6.1 Der Begriff Sprechakt
2.6.2 Klassen von Sprechakten
2.7 Kommunikatives Handeln und Diskurs: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!
2.7.1 Kommunikatives Handeln
2.7.2 Diskurs
2.8 Ideale Sprechsituation: Erklären Sie bitte den Begriff!
2.9 Wann darf von einem „wahren Konsensus“ gesprochen werden?

3 Quellen

1 Arbeitsauftrag 3 - Wiki-Text

Unser Arbeitsauftrag lautete, den Text „Jürgen Habermas: Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompetenz“ zu lesen und aus den folgenden Fragen 3 auszusuchen und zu bearbeiten

1. Sätze und Äußerungen: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!
2. Dominierender und abhängiger Satz: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zu- sammenhang auf!
3. Eine Verständigung kommt nur zustande, wenn die Personen folgende Ebenen betreten:
4. Drei Abstraktionsstufen der konkreten Äußerungen:
5. Pragmatische Universalien: Erklären Sie bitte den Begriff!
6. Klassen von Sprechakten: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!
7. Kommunikatives Handeln und Diskurs: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!
8. Wann darf von einem „wahren Konsensus“ gesprochen werden?
9. Ideale Sprechsituation: Erklären Sie bitte den Begriff!

2 Fragenausarbeitung zum Text von Jürgen Habermas

2.1 Sätze und Äußerungen: Erklären Sie bitte die Begriffe und zei- gen Sie den Zusammenhang auf!

2.1.1 Satz

Ein Satz ist eine aus sprachlichen Ausdrücken bestehende linguistische Einheit, die nicht in einem zeitlichen Rahmen existiert, sondern einer bestimmten Sprache angehört. Die Zusammensetzung sprachlicher Zeichen zu einem Satz erfolgt nach bestimmten Regeln. (Arten von Sätzen: passiv, aktiv, Aussagesätze.)

2.1.2 Äußerung

Eine Äußerung dagegen ist ein situierter Satz, d.h. ein Satz im Kontext, also ein Vorgang, der sich zu einer bestimmten Zeit abspielt - die Äußerung wird von jemandem zu einer bestimmten Zeit hervorgebraucht, die Äußerung ist Bestandteil einer Redesituation.

2.1.3 Zusammenhang

Sätze können zu Äußerungen transformiert werden, indem sie in einen situativen Kontext gestellt werden und eine Interaktion zwischen den Kommunizierenden stattfindet.

Mit Hilfe von Sprechakten/Sprechhandlungen werden die allgemeinen Bedingungen, also die Strukturen der Redesituation erzeugt, damit ein Satz in einer Äußerung verwendet werden kann.

2.2 Dominierender und abhängiger Satz: Erklären Sie bitte die Be- griffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!

2.2.1 Dominierender Satz

Der dominierende Satz wird in einer Äußerung verwendet, um einen Kommunikationsmodus zwischen SprecherInnen und HörerInnen herzustellen.

Er enthält ein Personalpronomen der 1. Person, ein Personalpronomen der 2. Person als Objektausdruck und ein Prädikat, das mit Hilfe eines performatorischen Ausdrucks in Präsensform gebildet wird (z. B. Ich gratuliere dir zum Geburtstag.)

2.2.2 Abhängiger Satz

Der abhängige Satz wird in einer Äußerung verwendet, um über Gegenstände zu kommunizieren. Er enthält einen Namen oder eine Kennzeichnung als Subjektausdruck, der einen Gegenstand (Dinge, Ereignisse, Zustände, Personen, Äußerungen und Zustände von Personen) bezeichnet, und einen Prädikatausdruck für die allgemeine Bestimmung, die dem Gegenstand zu- oder abgesprochen wird (z. B. Ich gratuliere dir zum Geburtstag.)

2.2.3 Zusammenhang

Der dominierende Satz dient dazu, den Kommunikationsmodus zu bestimmen und damit den pragmatischen Verwendungssinn für den abhängigen Satz festzulegen.

2.3 Eine Verständigung kommt nur zustande, wenn die Personen folgende Ebenen betreten

Da jede Verständigung aus zwei Kommunikationsebenen, Ebene der Intersubjektivität und der Ebene der Gegenstände, besteht, müssen die Personen diese beiden Ebenen betreten, damit eine Verständigung zustande kommt.

- Die Ebene der Intersubjektivität, auf der die SprecherInnen/HörerInnen miteinander sprechen und
- die Ebene der Gegenstände, über die sie sich verständigen

2.4 Drei Abstraktionsstufen der konkreten Äußerungen

Eine konkrete Äußerung wird in einer bestimmten Situation gemacht, deren Bedeutung ist von im vorhinein festgelegten Randbedingungen, sowie von der Persönlichkeitsstruktur und dem Rollenkontext der SprecherInnen/HörerInnen bestimmt - (Theorie der empirischen Pragmatik)

1. Abstraktionsschritt führt unter Zurückbehaltung der allgemeinen Strukturen von Redesitua- tionen zur elementaren Äußerung - (Theorie der Universalpragmatik)
2. Abstraktionsschritt führt unter Zurückbehaltung der sprachlichen Ausdrücke der elementa- ren Äußerungen zum elementaren Satz als linguistische Einheit - (Theorie der Linguistik)
3. Abstraktionsschritt führt unter Zurückbehaltung der Bedeutung eines Satzes zur elementa- ren Aussage, um Sachverhalte wiederzugeben - (Theorie der Prädikatenlogik)

2.5 Pragmatische Universalien: Erklären Sie bitte den Begriff!

Habermas bezeichnet folgende Klassen von sprachlichen Ausdrücken als pragmatische Universa- lien:

1. Personalpronomen - lassen sich SprecherInnen/HörerInnen und potentiellen Gesprächs- teilnehmerInnen zuordnen
2. Worte und Wendungen, die zur Redeeröffnung und zur Anrede gebraucht werden - lassen sich SprecherInnen/HörerInnen und potentiellen GesprächsteilnehmerInnen zuord- nen. Bsp. Honorativ - Höfliche Anrede wie „Wie geht es Ihnen?“, oder Vokativ - Anrede- fall wie Herr/Frau Professor, Herr/Frau Ingenieur usw.
3. Deiktische Ausdrücke (beziehen eine Äußerung auf Personen, Gegenstände, Raum und Zeit) des Raumes, der Zeit, Demonstrativpronomen, Artikel, Zahlworte - lassen sich der Äußerungszeit, dem Äußerungsort und dem Wahrnehmungsraum der SprecherIn- nen/HörerInnen sowie den Gegenständen möglicher Prädikationen zuordnen. Bsp. diese(r), hier, dort, ich, jetzt, usw.
4. Performatorische Verben - lassen sich der Äußerung als solcher, dem Verhältnis der SprecherInnen zu deren Äußerungen und der Relation zwischen SprecherInnen und Hörer- Innen zuordnen. Bsp. versprechen, warnen, bitten, auffordern, usw.
5. Nicht performativ zu verwendende intentionale Verben, einige Modalverben - lassen sich den Absichten, Einstellungen und Expressionen der SprecherInnen zuordnen

2.6 Klassen von Sprechakten: Erklären Sie bitte die Begriffe und zeigen Sie den Zusammenhang auf!

2.6.1 Der Begriff Sprechakt

- Jede Äußerung ist ein Sprechakt und hat vier Aspekte:
- grammatische Muster wie Laute, Wörter, Sätze
- eine Proposition (bezeichnet den Inhalt eines Satzes, also den durch einen Satz ausgedrückten Sachverhalt) - sie ist wahr oder falsch
- eine Illokution (bezeichnet die Handlung, also das, was man tut, indem man spricht) - glückt, wenn der Angesprochene die Funktion des Sprechakts erkennt
- eine Perlokution (bezeichnet den kausalen Effekt der Äußerung, also die Handlung, die durch Sprache vollzogen wird) - ist erfolgreich, wenn die Äußerung die beabsichtige Wirkung er- zielt

2.6.2 Klassen von Sprechakten

Habermas teilt die Sprechakte/Sprechhandlungen in vier Klassen ein, die Unterscheidung erfolgt dabei nach dem Realitätsbereich (Weltbezug), auf den sich der Sprechakt bezieht. In jedem Sprechakt wird ein Geltungsanspruch artikuliert, der angenommen, abgewiesen oder dahingestellt werden kann.

1. Klasse: Kommunikative Sprechhandlungen - dienen der Organisation der Rede, der Gliederung in Themen und Beiträge, der Gesprächsrollenverteilung, der Regulierung der Ge- sprächsabfolge etc.

- Sonderrolle, da kein Bezug auf einen klar abgrenzbaren Weltausschnitt
- beziehen sich reflexiv auf alle Typen von Sprechhandlungen
- Möglichkeit, sich in allen Sprechhandlungen verständlich zu machen (sagen, fragen, zitie- ren usw.)
- Bedeutung des Gesagten; bezieht sich nicht auf bestimmten Ausschnitt aus der Welt
- Geltungsanspruch der Verständlichkeit

2. Klasse: Konstative Sprechhandlungen - Sie beziehen sich auf einen Sachverhalt in der objektiven Welt der Dinge, der von den SprecherInnnen wiedergegeben werden möchte (Tatsachen und Ereignisse). Mit einer Negation bestreiten die HörerInnen den Wahrheitsan- spruch

1. -elementare Aussagesätze (behaupten, versichern, verneinen, bestreiten usw.)

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Fragen zum Text von Jürgen Habermas „Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompetenz“ (Wiki-Text)
Untertitel
Aufgabe 3 der Online-Vorphase im Modul 07 – Kommunikationstheorie
Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung
Veranstaltung
Kommunikationstheorie
Note
1,00
Autor
Jahr
2010
Seiten
10
Katalognummer
V278268
ISBN (eBook)
9783656714323
ISBN (Buch)
9783656714316
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fragen, text, jürgen, habermas, vorbereitende, bemerkungen, theorie, kompetenz, wiki-text, aufgabe, online-vorphase, modul, kommunikationstheorie
Arbeit zitieren
BSc, MA Tamara Rachbauer (Autor), 2010, Fragen zum Text von Jürgen Habermas „Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompetenz“ (Wiki-Text), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278268

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