Diese Arbeit gibt einen Überblick über das Konzept der Investmentfonds. So wird zunächst die Geschichte der Investmentfonds dargestellt. Anschließend wird erklärt, wie Investmentfonds funktionieren, bevor sowohl auf die Vorteile als auch die Risiken von Investmentfonds eingegangen wird. Darauf folgen schließlich die letzten beiden Punkte, nämlich die Kosten von Investmentfonds und es werden noch die Qualitätsstandards für Investmentfonds herausgearbeitet – insbesondere für die österreichische Branche.
Im nächsten Abschnitt werden dann die verschiedenen Arten von Investmentfonds ausführlich illustriert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen von Investmentfonds
2.1 Geschichte der Investmentfonds
2.2 Funktionsweise von Investmentfonds
2.3 Vorteile von Investmentfonds (gegenüber der Direktanlage)
2.4 Risiken von Investmentfonds
2.5 Kosten von Investmentfonds
2.6 Qualitätsstandards der österreichischen Investmentfondsbranche
3. Arten von Investmentfonds
3.1 Allgemeine Kriterien der Fondsklassifizierung
3.2 Differenzierung nach Anteilsumfang
3.2.1 Offene Fonds (open-end fonds)
3.2.2 Geschlossene Fonds (closed-end fonds)
3.3 Differenzierung nach Zugangsbeschränkung
3.3.1 Publikumsfonds
3.3.2 Spezialfonds
3.4 Differenzierung nach Ausschüttungspolitik
3.4.1 Ausschüttende Fonds
3.4.2 Thesaurierende Fonds
3.5 Differenzierung nach Währung
3.6 Differenzierung nach Laufzeit
3.7 Differenzierung nach Garantien
3.8 Differenzierung nach geographischer Ausrichtung
3.8.1 Global- und Internationale Fonds
3.8.2 Länder- und Regionalfonds
3.8.3 Emerging-Market-Fonds
3.9 Differenzierung nach Anlageschwerpunkt
3.9.1 Aktienfonds
3.9.2 Rentenfonds
3.9.3 Mischfonds
3.9.4 Geldmarktfonds
3.9.5 Dachfonds
3.9.6 Spezialitätenfonds
3.10 Differenzierung nach Anlagesektor/-thema
3.10.1 Branchenfonds
3.10.2 Themenfonds
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über das Konzept der Investmentfonds, ihre historische Entwicklung, Funktionsweise, Vorteile sowie spezifische Risiken und Kostenstrukturen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Klassifizierung der verschiedenen Fondsarten sowie den geltenden Qualitätsstandards in der österreichischen Investmentfondsbranche.
- Historische Entstehung und Entwicklung von Investmentfonds in Europa und den USA.
- Die organisatorische Funktionsweise und Akteure im Fondsgeschäft.
- Detaillierte Analyse der Vor- und Nachteile gegenüber einer Direktanlage in Wertpapiere.
- Umfassende Systematik der Fondsklassifizierung nach unterschiedlichen Anlagestrategien.
- Darstellung der regulatorischen Qualitätsstandards in Österreich.
Auszug aus dem Buch
2.1 Geschichte der Investmentfonds
Die ersten Investmentfonds entstanden im Zuge der Industrialisierung und Kolonialisierung des 19. Jahrhunderts in England und Schottland. Vor allem die Schotten hatten die Idee, dass es sinnvoll wäre die Mittel mehrerer Anleger zu bündeln, und somit wurde 1868 der „Foreign & Colonial Government Trust“ als erster Investmentfonds aufgelegt. Die Grundidee eines Investmentfonds wurde damals schon im Gründungsprospekt erläutert: „Ziel der Gesellschaft ist es, den kleinen Sparern dieselben Vorteile zu verschaffen wie den Reichen, indem das Risiko durch Streuung der Kapitalanlage vermindert wird.“
In den USA kamen Fonds besonders in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf, um das im Ersten Weltkrieg zerstörte Europa wieder aufzubauen. Jedoch bescherte das Börsenkrachjahr 1929 der Hälfte der Gesellschaften ein jähes Ende und auch im deutschsprachigen Raum scheiterte der Aufbau von Fondsgesellschaften an mangelnden Sicherungs- und Kontrollmöglichkeiten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland durch die Münchner ADIG (Allgemeine Deutsche Investmentgesellschaft) im Jahre 1949 die ersten Fonds aufgelegt und einige Jahre später folgte auch in Österreich die durch die Creditanstalt gegründete ÖIG (Österreichische Investmentgesellschaft) als erste Kapitalanlagegesellschaft. In den folgenden Jahrzehnten bemühten sich die Fondsgesellschaften redlich, den Anlegern die Vorteile von Diversifikation und professionellem Management schmackhaft zu machen. Der Marktanteil blieb allerdings lange Jahre sehr gering.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Arbeit führt in das Konzept der Investmentfonds ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung, von den theoretischen Grundlagen bis hin zu den Qualitätsstandards.
2. Grundlagen von Investmentfonds: Dieses Kapitel behandelt die historische Entstehung, die Funktionsweise der Kapitalanlagegesellschaften sowie die zentralen Vorteile, Risiken und Kostenstrukturen von Investmentfonds.
3. Arten von Investmentfonds: Hier erfolgt eine detaillierte Differenzierung und Systematisierung verschiedener Fondsarten anhand von Kriterien wie Anteilsumfang, Anlageschwerpunkt und geographischer Ausrichtung.
Schlüsselwörter
Investmentfonds, Kapitalanlagegesellschaft, Diversifikation, Sondervermögen, Fondsmanager, Depotbank, Risiko, Kosten, Anlagepolitik, Fondsarten, Publikumsfonds, Spezialfonds, Performance, Qualitätsstandards, Österreich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über das Thema Investmentfonds, von der geschichtlichen Herleitung bis hin zur detaillierten Unterscheidung verschiedener Fondstypen und deren Kostenstruktur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte sind die Funktionsweise des Fondswesens, die Vor- und Nachteile für Anleger, eine Klassifizierung nach verschiedenen Kriterien sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser ein umfassendes Verständnis für das Konzept "Investmentfonds" zu vermitteln, um informierte Entscheidungen im Anlagebereich treffen zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte theoretische Analyse und Literaturarbeit, die den aktuellen Wissensstand zu Investmentfonds anhand wissenschaftlicher Quellen und Fachpublikationen aufbereitet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen (Funktionsweise, Vorteile, Risiken, Kosten, Qualitätsstandards) und eine ausführliche Klassifizierung der verschiedenen Investmentfondsarten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Investmentfonds, Diversifikation, Rendite, Risiko, Kapitalanlagegesellschaft und Fondsmanagement beschreiben.
Was unterscheidet offene von geschlossenen Fonds?
Bei offenen Fonds können Anleger jederzeit Anteile erwerben oder an die Gesellschaft zurückgeben, während bei geschlossenen Fonds die Anzahl der Anteile bei Auflage fixiert ist und der Handel später meist nur über die Börse erfolgt.
Warum ist die Best-Execution-Pflicht für Anleger relevant?
Sie gibt Anlegern die Sicherheit, dass Fondsmanager verpflichtet sind, Transaktionen für das Fondsvermögen zu Bedingungen auszuführen, die das bestmögliche Ergebnis im Interesse der Anleger garantieren.
- Quote paper
- Rudi Oberdorfer (Author), 2007, Grundlagen von Investmentfonds. Geschichte, Risiken, Vorteile, Arten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278283