In den letzten Jahren hat die Veranlagung nach ethischen oder nachhaltigen Kriterien – eine Begriffsabgrenzung folgt später – spürbaren Auftrieb erhalten. Nahezu alle großen Kapitalanlagegesellschaften haben Kapazitäten im Bereich des ethisch-nachhaltigen Investmentstils aufgebaut, und der eine oder andere Fonds wurde aufgelegt.
In dieser Arbeit wird versucht, einen umfassenden Überblick über die ethisch-nachhaltigen Investments zu geben, wobei auf die Investmentfonds besonders eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen ethisch‐nachhaltiger Investments
2.1 Definition „Ethisch‐Nachhaltig“
2.1 Die Geschichte der …
2.2 Derzeitige Situation ethisch‐nachhaltiger Veranlagung
3. Warum ethische Geldanlagen?
3.1 Trends für ethische Investments
3.2 Bedeutung ethisch‐nachhaltiger Investments für…
3.3 Kritik an ethisch‐nachhaltigen Investments
3.4 Argumente pro und contra ethisch‐nachhaltiger Investments
4. Ethisch‐nachhaltige Anlageformen
4.1 Magisches Viereck der Geldanlage
4.2 Anlageformen und deren Wirkung
5. Ethisch‐nachhaltige Investmentfonds
5.1 Ansätze ethisch‐nachhaltiger Investmentfonds
5.2 Volumen und Anzahl von ethisch‐nachhaltigen Investmentfonds
5.3 „Vice‐Funds“ – Investitionen in das Böse
5.4 Arten von ethisch‐nachhaltigen Investmentfonds
5.5 Transparenz
5.6 Bewertung von ethisch‐nachhaltigen Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist es, einen fundierten und umfassenden Überblick über den Markt der ethisch-nachhaltigen Investmentfonds zu geben, die verschiedenen Anlagestrategien zu beleuchten und die Rolle der Transparenz bei der Bewertung solcher Finanzprodukte zu analysieren.
- Historische Entwicklung der ethischen Geldanlage in den USA und Europa
- Differenzierung der wichtigsten ethisch-nachhaltigen Anlageformen
- Analyse der verschiedenen Strategieansätze von Investmentfonds (z.B. Best-in-Class)
- Bewertungsmethoden von ethisch-nachhaltigen Unternehmen und Fonds
- Instrumente zur Transparenzverbesserung auf dem Kapitalmarkt
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition „Ethisch‐Nachhaltig“
Im Folgenden werden die Begriffe „ethisch-nachhaltig“, „ethisch-ökologisch“ und „SRI“ als Sammelbegriff für Geldanlagen verwendet, die aus sozialer, kultureller oder ökologischer Sicht stammen. Als Ziel bleibt stets ein verantwortungsvoller, anhaltender Ansatz.
„Nachhaltiges Investment“ beschreibt das Zusammenwirken ökologischer, sozialer und ökonomischer Kriterien, während sich das „Ethische Investment“ auch um die Einhaltung von kulturell oder subkulturell geprägten Werten bemüht. Religiöse und weltanschauliche Werte werden bei der Geldanlage berücksichtigt, etwa der Verzicht auf Investitionen in Unternehmen, die mit Rüstung, Glücksspiel, Tabak, Alkohol oder Abtreibung ihr Geld verdienen.
Der wesentliche Unterschied der Begriffe „ethisch-nachhaltig“ und „ethisch-ökologisch“ liegt in der Berücksichtigung der ökonomischen Komponente, welche im „ethisch-nachhaltigen“ Ansatz immer enthalten ist. Der „ethisch-ökologische“ Ansatz hingegen ist nicht ausdrücklich auch ertragsorientiert. Die folgende Abbildung soll diese Zusammenhänge veranschaulichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über den wachsenden Markt ethisch-nachhaltiger Investmentfonds, da immer mehr Kapitalanlagegesellschaften entsprechende Kapazitäten aufbauen.
2. Grundlagen ethisch‐nachhaltiger Investments: Dieses Kapitel definiert die Begriffe ethisch-nachhaltig, ethisch-ökologisch und SRI und beleuchtet die geschichtliche Entwicklung dieser Anlageformen in den USA und Europa sowie die aktuelle Marktsituation.
3. Warum ethische Geldanlagen?: Hier werden die Trends für ethische Investments analysiert sowie die Bedeutung solcher Anlagen für Unternehmen, Anleger und Finanzmärkte und die Kritikpunkte an diesem Anlagestil dargelegt.
4. Ethisch‐nachhaltige Anlageformen: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des erweiterten magischen Vierecks und erklärt verschiedene Anlageformen wie Bankeinlagen, Direktbeteiligungen, Lebensversicherungen, Anleihen und Aktien.
5. Ethisch‐nachhaltige Investmentfonds: Der Hauptteil vertieft die Ansätze von Investmentfonds (wie "Alles oder Nichts" oder "Best-in-Class"), das Marktvolumen, die "Vice-Funds", die Typologie der Fonds, sowie die Aspekte Transparenz und Bewertungsmethoden für nachhaltige Unternehmen.
Schlüsselwörter
Ethisch-nachhaltige Investments, SRI, Investmentfonds, Nachhaltigkeit, Best-in-Class-Ansatz, Negativkriterien, Positivkriterien, Transparenz, Öko-Rating, Kapitalmarkt, ethische Geldanlage, Unternehmensverantwortung, ESG-Kriterien, Aktien, Anleihen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Kategorisierung von ethisch-nachhaltigen Investmentfonds im Kontext des modernen Finanzmarktes.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen, die Anlagestrategien, die ökonomischen sowie ethischen Bewertungsmethoden und die Bedeutung der Transparenz für Investoren.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über das Spektrum ethisch-nachhaltiger Geldanlagen zu geben und die Besonderheiten bei Investmentfonds herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien, Berichte von Rating-Agenturen sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Finanzmarktkonzepten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktischen Umsetzungsstrategien von Investmentfonds, wie verschiedene Kriterienkataloge funktionieren und wie die Qualität von Investmentfonds transparent gemacht werden kann.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind SRI (Social Responsible Investments), ethische Ausschlusskriterien, Best-in-Class-Ansatz, Öko-Rating und Transparenz.
Was unterscheidet den „Best-in-Class“-Ansatz von anderen Methoden?
Beim Best-in-Class-Ansatz werden die jeweils nachhaltigsten Unternehmen einer Branche ausgewählt, wodurch auch Unternehmen aus an sich nicht-ethischen Branchen in einen nachhaltigen Fonds aufgenommen werden können.
Was ist das Problem bei der Namensgebung nachhaltiger Fonds?
Begriffe wie "öko" oder "nachhaltig" sind oft rechtlich nicht geschützt, was dazu führt, dass diese Begriffe zu Marketingzwecken auch für konventionelle Aktienfonds verwendet werden, ohne dass eine echte nachhaltige Wirkung erzielt wird.
- Arbeit zitieren
- Rudi Oberdorfer (Autor:in), 2007, Ethisch-nachhaltige Investmentfonds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278284