Kommunikations- und Führungstechniken als Schlüsselqualifikationen für Betriebswirte


Seminararbeit, 2013

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Kommunikation
2.1 Grundsätzliches zur Kommunikation
2.1.1 Nonverbale Kommunikation
2.1.2 Paraverbale Kommunikation
2.2 Gespräche führen oder Reden halten im beruflichen Alltag
2.3 Argumentieren und Verhandeln

3. Präsentation
3.1 Präsentationstypen und ihre Vorbereitung
3.2 Präsentationstechniken

4. Führung
4.1 Betriebswirte in Führungspositionen
4.2 Führungsstile und Führungstechniken
4.2.1 Management by Exception
4.2.2 Management by Systems
4.2.3 Management by Delegation
4.2.4 Management by Objektives

5. Betriebswirte und deren Schlüsselqualifikationen
5.1 Schlüsselqualifikationen
5.2 Zwischenmenschliche Kompetenz als Schlüsselqualifikation
5.3 Einordnung der Kommunikationstechniken als Schlüsselqualifikation
5.4 Einordnung der Führungstechniken als Schlüsselqualifikation

6. Schlusswort

Literaturverzeichnis

1. Einführung

Menschen agieren und reagieren in bestimmten Situationen auf verschiedenste Art und Weise um ihre gesetzten Ziele zu erreichen. Die jeweilige Aktion bzw. Reaktion des Menschen hängt jedoch nicht nur von seinem eigenen, sondern vielmehr vom Charakter des Beteiligten der meist zur Zielerfüllung beitragen kann, ab. Also sollte der Mensch seine Aktionen bzw. Reaktionen an das jeweilige Individuum und dessen Handeln anpassen.

Bei Übertragung dieser Ansicht auf ökonomisch handelnde Wirtschaftssubjekte fällt auf, dass Unternehmen meist genau so handeln wie bereits beschrieben. Zum Beispiel wird ein Unternehmen den Preis eines Gutes auf einem vollkommenen Markt an den Preisen der Konkurrenten und nicht an einen für das Unternehmen gewinnbringenderen Preis anbieten.

Realitätsbezogen gibt es allerdings nicht nur einen Markt, einen Konkurrenten oder einen Be- teiligten bei der Zielverwirklichung. Gerade wo die Globalisierung immer mehr zunimmt, die Im- und Exporte von Waren zwischen den Ländern steigen, entstehen neue Herausforderun- gen oder sogar Probleme, die es zu klären gilt. Eine große Herausforderung stellt die richtige Verständigung bzw. die Kommunikation zwischen den Gesprächsteilnehmern dar.

Aber nicht nur im internationalen Bereich kann eine schlechte Kommunikation problematisch werden. Auch im normalen Berufsalltag kann es zu Konflikten kommen, die durch eine rich- tige Kommunikation vermieden werden können. Dementsprechend ist die korrekte Kommu- nikation zwischen mehreren Personen ausschlaggebend für eine gute Zusammenarbeit am Arbeitsplatz.

Vor diesem Hintergrund wird daher, der Einleitung nachfolgend, auf die Kommunikation eingegangen. Was Kommunikation im wesentlichen bedeutet, welche Arten der Kommunikation es gibt und welche Kommunikationstechniken Betriebswirte sich zu eigen machen um Gespräche professionell zu führen und Reden, Vorträge problemlos zu halten.

Ein reibungsloser Informationsfluss zwischen Mitarbeitern untereinander und Vorgesetzten führt neben einem verbesserten Arbeitsklima, meist zu Prozessverschlankungen und damit verbundene Kosteneinsparungen. Hier muss berücksichtigt werden, dass am Arbeitsplatz unterschiedlichste Individuen mit unterschiedlichen Verständnisweisen miteinander zu tun haben können. So könnten Nachrichten, die für den Sender eine genaue Aussage beinhalten, vom Empfänger anders aufgefasst werden.

Der Kommunikations- und Führungsstil einer Person ist von vielerlei Gesichtspunkten abhängig. Unter anderem vom kulturellen Hintergrund. Hier können zum Beispiel bei ausländischen Mitarbeitern die Gestik oder Mimik falsch gedeutet und interpretiert werden.

Um solche Fehlinterpretierungen oder überhaupt eine fehlerhafte Kommunikation speziell auf Führungspositionen zu vermeiden, bedarf es Mitarbeiter mit gewissen Schlüsselqualifikatio- nen wie Kommunikations- und Führungstechniken um einen fehlerfreien Informationsfluss zu gewährleisten.

Das führen von Mitarbeitern kann durch den richtigen Einsatz von Führungstechniken neben der genauen Kommunikation angenehm gestaltet werden. Die Führung und Führungstechniken werden in der Seminararbeit auf der Kommunikation und Präsentation aufbauend, im vierten Abschnitt immer im Bezug auf die Betriebswirte erklärt werden. Im Zusammenhang dazu wird im fünften Teil der Seminararbeit nochmal auf die Kommunikations- und Führungstechniken als Schlüsselqualifikation Bezug genommen.

In Anbetracht der Aufgabenstellung „Kommunikations- und Führungstechniken als Schlüsselqualifikationen für Betriebswirte“ als Leitfaden, soll das Ziel der Seminararbeit, die Erklärung der verschiedenen Kommunikationsformen, Führungsstile und Schlüsselqualifikationen sein, die einem Betriebswirten im Unternehmen von nutzen sind.

Kommunikations- und Führungstechniken als Schlüsselqualifikationen für Betriebswirte 4

2. Kommunikation

„ Unter dem Begriff Kommunikation versteht man allgemein einen Prozess, bei dem Personen oder andere Systeme zum Zweck der Verständigung Nachrichten oder Informationenübermitteln und verarbeiten. “ 1

Jedoch wird dieser Begriff in der Soziologie, Sozialpsychologie, Psychologie, und Informationstheorie in vielfältiger Weise genutzt. Unter anderem auch als Fähigkeit des Individuums seine Gefühle und Ideen einem anderem mitzuteilen, sowie die Fähigkeit von Gruppen, enge und vertrauliche Verbindungen zu haben.2

Obwohl das Übermitteln und Empfangen von Nachrichten oder Informationen im Alltag häu- fig vorkommt, kommt es dennoch gerade bei Gesprächen die erfahrungsgemäß einfach und unspektakulär erscheinen durch eine Fehlkommunikation zu Problemen, die sich vermeiden lassen.

Ein Betriebswirt fungiert oft im Zentrum eines Unternehmens und sollte demnach Kommunikationstechniken beherrschen und anwenden können. Entsprechend des Themas der Seminararbeit wird im Folgenden auf die verschiedenen Kommunikationsarten, das richtige führen von Gesprächen und wie sich Betriebswirte beim Argumentieren bzw. Verhandeln verhalten sollten, Bezug genommen.

2.1 Grundsätzliches zur Kommunikation

Der Inhalt eines gesprochenen Satzes ist wichtig. Genau so wichtig, vielleicht noch wichtiger, ist aber auch wie dieser Satz gesprochen wird. Also ist nicht nur allein der Inhalt ist für den Erfolg eines guten Gesprächs ausschlaggebend, einen genauso großen Beiträgt leistet unter anderem die Körpersprache. Hier gehören Mimik, Gestik und der Status der Körperhöhe, die den Sprecher ständig begleiten und meist unbewusste Signale an die/den Gesprächspartner weitergeben, dazu.

Neben der eben angesprochenen nonverbalen Kommunikation (Körpersprache) wird das gesagte weiterhin durch die paraverbale Kommunikation begleitet.

Aber was genau stellt die nonverbale Kommunikation dar und wie unterscheidet sie sich zu der paraverbalen Kommunikation im Einzelnen.

2.1.1 Nonverbale Kommunikation

Meist unbewusst, gibt der Körper Signale an den Gegenüber weiter.3

Sobald beim Sprechen mit Händen und Armen gearbeitet wird, wird von Gestik gesprochen. Diese Handlungen sollen entweder einzelne Teile der Kommunikation ersetzen oder den Gesprächsverlauf begleiten. Unter anderem werden sie auch genutzt um einzelne Aussagen eines Gesprächs zu verstärken.

Die Gesichtssprache einer Person wird als Mimik bezeichnet.4 Emotionen, die in einer Kom- munikation entstehen, oder ein Gespräch begleiten, können durch die Bewegung des Gesichts besser verdeutlich werden. Hier können durch Augenkontakt verschiedene Emotionen aus- drückt werden, wie beispielsweise: „Jemanden keines Blickes würdigen.“ (Abneigung oder Dessinteresse)

Der Status der Körperhöhe drückt grundsätzlich Macht, Überlegenheit oder Machtlosigkeit, Unterlegenheit gegenüber dem Kommunikationspartner aus. „ Der bewusste Umgang mit der eigenen Körperhöhe spielt in vielen Kommunikationssituationen eine sehr zentrale Rolle und kann zur positiven oder auch negativen Beeinflussung der Kommunikationssituation beitra- gen. “ 5

2.1.2 Paraverbale Kommunikation

Die paraverbale Kommunikation, die die Stimme als Einflussfaktor für die Kommunikation darstellt, ist wesentlicher Bestandteil für ein angenehmes Gespräch.

Anhand der Stimme, die entsprechend zur Kommunikation beiträgt, wird versucht sich ein Bild vom Redner zu machen. Hier gehören u.a. die Stimmlage, die Sprachmelodie, die Lautstärke und die Betonung dazu.

„ Sprich, damit ich weißwer du bist. “ Dieser Satz wird Sokrates zugeschrieben. Und in der Tat - denken wir an Blinde - so nimmt dieser Satz Gestalt an: die Vorstellung von einer Per son, die wir nicht sehen können, wird stark von der Stimme dieser Person geprägt. “ 6

Alle dies trägt zur non- und paraverbalen und damit zur gesamten Kommunikation eines Menschen bei. Es ist also wichtig die Körpersprache mit der Stimme kombiniert dem gesag- ten Satz entsprechend anzupassen um dadurch zum Beispiel Glaubwürdigkeit beim Gegen- über zu erzielen.

Doch auch wenn es sich einfach anhört, ist es meist schwer gute Gespräche, gerade bei Kun- den zu führen oder größere Reden vor vielen Mitarbeiter zu halten. Für Betriebswirte, die in Führungspositionen stehen dürfen solche Gespräche / Reden keine Probleme darstellen.

2.2 Gespräche führen oder Reden halten im beruflichen Alltag

Um ein Gespräch zu führen und oder für zwei oder mehrere Parteien angenehm zu gestalten, sollten außer zahlreichen Rahmenbedingungen drei Aspekte, die von großer Wichtigkeit, sind eingehalten werden.

Zunächst sollte der Betriebswirt Selbstsicherheit ausstrahlen, bevor er das Gespräch mit einer Person sucht. Zweitens können eine veränderte Körperhaltung und eine bewusste Atmung, zu einer optimistischen Stimmung beitragen. Fragen, nach dem gesundheitlichen Zustand, oder dem Wohlbefinden sollten gerade zu Anfang gestellt werden.7

[...]


1 Eisler-Mertz, C. / Siedenbiedel, G., Schlüsselqualifikationen, 2000, S.1.

2 vgl. Kron, F. W., Didaktik, 1993, S.171.

3 vgl. Habig, H. / Nagel R., Rhetorik und Körpersprache, 2012, S. 13-14.

4 vgl. Habig, H. / Nagel R., Rhetorik und Körpersprache, 2012, S. 24.

5 Habig, H. / Nagel R., Rhetorik und Körpersprache, 2012, S. 24.

6 Habig, H. / Nagel R., Rhetorik und Körpersprache, 2012, S. 20.

7 vgl. Habig, H. / Nagel R., Rhetorik und Körpersprache, 2012, S. 54-55.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Kommunikations- und Führungstechniken als Schlüsselqualifikationen für Betriebswirte
Hochschule
Fachhochschule Kaiserslautern Standort Zweibrücken
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V278557
ISBN (eBook)
9783656717577
ISBN (Buch)
9783656717546
Dateigröße
475 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kommunikations-, führungstechniken, schlüsselqualifikationen, betriebswirte
Arbeit zitieren
Mahit Akis (Autor), 2013, Kommunikations- und Führungstechniken als Schlüsselqualifikationen für Betriebswirte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278557

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