Generell sind vor jeder Aerobic-Stunde verschiedene interne und externe Faktoren zu berücksichtigen, die wesentlich das Gelingen einer Stunde bestimmen. Während die internen Faktoren im wesentlichen die Teilnehmer umfassen, stellen die externen Faktoren sozusagen die Hardware der Sportstunde dar, also die äußeren Bedingungen.
Als Trainer sollte man sich darüber im Klaren ein, daß man jederzeit eine Vorbildfunktion ausübt. Dies betrifft sowohl das Verhalten den Teilnehmern gegenüber als auch die Kleidung und vor allem die Bewegungsausführung. Die Motivation der Teilnehmer durch geschickte Musikwahl, Stimmlage und positive Ausstrahlung stellen wichtige Komponenten einer erfolgreichen Aerobic-Stunde dar.
Bei der Didaktik sind folgende Grundsätze zu berücksichtigen:
· Vom Leichten zum Schweren
· Vom Bekannten zum Unbekannten
· Vom Einfachen zum Zusammengesetzten.
Inhaltsverzeichnis
1. Teil
1.1 Unterrichtsabläufe zweier Aerobic-Stunden
1.2 Unterrichtsablauf einer low-impact Aerobic-Stunde
1.3 Unterrichtsablauf einer mixed-impact Aerobic-Stunde
2. Teil
2.1 Definieren Sie den Begriff Aerobic und gehen Sie auf die geschichtliche Entwicklung ein.
2.2 Erläutern Sie die Wirkungen von Aerobic auf das Herz-Kreislauf-System.
2.2.1 Trainingseinflüsse auf das Herz
2.2.2 Trainingseinfluß auf den Energiestoffwechsel und damit auf die Blutgefäße
2.2.3 Trainingseinflüsse auf das Blut
2.2.4 Charakterisierung des aeroben Bereichs
2.3 Definieren Sie den Begriff Stretching und gehen Sie auf die verschiedenen Dehnmethoden ein.
2.3.1 Dehnmethoden
2.3.1.1 Passiv-statisches Dehnen
2.3.1.2 Postisometrisches Dehnen
2.3.1.3 Passiv-dynamisches Dehnen
2.3.1.4 Aktiv-dynamisches Dehnen
2.3.1.5 Aktiv-statisches Dehnen
2.4 Erläutern Sie die Wirkungen von Stretching auf den Organismus bzw. den Muskel- und Gelenkapparat.
2.4.1 Anatomisch-physiologische Grundlagen
2.4.1.1 Der Bewegungsapparat
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit dient der praxisorientierten Ausbildung für die Aerobic-B-Lizenz. Ziel ist es, fundierte Unterrichtsplanung für Aerobic-Stunden zu vermitteln, die physiologischen Wirkungen von Ausdauer- und Dehntraining auf den menschlichen Organismus zu erläutern und methodisch korrektes Stretching zur Verbesserung der Beweglichkeit zu instruieren.
- Praktische Gestaltung von Aerobic-Stunden (Low- und Mixed-Impact)
- Herz-Kreislauf-Physiologie und Trainingseinflüsse
- Systematik und Anwendung verschiedener Dehnmethoden
- Anatomisch-physiologische Grundlagen des Bewegungsapparates
- Sicherheit und Didaktik in der Trainingsleitung
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Dehnmethoden
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aktivem und passivem Stretching (Abbildung 2). Beim aktiven Dehnen wird mit der Kraft der Antagonisten des zu dehnenden Muskels gearbeitet. Die passiven Techniken werden mit Hilfe von äußeren Kräften, nicht antagonistisch wirkenden Muskelgruppen, der Schwerkraft, von Hilfsgeräten oder Partnern durchgeführt. Für beide Gruppen gibt es statische und dynamische Anwendungsformen.
2.3.1.1 Passiv-statisches Dehnen
Diese Art der Dehnung ist v.a. durch Bob Anderson 1982 unter dem Namen Stretching bekannt geworden. Man versteht darunter eine langsame, kontrollierte, ohne Nachfedern ausgeführte Dehnung, auch Dauerdehnung genannt. Der Muskel wird langsam in eine Position gebracht, in der ein leichtes Ziehen spürbar ist (keine Schmerzen!). Dies geschieht entweder durch die Schwerkraft, ein Gerät, eigene Muskelkraft (Muskelgruppen, die nicht antagonistisch sind) oder einen Partner.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Teil: Dieser Abschnitt erläutert die praktischen Rahmenbedingungen und detaillierte Stundenbilder für Aerobic-Einheiten im Low- und Mixed-Impact-Bereich.
2. Teil: Dieser theoretische Hauptteil definiert die Grundlagen des Aerobic und Stretching, erläutert die physiologischen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, das Blut und den Bewegungsapparat sowie die anatomischen Zusammenhänge.
Schlüsselwörter
Aerobic, Stretching, Ausdauertraining, Herz-Kreislauf-System, Dehnmethoden, Beweglichkeit, Bewegungsapparat, Muskelphysiologie, Trainingslehre, Fitness, Sportdidaktik, Herzfrequenz, Laktat, Koordination, Muskelkontraktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Grundlage für angehende Aerobic-Trainer im Rahmen der B-Lizenz, wobei Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Aerobic-Stunden, den gesundheitlichen Wirkungen von Ausdauerbelastungen sowie der korrekten Durchführung von Stretching-Übungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Trainern das notwendige Wissen an die Hand zu geben, um Aerobic-Stunden sicher, effektiv und methodisch fundiert zu planen und durchzuführen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf sportmedizinische und sportwissenschaftliche Grundlagen, um die Effekte von Belastung und Dehnung physiologisch zu begründen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Wirkmechanismen des Aerobictrainings auf das Herz-Kreislauf-System sowie die verschiedenen methodischen Ansätze des Dehnens detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Aerobic, Stretching, Herz-Kreislauf-System, Trainingsphysiologie und methodische Übungsgestaltung.
Wie unterscheidet sich die Low-Impact- von der Mixed-Impact-Aerobic?
Die Unterscheidung erfolgt vor allem über das Musiktempo (bpm) und die Sprungintensität, um je nach Fitnesslevel eine gelenkschonende Belastung zu ermöglichen.
Warum ist das Verständnis von Dehnmethoden für Trainer essenziell?
Um Verletzungen vorzubeugen und die Beweglichkeit der Teilnehmer sinnvoll zu verbessern, müssen Trainer verstehen, wann statische oder dynamische Dehnmethoden indiziert sind.
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- Ines Stocker (Author), 2004, Aerobictrainer B-Lizenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27857