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Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt bei Berger/Luckmann

Title: Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt bei Berger/Luckmann

Term Paper , 1999 , 12 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anna Eckert (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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„Die Alltagswelt breitet sich vor uns aus als Wirklichkeit, die von Menschen begriffen und gedeutet wird und ihnen subjektiv sinnhaft erscheint.“ (Berger/Luckmann 1997:21).
P. Berger und T. Luckmann liefern mit ihrer Abhandlung über „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ eine soziologische Analyse der Alltagswirklichkeit, die jenes Wissen, welches das Verhalten der Menschen im Alltag reguliert, in ihren Vordergrund stellt.
Die Autoren betonen ausdrücklich, dass hierbei kein Philosophisches Verständnis der Alltagswelt betrieben werden soll. Sie konzentrieren sich insbesondere auf das Verständnis der Wirklichkeit, welches einen ‚Normalverbraucher’ zugänglich ist. Bevor eine soziologische Betrachtung der Wirklichkeit überhaupt erst möglich wird, muss allgemein die Frage nach ihrem Wesen gestellt werden.
Dabei besteht die Hauptaufgabe für die Autoren darin, die Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt, d.h. die Objektivationen subjektiv sinnvoller Vorgänge aus den die intersubjektive Welt entsteht, zu ergründen. Die phänomenologische Analyse, die ein rein deskriptives Verfahren darstellt, welches zwar empirisch jedoch nicht wissenschaftlich arbeitet, wählen sie als geeignete Methode.
Die vorliegende Arbeit beschränkt sich auf das erste Kapitel ihrer Abhandlung. Nach Erläuterung der wichtigsten Begriffe, wird die gesellschaftliche Interaktion in der Alltagswelt, sowie eine Darstellung des Zusammenhangs zwischen Sprache und Wissen beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Wirklichkeit der Alltagswelt

3 Gesellschaftliche Interaktion in der Alltagswelt

4 Sprache und Wissen in der Alltagswelt

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die soziologische Analyse der Alltagswirklichkeit nach Peter Berger und Thomas Luckmann anhand ihres Werkes „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ darzustellen. Dabei steht die Untersuchung der Grundlagen des Wissens, der gesellschaftlichen Interaktionen sowie der zentralen Rolle der Sprache im täglichen Leben im Vordergrund.

  • Phänomenologische Analyse der Alltagswelt
  • Strukturierung der Wirklichkeit durch Wissensvorräte
  • Die Bedeutung der Vis-à-vis-Situation für soziale Interaktionen
  • Sprache als grundlegendes Zeichensystem und Typisierungsinstrument
  • Distribution von Wissen innerhalb der Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

Die Wirklichkeit der Alltagswelt

Um Jedermanns Wirklichkeit beschreiben zu können, muss man sich zwangsläufig mit jedermanns Interpretationen und Auffassungen der Wirklichkeit befassen. Das Bewusstsein ist es, welches für die verschiedenen Wirklichkeitsbereiche sorgt, denn diese entstehen in ihm. Man kann es auch so ausdrücken, dass sich die verschiedenen Objekte dem Bewußtsein als Komponenten verschiedener Wirklichkeitsbereiche darstellen. Dabei geht es vor allem darum, wie die Wirklichkeit der Mitmenschen, mit den ich im Alltagsleben zu tun habe betrachtet wird und wie demgegenüber andere Wirklichkeitsbereiche erscheinen. Hierbei stellt sich die Alltagswelt immer als die Wirklichkeit, sozusagen als die oberste Wirklichkeit dar.

In ihr ist die Anpassung unseres Bewusstseins am höchstem. Sie ist kaum zu ignorieren, es herrscht der Zustand voller Wachheit, der normalen, natürlichen Einstellung vor. Die Wirklichkeit stellt sich als eine Wirklichkeitsanordnung dar. Sie besitzt nach Mustern vorarrangierte Phänomene, die davon unabhängig zu sein scheinen, wie ich sie erfahre, und die sich gewissermaßen über meine Erfahrung von ihnen legen. (Berger/Luckmann 1997:24). Die Wirklichkeit der Alltagswelt erscheint bereits objektiviert, das heißt konstituiert durch eine Anordnung der Objekte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die soziologische Analyse der Alltagswirklichkeit von Berger und Luckmann ein und definiert die phänomenologische Methode als Grundlage der Arbeit.

2 Die Wirklichkeit der Alltagswelt: Dieses Kapitel beschreibt die Alltagswelt als oberste Wirklichkeit, die durch Bewusstsein, Routinen und eine spezifische raum-zeitliche Anordnung geprägt ist.

3 Gesellschaftliche Interaktion in der Alltagswelt: Der Fokus liegt auf der Vis-à-vis-Situation als Prototyp sozialer Interaktion und der Rolle von Typisierungen beim Erleben von Mitakteuren und Zeitgenossen.

4 Sprache und Wissen in der Alltagswelt: Das Kapitel analysiert Sprache als zentrales Zeichensystem zur Typisierung und Transzendierung der Alltagswelt sowie die unterschiedliche Distribution von Wissen in der Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Wissenssoziologie, Alltagswelt, Alltagswirklichkeit, Konstruktion der Wirklichkeit, phänomenologische Analyse, Typisierung, Vis-à-vis-Situation, Sprache, Zeichensystem, Wissensvorrat, Rezeptwissen, Sonderwissen, Intersubjektivität, Berger und Luckmann, soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt basierend auf der Theorie der Wissenssoziologie von Peter Berger und Thomas Luckmann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Strukturierung der Alltagswelt, die Dynamik gesellschaftlicher Interaktionen sowie die fundamentale Bedeutung von Sprache für das menschliche Wissen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die zentralen Begriffe und Konzepte des ersten Kapitels von „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ verständlich zu erläutern und zusammenzuführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit orientiert sich an der phänomenologischen Analyse, einem rein deskriptiven Verfahren, das die Alltagswirklichkeit aus der Perspektive des ‚Normalverbrauchers‘ betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Wirklichkeitsanordnung, die Analyse von Begegnungssituationen (Vis-à-vis) und die Bedeutung von Sprache und Wissensverteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Wissenssoziologie, Alltagswelt, Typisierung, Sprache und Wissensvorrat.

Wie unterscheiden Berger und Luckmann zwischen einem unproblematischen und einem problematischen Bereich der Alltagswelt?

Ein unproblematischer Bereich liegt vor, solange Routinetätigkeiten ohne Störung ausgeübt werden; wird die Routine durchbrochen, entsteht ein problematischer Bereich, der neue Lösungen erfordert.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Entstehung von „Sinn“?

Sprache versorgt das Individuum mit Objektivationen und ordnet die Welt, wodurch die Alltagswelt für das Individuum überhaupt erst sinnhaft und kommunizierbar wird.

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Details

Title
Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt bei Berger/Luckmann
College
University of Tubingen  (Institut für Soziologie)
Course
Soziologische Theorie II
Grade
2
Author
Anna Eckert (Author)
Publication Year
1999
Pages
12
Catalog Number
V2785
ISBN (eBook)
9783638116787
ISBN (Book)
9783640882076
Language
German
Tags
Grundlagen Wissens Alltagswelt Berger/Luckmann Soziologische Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Eckert (Author), 1999, Grundlagen des Wissens in der Alltagswelt bei Berger/Luckmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2785
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