Der byzantinische Roman als Mittelpunkt antiker und christlicher Themen. Die Motivik in Cervantes' "Persiles" und "Sigismunda"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

38 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Koselleck und das antike wie christliche Geschichtsbild

2. Der byzantinische Roman als Mittelpunkt antiker und christlicher Motivik in der Literatur

3. Die byzantinische Motivik im Persiles und Sigismunda von Cervantes
3.1. Kampf der Nebenfiguren
3.1.1. Bradamiro, Der Fürst, Periandro und Auristela
3.1.2. Die zwei irischen Ritter und Taurisa
3.1.3. Renato, Libsomiro und Eusebia
3.1.4. Arnaldo, der Herzog von Nemurs und Auristela
3.2. Liebe der Nebenfiguren
3.2.1. Bartolomé und Luisa, Rosamunda, Zenotia, und Hipólita
3.2.2. Polykarp zu Auristela
3.2.3. Arnaldo zu Auristela
3.2.4. Der Herzog von Nemurs zu Auristela
3.2.5. Sinforosa zu Periandro
3.3. Liebe und Pilgerfahrt der Hauptfiguren

4. Schlussbetrachtung

5. Literatur

Einführung

Reinhart Koselleck hat grundlegende Unterscheidungskriterien zwischen den geschichtlichen Strukturen von Antike, Mittelalter und Moderne geschaffen, die besonders was Altertum sowie Mittelalter und frühe Neuzeit betreffen zwei geschichtliche Merkmale beschreiben, die auch auf die Literatur des byzantinischen Romans und des Goldenen Zeitalters in Spanien anwendbar sind. Dabei geht es zum einen um kosmologische Vorstellungen und die antike Verfasstheit von Kampf und Liebe in den Epen und antiken Romanen, zum anderen um die heilsgeschichtlichen Vorstellungen und die christliche Verfasstheit von Kampf und Liebe in der mittelalterlichen Literatur und den Ritterromanen.

Die vorliegende Zweiteilung Kosellecks also von kosmologischer und heilsgeschichtlicher Geschichte und Literatur, und damit antiker und christlicher Literatur und Motivik, hilft uns den byzantinischen Roman des Persiles und Sigismunda von Cervantes sowohl von seinen antiken Ursprüngen her wie auch in seinem christlichen-byzantinischen Wertkern zu verstehen. Ein dritter Punkt, der durch diese Zweiteilung gestriffen wird, ist das Motiv der Pilgerfahrt, das sowohl in der Antike in Form von Fahrten zu heiligen Orten oder zu den Ahnen auftritt, aber dann genauso im Spanien der frühen Neuzeit, das das Pilgertum im Christentum zur bestimmenden Komponente macht. Diese drei Motive von Kampf, Liebe und Pilgerfahrt bestimmen nun maßgebend den byzantinischen Roman, der in seiner geschichtlichen Verfasstheit genauso analysiert wird wie in dem Aufbau seiner Handlungsstruktur und Motivik.

In Kapitel 1 wird zunächst ein kurzer Überblick über die geschichtlichen Strukturen Kosellecks und deren Anwendung auf die Literatur gegeben. In Kapitel 2 wird die geschichtliche Motivik, die der Aufteilung des Koselleckschen Geschichtsbildes entspricht, näher vorgestellt und demnach das cervantinische Spanien und der byzantinische Roman als solcher als Mittelpunkt antiker und christlicher Motivik in der Literatur betrachtet. In Kapitel 3, dem Hauptteil der Arbeit, wird die Motivik von Kampf, Liebe und Pilgerfahrt des byzantinischen Romans schließlich systematisch und bezogen auf ihre Wesensmerkmale untersucht. Nebenfiguren werden mit Hauptfiguren verglichen und antike Motive werden christlichen Motiven gegenübergestellt. Damit soll eine umfassende Analyse der geschichtlichen Motivik des byzantinischen Romans erreicht werden, die in einer Schlussbetrachtung die wesentlichen Punkte noch einmal zusammenfasst und mit einem Ausblick in bezug auf die Gattung des byzantinischen Romans verbindet.[1]

1. Koselleck und das antike wie christliche Geschichtsbild

Die zeitliche Gliederung von Geschichte und deren Geschichten im Sinne von Kosellecks Konvergenz von Geschichte und Histoire ermöglicht deren theoretische und wissenschaftliche Bearbeitung. Geschichtliche Strukturen sind damit vor allem zeitliche Strukturen, die unterschiedliche Geschichts- und Weltbilder in der europäischen Geschichte markieren. Diese beziehen sich wiederum im wesentlichen auf die drei großen Epochen von Antike, Mittelalter und Moderne.[2]

Grundsätzliches Unterscheidungsmerkmal für die geschichtliche Struktur von Antike bzw. Mittelalter und früher Neuzeit ist das Geschichtsbild, das sich auf die eigene Histoire (das Epos bzw. das Evangelium) bezieht. Dabei unterscheidet Koselleck zwischen einem zirkulären, d.h. sich wiederholenden und einem linearen, d.h. irreversiblen Geschichtsbild.[3] Diesen beiden Zeit- und Geschichtskonzepten entsprechen unterschiedliche Vorstellungen von Arbeitsrhythmen und Lebensprozessen der jeweiligen geschichtlichen und kulturellen Epochen. Während die Kultur der alten Griechen und Römer zu fast hundert Prozent von naturalen Determinanten wie dem Umlauf der Sonne und den Bewegungen der Planeten abhängig war, so ist der politische und soziale Handlungsraum seit Augustin sowie der christlichen Kirche im Mittelalter und früher Neuzeit durch eine lineare und auf ein Endstadium der Existenz fixierte Zeitauffassung immer stärker denaturalisiert worden.[4] Diese Denaturalisierung von Zeit und Raum hat sich mit der Technik als Systemzwang nun auch auf die Moderne übertragen.[5]

Die Zirkularität der griechisch-römischen Kosmologie steht dabei im Gegensatz zur Linearität der jüdisch-christlichen Heilslehre.[6] Das kosmologische Geschichtsbild der griechisch-römischen Antike bis zu Konstantin dem Großen und dessen christlicher Teilung des Reiches in Ost- und West-Rom ist primär von der Wiederholbarkeit und Determiniertheit geschichtlicher Abläufe geprägt. Durch die Modelle staatlicher Verfasstheit von Herodot und Platon, über Aristoteles bis zu Cicero ist ein gewisser zyklischer Ablauf von Staatsformen der Demokratie, Oligarchie und Monarchie bekannt gewesen,[7] der zumeist von der Demokratie bis zur Monarchie reicht, und sich dann ständig wiederholt.[8] Die „Schlechtigkeit und Gemeinheit“ des Volkes in der Demokratie führe zwangsläufig zu den immer wieder „ausbrechenden Privatfehden“ in der Oligarchie, und danach zur Machtergreifung durch einen einzelnen Mann in der Monarchie, der als König die Verfassung und das Land an sich reißt.[9] Schließlich wird dieser Monarch, weil er mit der Zeit immer autoritärer und diktatorischer regiert, wieder durch einen Umsturz vom Volk abgesetzt und der zirkuläre Kreislauf im antiken Verfassungsmodell beginnt von neuem.[10]

Jenes nun zirkuläre und zyklische Geschichtsbild in der Antike wird durch die Völkerwanderung, den Untergang des Römischen Reiches, und den Zusammenbruch antiker Wertvorstellungen nachhaltig erschüttert.[11] Dessen Auflösung und die Lehren Augustins bedeuten den Beginn des linearen und heilsgeschichtlichen Weltbildes in Mittelalter und früher Neuzeit bis ca. 1800 und dem Anbruch der Moderne.[12] Im Mittelalter, der frühen Neuzeit und dem Barock, bis einschließlich der Zeit von Cervantes, entwickelt sich die Augustinische Zweireichslehre zur Heilslehre der Katholischen Kirche, die den Himmel als das lineare Endstadium der menschlichen Existenz auf Erden vorschreibt. Der Mensch bei Augustin und im Mittelalter als Teil der civitas terrena strebt durch sein christliches Tun und Handeln die civitas dei als Bürgerschaft Gottes[13] an: dessen einzelner und damit gesellschaftlicher sowie gerechter Friede sei nur im Jenseits zu finden.[14]

Um das lineare und christliche Geschichtsbild in früher Neuzeit, dem Barock und danach der Moderne zu definieren, muss der einzelne Mensch als Erbe der gottesfürchtigen und göttlichen Vorsehung betrachtet werden. Die Moderne ist dabei ein Säkularisat und eine Metamorphose der Augustinischen Lehre. Mit anderen Worten ist der Endpunkt der Existenz nun nicht mehr Gott und das Jenseits, sondern der planende Mensch und das planende Individuum.[15]

Koselleck hat damit ein grundlegendes Unterscheidungskriterium im Geschichtsbild zwischen kosmologischer Antike und heilsgeschichtlichem Mittelalter und Neuzeit gefunden.[16] Das Spanien der frühen Neuzeit, der Habsburger und von Cervantes ist das christliche Reich Karls des V. als Nachfolger von Karl dem Großen, das sich sowohl auf die Nachfolge des Römischen Reiches als auch auf das christliche Erbe in Europa bezieht (Heiliges Römisches Reich deutscher Nation). Somit kann die cervantinische Literatur sowie der christliche und byzantinische Roman Persiles und Sigismunda als Höhepunkt der Verbindung antiker und christlicher Werte angesehen werden.[17] Deren jeweils geschichtliche Motivik in bezug auf Antike und Mittelalter und ihrer verschiedenen Gattungen wird im nächsten Kapitel erläutert.

2. Der byzantinische Roman als Mittelpunkt antiker und christlicher Motivik in der Literatur

Wie im letzten Kapitel bereits erwähnt, wird der byzantinische Roman von Cervantes Los trabajos de Persiles y Sigismunda von 1617 als ein letzter Höhepunkt der Verbindung antiker und christlicher Werte der Literatur im Goldenen Zeitalter gesehen.[18] Die Entstehung des byzantinischen Romans in Spanien ist vor allem der Wiederentdeckung des hellenistischen und antiken Romans von Heliodor, der Äthiopika zu verdanken.[19] Deren erste lateinische Übersetzung erschien ca. im Jahr 1534, die erste französische Ausgabe von Amyot 1547 und die erste spanische Ausgabe von Amberes 1554.[20]

Dem Roman von Heliodor, der äthiopischen Geschichte von den Liebesabenteuern von Teágenes und Cariclea (oder auch: Äthiopika), ist die literarische Wiedergeburt antiker Werte in den spanischen Ritter- und Abenteuerromanen aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu entnehmen, wie insb. den Amores de Clareo y Florisea y los trabajos de la sin ventura Isea (1552) von Alonso Núñez de Reinoso und der Selva de aventuras (1565 bzw. 1585) von Jerónimo de Contreras.[21] Nachdem die antike und christliche Thematik der Irr- und Pilgerfahrt auch in Cervantes’ Roman Persiles und Sigismunda Eingang fand, einen der letzten aus dieser Zeit, ist diese Art des spanischen Romans als byzantinischer Roman bezeichnet worden.[22]

Es ist nun nötig eine genauere Bestimmung der Gattungsbezeichnung und ihrer jeweils spezifischen Motivik vorzunehmen, deren antike wie christliche Ausprägung mit dem antiken wie christlichen Geschichtsbild von Koselleck übereinstimmen. Die Motivik des byzantinischen Romans kann damit als eine Mischung der Motiviken des Romans der Antike oder antiken Romans (Heliodor) und des Romans des christlichen Mittelalters oder Ritterromans (Amadis, Tirante, Don Quijote) betrachtet werden. Die Motivik des antiken Romans entspricht dabei den antiken Motiven der Epen von antikem Kampf und Liebe im Gegensatz zum christlichen Kampf und Liebe der Ritterromane, während ein weiterer Motivkreis hinzukommt, nämlich der der Pilgerfahrt: hierbei wird die antike Pilgerfahrt von Teágenes und Cariclea der christlichen Pilgerfahrt von Persiles und Sigismunda gegenübergestellt. Insgesamt bedeutet das für den byzantinischen Roman eine Verbindung von antiker und christlicher Kampfes- und Liebesmotivik, wobei die christlichen Motive gegenüber den antiken Priorität erhalten, während die Pilgerfahrt als besonderes Charakteristikum des Byzantinischen eine christliche und religiöse Sonderstellung erhält (s. Tabelle 1: Motivik).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Motivik im Persiles wird damit aus drei geschichtlichen Quellen genährt: Antike (Epos und Roman), Mittelalter (Ritterroman) und früher Neuzeit (byzantinischer Roman). Die Motive der Antike leiten sich neben dem antiken Roman hauptsächlich aus den antiken Epen der Ilias und Odyssee von Homer sowie der Aeneis von Vergil ab.[23] Kampf und Liebe im Epos sind anders als die militia und amor des Ritterromans[24] aus den trojanischen, griechischen und römischen Heldenstoffen ableitbar. Der heldenhafte Kampf der Hauptfiguren Achilles gegen Hektor der Ilias sowie Pallas gegen Turnus bzw. Aeneas gegen Turnus der Aeneis sind beispielhaft für die heroischen Überzeugungen der jeweiligen Heerführer sowie die militärisch und auf der Ehre basierenden Überzeugungen in der Äthiopika wie des Königs Hidaspes gegen den Heerführer Oroóndates.[25] Ähnlich gelagert ist der trojanisch angehauchte Kampf zwischen dem Fürsten der Barbaren und Bradamiro, der es auf Periandro, welcher als Frau verkleidet ist, abgesehen hat, und darüber im Streit mit dem Fürsten ausbricht, welcher ihn mit dem Pfeil erschießt (so wie Menelaos und Paris um Helena kämpfen).[26] Die Liebe im antiken Epos wird anders als die christliche und höfische Liebe, die amour courtois, offener, unkeuscher, mit weniger Standesschranken sowie deutlich emotionaler, körperlicher und weniger ritualisiert vorgetragen und empfunden: Die Liebe und der Raub der Helena durch Paris ist ein eindeutiger Bruch des Eheverhältnisses zwischen Menelaos und Helena sowie die Liebe zu Kirke durch Odysseus ein vorübergehendes Aufkündigen der Beziehung zu Penelopé, also was man heutzutage als Flirt oder Affäre bezeichnen würde.[27] Die Liebe von Dido zu Aeneas ist ein immer wiederkehrendes Motiv und Klischee schöner Ägypterinnen und Nordafrikanerinnen königlichen Geblüts (hier: Karthago), so wie z.B. auch die Beziehung Kleopatras zu Antonius aus der Zeit Vergils u. von Augustus, die durch ihr Temperament und den Wunsch nach Befriedung und Einheit ihres Reiches eine harmonische und symbolträchtige Ehe mit einem dauerhaften Frieden verbinden wollten.[28] Nach dem Tod ihres Mannes und der Abfahrt von Aeneas bereitet Dido verzweifelt durch den Liebestod ihrem Leben ein Ende und spricht die letzten Worte: „Habe den Gatten gerächt und den grausamen Bruder gezüchtigt, glücklich, zu glücklich vielleicht, hätt’ unsre Gestade nur niemals eines der Dardanerschiffe berührt.“[29] Im Persiles kommt die körperliche Liebe im Gegensatz zum königlichen Protagonistenpaar in der leidenschaftlichen Beziehung zwischen Bartolomé und Luisa zum Ausdruck, so wie in der Liebe von Rosamunda zu Antonio, Zenotia zu Antonio, und Hipólita zu Periandro zur Sprache. Als letztes Motiv der Antike kommt nun die antike Pilgerfahrt hinzu, die meistens von den Liebesabenteuern zweier schicksalshafter Figuren wie Teágenes und Cariclea[30] ausgeht, welche einer heiligen Bestimmung entgegengehen, wie der Reise von Delphi nach Äthiopien, die jedoch anders als im Persiles und byzantinischen Roman, nicht christlich und meist eine reine Prophezeihung der Ahnen ist. In beiden Werken treten jedoch starke Parallelen auf, was ihre religiöse Kleidung (Priestergewand bzw. Pilgermantel) und ihre Ausstattung (Ringe, Perlen und Kreuze) betrifft. In der Äthiopika tragen Teágenes und Cariclea einen Ring ihrer Ahnen und ein Bild ihrer Herkunft mit sich, während Periandro und Auristela alias Persiles und Sigismunda zwei Kristallperlen und ein Kreuz aus Diamanten mitführen, die unschätzbaren Wert besitzen und Insignien ihrer königlichen Abstammung sind. Am wichtigsten ist das Ziel der Pilgerreise: Während in der Äthiopika das Ziel von Teágenes und Cariclea das königliche Elternhaus Äthiopiens von Cariclea ist, die angeblich von Andromeida abstammt, ist im Persiles das Ziel der beiden Prinzenkinder, die heiraten und sich katholisch taufen lassen wollen, das christliche Rom.

Die Motivik des Mittelalters leitet sich vor allem aus der militia- und amor-Thematik der französischen und spanischen Ritterromane ab, die sich im christlichen Kampf und der christlichen und höfischen Liebe manifestiert.[31] Mit dem Begriff von Kampf und Ritterlichkeit waren zum einen die Kriege, die Feldzüge, die Herausforderungen, die einzelnen Kämpfe, und jede Art der Abwehr gegen äußere Bedrohungen (Belagerungen, Invasionen, Einfälle feindlicher Armeen, u.a.) gemeint.[32] Mehr oder weniger also jede militärische Form, die dem Beruf des Ritters zu eigen war und die aus Notwendigkeit oder Verpflichtung gegenüber dem König oder der Herzensdame entstand.[33] Dieses Muster des Kampfes, der Ehre und des Duells um die Hand einer Frau trifft auf folgende Figuren in der Literatur zu: der Kampf zwischen Amadis und anderen Rittern, die Duelle von Tirante gegenüber dem Feind zur Verteidigung der Ehre, so wie im Persiles der Kampf der zwei irischen Ritter um Taurisa, das Duell von Renato und Libsomiro um Eusebia sowie der Kampf Arnaldos und des Herzogs von Nemurs um Auristela. Mit dem Begriff der Liebe war seit den Ritterromanen insbesondere die christliche Liebe gemeint.[34] Mit der christlichen und keuschen Liebe verbindet sich die Vorstellung, dass der Ritter sich vollständig einer noblen Dame unterwirft, d.h. ihr stets zu Diensten ist: in ihrem Namen militärische Verpflichtungen eingeht und strikte Regeln der körperlichen Annäherung beachtet. Damit war oft eine absolute Diskretion in erotischen Dingen, grenzenlose Geduld und rigurose Treue gemeint, die sich unterschiedlich ausdrückten wie z.B. die Verlegenheit des Ritters bei dem Anblick seiner Dame, dem Flehen bei ihrem Gespräch, dem Schmerz bei ihrer Unzufriedenheit und der Trauer bei ihrem Fortgang. Der Ritter war jedoch stets überwältigt, wenn er ihre Sympathie erringen konnte und es schaffte, sich am Ende mit ihr in leidenschaftlicher Union von Körper und Seele zu vereinen.[35] Dieses häufig anzutreffende Muster trifft auf folgende Beziehungen zu: die Liebe des Amadis zu Oriana, die von Don Quijote zu Dulcinea von Toboso, oder auch die von Periandro, Polykarp, Arnaldo oder des Herzogs von Nemurs zu Auristela, sowie die von Sinforosa zu Periandro.

Die Motivik der frühen Neuzeit und des byzantinischen Romans vereint nun den antiken wie christlichen Kampf so wie die antike wie christliche Liebe in der Handlung des Persiles. Beide antike wie christliche Thematiken von Kampf und Liebe können sowohl getrennt wie auch zusammen auftreten, was eine Analyse und Einteilung in verschiedene Figuren in Kapitel 3 besonders reizvoll macht.[36] Schließlich komme ich zum abschließend wichtigsten Motiv des byzantinischen Romans zurück, der christlichen Pilgerfahrt, die neben den Motiven von Kampf und Liebe das eigentliche Leitmotiv im Persiles und Sigismunda ist.[37] Diese unterscheidet sich von der antiken Pilgerfahrt darin, dass sie zum Gegenstand eine schicksalshafte Pilgerreise der beiden Hauptfiguren Persiles und Sigismunda hat, die als Periandro und Auristela nun nicht hellenistische und antike, sondern die Gegenden des christlichen und katholischen Europas (Portugal, Spanien, Frankreich, Italien) auf der Suche nach ihrer religiösen Bekehrung durchqueren. Dabei, und als besonderes Charakteristikum der novela bizantina de la Edad de Oro (G. Rovira), wird die religiöse Pilgerfahrt so stark von der christlichen Liebe der beiden Protagonisten durchdrungen, dass die christliche Pilgerfahrt als eine Vereinigung von Liebe und Pilgerfahrt gelten kann.[38]

3. Die byzantinische Motivik im Persiles und Sigismunda von Cervantes

Der byzantinische Roman als Gattung stellt nun wie im letzten Kapitel hinreichend dargestellt wurde eine Mischform zwischen antikem und Ritterroman dar, mit einem zusätzlichen Fokus, dem entscheidenden Gattungsmerkmal, und zwar dem der christlichen Pilgerfahrt. Die christliche Pilgerfahrt der beiden Hauptfiguren Persiles und Sigismunda, als Periandro und Auristela, spielt zunächst in einer der Antike und dem Mittelmeer vergleichbaren Inselwelt in Buch I und II, was auf die byzantinischen und antiken Ursprünge hinweist, bevor die beiden Protagonisten auf ihrer schicksalshaften Reise das christliche Festland in Portugal und Spanien betreten.

Diese Verbindung von schicksalshafter und idealer, zumeist platonischer Liebe, die im Christentum häufig anzutreffen ist, sowie der daraus resultierenden Pilgerfahrt, zum Ort und Heiligtum sowie dem Ziel der sich Liebenden beschreibt das Motiv der christlichen Pilgerfahrt im Persiles. Nach González Rovira ist eines der Hauptthemen des byzantinischen Romans das Motiv der idealen Liebe der beiden Protagonisten, deren christliche Keuschheit und Vereinigung in Geist und Seele sowie der Heirat und Bekehrung am Ende des Romans.[39] Das bedeutet, dass neben den Motiven von Kampf und Liebe der Nebenfiguren, die Thematik von christlicher Liebe und Pilgerfahrt der Hauptfiguren besteht, die im Persiles besonders stark in der Beziehung von Periandro und Auristela gipfelt, insb. den Leiden Periandros durch die Qualen Auristelas: ihrer Entführung, ihrer Befreiung, ihren Sorgen, Ängsten und Glaubenszweifeln.[40]

Das Motiv der christlichen Pilgerfahrt beinhaltet die ideale Liebe der Protagonisten, deren leidende und leidenschaftliche, d.h. emotionale genauso wie religiöse und moralische Zustände[41], sowie das glückliche Ende und die christliche Heirat der Haupt-, und teilweise auch der Nebenfiguren. Cervantes’ Roman handelt im Prinzip von der reinen Liebe der Protagonisten und den im Gegensatz dazu stehenden, fehlgeleiteten Leidenschaften einiger Sekundär-Figuren (Rutilio, Clodio, Rosamunda, Zenotia, Hipólita, u.a.), von denen die meisten jedoch die christliche Religion respektieren, ohne sich jedoch ihr und ihren Regeln immer vollends zu unterwerfen.

Liebe und religiöse Pilgerfahrt gelten damit als zentral im Persiles.[42] Die körperliche Schönheit der Protagonistin Auristela gilt als Spiegel der göttlichen Schönheit, die mehrfach im Roman gepriesen wird, so wie auch die von Ricla, Constanza oder Feliciana, die ihr in wenig nachstehen.[43] Die ideale und christliche Liebe der Protagonisten sowie der mancher Nebenfiguren wie Feliciana und Rosanio sowie Isabela und Andrea endet in typisch christlichen Szenarien aus der Zeit des Siglo de Oro, wie z.B. Heirat, Verlobung, Bekehrung, Taufe und Bestattung.[44] Diese kann man im Sinne des christlichen Weltbildes von Augustin bis Cervantes als die Vertiefung des christlichen Lebensstils im Sinne katholischer oder orthodoxer Riten verstehen: Geburt, Leben, und Sterben waren ebenso christlich geprägt zur Zeit des spanischen Barock wie im frühen Mittelalter oder im byzantinischen Reich. Die Schlagwörter christlicher Liebe und religiöser Frömmigkeit sind vor allem mit dem christlichen Platonismus, der femininen Schönheit und den „amorösen“ (im Sinne von spirituellen) Krankheiten Auristelas verbunden, die mit ihrer Beziehung, Heirat und Bekehrung durch Periandro alias Persiles zusammenhängen.[45]

Die leidenden und von verliebten bis verschmähten Zustände der Haupt- (Periandro u. Auristela) und wichtigsten Nebenfiguren (Arnaldo, Clodio, Rutilio, Polykarp, Herzog v. Nemurs, Sinforosa, Antonio, u.a.) beschreiben häufig deren Ängste, Sorgen, Zweifel, sowie deren innere wie äußere Kämpfe. Kampf, Ehr- und Ruhmsucht der Männer (Periandro im Wettkampf, Arnaldo als Kronprinz und Freibeuter, Polykarp als König) als männliche Tugenden stehen oft der weiblichen Schönheit, Feminität, Fragilität, aber auch Klugheit der Frauen (Auristela als Ratgeberin, Constanza als Gräfin, sowie Rosamunda, Zenotia u. Hipólita als Verführerinnen) gegenüber. Damit soll auch eine bessere Identität und Sensibilität des Lesers mit den Figuren und deren schichsalshafter Reise nach Rom erreicht werden.[46]

Schließlich ist als letzter Punkt der byzantinischen Thematik der Pilgerfahrt im Persiles die Verteidigung und Erhaltung von Keuschheit und Jungfräulichkeit der Protagonistin Auristela anzusehen: als wichtigstes Charakteristikum der christlichen Orthodoxie.[47] Die Keuschheit und Treue sind als Haupttugenden der Frau im christlich-orthodoxen Weltbild festgeschrieben, das bis zum Ende der Pilgerreise aufrecht erhalten werden muss.[48] Nach Trennung und Wiedervereinigung der Liebenden im zweiten Teil v. Buch II, sowie dem Beginn v. Buch I, ihren gesamten Kämpfen, Leiden und Abenteuern, kommt das hart vom Schicksal geprüfte Paar wieder unter christlichem Vorzeichen in Rom zusammen.[49] Das Ende im byzantinischen Roman, das in der christlichen Heirat kulminiert, ist damit ein glückliches und vom Schicksal erfülltes. Das Ziel der Reise ist durch die Heirat und Bekehrung der beiden Hauptfiguren sowie die anschließende Missionierung der Heimat erreicht worden.

Im folgenden Hauptteil der Arbeit soll nun Kampf und Liebe der Nebenfiguren der Liebe und Pilgerfahrt der Hauptfiguren gegenübergestellt werden. Dabei wird zunächst immer der antike Kampf bzw. die antike Liebe analysiert, bevor dieser bzw. diese mit dem christlichen Kampf und der christlichen Liebe verglichen werden, was ganz im Sinne von Kosellecks Geschichtsbild von Antike, Mittelalter und Neuzeit ist. In dem darauf aufbauenden, dritten und letzten Schritt, wird dann die byzantinische Liebe und Pilgerfahrt des Persiles und Sigismunda erläutert und erörtert.

3.1. Kampf der Nebenfiguren

Wie bereits definiert, soll nun zunächst in den antiken und christlichen Kampf der Nebenfiguren eingeführt bevor danach die antike und christliche Liebe der Nebenfiguren analysiert wird. Hierbei wird, wie schon erwähnt in Kapitel 2, der christlichen Motivik aufgrund des byzantinischen Hintergrunds und der etwas größeren Datenmenge im Vergleich zur antiken Symbolik, Priorität eingeräumt. Das bedeutet, dass die christlichen Motive die Mehrheit in der Analyse ausmachen, was sich vor allem auch im letzten Punkt der christlichen Liebe und Pilgerfahrt im byzantinischen Roman manifestiert.

3.1.1. Bradamiro, Der Fürst, Periandro und Auristela

Der Kampf im antiken Epos und Roman zeichnet sich durch eine offene Kampfeshandlung aus, die man in den wesentlichen Passagen der Ilias und Aeneis sowie der Äthiopika nachempfinden und nachskizzieren kann. Die heroischen und mit antiken Vorbildern in Verbindung zu bringenden Kämpfe zwischen Hektor und Achilles (selbst Halbgott, Sohn des Königs Peleus und der Meeresnymphe Thetis) der Ilias oder Turnus und Aeneas (Stammvater Roms und Verehrer trojanischer wie römischer Gottheiten) der Aeneis sind Kämpfe, die antiken Mustern und Gottheiten entsprechen. Im wesentlichen geht es um die Darstellung göttlicher Kräfte wie z.B. der von Achilles, mit denen menschliche Belange (Liebe, Eifersucht, etc.) oder Konflikte (Erbfolge, Streitigkeiten, u.a.) im Krieg wie im Frieden gelöst und befriedigt werden. Die Kämpfe von Aeneas werden stets begleitet und geleitet von göttlichen Vorsehungen und Träumen (z.B. Die Bestattung des Vaters Anchises, die Gründung von Akeste und die Abfahrt nach Italien)[50], die ihn durch mehrere Prüfungen über das Mittelmeer nach Kreta, Karthago, Sizilien, und bis nach Rom bringen, an den Zielort seiner Reise, wo ihm die Götter, insb. Venus und Jupiter, besonders ergeben sind. So unterstützt Jupiter Aeneas und die Trojaner in der Schlacht gegen die Italer und Rutuler, in dem er deren Flotte, die Turnus in Brand gesteckt hat, in Nymphen verwandelt, die im Meer verschwinden.[51] Ein weiterer Beweis göttlicher und antiker Unterstützung im Kampfesgeschehen (was so völlig fehlt in ritterlichen Zweikämpfen), sind die Waffen, also Rüstung, Schwert und besonders das Schild von Vulcan, dem Mann von Venus, das Aeneas göttlichen Schutz und Kraft im Kampf bis zum Tod von Turnus verleiht.[52]

[...]


[1] González Rovira, J.: La novela bizantina de la Edad de Oro, Madrid 1996.

[2] Koselleck, R.: „Geschichte, Geschichten und formale Zeitstrukturen“, in: Reinhart Koselleck und Wolf-Dieter Stempel (Hrsg.): Geschichte - Ereignis und Erzählung, München 1973, S. 211-222.

[3] Koselleck, R.: S. 213.

[4] Koselleck, R.: S. 214.

[5] Koselleck, R.: S. 214.

[6] Koselleck, R.: S. 215, S. 217 u. S. 221.

[7] Koselleck, R.: S. 215-216.

[8] Roth, Klaus, u. Detjen, Joachim: „Antike – von Herodot bis Cicero“ S. 21-51, sowie „Aurelius Augustinus“ S. 55-65, in: Massing, P., u. Breit, G.: Demokratie-Theorien. Von der Antike bis zur Gegenwart, Bonn 2005.

[9] Roth, K.: Herodot, S. 25-26, in: Massing, P., u. Breit, G.: Demokratie-Theorien. Von der Antike bis zur Gegenwart, Bonn 2005.

[10] Roth, K.: Herodot, S. 25-26, in: Massing, P., u. Breit, G.: Demokratie-Theorien. Von der Antike bis zur Gegenwart, Bonn 2005.

[11] Bringmann, K.: Römische Geschichte. Von den Anfängen bis zur Spätantike, München 2002, und Lilie, R.-J.: Byzanz. Geschichte des oströmischen Reiches, München 2010.

[12] Koselleck, R.: S. 217, S. 221,

[13] Detjen, J.: Aurelius Augustinus in: Massing, P., u. Breit, G.: Demokratie-Theorien, S. 61.

[14] Koselleck, R.: S. 218-219.

[15] Koselleck, R.: S. 220.

[16] Koselleck, R.: S. 215 und S. 217.

[17] These meiner Arbeit: Die Synthese antiker und christlicher Motivik im byzantinischen Roman

[18] Neuschäfer, H.-J.: „Cervantes und der Roman des Siglo de Oro“, in: Neuschäfer, H.-J. (Hrsg.): Spanische Literaturgeschichte, Stuttgart 2006, S. 132-133 und Kapitel 1.

[19] Neuschäfer, H.-J.: Cervantes und der Roman des Siglo de Oro, S. 132.

[20] Heliodoro: Historia Etiópica de los Amores de Teágenes y Cariclea, span. Version der Äthiopika von Fernando de Mena, Edición de López Estrada, Madrid 1954.

[21] Neuschäfer, H.-J.: Cervantes und der Roman des Siglo de Oro, S. 132; Núñez de Reinoso, A.: Los amores de Clareo y Florisea y los trabajos de la sin ventura Isea, Universidad de Extremadura 1991; und Contreras, J. de: Selva de aventuras (1565-1583), Universidad de Extremadura 1991.

[22] Neuschäfer, H.-J.: Cervantes und der Roman des Siglo de Oro, S. 132.

[23] Homer: Ilias, 1979 Stuttgart, Homer: Odyssee, 1979 Stuttgart, u. Vergil: Aeneis, 1989 Stuttgart.

[24] Roubaud, S.: „Los libros de caballerías”, in Ricos Edition von Cervantes’: Don Quijote de la Mancha, Barcelona 1998.

[25] Ilias, 22. Gesang, S. 463-465, Aeneis, 10. u. 12. Gesang, S. 273-275 u. S. 348-359, Äthiopika, Buch 9, S. 331-337 u. 337-343.

[26] Cervantes: Los trabajos de Persiles y Sigismunda, Edition Juan Bautista Avalle-Arce, Madrid 1984, Kap. 4, B. I, S. 64-71; sowie Cervantes: Los trabajos de Persiles y Sigismunda, Edition Carlos Romero Muñoz, Madrid 2004, Kap. 4, B.I, S. 149-159.

[27] Ilias: Auslöser des Trojanischen Krieges und Odyssee, 10. Gesang, S. 164-165.

[28] Aeneis, 4. Gesang, S. 83-108.

[29] Aeneis, 4. Gesang, S. 107, Z. 656-658.

[30] Heliodoro: Historia Etiópica de los amores de Teágenes y Cariclea, Version de Mena, Edición López Estrada, Madrid 1954.

[31] Roubaud, S.: „Los libros de caballerías”, in Rico: Cervantes’ Don Quijote de la Mancha, Barcelona 1998, S. 105-128.

[32] Roubaud, S.: Los libros de caballerías, S. 113.

[33] Roubaud, S.: Los libros de caballerías, S. 113.

[34] Roubaud, S.: Los libros de caballerías, S. 113.

[35] Roubaud, S.: Los libros de caballerías, S. 113.

[36] Tabelle: Motivik und Kapitel 3.

[37] González Rovira, J.: La novela bizantina de la Edad de Oro, Madrid 1996.

[38] González Rovira, J.: La novela bizantina, S. 13-45, S. 45-73, S. 73-101, S. 101-154 sowie S. 227-249, insb. 1. Teil, Kap. 4: Temas y motivos de la tradición clásica wie die klassisch literarische Tradition, das Motiv der Liebe, die ideale Liebe und die Pilgerfahrt der Protagonisten

[39] González Rovira, J.: La novela bizantina, S. 105-112, S. 114-119.

[40] Tabelle Motivik und Cervantes: Los trabajos de Persiles y Sigismunda, Madrid 1984.

[41] González Rovira, J.: La novela bizantina, S. 104-105, S. 107-108.

[42] González Rovira, J.: La novela bizantina, S. 104.

[43] Ebda., S. 104.

[44] Ebda., S. 106.

[45] Ebda., S. 106, S. 108-109.

[46] Ebda., S. 107-108.

[47] Ebda., S. 109-112.

[48] Ebda., S. 109-110, S. 111-112.

[49] Ebda., S. 111-112.

[50] Aeneis, 5. Gesang, S. 134, S. 134-136.

[51] Aeneis Fremdsprachentexte, 9. Gesang, S. 97.

[52] Aeneis Fremdsprachentexte, 8. Gesang, S. 94-95.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Der byzantinische Roman als Mittelpunkt antiker und christlicher Themen. Die Motivik in Cervantes' "Persiles" und "Sigismunda"
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Romanische Philologie)
Veranstaltung
Masterseminar Grundkonzepte Romanische Literaturwissenschaft
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
38
Katalognummer
V278647
ISBN (eBook)
9783656718840
ISBN (Buch)
9783656718826
Dateigröße
744 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
koselleck, geschichtsbild, roman, persiles, sigismunda, cervantes
Arbeit zitieren
Friedrich Ahnert (Autor), 2014, Der byzantinische Roman als Mittelpunkt antiker und christlicher Themen. Die Motivik in Cervantes' "Persiles" und "Sigismunda", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278647

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