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Welche Rolle spielten die nazifreundlichen Tendenzen in der arabischen Welt im Denken der Nazis?

Titel: Welche Rolle spielten die nazifreundlichen Tendenzen in der arabischen Welt im Denken der Nazis?

Hausarbeit , 2013 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Karl Hollerung (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Arabistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Über die Sympathie und auch Kollaboration vieler Araber mit den Achsenmächten ist bereits viel geschrieben worden. Darüber haben sich auch sehr heftig geführte Debatten entwickelt. Autoren wie Matthias Küntzel sowie Klaus-Michael Mallmann und Martin Cüppers betonen in ihren Werken die Rolle des Antisemitismus dabei, der in dieser Zeit seinen Anfang genommen habe und auch heute noch eine wesentliche Rolle v.a. im Islamismus spiele. Andere Autoren wie René Wildangel weisen derartige Theorien scharf u.a. als unwissenschaftlich zurück, wobei insbesondere der Mangel an originalsprachigen Quellen bemängelt wird. Welche Pläne die Nazis im Nahen Osten hatten und ob die zahlreichen, mit dem NS sympathisierenden arabischen Nationalisten im Zweifels Falle wirklich gut daran getan hätten, zur Erreichung ihrer Ziele ausgerechnet auf die Nazis mit ihrer extrem rassistischen Ideologie zu setzen, ist hingegen eine Frage, die in der Forschungsliteratur anscheinend kaum behandelt wurde. Dieser Frage soll sich diese Arbeit widmen. Dabei soll zunächst ein Überblick über die Rolle der Araber in der NS-Ideologie gegeben werden, wobei hier besonders mit einer frühen Rede Hitlers sowie seinem bekanntesten Werk Mein Kampf als Quellen gearbeitet werden soll. Anschließend soll die NS-Außenpolitik bezüglich der arabischen Welt und die Rolle der Araber im Denken der Nazis erläutert werden. Dasselbe soll anschließend bezüglich des Zweiten Weltkrieges getan werden, um dann anschließend zum Fazit zu gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Die Araber in Hitlers Rassensystem:

3. Die Haltung des NS-Regimes zur arabischen Welt bis 1939:

4. Die Rolle des Nahen Ostens in den Kriegsplänen der Nazis:

5. Fazit:

6. Bibliographie:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem NS-Regime und der arabischen Welt, mit einem besonderen Fokus auf die rassistische Einordnung der Araber in der NS-Ideologie und deren strategische Relevanz in den Kriegsplänen Deutschlands. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob die nazifreundlichen Tendenzen arabischer Akteure in der NS-Ideologie ein echtes Bündnispotenzial darstellten oder lediglich instrumentalisiert wurden.

  • Rassistische Kategorisierung der Araber in der NS-Ideologie
  • Die Außenpolitik des NS-Regimes gegenüber arabischen Staaten vor 1939
  • Strategische Nutzung der arabischen Welt in den Kriegsplänen
  • Die Rolle von Kollaborateuren wie dem Mufti von Jerusalem
  • Analyse der nationalsozialistischen Ziele bezüglich der arabischen Territorien

Auszug aus dem Buch

Die Araber in Hitlers Rassensystem

Zunächst muss zur Beantwortung der Ausgangsfrage geklärt werden, wie der NS die Araber in ihrer rassistischen Ideologie einordnete. Hitler selbst äußerte sich nur wenig über sie. Den Begriff „Araber“ scheint er in seinen Reden und Schriften vor der Machtergreifung nicht benutzt zu haben. Auf jeden Fall kann festgehalten werden, dass Hitler allein die arische Rasse als „Kulturgründer“ einschätzte, was bedeutet, dass nur sie in der Lage wäre, Staaten zu gründen und Kultur zu produzieren. Daneben gäbe es noch „Kulturträger“, Rassen wie die Japaner, die immerhin dazu in der Lage wären, einmal errichtete Staaten zu erhalten. Zu guter Letzt gäbe es da aber noch „Kulturzerstörer“, wobei dazu natürlich in erster Linie die Juden zu nennen sind, bei denen es sich um eine ausschließlich parasitär wirkende Rasse handeln würde.

Generell wird aber aus der Lektüre von „Mein Kampf“ deutlich, dass jegliche Art von Zivilisation nur mithilfe der arischen Rasse möglich wäre. Wo diese fehle bzw. sich mit den von ihr unterworfenen Rassen vermische, wäre keinerlei zivilisatorischer Fortschritt mehr möglich. Nun stellt sich die Frage, in welche Kategorie Hitler die Araber einordnete: als „Kulturgründer“, als „Kulturträger“ oder aufgrund der Verwandtschaft des Arabischen mit dem Hebräischen doch eher als „Kulturzerstörer“. Hitler selbst scheint sich dazu nie direkt geäußert zu haben. Einer Stelle von „Mein Kampf“ kann man jedoch entnehmen, dass er ihren „rassischen“ Wert nicht allzu hoch einschätzte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Forschungsthema vor, diskutiert den aktuellen Forschungsstand und erläutert die methodische Herangehensweise unter Verwendung zentraler Primärquellen.

2. Die Araber in Hitlers Rassensystem: Dieses Kapitel analysiert die rassistische Einordnung der Araber durch Hitler und zeigt auf, dass diese in der nationalsozialistischen Weltanschauung als rassisch minderwertig angesehen wurden.

3. Die Haltung des NS-Regimes zur arabischen Welt bis 1939: Es wird dargelegt, dass das NS-Regime vor 1939 wirtschaftliche Interessen priorisierte und kein Interesse an einer tiefergehenden Bündnispolitik mit der arabischen Welt hatte.

4. Die Rolle des Nahen Ostens in den Kriegsplänen der Nazis: Dieses Kapitel untersucht die strategischen Kalkulationen während des Zweiten Weltkriegs, bei denen arabische Aufstände lediglich als Mittel zur Schwächung britischer Positionen instrumentalisiert wurden.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Araber für die Nazis stets nur Mittel zum Zweck waren und im Falle eines deutschen Sieges ein ähnliches Schicksal wie andere unterworfene Völker erlitten hätten.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Monographien, Artikel und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Arabische Welt, Rassenideologie, Antisemitismus, NS-Außenpolitik, Zweiter Weltkrieg, Kollaboration, El-Husseini, Strategie, Rassismus, Naher Osten, Mein Kampf, Kolonialpolitik, Ideologie, Instrumentalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle, die die arabische Welt in der Ideologie und den strategischen Planungen des nationalsozialistischen Deutschlands spielte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die NS-Rassenideologie, die außenpolitischen Beziehungen zu arabischen Staaten, die strategische Kriegsführung im Nahen Osten und die Rolle von arabischen Kollaborateuren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, wie die Nazis die Araber rassistisch einstuften und ob die nazifreundlichen Tendenzen in der arabischen Welt tatsächlich ernsthafte strategische Bündnisoptionen für das NS-Regime waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Primärquellen wie Hitlers „Mein Kampf“ sowie der Auswertung relevanter wissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Hitlers rassistische Sichtweise auf die Araber, die diplomatische Haltung des NS-Regimes vor 1939 und die konkreten militärischen bzw. propagandistischen Pläne für den Nahen Osten während des Krieges.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Nationalsozialismus, Rassenideologie, Instrumentalisierung, Kollaboration und die strategische Bedeutung des Nahen Ostens im Krieg.

Warum lehnte Hitler eine explizite Unterstützung arabischer Nationalisten lange ab?

Aufgrund seiner rassistischen Weltanschauung betrachtete Hitler die Araber nicht als gleichwertige Partner, zudem wollte er diplomatische Beziehungen zu Großbritannien und anderen Mächten nicht vorzeitig gefährden.

Welche Rolle spielte der Mufti von Jerusalem für das NS-Regime?

Der Mufti war ein radikaler Antisemit und Bewunderer der Nazis, der versuchte, Unterstützung für den arabischen Aufstand in Palästina zu gewinnen, wurde von Hitler jedoch primär als Werkzeug wahrgenommen.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich einer möglichen Kollaboration?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Araber für die Nationalsozialisten lediglich Mittel zum Zweck waren und im Falle eines deutschen Sieges rassistisch bedingte Unterdrückungsmaßnahmen hätten erwarten müssen.

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Details

Titel
Welche Rolle spielten die nazifreundlichen Tendenzen in der arabischen Welt im Denken der Nazis?
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Orientalisches Institut)
Veranstaltung
Die Anfänge des Staates Israel
Note
1,0
Autor
Karl Hollerung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
11
Katalognummer
V278659
ISBN (eBook)
9783656715658
ISBN (Buch)
9783656715696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NS-Regime Propaganda arabische Welt Antisemitismus NS-Ideologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karl Hollerung (Autor:in), 2013, Welche Rolle spielten die nazifreundlichen Tendenzen in der arabischen Welt im Denken der Nazis?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278659
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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