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Die Geschichte des Hospizes. Krankheit, Tod und Sterben im Laufe der Jahrhunderte

Title: Die Geschichte des Hospizes. Krankheit, Tod und Sterben im Laufe der Jahrhunderte

Academic Paper , 2006 , 32 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Barbara Mayerhofer (Author)

Health Sciences - History
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Seit den frühesten Anfängen entwickelten die Menschen über Jahrhunderte hinweg Rituale und veränderten immer wieder ihre Einstellungen gegenüber Kranken, Sterbenden und Toten. Der Begriff „Hospiz“ wird bereits sehr früh genannt und ist seit dem frühen Mittelalter Synonym der Sorge um Pilger, Kranke und Sterbende. […]
In den letzten zwanzig Jahren hat die Hospizbewegung mit dazu beigetragen, dass sich ein nun spürbarer Wandel in der Einstellung vieler Menschen zu Sterben und Tod vollzieht. Fachleute und vor allem Laien engagieren sich zunehmend für eine menschenwürdige Sterbe- und Trauerbegleitung.
In dieser Arbeit wird ausführlich die Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, Tod und Trauer, aber auch der Wandel der damit zusammenhängenden Krankenpflege, erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krankheit, Tod und Sterben im Verlauf der Jahrhunderte

2.1 Frühzeit bis Beginn des Christentums

2.1.1 Ägypten

2.1.2 Indien - Buddhismus

2.1.3 China

2.1.4 Griechenland

2.1.5 Vorchristliches Rom

2.2 Krankenpflege von Christi Geburt bis zum Mittelalter

2.2.1 Klostermedizin im frühen Mittelalter

2.2.2 Klostermedizin im mittleren und ausgehenden Mittelalter

2.3 Tod und Sterben im Mittelalter

2.4 Tod und Sterben im 19. und 20. Jahrhundert

2.5 Wesentliche Entwicklungen der Krankenpflege vom 18. bis zum 21. Jahrhundert

3. Hospiz – Inseln der Humanität

3.1 Pionierinnen der Hospizarbeit

3.1.1 Dame Dr. Cicely Saunders

3.1.2 Dr. Elisabeth Kübler- Ross

3.2 Entwicklung der Hospizbewegung in Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der menschlichen Einstellung zu Tod, Sterben und Trauer sowie den damit verbundenen Wandel in der Krankenpflege, um ein fundiertes Verständnis für die Entstehung, das Spektrum und die Chancen der heutigen Hospizbewegung zu vermitteln.

  • Historische Rituale und Einstellungen zum Tod von der Frühzeit bis zur Moderne
  • Die Entwicklung des Hospitalwesens und der Klostermedizin
  • Der Wandel der Krankenpflege vom 18. bis zum 21. Jahrhundert
  • Biografien und Pionierleistungen von Cicely Saunders und Elisabeth Kübler-Ross
  • Die Etablierung und Entwicklung der Hospizbewegung in Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Indien - Buddhismus

Gautama Buddha (560 – 468 v. Chr.), der „Erleuchtete“, war der Initiator einer vertieften religiösen Bewegung und prägte entscheidend die indische Heilkunde. Er stellte ethische Regeln auf, die forderten, dass die Menschen sich ganz dem Kranken zuwenden sollten und dem Patienten niemals schaden dürften. Diese Anordnungen entsprechen der palliativ medizinischen Haltung unserer Zeit, da Leiden von Patienten, bei denen die ärztliche Kunst versagt, nur noch durch Pflege gelindert werden sollte.

Hinweise auf Buddhas Umgang mit dem Tod erhält man aus der buddhistischen Erzählung der „vier Zeichen“. Der Sage nach veranlasste die Begegnung mit dem Tod Gautama Buddha, seine irdischen Güter zugunsten der Erlösung aufzugeben.

„Als er eines Morgens sein Schloss verlässt, tritt zunächst ein Alter auf ihn zu, dann, bei der zweiten Ausfahrt, ein Kranker, dann ein Toter. (...) Als Gautama schließlich auf einen Bettelmönch stößt, fasst er den Entschluss, seinen Palast zu verlassen und nach der letzten Befreiung von Leiden, Alter, Krankheit und Tod zu forschen.“

Buddha verstand nun, dass Angesichts des Todes irdische Güter und Freuden sinnlos seien, und nur der ein sinnerfülltes Leben führen könne, der sich lebenslang mit der Problematik des Todes auseinandersetzen würde. Seine Lehre betonte die Bedeutung des Lebens im Hinblick auf die Wiedergeburt, denn physische und psychische Kräfte würden nach seiner Auffassung in eine neue Form des Daseins übergeführt, und bislang erworbene Charaktereigenschaften in diese neue Daseinsform übermittelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit dem Sterben und begründet die Notwendigkeit der Hospizbewegung sowie die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit.

2. Krankheit, Tod und Sterben im Verlauf der Jahrhunderte: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss der Todeserkenntnis, der Sterbekultur und der Entwicklung der Krankenpflege von der Antike bis zum 20. Jahrhundert.

3. Hospiz – Inseln der Humanität: Hier wird der Hospizbegriff erläutert, die Pionierarbeit von Cicely Saunders und Elisabeth Kübler-Ross gewürdigt und die Entwicklung der Hospizbewegung in Deutschland detailliert chronologisch aufgearbeitet.

Schlüsselwörter

Hospiz, Sterben, Tod, Krankenpflege, Palliative Care, Cicely Saunders, Elisabeth Kübler-Ross, Hospizbewegung, Geschichte der Medizin, Klostermedizin, Sterbebegleitung, Trauer, Ethik, Palliativmedizin, Humanität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung des Sterbens und der damit verbundenen Pflege, um die Wurzeln und Ziele der modernen Hospizbewegung verständlich zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die kulturhistorische Betrachtung des Todes, die Entwicklung medizinischer und pflegerischer Einrichtungen sowie die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den notwendigen geschichtlichen Kontext zu liefern, um die Entstehung, das Leistungsspektrum und die Bedeutung der Hospizarbeit in der heutigen Gesellschaft nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die geschichtliche Entwicklungen chronologisch darstellt und durch die Einbeziehung biographischer und fachspezifischer Quellen untermauert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Sterbekultur von der Frühzeit bis zur Moderne sowie eine spezifische Untersuchung der Pionierinnen der Hospizarbeit und der Entwicklung der Bewegung in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hospiz, Sterbebegleitung, Palliative Care, Humanität und die historische Entwicklung der Sterbekultur charakterisiert.

Wie hat sich der Begriff Hospiz historisch gewandelt?

Ursprünglich als Herberge für Pilger, Kranke und Fremde genutzt, wandelte sich die Bedeutung im Laufe der Zeit zu einem spezifischen Konzept zur menschenwürdigen Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden.

Warum lehnte die Bevölkerung in Deutschland anfangs "Sterbekliniken" ab?

Eine Umfrage im Jahr 1971 zeigte, dass 92% der Befragten den Bau solcher Kliniken ablehnten, da sie eine Gettoisierung von Sterbenden befürchteten.

Welche Bedeutung haben die "fünf Phasen des Sterbens"?

Das Modell von Elisabeth Kübler-Ross (Leugnung, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz) dient bis heute als wichtige Hilfestellung für Betroffene, Angehörige und Pflegepersonal im Umgang mit tödlichen Erkrankungen.

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Details

Title
Die Geschichte des Hospizes. Krankheit, Tod und Sterben im Laufe der Jahrhunderte
College
Steinbeis University Berlin  (Steinbeis-Business-Academy)
Grade
1,2
Author
Barbara Mayerhofer (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V278709
ISBN (eBook)
9783656713777
ISBN (Book)
9783668136939
Language
German
Tags
geschichte hospizes krankheit sterben laufe jahrhunderte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Mayerhofer (Author), 2006, Die Geschichte des Hospizes. Krankheit, Tod und Sterben im Laufe der Jahrhunderte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278709
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