Über ästhetischen Ekel und gebärende Männer. Zur Codierung von Gewalt im Film "Alien"

Kurze Zusammenfassung in Stichpunkten


Prüfungsvorbereitung, 2008

2 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Über ästhetischen Ekel und gebärende Männer - zur Codierung von Gewalt im Film ‚ALIEN’

1) Allgemeine Beobachtungen zur Codierung von Gewalt in ‚ALIEN’

a) Genre-spezifische Vorüberlegungen

i) Ansprache des Zuschauers in ‚ALIEN’: sowohl typisch für den Horrorfilm (primär über Affekte & Instinkte Schrecken, Grauen, Ekel), als auch das Science- Fiction-Genre (primär kognitiv, visuell-ästhetisch)
ii) Charakteristika: Schockdramaturgie; Metamorphosen; Irrationalität durch Bestialität; Körperorientierung; blutige Spezialeffekte; „graphic imagery of body mutilation“ laut Stephen Prince „a second predominant aesthetic form of ultraviolence“
iii) Hauptthematik in ‚ALIEN’: Bedrohung von innen das Parasitäre

b) Die Rolle des ‚ Production Design at war with the setting “

i) Verantwortlicher Production Designer: Michael Seymour
ii) Set vergleichbar mit zusätzlicher Figur bzw. lebender Kreatur, die Gewalt ausübt; Abhängigkeit der Crew („Gefangene“) von Technik & Computern Zentralrechner „Mother“
iii) klaustrophobische Atmosphäre an Bord der ‚Nostromo’; ultra-utilitaristische Einrichtungsgegenstände (Bsp.: Schlafkabinen gestaltet wie Särge); zudem steht synthetische Struktur des Raumschiffs im direkten Gegensatz zur organischen Beschaffenheit des fremden Planeten
iv) Öffnungs-Sequenz (während ‚Opening Credits’): Gewalt durch Abwesenheit?

2) Gewaltdarstellung und sexuelle Symbolik in ‚ALIEN’

a) Die medizinische Untersuchung

i) fremder Organismus verhüllt das Gesicht des Protagonisten gängiges Verfahren bei Folter/Exekutionen Opfer ohne Identität Ausdruck von Dehumanisierung und Ent-Individualisierung Gesicht/Blick als „letzte Brücke“ zum Anderen (vgl. Emmanuel Levinas)
ii) zudem fungiert der Organismus auf Kanes Gesicht als Knebel und Blende zugleich Taubheit & Blindheit als die beiden „Gesichter“ des Unaussprechlichen und des Unvorstellbaren (vgl. W.J.T. Mitchell)
iii) orale Penetration Kanes durch das außerirdische Wesen als Bedrohung bzw. Verletzung der Männlichkeit entwürdigender, entmännlichender Zustand
iv) Analogie zu Krebsgeschwür: Wirt und Parasit miteinander verwuchert

b) Die „ Geburtsszene “

i) Das Motiv der Geburt wird im Film zur Anomalie/Abnormität und in eine direkte
Wechselbeziehung zum Tod gesetzt „Geburtsvorgang“ wird zum Todeskampf
ii) Kontrast auch in der Farbgestaltung: rotes Blut gegenüber dem sonst dominierenden Weiß/Beige des Raumes
iii) Verwundbarkeit/Verletzlichkeit des menschlichen Körpers wird vor der eigentlichen Schockszene angedeutet: Essen/Hunger als Bedürfnis des Körpers; Bademantel von Kane halb geöffnet (gibt Blick auf mageren Körper frei) (ähnlich verfahren wird auch unmittelbar vor dem finalen Zweikampf, wo die Protagonistin - sich noch in Sicherheit wiegend - zuvor ihre Kleidung ablegt)

[...]

Ende der Leseprobe aus 2 Seiten

Details

Titel
Über ästhetischen Ekel und gebärende Männer. Zur Codierung von Gewalt im Film "Alien"
Untertitel
Kurze Zusammenfassung in Stichpunkten
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
2
Katalognummer
V278721
ISBN (eBook)
9783656714392
Dateigröße
380 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
über, ekel, männer, codierung, gewalt, film, alien, kurze, zusammenfassung, stichpunkten
Arbeit zitieren
Christian Undorf (Autor), 2008, Über ästhetischen Ekel und gebärende Männer. Zur Codierung von Gewalt im Film "Alien", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278721

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