Decadencemotivik in Thomas Manns Werk "Der Tod in Venedig"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014
37 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Allgemeine Vorgehensweise

2. Dichotomie von Leben und Tod um
2.1 Endzeiterwartungen und Décadence
2.2 Die Lebensphilosophie

3. Décadencemotivik in Der Tod in Venedig
3.1 Ortsschilderungen
3.1.1 München
3.1.2 Venedig
3.2 Die Figur Gustav von Aschenbach
3.2.1 Aschenbach – Der Künstler
3.2.2 Aschenbachs Verfall
3.3 Todeskonfigurationen
3.3.1 Todesboten und Todesbilder
3.3.2 Tadzio, das Meer und der Tod

4. Abschließende Bemerkungen

Quellen- und Literaturverzeichnis

Primärtext

Sekundärliteratur

Internetquellen

Wer die Schönheit angeschaut mit Augen,

Ist dem Tode schon anheimgegeben,

Wird für keinen Dienst auf Erden taugen,

[...] Wen der Pfeil des Schönen je getroffen,

Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe!

Tristan, A. von Platen (1825)[1]

1. Einleitung

In Thomas Manns Werk Der Zauberberg (1924) findet sich im „Schnee“-Kapitel ein einziger hervorgehobener Satz: Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.[2] Hierüber merkt der Autor selbst 1940 an, diese Aussage hätte in keinem seiner früheren Bücher stehen können.[3] Obgleich Thomas Mann kommentiert, der Roman sei weitgehend noch […] ein Buch der Sympathie mit dem Tode[4], impliziert dieser Satz eine in seinem Œuvre stattfindende qualitative Veränderung der Todesmotivik, nämlich eine Extension ins Lebensbejahende. Der Zauberberg (1924) sei als humoristisches Gegenstück [5] zu der bereits 1912 erschienen Novelle Der Tod in Venedig geplant gewesen. Bereits der Titel dieser verweist auf das zentrale Motiv der Erzählung: den Tod. Dieser erweist sich als essentieller Bestandteil des Motivkatalogs der Décadence, als unvermeidliches Resultat eines fortschreitenden Verfalls.

1.1 Zielsetzung der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Komposition der Décadencemotivik in Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig (1912) auseinander und zentralisiert die im Werk prominent verarbeiteten Motive der Décadence. Diese werden anhand exemplarisch gewählter Textauszüge veranschaulicht. Fokussiert werden hierbei die Widersprüchlichkeit der Gefühle des Protagonisten und deren Korrespondenz mit Orts-und Naturbeschreibungen, welche ebenfalls von mannigfaltiger Décadencemotivik gekennzeichnet sind.

Durch die Integration von sowohl emotionalen als auch lokalen und atmosphärischen Motivelementen, welche als typische Charakteristika für die Décadenceliteratur gelten, wird erhofft, ein holistisches Bild der werkimmanenten Adaption der Décadencemotivik zu zeichnen.

Unter Berücksichtigung des textuellen Umfangs wird auf eine inhaltliche Zusammenfassung der Novelle verzichtet.

1.2 Allgemeine Vorgehensweise

Zunächst soll auf die, während der Entstehung der Erzählung vorherrschende, allgemeine Stimmung um 1900 eingegangen werden. Bereits an dieser Stelle soll die für die Décadence typische philosophische Verbindung von Leben und Tod aufgegriffen und kurz erläutert werden. Um anschließend die werkimmanente Verarbeitung der Décadencemotivik betrachten und auswerten zu können, soll eine knappe, simplifizierte Definition des Begriffs der „Décadence“ und deren Tendenzen erfolgen.

Den Hauptteil dieser Arbeit bildet die Analyse von Décadencemotiven im Werk. Diese schließt sowohl Ortsschilderungen und die damit verbundene atmosphärische Deskription dieser als auch die Darstellung des Protagonisten Gustav von Aschenbach ein. Fokussiert werden hierbei physische sowie psychische Befindlichkeiten.

Da der Tod, wie bereits in der Einleitung erwähnt, ein zentrales und integratives Motiv der Décadenceliteratur und der Novelle selbst darstellt, findet dieser in Kapitel 3.3 explizite Beachtung. Diverse Todesboten und Todesbilder, welche auf prophezeiende Art und Weise auf den Verfall und den daraus resultierenden nahenden Untergang verweisen, werden aufgeführt und durch Textbelege verdeutlicht.

Darauf aufbauend, widmet sich Kapitel 3.3.2 der Schlusssequenz des Werkes, in welcher die bereits vorher beschriebene Dichotomie von Leben und Tod aufgegriffen und das Meer als Symbol des ewigen Lebens auch zum Ort des Todes wird.

Der textuelle Umfang der Arbeit liegt begründet in der Anzahl der aufgeführten direkten Zitate sowie in der Fußnotenzitation.

2. Dichotomie von Leben und Tod um 1900

Wie in den von Philippe Ariés verfassten und viel beachteten Studien zur Geschichte des Todes im Abendland (1981) deskribiert, beginnt die thematische Einheit „Tod“ seit Mitte des 19. Jahrhunderts aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden: Er wird schamhaft ausgespart und zum verbotenen Objekt.[6] Was im Alltag zunehmend tabuisiert wird, gewinnt jedoch während der Jahrhundertwende an Popularität und wird von zeitgenössischen Autoren als literarisches Sujet adaptiert und facettenreich integriert.[7]

Sowohl die politische als auch die wirtschaftliche Lage in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts reflektieren die Veränderungen, welche nach dem Sieg über Frankreich und der Gründung des Deutschen Reiches 1871 folgten:

Gesellschaft und Wirtschaft wurden zu Ende der Jahrhundertwende in den betreffenden Ländern durch die aufkommende […] Industrialisierung und der sich daraus ergebenden Konsequenzen des `Massenzeitalters´ bestimmt […].[8]

Unter der neuen Führung Bismarcks wird zugunsten der Wunschvorstellung, Deutschland als europäische Großmacht zu etablieren, der bürgerlich-liberale Individualismus von sozial- und wirtschaftspolitischen Kooperationsbildunge n[9] abgelöst. Mit diesem Wandel sehen sich auch viele Autoren der damaligen Zeit konfrontiert:

Die literarische Intelligenz, d.h. auch die Vertreter der literarischen Dekadenz, stammten meist aus dem alten Land- bzw. Stadtadel […] in seiner Verbindung mit dem Großbürgertum und aus dem ebenfalls sozial zurückgedrängten Bildungsbürgertum […].[10]

Die rapide anwachsende Bevölkerung und die stetig vorangehende Industrialisierung resultieren nicht nur in neuen Arbeits- und Lebensmodalitäten, sondern tragen auch maßgeblich zu der Entstehung einer neuen sozialen Schicht, dem Proletariat, in den Großstädten bei.

Helmut Koopmann (2001) beschreibt die Literatur zu jener Zeit als Ausdruck der Hoffnungslosigkeit [11]. Diese Attitüde des sinnlosen Strebens und des Überdrusses spiegelt sich ebenfalls in den philosophischen Strömungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts wider. So beschreibt Arthur Schopenhauer in seinem Werk Die Welt als Wille und Vorstellung ein von Pessimismus und Passivität geprägtes Weltbild.[12] Der moderne Mensch leidet demnach unter der Entfremdung von der Welt und ist in seinem Streben, Unmögliches zu erreichen gefangen:

Alle Lebenserscheinungen werden durch den e i n e n Willen bestimmt, der als ein rastloses Über-Sich-Hinausgehen, als ein Wille zum Leben von Individuation zu Individuation eilt, ohne jemals befriedigt werden zu können.[13]

Neben Endzeitstimmung und unermüdlichem Streben findet jedoch auch das Leben als thematische Einheit literarische Verwendung, steht jedoch nicht in direktem Kontrast zur Décadence, da die Lebensmotivik die des Todes inkludiert.[14] Wie sich im Verlauf der vorliegenden Arbeit zeigen soll, konstituiert das Prinzip der Décadence, ebenso wie das der Lebensphilosophie, grundlegende Bestandteile der Novelle Thomas Manns. In weiteren Kapiteln werden Bemühungen angestellt, ein möglichst breites Spektrum jener Adaptionen die Décadence- und Todesmotivik betreffend beispielhaft zu präsentieren.

2.1 Endzeiterwartungen und Décadence

In der Zeit um 1900 scheint Endzeitstimmung die dominierende literarische Gefühlslage zu sein. Der Verfall und Untergang der Kultur schlechthin [15] werden proklamiert, ohne jedoch dies als negativ oder deprimierend zu konnotieren. Es sind vor allem die bürgerlichen Autoren wie Thomas Mann, welche die Endzeit proklamieren und im Pessimismus die Wahrheit verortet sehen.[16] Wie Mann selbst formuliert, wird diese Endzeitstimmung von einer Faszination des Todes[17] begleitet und kann mit der, während des Fin de Siécle[18], in Deutschland aufkommenden Stimmung der Décadence in Verbindung gebracht werden.

Der Begriff ´Décadence` beschreibt, simplifiziert, die Verbindung eines starken Fortschrittspessimismus mit der Kritik des bürgerlichen Selbstverständnisses sowie dem Interesse am Krankhaften und am Verfall[19], welche bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 das Bewusstsein zahlreicher Künstler nachhaltig prägt. Christian Graf von Krockow merkt an:

[…] zugleich handelte es sich [bei der wilhelminischen Epoche, d. Verf.] um eine Spät- oder Endzeit. […] Eine Ahnung von Untergang griff in die Seelen […].[20]

Die Dekadenzliteratur weist Aspekte zweier Tendenzen auf: die der Darstellung von Verfall sowie die der simultanen Verfeinerung der Nerven, mit welcher eine Sublimation der künstlerischen Produktion einhergeht. Letztere zeichnet sich durch die Zentralisierung und Emphase des Verfallmoments aus, welche sich in Décadence typischen Motiven wie unter anderem Krankheit, Tod, Todessehnsucht und Wahnsinn widerspiegeln.[21]

Die Stimmung der Décadence ist ebenfalls zur Zeit des literarischen Expressionismus präsent und ist hier gleichsam verbunden mit der Vision einer besseren Welt[22], der Hoffnung auf Aufbruch in eine positive Zukunft.

Um ein holistisches Bild der zeitgenössischen Einflüsse auf die Künste zu ermöglichen, soll im nun folgenden Kapitel kurz auf die Lebensphilosophie eingegangen werden, da diese für die später folgende Analyse der Todeskonfigurationen in Thomas Manns Werk von Bedeutung ist.

2.2 Die Lebensphilosophie

Neben der Décadence übt auch die geistige Strömung der Lebensphilosophie um 1900 entscheidenden Einfluss auf sowohl Produktion als auch Rezeption von Literatur aus.[23] Sie summiert das Leben als oberstes Seinsprinzip [24], welches in seinem universellen Charakter die rationale, logische Ebene des Seins mit der kreativen, dynamischen, nicht-rationalen verbindet und als eine Einheit definiert:

Aber im Ganzen gilt das Lebenspathos nicht dem personhaften Einzelleben, das zwischen Geburt und Tod in der Zeit verläuft, sondern durchaus dem Gesamtleben, dem Ganzen der überindividuellen, vorindividuellen, ewig flutenden Strömung, die jedes Einzelwesen gleichermaßen durchdringt.[25]

Es ist vor allem Friedrich Nietzsche, welcher dem Begriff des Lebens eine zentrale Position verleiht. Er definiert das Leben als einen stets positiven Wert, der eng mit dem Biologisch-Natürlichen verbunden und durch seine charakteristische Tendenz zur Steigerung, zur Überwindung seiner selbst[26] markiert ist. Dennoch gilt auch die Lust des Vernichtens[27] mit all seinen negativ konnotierten, devastierenden Aspekten als genuiner Bestandteil des Lebens und wird demnach als äquivalentes Gegenstück zu den positiven Elementen des Lebens konstatiert.[28] Körperlicher Verfall, Tod und Vergehen sind elementare Bestandteile des Lebens, und die menschliche Existenz stellt sich als Einheit von sowohl Leben als auch Tod dar.[29]

Diese Tendenz spiegelt sich auch in den literarischen Verarbeitungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wider:

Deshalb sind in der Literatur um 1900 alle Lebenssymbole gleichzeitig auch Todessymbole. Es besteht ein geschärftes Bewußtsein dafür, daß das Leben jedes Einzelwesens von Anfang an zugleich auch ein immerwährendes Sterben ist. Werden und Vergehen sind ein einziger Vorgang, jeder Moment der Lebensentfaltung führt auch dem Tode näher.[30]

Wie bedeutsam diese Form der Verschmelzung von Leben und Tod für die Rezeption der mannschen Novelle Der Tod in Venedig ist, soll in Kapitel 3 näher erläutert werden. Es sei an dieser Stelle jedoch bereits angemerkt, dass strukturelle Handlungselemente wie beispielsweise das ´Meer`, welches im Kontext der Lebensphilosophie als das Symbol des Lebens verstanden wird, bei Thomas Mann ebenso wichtiger Bestandteil von Todeskonfigurationen ist.

3. Décadencemotivik in Der Tod in Venedig

Um eine werkimmanente Darstellung von Motiven der Décadence kohärent gestalten zu können, scheint eine kurze, allgemeine Vorstellung von literarischen Sujets, welche eine Zuordnung zur dekadenten Literatur permittieren, sinnvoll.

Als Hauptmotiv der Décadence kann die Darstellung des Verfalls, begleitet von diversen symptomatischen Elementen, gezählt werden.[31] Die negative Konnotation des Verfallsmoments wird gleichzeitig jedoch durch einen starken Fokus auf dem Ästhetischen relativiert.[32] Diese Verbindung von Tod und Ästhetik findet sich auch in Freuds Forschung wieder, welche die Ästhetik aus der Perspektive des Künstlers und dessen Lust- und Realitätsprinzip thematisiert.[33]. Das Lustprinzip beschreibt hierbei das menschliche Streben nach Lustgewinn und das mögliche Vermeiden von Unlust. Das Realitätsprinzip dagegen strebt nach einer Adaption an die Außenwelt, die Gesellschaft, und hindert somit den Menschen am direkten Streben nach Lustgewinn.[34] Das künstlerische Schaffen kann hierbei ein Ausweg sein, um beide Polaritäten in ein Gleichgewicht zu bringen.

Der immerwährende Kampf zwischen Anpassung an die Realität und Befriedigung des Lusttriebs wird nicht nur in den zeitgenössischen Motivkatalog aufgenommen, sondern bereitet auch den Weg für die Adaption des Sujets der Todessehnsucht und des selbstdestruktiven Todestriebes.[35] Nicht selten sind die „Befallenen“ zur Neurose neigende, introvertierte Künstler, welche sich von der Realität abwenden, um den eigenen Lusttrieben frönen zu können. Die Kunst fungiert hierbei als Rettungsanker und Legitimation für das Ausleben eigener Triebe.[36]

Der für die Décadence typische Motivkatalog umfasst jedoch nicht nur den Menschen betreffende Befindlichkeiten, sondern wird, wie in Kapitel 3.1 beispielhaft illustriert werden soll, auch auf Lokalitäten, Schauplätze und Naturerscheinungen extendiert und intensiviert somit die scheinbar allgegenwärtige Atmosphäre des Verfalls.[37] Das literarische Motiv des Verfalls bildet somit eine Art übergeordnetes Element, welches sich auf den gesamten Motivkatalog der Décadenceliteratur auszudehnen scheint und in Themen wie unter anderem Krankheit, Tod, Lust und Rausch sich immer wieder aufs Neue selbst reflektiert.

Die Novelle Der Tod in Venedig, welche bereits 1912 als Serie in dem Magazin Die Neue Rundschau veröffentlicht wurde, weist zweifelsohne mannigfaltige Verarbeitung von Motiven der Décadence auf. Bereits der Titel des Werkes suggeriert, dass die Thematik des sich zu Ende neigenden Lebens zentral ist. Der Tod ist bereits vor Beginn der Lektüre präsent.[38] Die Erwähnung der Stadt Venedig lässt ebenfalls vermuten, dass es sich bei der Gondelstadt um einen bzw. den wichtigen Schauplatz der Erzählung handeln muss. In den darauffolgenden Kapiteln soll nun exemplarisch analysiert werden, inwiefern Thomas Mann Motive der Décadence in der Novelle adaptiert und welche Folgen dies für den Gesamtkontext des Werkes und dessen Rezeption hat.

3.1 Ortsschilderungen

Die Darstellung Gustav Aschenbachs, dem Protagonist der Erzählung, setzt ihn in eine scheinbar emotionale Abhängigkeit zu den Orten, an welchen er sich befindet. Beginnend in München, wo er während eines Spaziergangs den plötzlichen Drang verspürt, die Stadt zu verlassen, bringt ihn seine Reise nach Venedig, an einen Ort, welcher bereits durch seinen äußerlichen Zustand von Verfall geprägt ist.

3.1.1 München

Bereits in der Anfangsphase der Novelle motiviert die Darstellung Aschenbachs in seiner Heimatstadt zu einer möglichen Interpretation, welche das Ende, den Tod des Protagonisten, erahnen lässt:

Der Englische Garten, obgleich nur erst zart belaubt, war dumpfig wie im August […]. Zufällig fand er einen Halteplatz und seine Umgebung von Menschen leer. Weder auf der gepflasterten Ungererstraße, deren Schienengeleise sich einsam gleisend gegen Schwabing erstreckten, noch auf der Föhringer Caussee war ein Fuhrwerk zu sehen; hinter den Zäunen der Steinmetzereien, wo zu Kauf stehende Kreuze, Gedächtnistafeln und Monumente ein zweites, unbehaustes Gräberfeld bilden, regte sich nichts, und das byzantinische Bauwerk der Aussegnungshalle gegenüber lag schweigend im Abendglanz des scheinenden Tages..[39]

[...]


[1] Wölfel (1982), S. 69.

[2] Mann (1995), S. 677.

[3] Vgl. Mann (2002), S. 74f.

[4] Ebd., S. 74.

[5] Ebd., S. 77.

[6] Ariés (1981), S. 57.

[7] Vgl. ebd., S. 61.

[8] Weinhold (1977), S. 245.

[9] Ebd., S. 245.

[10] Weinhold (1977), S. 246.

[11] Koopmann (2001), S. 87.

[12] Vgl. Schopenhauer (http://www.schopenhauer-web.org/textos/MVR.pdf), S. 2367f.

[13] Weinhold (1977), S. 227.

[14] Vgl. Rasch (1967), S. 24.

[15] Koopmann (2001), S. 87.

[16] Vgl. ebd., S. 94 und Karthaus (1994), S. 12.

[17] Mann (2002), S. 77.

[18] Die Begriffe ´Décadence` und ´Fin de Siécle` werden jedoch in der Forschungsliteratur auch häufig synonym verwendet. Im Kontext dieser Arbeit beschreibt ´Fin de Siécle` die der Décadence eigene Atmosphäre zum Ausgang des 19. Jahrhunderts, welche für viele Autoren, so auch für Thomas Mann, geprägt war von Weltschmerz, Endzeiterwartungen und Melancholie. Der Terminus ´Décadence` hingegen bezeichnet in diesem Zusammenhang und im Kontext der vorliegenden Arbeit den künstlerischen Verfeinerungsprozess, in welchem diese Atmosphäre in Form von literarischen Motiven adaptiert wird.

[19] Häfele/Stammel (1992), S. 17.

[20] Krockow (2002), S. 166.

[21] Vgl. Kuntz (1997), S. 9.

[22] Koopmann (2001), S. 89.

[23] Wolfdietrich Rasch spricht in diesem Zusammenhang von einer Einheitlichkeit des Zeitstils, welche erkennbar werde durch die kollektive Bindung an das, was der Epoche als Grundwert gilt: an das Leben. (Rasch (1967), S. 17).

[24] Martens (1971), S. 32.

[25] Rasch (1967), S. 21.

[26] Martens (1971), S. 32.

[27] Martens (1971), S. 38.

[28] Vgl. ebd., S. 54: Gunter Martens merkt an, dass die Destruktion als > vitalistische< Aktion gewertet werden kann.

[29] Vgl. Rasch (1967), S. 24.

[30] Ebd.

[31] Vgl. Häfele/Stammel (1992), S. 17

[32] Vgl. Boeddinghaus (1971) (https://ujdigispace.uj.ac.za/bitstream/handle/10210/2992/Boeddinghaus%20W.pdf?sequence=1), S. 10.

[33] Schneider (2002), S. 125.

[34] Vgl. Tögel (2005), S. 76.

[35] Vgl. ebd., S. 78.

[36] Vgl. Schneider (2002), S. 205f.

[37] Vgl. Grosse (2003), S. 39 und Johnson (2004), S. 87.

[38] Vgl. Euchner (2005), S. 197.

[39] Mann (1992), S. 10.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Decadencemotivik in Thomas Manns Werk "Der Tod in Venedig"
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Germanistik)
Veranstaltung
Deutsche Literatur ab 1700
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
37
Katalognummer
V278798
ISBN (eBook)
9783656715832
ISBN (Buch)
9783656715818
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Mann, Der Tod in Venedig, Dekandenz, Gustav von Aschenbach, Leben und Tod um 1900, Lebensphilosophie, Endzeit, Dichotomie von leben und Tod, Tadzio, das Meer, Todesboten, Todesmotivik, Todesmotive, der Tod, Decadence, München, Verfall, Krankheit, Künstler, 1900, Novelle, Todesbilder, Untergang, Raserei, Liebe, Eros, Pessimismus, Venedig
Arbeit zitieren
Janine Lacombe (Autor), 2014, Decadencemotivik in Thomas Manns Werk "Der Tod in Venedig", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278798

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