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Case Management und die "stillen Helfer". Die Gestaltung der persönlichen Beziehung

Title: Case Management und die "stillen Helfer". Die Gestaltung der persönlichen Beziehung

Term Paper , 2014 , 66 Pages , Grade: 1

Autor:in: Daniel Neubauer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Case Management als Konzept wird und wurde in den letzten Jahren sehr stark und kontrovers diskutiert. Ausgegangen soll dabei von der These Neuffers werden, der meint, dass das Case Management vor allem die Planung, Koordination und Fallbegleitung, also die Managementebene, im Auge hat, und diese forciert, während sich die Beziehungsfrage nicht stellt. [...]
Galuske meint, dass Case ManagerInnen sich nicht mehr in die Beziehungsarbeit vertiefen, sich dafür mehr um die lokalen, ökonomischen, politischen und kulturellen Bezüge des KlientInnen kümmern, also eine Akzentverschiebung weg von der psychosozialen Beziehungsarbeit geschieht. Obwohl Galuske sorgfältig Vor- und Nachteile des Case Managements abwiegt, und viel zu den Zielen der Methode erläutert (Erfassung der Stärken, Evaluation, Nachsorge, etc. ) wird in seiner Zusammenfassung nie darauf eingegangen, wie diese Beziehungsarbeit mit den KlientInnen konzeptionell konkret abläuft. Dieser Beitrag Galuskes verdeutlicht damit das Dilemma des Case Managements. Es wird in der Fachliteratur ausführlich von dem konzeptionellen Verzicht auf die Beziehungsarbeit als Neuem gesprochen, jedoch werden keine Strategien (empirisch überprüft) empfohlen oder vorgegeben, sodass dieser Aspekt der persönlichen Beziehung methodisch komplett offen bleibt. [...]
n diesem Zusammenhang wäre es interessant, und relevant, zu klären, was die Methode Case Managements eigentlich ausmacht, und wie sich Überlappungen hinsichtlich der Methode zu anderen Konzepten oder Techniken/Verfahren des Kanons ergeben. Aus der Sicht der PraktikerInnen ist dies besonders interessant, da im Sinne einer Qualitätssicherung (Evidence Based Practice) auch Fragen der Methodik und Ihrer Anwendung geklärt werden sollen. Aus der Problemstellung ergibt sich damit folgende Fragestellung: wenn dem Case Management ein methodisches Element fehlt, welches in der Praxis relevant ist, dann wird dieses Element durch die Verquickung mit anderen Methoden (Techniken/Verfahren) ausgeglichen. Welches Element fehlt und bewirkt die Integration anderer Techniken/Verfahren zum Ausgleich eine Veränderung des Charakters des Case Managements?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Forschungsfrage

1.3 Theorie und Methodik

1.4 Forschungsstand

1.5 Begriffsklärungen

1.6 Hypothesenbildung

2. Case Management in der Fachliteratur

2.1 Methode im Allgemeinen

2.2 Das Case Management, seine Geschichte und der geschichtliche Kontext

2.3 Grundannahmen des Case Managements

2.4 Kritikpunkte am Case Management

2.5 Verschmelzungen von genuin sozialarbeiterischen Methoden mit dem Case Management auf der Ebene der Gestaltung der persönlichen Beziehung

2.6 Zusammenfassung

3 Quantitative Auswertung

3.1 Methodische Erläuterungen

3.2 Univariante und bivariante Auswertung

3.3 Zwischenergebnis

3.4 Kritische Diskussion

4. Handlungsanleitung

5. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob dem Case Management ein in der Praxis relevantes, methodisches Element fehlt, und wie dieses durch die Integration anderer Methoden ausgeglichen wird. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich die Verbindung von managerialen Steuerungsebenen mit der personenbezogenen Beziehungsarbeit auf den Charakter des Case Managements auswirkt.

  • Analyse der methodischen Grundlagen des Case Managements
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von System- und Fallebene
  • Untersuchung der Integration sozialarbeiterischer Methoden in das Case Management
  • Empirische quantitative Auswertung der Anwendungspraxis durch Case ManagerInnen

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Case Management als Konzept (Vgl. z.B.: Galuske 2011, 198-206) wird und wurde in den letzten Jahren sehr stark, und kontroversiell, diskutiert. Ausgegangen soll dabei von der These Neuffers werden, der meint, dass das Case Management vor allem die Planung, Koordination und Fallbegleitung, also die Managementebene, im Auge hat, und diese forciert, während sich die Beziehungsfrage nicht stellt (Neuffer 2013, 9). Neuffer geht in seiner Analyse noch weiter und meint, dass in den meisten Konzepten des Case Managements ein entscheidendes, methodisches, Element fehlt (Neuffer 2013, 11). Er empfiehlt deshalb eine Verquickung und Integration von verschiedenen Methoden, Techniken, und Vorgangsweisen (Neuffer 2013, 11). Im Speziellen nennt er die systemische Beratung, die lebensweltorientierte Beratung, die netzwerkorientierten Ansätze und die sozialraumorientierten Interventionen (Neuffer 2013, 11). Trube meint zu dieser Thematik, dass die Integration von Case Management in entsprechende theoretische Konzepte, und damit seine Konturierung als Handlungskonzept der Sozialen Arbeit, im Sinne eines integrativen Methodenverständnisses, unterentwickelt ist. Er konstatiert einen Weiterentwicklungsbedarf in Bezug auf eine sozialarbeiterische Konturierung (Trube 2004, 10). Galuske (Galuske 2011, 199). meint, dass Case ManagerInnen sich nicht mehr in die Beziehungsarbeit vertiefen, sich dafür mehr um die lokalen, ökonomischen, politischen und kulturellen Bezüge des KlientInnen kümmern, also eine Akzentverschiebung weg von der psychosozialen Beziehungsarbeit geschieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema Case Management, Problemstellung bezüglich der Beziehungsarbeit und Formulierung der Forschungsfrage.

2. Case Management in der Fachliteratur: Theoretische Auseinandersetzung mit den Grundannahmen, der Geschichte und der methodischen Kritik am Case Management.

3 Quantitative Auswertung: Beschreibung des Forschungsdesigns und Analyse der erhobenen Daten von PraktikerInnen bezüglich angewandter Methoden.

4. Handlungsanleitung: Synthese der theoretischen und empirischen Erkenntnisse mit Empfehlungen für die praktische Anwendung.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Case Management, Soziale Arbeit, Methodenkanon, Beziehungsarbeit, Systemebene, Fallebene, Empowerment, Systemische Beratung, Lebensweltorientierung, quantitative Auswertung, Sozialraumorientierung, Prozesssteuerung, Methodenpluralismus, Fallsteuerung, Theorie-Praxis-Transfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Case Management als methodisches Konzept der Sozialen Arbeit, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen managerialer Fallsteuerung und der Gestaltung der persönlichen Beziehungsarbeit mit KlientInnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Konturierung von Case Management, die Integration verschiedener sozialarbeiterischer Methoden, die Anwendung in der Praxis sowie die kritische Reflexion des Methodenpluralismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, welches methodische Element dem Case Management in der Praxis fehlt und wie dieses durch die Integration anderer Verfahren (wie etwa systemische Ansätze oder Empowerment) ausgeglichen wird, sowie ob dies den Charakter des Case Managements verändert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche und theoretische Analyse mit einer quantitativen empirischen Studie, für die mittels eines strukturierten Fragebogens Daten von 30 PraktikerInnen erhoben und mittels SPSS ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Case Managements, die Kritik an seiner mangelnden Beziehungsorientierung, die methodische Verschmelzung mit anderen Konzepten sowie die Ergebnisse der quantitativen Erhebung detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Case Management, Soziale Arbeit, Methodenkanon, Beziehungsarbeit, Systemebene, Fallebene, Empowerment, Systemische Beratung, Lebensweltorientierung, Sozialraumorientierung.

Warum ist die Beziehungsarbeit ein zentraler Kritikpunkt am Case Management?

Kritiker wie Neuffer bemängeln, dass Case Management stark auf die Managementebene (Planung, Koordination) fokussiert ist, wodurch die methodische Gestaltung der persönlichen Beziehung zum Klienten oft vernachlässigt oder konzeptionell nicht weiter ausformuliert wird.

Wie lösen PraktikerInnen laut der Studie das methodische Defizit?

Die Studie zeigt, dass PraktikerInnen in der Fallebene "Methodenlücken" durch die Integration bewährter sozialarbeiterischer Methoden wie Empowerment, systemische Ansätze oder Einzelfallhilfe auffüllen, was zu einem Methodenpluralismus in der Anwendung führt.

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Details

Title
Case Management und die "stillen Helfer". Die Gestaltung der persönlichen Beziehung
College
Donau-Universität Krems  (Department für Gesundheitswissenschaften und Biomedizin)
Grade
1
Author
Daniel Neubauer (Author)
Publication Year
2014
Pages
66
Catalog Number
V278958
ISBN (eBook)
9783656720805
ISBN (Book)
9783656723080
Language
German
Tags
Case Management Soziale Arbeit Quantitative Methoden Theorie Methode Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Neubauer (Author), 2014, Case Management und die "stillen Helfer". Die Gestaltung der persönlichen Beziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/278958
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