Im Rahmen dieser Arbeit werden verschiedene Bereiche der Persönlichkeitspsychologie aufgegriffen, beschrieben und kritisch betrachtet. Die Persönlichkeitspsychologie beschäftigt sich mit den Unterschieden von Menschen und wird daher auch als „differentielle Psychologie“ bezeichnet. Eine Definition von dem Begriff Persönlichkeitspsychologie geht auf Asendorpf zurück. Er definiert diese als „die empirische Wissenschaft von den überdauernden, nichtpathologischen, verhaltensrelevanten individuellen Besonderheiten des Menschen“ (Asendorpf 2007, S.10). Nach Gerrig und Zimbardo (2008, S.504) bedeutet der Begriff Persönlichkeit „eine komplexe Menge von einzigartigen psychischen Eigenschaften, welche die für ein Individuum charakteristischen Verhaltensmuster in vielen Situationen und über einen längeren Zeitraum hinweg beeinflussen.“
In der Arbeit wird deshalb auf Persönlichkeitstheorien (2), Person und Situation (3), Frauen und Männer (4), Stress und Gesundheit (5), Kultur und Ethnizität (6) sowie Liebe und Hass (7) näher eingegangen.
Übersicht der Inhalte
1. Einleitung
2. Persönlichkeitstheorien
2.1. Persönlichkeitstheorien: Überblick und Begriffsklärung
2.2. Humanistische Persönlichkeitstheorie nach Maslow
2.3. Persönlichkeitstheorie als Eigenschaftstheorie („Big Five“)
2.4. Vergleich der beiden Persönlichkeitstheorien
3. Person und Situation
4. Frauen und Männer
4.1. Gender: Einleitung und Begriffsklärung
4.2. Geschlechtsunterschiede nach biologisch/evolutionärem Ansatz
4.3. Geschlechtsunterschiede nach behavioristischem Ansatz: Soziales Lernen
4.4. Geschlechtsunterschiede nach psychoanalytischem Ansatz
4.5. Kritische Betrachtung der drei Ansätze
5. Stress und Gesundheit
5.1. Persönlichkeitsstörungen: Einleitung und Begriffsklärung
5.2. Übersicht von Persönlichkeitsstörungen und ihrer wesentlichen Merkmale
5.3. Paranoide Persönlichkeitsstörung
5.4. Schizoide Persönlichkeitsstörung
5.5. Antisoziale (Dissoziale) Persönlichkeitsstörung
5.6. Narzistische Persönlichkeitsstörung
5.7. Borderline Persönlichkeitsstörung
6. Kultur und Ethnizität
6.1. Einleitung und Begriffsdefinitionen
6.2. Überbau-Basis Modell (Marx)
6.3. Wirklicher Mensch vs. Wahrer Mensch (Marx)
7. Liebe und Hass
8. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Studienarbeit gibt einen Überblick über zentrale Konzepte der Persönlichkeitspsychologie, indem sie verschiedene theoretische Ansätze vergleicht und deren praktische Relevanz in unterschiedlichen Lebensbereichen wie zwischenmenschlichen Beziehungen, Gesundheit und kulturellen Kontexten untersucht.
- Grundlagen und Vergleich verschiedener Persönlichkeitstheorien (Maslow vs. Big Five)
- Analyse von Geschlechtsunterschieden und deren Ursprünge
- Klassifikation und Merkmale verschiedener Persönlichkeitsstörungen
- Einfluss von Kultur und ökonomischen Faktoren auf die Persönlichkeitsentwicklung
- Psychologische Aspekte von Liebe und Partnerwahl
Auszug aus dem Buch
2.2. Humanistische Persönlichkeitstheorie nach Maslow
Nach Bühler und Allen (1974, S.7) ist die zentrale These der humanistischen Psychologie, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Die humanistische Psychologie will die Sinnhaftigkeit des Lebens erklären und versucht herauszufinden, wie es zur Auswahl und zur Intensität menschlichen Verhaltens kommt. Das Selbst ist der innerste Kern der Persönlichkeit. Der Mensch wird beschrieben „als ein sich selbstverwirklichendes sinnorientiertes Individuum“ (Klug 2012). „Die wesentliche Eigenschaft aller humanistischen Theorien ist die Betonung des Strebens nach Selbstverwirklichung (Selbstaktualisierung)“ (Gerrig & Zimbardo 2008, S. 522). Eine wichtige, nennenswerte Theorie in der humanistischen Psychologie ist die Bedürfnishierarchie nach Abraham Maslow (siehe Fehler! Ungültiger Eigenverweis auf Textmarke.Abb. 2).
Die Pyramide zeigt die fünf Bedürfnisse auf, welche in Defizit- und Wachstumsbedürfnisse unterteilt werden können. Die Defizitmotive entspringen einem Zustand des Mangels und stellen die ersten vier Stufen der Bedürfnishierarchie dar. Physiologische Bedürfnisse meinen das Bedürfnis nach Hunger, Durst oder Sexualität. Danach kommen die Sicherheitsbedürfnisse, also der Wunsch nach Beständigkeit, Schutz und Angstfreiheit. Die dritte Stufe der Pyramide beschreibt die sozialen Bedürfnisse, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Liebe. Wertschätzungsbedürfnisse stellen das Bedürfnis nach Achtung, Respekt und Anerkennung dar. Die oberste Stufe der Pyramide, das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung ist ein Wachstumsmotiv und steht für das ständige Streben nach persönlichem Vorwärtskommen und der Entfaltung der inneren guten Kraft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hier wird die Persönlichkeitspsychologie definiert und der thematische Rahmen der Arbeit abgesteckt.
2. Persönlichkeitstheorien: Dieses Kapitel stellt die humanistische Theorie nach Maslow sowie die Eigenschaftstheorie (Big Five) gegenüber und vergleicht ihre Ansätze.
3. Person und Situation: Dieser Abschnitt thematisiert die Situationsabhängigkeit des Verhaltens und stellt das Circumplex-Modell zur Beschreibung interpersonaler Stile vor.
4. Frauen und Männer: Hier werden psychologische Ansätze zur Erklärung geschlechtsspezifischer Persönlichkeitsunterschiede kritisch diskutiert.
5. Stress und Gesundheit: Das Kapitel bietet eine Übersicht zu verschiedenen Persönlichkeitsstörungen und deren klinischen Merkmalen.
6. Kultur und Ethnizität: Es wird untersucht, welchen Einfluss Kultureinflüsse und ökonomische Strukturen (basierend auf Marx) auf die Persönlichkeitsentwicklung haben.
7. Liebe und Hass: Dieser Teil beleuchtet evolutionspsychologische Aspekte der Partnerwahl und die Stabilität von Beziehungen.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Theorien zusammen und betont die multifaktorielle Prägung der menschlichen Persönlichkeit.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Persönlichkeitstheorien, Maslow, Big Five, Eigenschaftstheorie, Geschlechtsunterschiede, Persönlichkeitsstörungen, Circumplex-Modell, Kultur, Ethnizität, Marxismus, Liebe, Partnerwahl, Differenzielle Psychologie, Verhaltensmuster.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundzügen der Persönlichkeitspsychologie und beleuchtet, wie menschliche Persönlichkeit wissenschaftlich definiert, beschrieben und durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen zählen Persönlichkeitstheorien, geschlechtsspezifische Unterschiede, Persönlichkeitsstörungen, der Einfluss von Kultur und sozialen Bedingungen sowie psychologische Aspekte der Liebe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist ein wissenschaftlicher Überblick über verschiedene Ansätze zur Persönlichkeit sowie die Analyse der Wechselwirkungen zwischen individuellen Eigenschaften und externen Einflüssen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, den Vergleich psychologischer Erklärungsmodelle (z. B. Humanismus vs. Eigenschaftstheorie) sowie die Einbeziehung empirischer Studien, etwa zur Partnerwahl.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Modelle, die Analyse von Geschlechtsrollen, eine medizinische Klassifikation von Störungsbildern und die marxistische Perspektive auf Entfremdung und Kultur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Persönlichkeitstheorien, Big Five, Maslowsche Bedürfnishierarchie, Gender, Persönlichkeitsstörungen und der sozioökonomische Status.
Wie werden Persönlichkeitsstörungen in der Arbeit klassifiziert?
Die Arbeit stützt sich auf das DSM-IV-System, welches Persönlichkeitsstörungen deskriptiv in vier Hauptgruppen (A bis D) einteilt.
Welchen Einfluss hat der marxistische Ansatz auf das Thema?
Der Marxismus dient zur Erklärung, wie ökonomische Bedingungen (Basis) und gesellschaftliche Strukturen (Überbau) das Bewusstsein und somit die Entwicklung des Menschen beeinflussen.
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- Kristin Huckenbeck (Author), 2013, Grundzüge der Persönlichkeitspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279007