Inhaltsverzeichnis
- Die Inszenierung von Schrift in Reinhard Jirgls Roman »>Die Unvollendeten<<
- 1) Die Performativität von nicht verkörperten Texten
- 2) Die Inszenierung von Schrift in »Die Unvollendeten«
- 3) Die Grenzen der mimetischen Gestaltung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay analysiert die Inszenierung von Schrift in Reinhard Jirgls Roman »Die Unvollendeten« und untersucht, inwiefern typographische Eigenheiten und Orthographie zur strukturellen Performativität des Textes beitragen. Der Fokus liegt auf der Frage, ob die eigenwillige Verwendung von Schrift sinnstiftend ist und ob sie eine bestimmte Poetologie erfordert.
- Performativität von Texten
- Strukturelle und funktionale Performativität
- Typographische Eigenheiten und Orthographie
- Mimetische Gestaltung von Schrift
- Poetische Funktion von Normabweichungen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Performativität von Texten und die Rolle von typographischen Eigenheiten und Orthographie in der strukturellen Performativität. Es wird die Unterscheidung zwischen struktureller und funktionaler Performativität erläutert und die Bedeutung von Normabweichungen in der modernen Literatur hervorgehoben.
Das zweite Kapitel analysiert die Inszenierung von Schrift in Reinhard Jirgls Roman »Die Unvollendeten«. Es werden verschiedene Beispiele von Normabweichungen untersucht, wie z.B. die Verwendung des Et-Zeichens, die Abkürzung von Wörtern, die Neuschöpfung von Wörtern und die Verwendung von Lautschrift. Es wird gezeigt, wie diese Abweichungen den Inhalt des Geschriebenen verstärken und eine bestimmte Lesart des Textes nahe legen.
Das dritte Kapitel diskutiert die Grenzen der mimetischen Gestaltung von Schrift und die Frage, ob die Schreibmanier Jirgls derart sinnstiftend sein kann, dass sie die Holprigkeit im Lesefluss aufwiegt. Es wird die Möglichkeit erörtert, den Sinnüberschuss statt auf der graphischen Ebene vielmehr poetisch in den Text hinein zu weben.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Performativität von Texten, die Inszenierung von Schrift, typographische Eigenheiten, Orthographie, Normabweichungen, mimetische Gestaltung, Poetologie, Reinhard Jirgl, »Die Unvollendeten«.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an der Schrift in Jirgls Roman?
Reinhard Jirgl nutzt typographische Eigenheiten und radikale Orthographie-Abweichungen als bewusstes Gestaltungsmittel.
Was bedeutet „Performativität von Texten“ in diesem Kontext?
Es beschreibt, wie die visuelle Gestaltung der Schrift den Inhalt des Geschriebenen verstärkt und eine bestimmte Art des Lesens erzwingt.
Welche typographischen Mittel werden analysiert?
Untersucht werden unter anderem die Verwendung des Et-Zeichens (&), Wortabkürzungen, Neuschöpfungen und Lautschrift.
Ist die eigenwillige Schreibweise Jirgls sinnstiftend?
Die Arbeit diskutiert, ob der Sinnüberschuss auf graphischer Ebene die Holprigkeit im Lesefluss rechtfertigt und zur Poetologie des Werks beiträgt.
Was ist mimetische Gestaltung von Schrift?
Die Verschränkung von Form und Inhalt, bei der das Schriftbild die im Text beschriebenen Zustände oder Laute visuell nachahmt.
Welches Werk steht im Zentrum der Analyse?
Der Roman „Die Unvollendeten“ von Reinhard Jirgl.
- Citation du texte
- Kristin Maria Steenbock (Auteur), 2012, Die Inszenierung von Schrift in Reinhard Jirgls Roman »Die Unvollendeten«, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279058