Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Region: Western Europe

Devolution in Schottland

Title: Devolution in Schottland

Seminar Paper , 2003 , 7 Pages , Grade: 1

Autor:in: Johannes Hünig (Author)

Politics - Region: Western Europe
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

E i n l e i t u n g

Die Einrichtung des Edinburgher Parlaments im Juli 1999 gilt als das bedeutendste politische Ereignis in Schottland seit der staatlichen Vereinigung mit England im Jahre 1707. Mit der Wiedereinrichtung des Abgeordnetenhauses – vor 1707 hatte es ein solches in Edinburgh bereits gegeben – fand eine „Devolution“ von London nach Edinburgh statt. Devolution – dieser Begriff drückt die Verlagerung von Regierungsgewalt von einer Zentralregierung zurück in die Region aus.1 Im Falle Schottlands ist dies im Laufe der letzten Jahre in hohem Maße geschehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die staatliche Entwicklung Schottlands in der Neuzeit

3. Forderungen nach Autonomie

4. Die Volksabstimmung von 1997: Schottland wird teilautonom

5. Fazit - Auswirkungen der Devolution auf den schottischen Nationalismus

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der politischen Devolution in Schottland, insbesondere die Einrichtung des schottischen Parlaments und dessen Auswirkungen auf das nationale Selbstbestimmungsstreben innerhalb des Vereinigten Königreichs.

  • Historische Entwicklung der schottisch-englischen Unionsbeziehung seit 1707.
  • Analyse der politischen Forderungen nach Autonomie im 20. Jahrhundert.
  • Untersuchung des Referendumsprozesses und der Etablierung des schottischen Parlaments 1999.
  • Bewertung des Einflusses der Teilautonomie auf den Erfolg der Scottish National Party (SNP).

Auszug aus dem Buch

3. Forderungen nach Autonomie

Aus den oben genannten Gründen konnte für die Schotten wohl kaum der Eindruck entstehen, gleichberechtigter Teil einer Union mit England zu sein. Darüber hinaus inspiriert von den Bestrebungen der Iren, ein „Irish home rule“ zu erlangen, wuchs im 19. Jahrhundert der Wunsch nach vermehrter Autonomie, einerseits um der staatlichen Eigenständigkeit Schottlands Ausdruck zu verleihen, andererseits um sicherzustellen, dass Schottland spezifische Umstände in der Politik stärker berücksichtigt werden.5

Aufgrund dieser Forderungen wurde 1885 ein Schottland-Ministerium („Secretary of Scotland“) eingerichtet, um die Interessen Schottlands innerhalb der Zentralregierung zu vertreten. Dieses Ministerium war jedoch Teil des zentralistischen Regierungsapparats; sein Sitz wurde erst im Jahre 1939 von London nach Edinburgh verlagert.6

Trotz dieses Zugeständnisses wuchs im 20. Jahrhundert, besonders in den späten 60er Jahren, der Wunsch nach weitergehender Selbstverwaltung. Ein neues Argument war die Entdeckung von Ölvorkommen in der Nordsee vor Aberdeen, die ein unabhängiges Schottland möglicherweise wirtschaftlich überlebensfähig gemacht hätten.

Mitte der 70er Jahre war der Wunsch nach schottischer Selbstverwaltung so stark geworden, dass die damalige Londoner Labour-Regierung dem politischen Druck nachgab und 1978 den „Scotland Act“ beschloss, der eine Volksabstimmung über die Errichtung eines schottischen Parlaments vorsah. Dieses sollte gewisse administrative und legislative Aufgaben übernehmen, war in seinen Möglichkeiten aber insgesamt stark eingeschränkt.7

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Einrichtung des Edinburgher Parlaments 1999 als historisches Ereignis und definiert den Begriff der Devolution als Verlagerung von Regierungsgewalt.

2. Die staatliche Entwicklung Schottlands in der Neuzeit: Hier wird die historische Union von 1707 und die daraus resultierende administrative sowie legislative Struktur für Schottland innerhalb des Vereinigten Königreichs analysiert.

3. Forderungen nach Autonomie: Dieser Abschnitt beschreibt das Aufkommen des Wunsches nach Selbstverwaltung im 19. und 20. Jahrhundert, inklusive der ersten gescheiterten Volksabstimmung 1979.

4. Die Volksabstimmung von 1997: Schottland wird teilautonom: Das Kapitel dokumentiert den erfolgreichen Prozess zur Wiedereinrichtung des Parlaments unter der Labour-Regierung und dessen Kompetenzverteilung.

5. Fazit - Auswirkungen der Devolution auf den schottischen Nationalismus: Abschließend wird kritisch diskutiert, ob die begrenzte Autonomie die Unabhängigkeitsbestrebungen der SNP schwächt oder stärkt.

Schlüsselwörter

Devolution, Schottland, Vereinigtes Königreich, Parlament, Autonomie, SNP, Schottischer Nationalismus, Union, Treaty of Union, Selbstbestimmung, London, Edinburgh, Volksabstimmung, Labour Party, Regionalpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die politische Entwicklung Schottlands hin zur Teilautonomie und die damit verbundenen verfassungsrechtlichen sowie gesellschaftlichen Veränderungen im Rahmen des Vereinigten Königreichs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung der Union, den Prozess der administrativen Dezentralisierung und die Wirksamkeit politischer Partizipation durch ein eigenes Parlament.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Wiedereinrichtung des schottischen Parlaments das Verhältnis zur Zentralregierung verändert hat und welche Konsequenzen dies für die nationalistische Bewegung in Schottland hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die historische Dokumente, Gesetzestexte (Scotland Act) und Wahlergebnisse auswertet, um eine theoretische Einordnung der Devolution vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese der Autonomiebestrebungen, die Analyse der Volksabstimmungen von 1979 und 1997 sowie die Diskussion über den Erfolg der SNP im Kontext eines bestehenden Parlaments.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Devolution, Parlamentarisierung, nationale Identität, Union, Selbstverwaltung und schottischer Nationalismus.

Warum scheiterte die Volksabstimmung im Jahr 1979?

Trotz einer Mehrheit von 52 % der Wähler wurde das Quorum von 40 % aller Wahlberechtigten nicht erreicht, was zur Blockade durch die nachfolgende konservative Regierung führte.

Welche Kompetenzen besitzt das schottische Parlament laut der Arbeit?

Das Parlament ist zuständig für Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft sowie Zivil- und Strafrecht, während Außen- und Verteidigungspolitik weiterhin zentral in London entschieden werden.

Excerpt out of 7 pages  - scroll top

Details

Title
Devolution in Schottland
College
University of Würzburg  (Institut für politische Wissenschaft)
Grade
1
Author
Johannes Hünig (Author)
Publication Year
2003
Pages
7
Catalog Number
V27908
ISBN (eBook)
9783638298254
Language
German
Tags
Devolution Schottland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Hünig (Author), 2003, Devolution in Schottland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27908
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  7  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint