Weltfinanzkrisen. Zunahme der öffentlichen Verschuldung und deren Prävention und Bekämpfung

Retrospektive Kausalanalyse und Alternativenentwicklung am Beispiel der europäischen Finanzkrise


Masterarbeit, 2014
90 Seiten, Note: 1,5
Marc Schwalbe (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen
2.1 Eine Chronik der Weltwirtschaftskrisen
2.2 Das Geldsystem im Überblick
2.2.1 Kurze Geschichte des Geldes
2.2.2 Auswirkungen unseres Geldsystems
2.3 Außenhandel und Globalisierung
2.3.1 Quo vadis – Globalisierung und Freihandel
2.3.2 Exportnation Deutschland

3. Die Europäische Finanzkrise und Alternativen
3.1 Verlauf und Schwerpunktanalyse
3.2 Optimierung des Status Quo
3.2.1 Begrenzung außereuropäischer Einflussnahme
3.2.2 Möglichkeiten der Schuldentilgung
3.2.3 Währungsspezifische Veränderungen
3.2.4 Die Bankbilanz als Krisenindikator
3.2.5 Insolvenzordnung für Staaten
3.2.6 Steuerliche Veränderungen
3.2.7 Bankenunion
3.3 Philosophische Systemkritik
3.3.1 Beitrag der Wirtschaftsphilosophie
3.3.2 Freiwirtschaft nach Silvio Gesell

4. Schluss
4.1 Übersicht der wichtigsten Ergebnisse
4.2 Kritische Reflexion und Ausblick

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Verschuldungszunahme im Zeitstrahl in Milliarden Euro

Abb. 2: Das zinsbasierte Schuldgeldsystem

Abb. 3: Prozess der Geldschöpfung

Abb. 4: Die 5 Konten der VGR Deutschlands

Abb. 5: Außenhandel Deutschlands

Abb. 6: Das Problem der Vielfachkrise

Abb. 7: Die Deutsche Haftung der Euro-Rettungsmaßnahmen

Abb. 8 : Drei Krisenindikatoren

Abb. 9: Europäischer Bankenaufsichtsmechanismus

Abb. 10: Folgen der Geldhortung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Im Sommer 2007 geriet die Finanzwelt in schwere Turbulenzen, die dramatische Folgen nach sich zog. Zunächst sah es so aus, als wäre nur der amerikanische Immobilienmarkt von dieser Krise betroffen. Nach kurzer Zeit breitete sich die Krise über die gesamte Weltwirtschaft aus. Diese Krise brachte zahlreiche amerikanische und europäische Finanzinstitute in Schwierigkeiten. Die Situation führte sogar zum Eingreifen der Notenbanken, welche das Ziel verfolgen, die internationalen Finanzmärkte aufrecht zu erhalten. Durch den (damals stetig ansteigenden) Boom auf dem amerikanischen Immobilienmarkt konnten zahlreiche riskante Finanzierungsinstrumente immer weiter entwickelt werden. Somit gelang es den Finanzinstituten diverse Kredite auf den Markt zu bringen, auch die für einkommensschwache Kreditnehmer. Die Finanzkrise entstand nach herrschender Meinung, durch das Anwachsen mehrerer Blasen in verschiedenen Bereichen. Der Vorreiter war die Immobilienblase. Diese daraus entstandene, heutige Finanzkrise, ist von Experten schon viel früher erkannt worden und sie haben die verantwortlichen Banken und andere Geldgeber dezidiert darauf hingewiesen. Die aktuelle Finanzkrise wäre in ihren Auswirkungen reduzierbar, vielleicht sogar zu verhindern gewesen, wenn sich die Verantwortlichen der Problematik, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen, gestellt hätten. Ohne Zweifel besitzt die globale Finanzkrise eine besondere Qualität. Sie verweist auf den Bedeutungszuwachs der internationalen Finanzmärkte und führt der Weltöffentlichkeit in dramatischer Weise vor Augen, in welchem Ausmaß die Reproduktionsfähigkeit moderner Gesellschaften von abstrakten Finanzmarkttransaktionen einer „virtuellen“ Ökonomie abhängt. Die weltweite Finanzkrise machte den politischen und wirtschaftlichen Beobachtern bewusst, dass das Denken in nationalstaatlichen Kategorien eventuell als Anachronismus ad acta gelegt werden sollte. Die globale Vernetzung der Finanzmärkte lässt den Ort, von dem aus etwas kommuniziert wird, in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Der globale Handel mit komplexen Finanzprodukten und die enge Verflechtung internationaler Kapitalströme sorgen heute dafür, dass sich zunächst örtlich begrenzte Krisen rasch über den gesamten Globus ausbreiten können.

Finanzkrise, Weltwirtschaftskrise, Vertrauenskrise, Liquiditätskrise, Legitimationskrise, Bankenkrise, Staatschuldenkrise, Eurokrise. Dies sind einige Schlagworte, die seit spätestens 2008 tagtäglich omnipräsent in der globalen und insbesondere deutschen Medienlandschaft kursieren. Doch auch der Begriff „Demokratiekrise“ muss ganz eindeutig und offen genannt und diskutiert werden dürfen. Auch wenn diese Bezeichnung auf den ersten Blick abschreckend klingen mag und seitens der Medien und Politiker eher vermieden wird, sollte man sich diese Frage inzwischen ruhig stellen dürfen. Von der europäischen Kommission genehmigte Staatshilfen an Banken (rund 4,5 Billionen Euro), welche gut 37% des gesamten europäischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprechen,[1] dürften zum diesbezüglichen Nachdenken Anlass genug sein. Insbesondere deshalb, weil vielerorts anerkannte Fachleute die demokratische Legitimation der europäischen Kommission bzw. der EU als Ganzes in Frage stellen.[2] Der Vertrag von Maastricht, welcher den Euro-Staaten Schuldengrenzen vorschreibt, ist bislang 68 Mal gebrochen worden - auch von Deutschland (erstmals 2002) und von Frankreich.[3] Das Vertragstreueprinzip pacta sunt servanda scheint ausgehebelt worden zu sein und immer wieder aufs Neue vernachlässigt zu werden, sobald es opportun erscheint.

Eine der aktuell wichtigsten Fragen ist, inwieweit der im Sommer 2012 von der EZB in Aussicht gestellte unbegrenzte Kauf von Staatsanleihen aus Krisenländern der Euro-Zone mit EU-Recht vereinbar ist. Das Bundesverfassungsgericht hatte hierzu Anfang 2014 zu entscheiden. Sie befanden, dass diese Vorgehensweise dem Verbot einer staatlichen Haushaltsfinanzierung gleicht und gaben die Entscheidung deshalb an den Europäischen Gerichtshof weiter, was ein Novum in der Geschichte des Verfassungsgerichts darstellt.[4]

Als positiv sind grundsätzlich die Basel III-Vorschriften zu werten, welche die Bankenregulierung betreffen und die Finanzkrise und deren Schwachpunkte berücksichtigt. Die Reformen setzen bei der Eigenkapitalbasis und auch bei den Liquiditätsvorschriften der Banken an.

Die Politik und die Gesellschaft haben seit gut 6 Jahren immer wieder neue Informationen zu diesem Thema aufzunehmen und zu verarbeiten. Wirtschaftswissenschaftler und Politiker sind sich teilweise uneins über die Kausalitätskette der sogenannten Krise und postulieren konträr zueinander verhaltende Bewältigungsstrategien. Wirtschaftliche Sachzwänge bestimmen weite Bereiche unseres individuellen und gesellschaftlichen Lebens und setzen den Rahmen für die Gestaltungsmöglichkeiten der Politik. Alles was sich „rechnet“, hat in der sozialen Marktwirtschaft die Chance, realisiert zu werden. Und dies umso eher, je größer die davon zu erwartenden Gewinne sind. Was dagegen Verluste bringt oder diese befürchten lässt, ist auf private oder öffentliche Unterstützung angewiesen und hat es ungleich viel schwerer, insbesondere in Zeiten, in denen die öffentlichen Mittel knapp geworden sind. Sogar die Chancen politischer Parteien bei demokratischen Wahlen hängen wesentlich davon ab, inwieweit ihnen die Wähler wirtschaftliche Kompetenzen zutrauen. Da gibt es zum Beispiel auf der einen Seite die Eurokritiker bzw. -gegner und auf der anderen Seite die Eurobefürworter. Ob die Währung die europäische Krise verschärft, soll an späterer Stelle geklärt werden. Möglich ist es auch, dass etwas Grundlegendes in unserem Wirtschaftssystem an der Misere schuld ist. Was das sein könnte, und wie man dies eventuell verändert, wird die Hauptfrage sein, mit der sich diese Masterarbeit beschäftigt. Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung und Schaffung des Geldes zu erläutern, die europäische Finanzkrise zu beleuchten und dabei auch vor der skeptischen Hinterfragung selbstverständlicher und grundlegender Sachverhalte wie zum Beispiel dem derzeitigen zinsbasierten Geldsystem nicht Halt zu machen. Denn schon der amerikanische Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn stellte fest, dass alle Wissenschaften auf Paradigmen aufbauen.[5] Die Frage, inwieweit es sich bei Weltwirtschaftskrisen und der ubiquitären Schuldenproblematik um ein bedeutendes Thema innerhalb der Sozialwissenschaften handelt, soll im Folgenden beantwortet werden. In den Sozialwissenschaften herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass die internationalen Finanzbeziehungen im Zuge von Globalisierungsprozessen, die bis heute durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien weiter vorangetrieben werden, einen qualitativen Strukturwandel durchlaufen haben, der die Realwirtschaft, die Gesellschaft und die Politik vor neue Herausforderungen stellt.

Beginnend mit einem Grundlagenteil, in dem der Verlauf der bisherigen Weltwirtschaftskrisen aufgezeigt wird und eine kurze Geschichte des Geldes stattfindet, werden zudem die Auswirkungen unseres Geldsystems analysiert sowie die Zukunft des Außenhandels und der Globalisierung näher beleuchtet.

Der Hauptteil besteht aus Analysen, die sich auf die Europäische Finanzkrise zu konzentrieren versuchen. Dabei wird eine Übersicht über den Verlauf und die Schwerpunkte der Europäischen Finanzkrise erarbeitet und anschließend der Fokus auf eine Optimierung des momentanen Wirtschaftszustandes gelegt. Es werden mehrere Alternativen postuliert, die zu einer Verbesserung der jetzigen und auch zukünftigen Situationen beitragen könnten.

Auch soll sich aufgrund der historischen Entwicklung der Wirtschaftswissenschaft und deren Abspaltung aus der Philosophie ein gesondertes Unterkapitel mit der Thematik befassen, inwiefern die Philosophie einen Einfluss und einen möglichen Zugewinn für die momentane Lage haben kann. Maxime der Philosophie ist es, skeptisch zu sein und alles hinterfragen zu dürfen. Die Shareholder-Value- Doktrin ist zum Beispiel ein Konzept, welches kritisch hinterfragt werden sollte und bei dem man das Für und Wider gegeneinander abwägen muss. Auf den ersten Blick scheint es einleuchtend, dass eine reine Fokussierung auf Shareholder -Interessen nicht förderlich für die wirtschaftliche Gesamtsituation ist und dadurch eher partielle Interessen befriedigt werden.

Den Schluss bildet eine Zusammenfassung der wichtigsten (erarbeiteten) Ergebnisse und die kritische Reflexion mit diesen. Zudem soll ein Ausblick beschrieben werden, dessen Anspruch die Beschreibung der zukünftigen Entwicklung der ausgearbeiteten Thematik ist.

Sofern beim Verfassen und Ausarbeiten der Ist-Situation in der Thesis Verbesserungsmöglichkeiten gesehen werden, sollen diese in Alternativen ausgedrückt und ausgearbeitet werden. Die Ausarbeitung wird literaturorientiert vollzogen und sich durch ein normatives Vorgehen auszeichnen, weil mögliche Lösungsansätze präsentiert werden sollen.

2 Grundlagen

2.1 Eine Chronik der Weltwirtschaftskrisen

Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“[6]

Bereits 1857 kam es zur ersten von bisher vier Weltwirtschaftskrisen. Armut, Arbeitslosigkeit und Pleite trafen die Bevölkerung schwer. Banken in den USA mussten geschlossen werden, in Großbritannien mehrere Handelshäuser Konkurs anmelden. Nach einem halben Jahrhundert Industrialisierung merkten die Menschen, welche Interdependenzen zwischen den Kontinenten herrschten. Bis nach Chile, Indonesien und Indien waren die Auswirkungen der Krise zu spüren.[7] Ganz besonders hart traf es Hamburgs Kaufleute, da sich in den Speichern des Hafens unverkäuflich gewordene Handelswaren wie beispielsweise Kaffee, Zucker und Getreide im Wert von 500 Millionen Mark befanden.

Ihren Anfang nahm die Krise in Russland. 1856 kehrten die russischen Bauern auf den europäischen Markt zurück, als der Krimkrieg ein Ende fand. Somit konnte die amerikanischen Farmer ihr Weizen, welches sie von 1853 bis 1856 an Europa geliefert hatten, nicht mehr absetzen. Sie blieben schlichtweg auf ihrer Ernte sitzen und der Preis brach infolgedessen ein. Auslöser der Krise war der Konkurs der Ohio Life and Trust Company, welche sich beim Handel mit Anleihen für zweifelhafte Eisenbahnprojekte verspekuliert hatte.

1876 breitet sich eine Weltwirtschaftskrise zum zweiten Mal beachtlich schnell über den Globus aus. Über Budapest, Wien und Philadelphia hat sie Deutschland erreicht. Die Aktienkurse fielen in nur kurzer Zeit um 44 Prozent im Durchschnitt. Über 18.000 Unternehmen in den USA müssen Konkurs anmelden und insbesondere der Eisenbahnbau geriet ins Stocken, der das Rückgrat der Industrialisierung bildete. Als Grund für die Krise lassen sich zwei Brandherde ausmachen. Der Aufschwung in den USA, welcher durch das Ende des Bürgerkrieges ausgelöst worden ist, geht zu Ende. Auf der anderen Seite haben unter anderem die französischen Reparationszahlungen nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 Börsenspekulationen angeheizt, bis 1873 diese Spekulationsblase platzt.

Der 25. Oktober 1929, auch “schwarzer Freitag“ genannt, gilt als der Tag, an dem die bekannteste Weltwirtschaftskrise offiziell begann. Die Preise an der New Yorker Börse fielen auf einen Schlag um 13% und viele Spekulanten verloren ihr Vermögen. Die Depression währte vier Jahre lang und der Dow Jones verlor ca. 90% seines ursprünglichen Wertes. Der Grund für den Zusammenbruch der Weltwirtschaft war aber schon vor 1929 zu verorten. Durch die Sättigung des Marktes nach amerikanischen Konsumgütern geriet die Welt in eine Schieflage. Die USA waren in den zwanziger Jahren weltweit der größte Exporteur sowie auch der größte Gläubiger. Das führte zu einer zunehmenden wirtschaftlichen Verschlechterung. Die amerikanische Industrieproduktion halbierte sich und das Volumen des Welthandels nahm um ca. zwei Drittel ab. 1931 kollabierte schließlich das Bankensystem, was auch die neu geschaffene amerikanische Zentralbank nicht verhindern konnte. Ein großer Verlierer dieser Situation war die Weimarer Republik. Aufgrund der zu leistenden Reparationszahlungen aus dem Versailler Vertrag, welche hauptsächlich durch amerikanische Anleihen finanziert wurden, verschlimmerte sich die Lage enorm.[8] Jemand der damals Kritik an der Ausgestaltung der Reparationszahlungen hervorbrachte war kein geringerer als John Maynard Keynes. Ihm war die Gefahr eines Zweiten Weltkrieges bewusst und wollte dies mit allen Mitteln verhindern. Doch er fand kaum Gehör.[9]

Was folgte, waren Lohnsenkungen, Sozialabbau, Deflation, Arbeitslosigkeit und infolgedessen ein Erstarken der Nationalsozialisten.

Die letzte Weltwirtschaftskrise begann offiziell 2008. Erste Anzeichen einer globalen Krise hatten ihren Ursprung in den USA. Die Gewinne der Banken und Unternehmen sprudelten und der Wohlstand des Staates wurde durch neue Schulden finanziert. Bereits Mitte 2007 platzte in den USA die Immobilienblase, Hypothekenfinanzierer meldeten Insolvenz an, Banken mussten Milliardenverluste abschreiben und Hedgefonds kollabierten. Am 15. September 2008 musste die Investmentbank Lehman Brothers Konkurs anmelden und aus der Finanzkrise wurde eine Wirtschaftskrise. Misstrauen lähmte den Kreditmarkt, da sich die Banken untereinander kein Geld mehr leihen wollten und eine weltweite Rezession war nicht mehr zu verhindern. Diese Krise legte die enormen Fehlentwicklungen des globalisierten Kapitalismus offen. Ein gigantisches Haushaltsdefizit der USA, die Überproduktion der Autoindustrie und die deutsche Exportabhängigkeit. Weltweit schlossen sich die Industriestaaten zusammen und steckten mindestens 5 Billionen Dollar in Konjunkturprogramme sowie in Finanzhilfen für Entwicklungsländer. Zudem wurden Banken verstaatlicht (z.B. die Commerzbank in Deutschland).[10] Von 2000 bis 2007, also vor der Wirtschaftskrise, verzeichneten die Unternehmen in Deutschland einen Zuwachs der jährlichen Gewinne von 197 Mrd. Euro, wovon sie 84 Mrd. Euro für private Zwecke ihrer Eigentümer ausgeschüttet haben. Der Rest i.H.v. 113 Mrd. Euro blieb in den Unternehmen, wurde also thesauriert.[11]

Die kurze Übersicht über die bisherigen Weltwirtschaftskrisen macht deutlich, dass alle eines gemeinsam haben. Ihre Kausalität liegt in irgendeiner Form von Spekulation und der Annahme, dass eine Aktienhausse zu erwarten ist. Um Spekulationen einzudämmen, wurde 2009 die Kapitalertragssteuer eingeführt. Dabei werden auf private Veräußerungsgewinne 25% Steuern erhoben zzgl. Zuschlagssteuern[12] (Mit der Abgeltungssteuer, die 2009 eingeführt wurde, werden Dividenden, Zinsen und Kursgewinne mit 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag in Höhe von 5 Prozent versteuert. Diese Veräußerungsgewinne stellen nichts anderes als zusätzliches Einkommen dar, daher werden sie auch Residualeinkommen[13] genannt. Bezeichnender Weise werden diese Einkommen aber nur mit 25% besteuert, was nach Ansicht des Verfassers einen deutlichen Vorteil gegenüber dem durch Arbeitnehmer erwirtschafteten Einkommen darstellt. Dieses wird nämlich, je nach Höhe, in der Progression mit bis zu 45% besteuert. Somit findet hier eine Besserstellung derer statt, die es sich leisten können (finanziell und intellektuell) mit den richtigen Schachzügen enorme Gewinne zu generieren.

2.2 Das Geldsystem im Überblick

2.2.1 Kurze Geschichte des Geldes

Geld gab es früher nicht in der Form, wie wir es heute nutzen.

Zahlt man heute bequem mit Geld- oder Kreditkarten, mussten die Menschen damals ganze Säcke voller Muscheln, Getreide oder anderer Tauschmittel mit sich herumtragen, um einkaufen zu gehen. Das sogenannte Warengeld gab es in Form von Naturgegenständen oder Schmuck, teilweise wurde auch mit Nutztieren gezahlt. Die ersten Münzen wurden im 7. Jhd. v. Chr. von den Lydern hergestellt. Im Mittelalter wurde das Geld nach Gewicht abgemessen: Münzen, Silber und Gold wurden von Käufer und Verkäufer abgewogen und im Wert geschätzt. Problematisch hierbei war, dass man ständig eine Waage mit sich tragen musste.

Papiergeld entstand im 11. Jahrhundert in China und sollte das Münzgeld ersetzen. Zunächst stellte es eine Aufforderung dar, den Wert des gekauften Gegenstandes später in Form von Münzen zu ersetzen. Es war also nicht als Stellvertreter für Münzgeld gedacht. Das erste Papiergeld in Europa wurde 1483 ausgegeben, die Bank von Amsterdam begann 1609 mit dem Druck. Weitere Etappen in Europa waren zum Beispiel die sächsischen und preußischen Staatspapier- und Tresorscheine des 18. Jahrhunderts sowie die Assignaten der französischen Revolutionszeit. In Deutschland wurde das Papiergeld neben dem Münzgeld ab dem 19. Jahrhundert akzeptiert.[14]

Der Schotte John Law erfand Anfang des 18. Jahrhunderts ein System, das das Vertrauen in das eigentlich wertlose Stück Papier stärkte. Er ließ auf dem Schein vermerken, dass man das Papiergeld jederzeit in Münzen umtauschen konnte. Allerdings mussten hierfür ausreichende Bestände an Kurantmünzen in den Schatzkammern des Herausgebers vorhanden sein und die Forderung wurde meist schriftlich auf der Banknote festgehalten. Papiergeld, welches nicht durch Gold oder Silber gedeckt war, wurde durch Handelswechsel gedeckt. Heutzutage existieren solche Deckungsvorschriften nicht mehr, die Europäische Zentralbank (EZB) sichert sich mit Forderungen gegenüber Kreditinstituten ab. Der Staat „garantiert“ den Wert der ausgegebenen Scheine.[15]

Ein Jahr vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges einigten sich die Notenbankgouverneure der 44 wichtigsten Zentralbanken der Welt in Bretton Woods (New Hampshire) auf eine Fixierung ihrer Wechselkurse, auf jenen mit Gold hinterlegten US-Dollar. Der US-Dollar wurde somit zur (Welt-) Leitwährung. Auch Deutschland schloss sich diesem System von 1944 an, welches mit der Aufgabe der Golddeckung des US-Dollars 1971 endete, u.a. weil der Vietnam-Krieg die USA in eine zu große Schuldenspirale trieb.[16]

Die inflationäre Geldschöpfung war in den USA bis 1973 kein großes öffentliches Thema gewesen, weil sie durch das Bretton-Woods-System die Folgen auf andere Länder abwälzen und daraus sogar noch eigene Vorteile ziehen konnte. In diesem internationalen Währungssystem mit festen Wechselkursen gab es eine Art Zwangsumtausch amerikanischer Dollar in die Währungen anderer Länder (der in der Literatur allerdings nie so genannt wurde), weil die Zentralbanken der anderen Länder sich verpflichtet hatten, am Devisenmarkt „überschwappende“ Dollar zu einem festgelegten Wechselkurs abzuschöpfen und gegen entsprechende nationale Währungen aufzukaufen und in ihre Reservekassen zu nehmen.

Das damalige vergleichsweise niedrige Preisniveau in Deutschland regte die Amerikaner zu verstärkten Käufen deutscher Güter an, wofür erst einmal Dollar von der Deutschen Bundesbank gegen neu geschöpfte D-Mark aufgekauft wurden. Die sogenannte Interventionspflicht der Zentralbanken hatte damit den Charakter von „Überlaufventilen“ für beliebig neu geschöpfte amerikanische Dollar, wobei die USA mit den so eingetauschten nationalen Währungen anderer Länder Zugriff auf deren Sozialprodukt ohne entsprechende ökonomische Gegenleistung hatte. Auf diese Weise wurden die anderen Länder auch indirekt zur Finanzierung des Vietnamkriegs herangezogen.[17]

Trotz des Zusammenbruchs des Bretton-Woods-Systems hält die Federal Reserve Bank, wie andere Zentralbanken auch, bis heute große Bestände an Gold vorrätig, um der Währung wenigstens eine Art „psychologisch wichtige“ Teildeckung zu geben bzw. um einem Währungsverfall, -zusammenbruch mit etwas physisch Wertvollem begegnen zu können. Bis heute stellt Gold eine Art Reservewährung für Krisenzeiten dar, was u.a. gut an der Entwicklung der Schürfkosten und der Preisentwicklung abzulesen ist (während die Produktionskosten für Gold im Jahre 2002 bei rund 250 Euro je Unze lagen, dürften sie im Jahre 2014 bei ca. 1500-1600 US-Dollar pro Unze liegen).[18]

Bezeichnenderweise hat Frankreich seine Goldvorräte schon vor Jahrzehnten von New York nach Frankreich schaffen lassen, weil Staatspräsident General de Gaulle sich nicht damit abfinden konnte, dass seine Goldreserven in fremder Hand waren.

Gerade in Zeiten einer zunehmenden Staatsverschuldung ist es eigenartig, dass Deutschland dies nicht tut. Kein verantwortlicher Politiker oder Notenbanker kam auf die Idee nachzuprüfen, ob das in Zeiten des Wirtschaftswunders angehäufte Goldvermögen noch vorhanden ist respektive ein Transfer des Goldes nach Deutschland angebracht sei.

Bei allen Wirtschaftsunternehmen ist eine körperliche Bestandsaufnahme des Goldvermögens gesetzlich vorgeschrieben.

Welcher Grund wirklich hinter dem Desinteresse Deutschlands an seinen Goldvorräten, welche in der USA lagern, steht, bleibt spekulativ.

1967 soll Dr. Karl Blessing (ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank) den erst viel später veröffentlichten „Blessing-Brief“ verfasst haben, in welchem versichert werde, dass Deutschland seine Dollarreserven nicht in Gold umtauschen und heimbringen werde, solange US-amerikanische Truppen in Deutschland stationiert seien.[19]

Die modernste Form des Bezahlens ist das Bezahlen ohne Bargeld. Erst kam die Kreditkarte, dann das Online-Banking, schließlich das Bezahlen per Mobiltelefon.

Das sogenannte „Buchgeld“ beschreibt den Zahlungsanspruch des Kunden gegenüber der Bank, und ist Grundlage des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Dabei entsteht durch Einzahlung von Papiergeld und Münzen „Sichtguthaben“ auf den Bankkonten. Elektronisches Geld ist die modernste Form des Buchgeldes, hierbei wird eingezahltes Guthaben auf der Geldkarte gespeichert und zur Zahlung verwendet. Dies ist nicht zu verwechseln mit der Kreditkarte, die das Konto des Besitzers mit dem zuvor aufgenommenen Kredit belastet.

In Deutschland wurden 2011-2013 noch etwa 57 Prozent aller Waren und Dienstleistungen mit Münzen und Geldscheinen bezahlt, bei einem runden Viertel eine EC-Karte genutzt. Banküberweisungen wurden zur Begleichung jeder neunten Rechnung verwendet und nur 4 Prozent mit einer Kreditkarte bezahlt.[20] In Zukunft wird sich dieses Verhältnis noch weiter zur Nutzung von Karten verschieben. Zum einen natürlich aus Bequemlichkeitsgründen der Verbraucher, die lieber online von zuhause aus Beträge überweisen, als zum Bankschalter zu gehen und v.a., um ein leichtes Portemonnaie mit sich zu führen, welches mit Karten statt mit Geld gefüllt ist. Der Bargeldanteil im Handel soll - nach Vorhaben der Banken - innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahre auf unter 50 Prozent sinken.[21]

Banken, aber auch der Staat, sind an dieser Entwicklung interessiert. Eine Verringerung des Bargeldanteils bis hin zu einer eventuellen Abschaffung des Bargeldes würde die akute Konkursgefahr für die Banken eliminieren, weil niemand mehr Geld abheben könnte. Eine akute Gefahr besteht zum Beispiel dann, wenn die Menschen das Vertrauen in das Geldsystem verlieren und versuchen, ihr Geld abzuheben. Der Staat (insbesondere das Finanzamt) könnte durch diese Entwicklung alle Geldflüsse überwachen, sofern die juristischen Voraussetzungen gegeben sind.

Warum nicht alle Menschen gleichzeitig zur Bank gehen können um Geld abzuheben, soll im nächsten Kapitel analysiert werden.

2.2.2 Auswirkungen unseres Geldsystems

Wenn man heutzutage über Geld spricht, dann geht es meist um den Arbeitslohn, um Schulden, Kredite oder Steuern. Doch wie Geld entsteht, damit beschäftigen sich die wenigsten Menschen. Leider, so muss man sagen.

Der bekannte Autobauer Henry Ford drückte es der Überlieferung nach folgendermaßen aus:

„Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, dann hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“[22]

Am Ende dieses Kapitels wird klarer werden, was er damit meinte.

Sie ist jedem Bürger ein Begriff. Die Schuldenuhr. Die Schulden steigen unaufhörlich in die Höhe. Um 1.556 Euro steigen sie in der Sekunde. Die Pro-Kopf Verschuldung beträgt ca. 25.820 Euro. Abbildung 1 auf Seite 11 zeigt die Entwicklung der Staatsverschuldung in Deutschland in Milliarden Euro.

Die Staatsverschuldung Deutschlands besteht aus den zusammengefassten Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden, gesetzlicher Sozialversicherung und Sondervermögen des Bundes.[23] Das globale Geldsystem wird auch als Schuldgeldsystem bezeichnet. Geld ist ein Maßstab. Es misst Schulden.[24]

Die Abbildung 2 auf Seite 12 verdeutlicht schematisch das Schuldgeldsystem. Man erkennt recht eindeutig, dass die Verschuldung ein Spiegelbild des Geldvermögens ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Verschuldungszunahme im Zeitstrahl in Milliarden Euro[25]

Das klingt erst einmal trivial, aber dennoch scheint dies nur wenigen Menschen bewusst zu sein. Das bedeutet im Klartext, dass wir beim Abbau von Schulden zugleich (in gleichem Maße) Vermögen an anderer Stelle abbauen müssen. Oder anders ausgedrückt: Ohne Schulden gäbe es kein Geld.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Das zinsbasierte Schuldgeldsystem[26]

Auf der US-Dollarnote ist dies sogar nachzulesen: „This note is legal tender for all debts, public and private“. [27]

Ein wesentlicher Grund, warum eine Äquivalenz zwischen Geldvermögen und Schulden herrscht, liegt im Prozess der Kreditvergabe durch Banken.

(Bar-) Geld entsteht zum einen, indem Zentralbanken es drucken. Zentralbanken sind die einzigen Banken, die das dürfen (sog. Notenmonopol der Bundesbank bzw. des Eurosystems). Doch dadurch gelangt es noch lange nicht in Umlauf, denn schließlich verschenken sie es nicht. Sie verleihen es nur, und zwar an die Geschäftsbanken. Zusätzliches Giralgeld entsteht, indem die Geschäftsbanken dann auf Basis des Mindestreservesatzes vielfach gehebelt weitere Kredite an Staaten, Unternehmen und Privatpersonen geben.[28]

Diese Erhöhung der (Giral-)Geldmenge durch die Kreditvergabe der Geschäftsbanken nennt man auch Giralgeldschöpfung.[29]

Im Regelfall gewährt die Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit. Den entsprechenden Betrag schreibt sie dann dem Kunden auf dessen Girokonto gut. Bekommt der Kunde z.B. 1.000 Euro für 5 Jahre zu einer Verzinsung von 5% gewährt, dann erhört sich seine Sichteinlage auf dem Girokonto um 1.000 Euro. Somit ist Giralgeld entstanden.

„Die Giralgeldschöpfung ist also ein Buchungsvorgang“.[30]

Mit der Erkenntnis, dass die Giralgeldschöpfung ein reiner Buchungsvorgang ist, wird hier der entscheidende Punkt angesprochen. Geldguthaben wird heutzutage grundsätzlich und ausschließlich gegen eine gleichzeitig entstehende Geldschuld in gleicher Höhe einerseits durch Notenbanken, andererseits durch Geschäftsbanken durch die Kreditvergabe geschöpft.[31] An dieser Stelle lässt sich dann auch mit dem Mythos aufräumen, Banken würden das Geld der Sparer an Kreditnehmer weiterverleihen. Es ist nochmals ausdrücklich zu betonen, dass Banken, wenn sie einen Kredit vergeben, das verliehene Geld in der Regel zum größten Teile selbst schöpfen und es vorab noch nicht existiert hat.

Wenn eine (private Geschäfts-) Bank einen Kredit vergibt, so verleiht sie selten eigenes Geld (i.S.v. gesetzlichen Zahlungsmitteln, also Münzen und Geldscheinen), sondern sie erledigt dies mittels Buchungssatz.

Forderung (Kreditnehmer) an Verbindlichkeit (Kreditnehmer): Kreditbetrag

Einerseits verbucht die Bank also eine Forderung an den Kreditnehmer (sie möchte den Betrag ja wieder "zurück erhalten", sogar vermehrt um Zinsen), andererseits bucht sie eine eigene Verbindlichkeit in gleicher Höhe an denselben Kreditnehmer - dies ist dessen Giroguthaben, von welchem er den Kreditbetrag entnehmen oder überweisen kann.[32]

Die Bank fordert also vom Kreditnehmer etwas "zurück", was sie zugleich bilanziell eingesteht noch überhaupt nicht geliefert zu haben (=Verbindlichkeit), somit also selbst noch "schuldig ist".

Wir stellen also fest, dass die Geschäftsbanken in der Lage sind, Giralgeld aus dem Nichts zu schöpfen (den Mindestreservesatz von derzeit 1% kann man außer Acht lassen).[33]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Prozess der Geldschöpfung[34]

Diesen Vorgang bezeichnet man im Fachjargon auch als „Giralgeldschöpfung ex nihilo “.[35]

Somit können die Geschäftsbanken - ohne wirkliche Deckung - z.B. bis zu dem Hundertfachen dessen verleihen, worüber sie (als Einlagen) tatsächlich verfügen.

Nun kommt erschwerend hinzu, dass seit dem Zerfall des Bretton-Woods-Systems keine physische Hinterlegung bzw. Deckung des Geldes in Form von Edelmetallen etc. nötig ist. Unser heutiges Geld ist somit ein Tauschmittel ohne intrinsischen Wert.[36]

Ein kurzes Resümee:

- (modernes) Geld entsteht nur, wenn sich jemand verschuldet.
- Umkehrschluss: Eine schuldenfreie Gesellschaft kann es nicht geben, denn dann existiert kein (Buch-)Geld mehr.
- Die Macht (Buch-)Geld zu „erschaffen“, wird den Banken übertragen - dies sind in der Regel private Gesellschaften.
- Das Einkommen aus der Geldschöpfung wird den Banken überlassen.
- Werden keine neuen Kredite vergeben, so stagniert die Geldmenge.
- Fallen Kredite aus oder werden sie zurückbezahlt, so wird die Geldmenge verkleinert.

Ein weiterer Faktor, der dazu beiträgt, dass die Schulden unaufhörlich und immer schneller steigen, ist der Zins. Als „Zins“ wird das Entgelt bezeichnet, welches der Schuldner dem Gläubiger für vorübergehend überlassenes Kapital zahlt.[37] Dies klingt ziemlich fair, immerhin verzichtet der Gläubiger für eine gewisse Zeit auf sein Geld und möchte sich dies schließlich bezahlen lassen. Das wirkliche Problem ist der Zinseszins. Er verzinst am Ende einer Periode den Betrag inklusive der in der Vorperiode erhaltenen Zinsen. Die Zinsen werden also immer in der folgenden Periode mitverzinst. Somit handelt es sich hierbei um ein exponentielles Wachstum.[38] An Abb. 1 auf Seite 11 kann man die exponentielle Kurve (die Eulersche Zahl e) sehr gut erkennen. Sie ist die Grundlage für eine mathematische Funktion, deren Ergebnis mit immer höherer Geschwindigkeit zunimmt.

Folgendes Gedankenspiel zeigt unser oft fehlendes Verständnis von exponentiellem Wachstum:

Man arbeitet für genau ein Jahr bzw. 52 Wochen für Arbeitgeber X. Dieser Arbeitgeber bietet zwei Vergütungsmodelle: Erstens ein festen Verdienst von 2000 € pro Woche (Jahresverdienst: 104.000 €) oder zweitens einen variablen Verdienst mit jeweils einer Verdoppelung des Lohns der Vorwoche beginnend mit einem Cent in der ersten Woche.

Ohne größeres Nachdenken werden die meisten Menschen das erste feste Verdienstmodell wählen und glauben, dass sie damit mehr verdienen. Tatsächlich ist dies aber nicht zutreffend. Bereits ab der 19. Woche hat man nach dem zweiten Verdienstmodell einen höheren Wochenlohn, danach geht es dann steil bergauf. In der letzten Woche würde man nach "nur" 52 Verdoppelungen 22.517.998.136.852,50 €, also 22,5 Billionen € verdienen. Zum Vergleich: Dieser Betrag ist fast doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt von ganz Europa.[39]

Ein weiteres bekanntes Beispiel zum exponentiellen Wachstum durch Zinseszins ist das des Josephspfennigs[40], welches hier erwähnt, aber nicht explizit dargestellt werden soll.

Ein Land bedarf des regelmäßigen (Wirtschafts-)Wachstums, um einerseits steigende Kosten der öffentlichen Gemeinschaft und die des Sozialstaates, sei es Krankenversorgung, Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, Rente und vieles mehr zu kompensieren. Andererseits setzen die Zinsen eine Nation unter Wachstumszwang. Die immensen Schuldenberge fordern hohe Zinsen und demzufolge Zinseszinsen, und um diese aufzubringen, benötigt man Mehreinnahmen, die nur ein Anwachsen der Wirtschaftsleistung des Landes erbringen kann. Ab dem Zeitpunkt, an dem die Zinsgewinne und -lasten über die Wirtschaftsleistung (BIP) hinauswachsen, müssen allen voran die Bürger finanzielle Restriktionen hinnehmen (Siehe Abb.2 auf Seite 12, Kurve Nr. 2 und 3).

Könnte auch die Wirtschaft exponentiell wachsen? Theoretisch ja. Praktisch nein, zumindest nicht ewig. Und sie sollte es auch nicht. Das exponentielle Wirtschaftswachstum ist bereits in den 70er Jahren vom „ Club of Rome“ als ökologisch unvertretbar kritisiert worden. In dem damals viel beachteten Buch „Die Grenzen des Wachstums“ veranschaulichten die Autoren, wie dramatisch Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung ansteigen, wenn die Volkswirtschaften weiterhin exponentiell wüchsen.[41]

Deshalb ist ein maximal lineares Wachstum sinnvoll und „gesund“.

Nachhaltiges Wirtschaften und exponentielles Wirtschaftswachstum passen also in keiner Weise zusammen. Es ist selbstverständlich, dass ein unendliches Wachstum in einer endlichen Welt schlicht nicht möglich sein kann.[42]

Wenn das Vorgenannte alles bekannt ist, warum wird dann seitens der Politik nichts geändert? Eventuell aus dem folgenden Grund, der mithin die größte Errungenschaft für finanzstarke und einflussreiche Personen darstellt:

Der Schuldner eines Kredits muss nicht nur den erhaltenen Betrag zurückzahlen, sondern zusätzlich die Zinsen, das heißt, er macht Verlust, wird also ärmer, während gleichzeitig der Geldvermögende reicher wird. Damit ist der Zins ein Umverteilungsmechanismus des Geldes von den Ärmeren zu den Geldbesitzern (Man spricht häufig auch von der Umverteilung von Fleißig zu Reich). Man könnte nun einwenden, dass es - menschlich gesehen - ja gerechtfertigt ist, dass der Schuldner dem Geldverleiher auch etwas für seine Hilfe zurückgibt, also mehr zahlt, wie oben bereits angedeutet wurde.

Wenn aber ein Geldbesitzer das Mehr an Vermögen (Zinseszins) wieder weiterverleiht, hat das nichts mehr mit einem gerechten Ausgleich zu tun, sondern unter Umständen mit dem Ausbeuten der Schuldner, schließlich bekommt er Zinsen auf Geld, das er nicht selbst erarbeitet hat oder vorher nicht einmal besaß. Die Zinsen müssen vom Schuldner erwirtschaftet werden, was bedeutet, dass er an einer Stelle im Gesamtsystem Geld abzieht, um es dem Gläubiger zukommen zu lassen. Dies ist deshalb problematisch, weil im System kein spezielles „Zinstilgungsgeld“ existiert, denn Zinsen werden bei der Kreditvergabe nicht mitgeschöpft.[43]

Je größer das verzinste Vermögen einer Person ist, desto größeren Einfluss hat es dementsprechend auf die Umverteilung des Geldes. Es ist auch keineswegs so, dass nur diejenigen von diesem Mechanismus betroffen sind die selbst Schulden machen. Denn die größten Schuldner sind die Staaten, die die Zinslast via Steuern auf die gesamte Bevölkerung eines Landes verteilen. Und die Unternehmen, die je nach Verschuldung die Preise erhöhen. Letztendlich zahlt also die gesamte Bevölkerung für den exorbitant wachsenden Reichtum weniger Privatpersonen. Geldtheoretiker wie Helmut Creutz behaupten, dass in den 1950er Jahren ein durchschnittlicher deutscher Haushalt etwa 10% seines Einkommens für die Zinslast im Gesamtsystem ausgeben musste.[44] Die durchschnittliche Zinslast in den Preisen betrug in den 1990er Jahren etwa ein Drittel. Inzwischen ist dieser Anteil natürlich entsprechend gestiegen. Offiziell wird die Zinslast in den Preisen, die wir Bürger zu bezahlen haben, aber nicht ausgewiesen.[45]

Heute sind ca. 95 Prozent der Geldmenge Buchgeld und 5 Prozent Banknoten inkl. Münzen.[46]

Diese Feststellung ist eine ganz wichtige. Denn sie zeigt, dass das Vertrauen in das Geld (den Wert des Geldes) und in die Bank enorm wichtig ist. Gäbe es das Vertrauen nicht, dann wäre jeder daran interessiert, so schnell wie möglich sein Geld am Bankschalter abzuheben (sog. Bankrun). Dies ist aber unmöglich. Wie bereits oben geschildert, halten die Banken nur 1% der Kreditvergabemenge als wirkliches Bargeld.

Nach einer Rekapitulation des Vorgenannten sollte man nicht auf die Idee kommen, dass wir in Wirklichkeit gar kein Problem haben, sondern sich alles „irgendwie“ ausgleicht. Wir müssen vorsichtig sein und bedenken, dass dieses zinsbasierte Schuldgeldsystem zu einer Umverteilung der Geldvermögen führt. So haben wir in Deutschland beispielsweise knapp 5 Billionen Euro Geldvermögen der privaten Haushalte. Dazu kommen noch ca. 6 Billionen Euro an Sachvermögen, wie zum Beispiel Immobilien. Die Hälfte der deutschen Bevölkerung besitzt von diesem Vermögen so gut wie nichts, nämlich nur 1%. Die reichsten 10% der Bevölkerung hingegen besitzen zwei Drittel des Geldes. Und die reichsten 0,1% (etwa 67.000 Personen) verfügen allein über mehr als 22% des Geldvermögens.[47]

Betrachtet man diese Problematik weltweit, dann lässt sich leider kaum ein Unterschied zu den Verhältnissen in Deutschland feststellen.

Beim Oxfam Wirtschaftsforum 2014 in Davos, bei dem sich namhafte Wirtschaftseliten der Welt treffen, wurden die Zahlen der Vermögensverteilung weltweit für 2014 veröffentlicht:

- Ein Prozent der Bevölkerung verfügt über fast die Hälfte des weltweiten Reichtums.
- Dieses eine Prozent verfügt über 110 Billionen US-Dollar. Das ist 65-mal so viel, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung hat.
- Diese ärmere Hälfte der Weltbevölkerung verfügt über genauso viel, wie die reichsten 85 Menschen haben.
- Sieben von zehn Menschen leben in Ländern, in denen die Kluft zwischen „Arm“ und „Reich“ in den vergangenen 30 Jahren gewachsen ist.[48]

Eine Umverteilung des Geldes ist also nicht zu leugnen. Doch wie steht es um die durch die Politik gebetsmühlenartig wiederholte und angekündigte Staatsentschuldung? Ist es wirklich eine Perspektive oder handelt es sich hier um eine Illusion? Dieser Gretchenfrage möchte der Verfasser nun auf den Grund gehen. Bereits weiter oben haben wir festgestellt, dass Geldvermögen und Schulden immer gleich hoch sind (siehe Abb. 2 auf Seite 11).

Nun analysieren wir anhand der 5 Konten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), wie sich die Konten in Deutschland seit 1991 bis 2011 entwickelt haben (siehe Abb. 4 auf Seite 18).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.4: Die 5 Konten der VGR Deutschlands[49]

Der Blick auf die fünf Konten der Volkswirtschaft offenbart, wer sich bei wem verschuldet hat, nämlich vor allem der Staat und das Ausland bei den vermögenden Privathaushalten. Dorthin wanderten in diesem Zeitraum mehr als eine Billion Euro vom Staat (insbesondere durch Zinszahlungen) sowie eine knappe Billion Euro durch Schulden des Auslands. Die immer wieder getätigte Aussage, wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt, ist somit klar widerlegt.[50] Das Gegenteil trifft zu.

Die Privathaushalte, die Kapitalunternehmen, die Finanzinstitute und der Staat – haben rund eine Billion Euro Vermögen gegenüber dem Ausland aufgebaut, also gespart. Nicht Deutschland ist verschuldet, sondern in Deutschland ist der Sektor Staat verschuldet.

Die Frage, bei wem eine gesamte Generation nun eigentlich verschuldet sein soll, ist damit klar beantwortet: Sie ist nicht (wirklich) verschuldet.

Die Schulden des Einen sind die Guthaben des Anderen. Wollte man heute wirklich die gesamten 2,1 Billionen Euro Staatsschulden abbauen, so müsste man im selben Moment auch 2,1 Billionen Euro Vermögen abbauen, also in etwa dieselbe Summe, die in den letzten 20 Jahren bei den vermögenden Privathaushalten in Deutschland an Sparvermögen hinzukam.

Wer also ernsthaft vom Abbau der Staatsverschuldung spricht, muss auch offen erklären, wessen Vermögen er hierfür verringern möchte. Wie oben bereits erläutert, bedingt beides einander gegenseitig.

Bezugnehmend auf die Äußerungen, „wir“ (alle) hätten über unsere Verhältnisse gelebt, kann man darauf nun entgegnen, dass wir Schulden bei uns selbst haben, deshalb Zinsen an uns selbst zahlen und von uns selbst dafür Steuern erheben. Dieses Nullsummenspiel gilt nicht nur für Steuern und Zinsen, sondern auch für eventuelle Rückzahlungen.

Ein Beispiel soll den theoretischen Ablauf der Staatsentschuldung verdeutlichen: Person X hat ein Vermögen von drei Milliarden Euro. Eine Milliarde auf dem Bankkonto, eine Milliarde in Sachwerten und eine Milliarde schuldet ihr der Staat, da Person X einst für eine Milliarde Euro Staatsanleihen kaufte. Durch dieses Darlehen an den Staat ist sie dessen Gläubiger. Als Steuerzahler ist sie gleichzeitig aber auch selbst der Bürge für den Staat. Der Staat erhebt nun, um an das Geld für die Rückzahlung seiner Schulden zu kommen, beispielsweise eine Vermögenssteuer, bekommt dadurch eine Milliarde Euro von dem Bankkonto der Person X und zahlt damit seine Schulden an sie zurück. Der Kontostand beträgt nun wieder eine Milliarde, ihre Sachwerte sind auch noch da, aber ihre Staatsanleihen sind verschwunden und mit ihnen die Schulden des Staates.[51]

[...]


[1] Vgl. Guérot, Ulrike: Zwischen Haushalts- und Legitimationsdefizit, in APuZ, Nr. 6-7/2013.

[2] Vgl. Johannes Pollak: Repräsentation ohne Demokratie, 2007, S. 22 u.v.a. seriöse Staatsrechtler, wie z.B. Prof. A. Schachtschneider, Prof. R. Scholz, et al.

[3] Vgl. www.rp-online.de/wirtschaft/herbert-reul-warnt-vor-europa-muedigkeit-maastricht-vertrag-68-mal-gebrochen-aid-1.3969326, abgerufen 09.04.14 um 18:40 Uhr.

[4] Vgl. www.zeit.de/wirtschaft/2014-02/ezb-anleihenkaeufe-eugh-entscheidet, abgerufen

am 27.05.14 um 14:32 Uhr.

[5] Vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt a.M. 1976, S. 57.

[6] Vgl. Schwarzbach, Rudschuck, Graf von der Schulenburg, Die Folgen der Finanzkrise für Regulierung und Eigenkapital, 2011, S. VII, Zitat von Mahatma Gandhi.

[7] Vgl. www.zeit.de/zeit-geschichte/2009/03/Chronik-der-Krisen, abgerufen 15.04.14 um 19:37 Uhr.

[8] Vgl. www.zeit.de/zeit-geschichte/2009/03/Chronik-der-Krisen, abgerufen 15.04.14 um 19:37 Uhr.

[9] Vgl. www.zeit.de/2006/35/P-Keynes, abgerufen 16.04.14 um 18:02 Uhr.

[10] Vgl. www.zeit.de/zeit-geschichte/2009/03/Chronik-der-Krisen, abgerufen 15.04.14 um 19:37 Uhr.

[11] Vgl. Bontrup, Krisenkapitalismus und EU-Verfall, 2013, S. 7 f.

[12] Vgl. www.wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/kapitalertragsteuer.html, abgerufen 15.04.14 um 18:48 Uhr.

[13] Vgl. Klafkowski, Der Rentenbegriff in der Wirtschaftstheorie, 1963, S. 132.

[14] Vgl. North, Kleine Geschichte des Geldes, 2009, S. 15 ff.

[15] Vgl. Wieling, Sachenrecht, 1990, S. 524.

[16] Vgl. Financial Times (Deutschland) vom 7. September 2012: „Vom Goldstandard zur Notenpresse“.

[17] Vgl. Senf, Die blinden Flecken der Ökonomie, 5. Auflage 2008, S. 243.

[18] Vgl. Sprenger-Menzel, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik, 4. Auflage 2013, S. 131.

[19] Vgl. Siedenbiedel, Wo steckt das Gold der Deutschen?, in: FAS vom 05.08.12, S. 37.

[20] Vgl. den Artikel „Die fast bargeldlose Gesellschaft“, in: Kölner Stadtanzeiger vom 04.08.10.

[21] Vgl. www.n-tv.de/ratgeber/Kontaktloses-Bezahlen-kommt-in-die-Gaenge-article12672791.html, abgerufen am 07.05.14 um 16:40 Uhr.

[22] Vgl. Lang, Geld(r)evolution, 2012, S. 22, Zitat von Henry Ford.

[23] Vgl. www.staatsschuldenuhr.de, abgerufen 26.04.14 um 17:44 Uhr.

[24] Vgl. Graeber, Schulden-Die ersten 5.000 Jahre, 2014, S. 60.

[25] Vgl. www.steuerzahler.de/files/19765/Staatsverschuldung.pdf, abgerufen 26.04.14 um 17:50 Uhr.

[26] Vgl. www.finanzkrise-politik.de/index.html, abgerufen 26.04.14 um 18:30 Uhr.

[27] Vgl. Lackner, Die Überlebensformel, 2013, S. 14.

[28] Vgl. Görgens, Ruckriegel, Seitz, Europäische Geldpolitik, 2014, S. 235.

[29] Vgl. Bundesbank-Broschüre: Geld und Geldpolitik, 2008, S. 20.

[30] Vgl. Bundesbank-Broschüre: Geld und Geldpolitik, 2008, S.68ff.

[31] Vgl. Dirk Müller, Crashkurs, 2009, S.69.

[32] Vgl. May, Handbuch zur ökonomischen Bildung, 2005, S. 413.

[33] Vgl. Schirmbeck, Systemrelevanz von Geschäftsbanken, 2013, S. 5.

[34] Vgl. www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/geldschoepfung-wie-kommt-geld-in-die-welt-11637825.html, abgerufen 26.04.14 um 18:55 Uhr.

[35] In Anlehnung an den biblischen Schöpfungsbericht (Genesis), wo Gott „ex nihilo“ („aus dem Nichts“) seine Schöpfung vollzieht.

[36] Vgl. Postberg, Macht und Geld, 2013, S.67.

[37] Vgl. Duthel, Kapitalismus-ohne jede Bodenhaftung, 2014, S. 50.

[38] Vgl. Lang, Geld(r)evolution, 2012, S. 55.

[39] Vgl. www.wirtschaftskrise.blog.de/2012/04/10/exponentielles-wachstum-13479907, abgerufen 27.04.14 um 20:26 Uhr.

[40] Das Gedankenexperiment vom Josephspfennig geht zurück auf den englischen Moralphilosoph, Geistlichen und Ökonomen Richard Price.

[41] Vgl. Meadows u.a., 1992, S. 35 ff.

[42] Vgl. Rogall, Ökologische Ökonomie, 2008, S. 131.

[43] Vgl. Grässlin, Ist Frei Zu Sein Ein Luxusrecht?, 2013, S. 119.

[44] Vgl. Müller, Showdown, 2013, S. 174.

[45] Vgl. Klavora, Inflation, Staatsbankrott & Währungsreform, 2011, S. 104.

[46] Vgl. Binswanger, Die Rolle von Geld und Kapital in unserer Gesellschaft-Essay, APuZ, 2009.

[47] Vgl. Müller, Showdown, 2013, S. 171.

[48] Vgl. www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oxfam-studie-kluft-zwischen-armen-und-reichen-waechst-a-944474.html, abgerufen am 07.05.14 um 20:20 Uhr.

[49] Vgl. Bontrup, Der diskreditierte Staat, 2012, S. 45.

[50] Vgl. z.B. „Berliner Rede 2009“ von Horst Köhler: „Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt“.

[51] Vgl. www.wissensmanufaktur.net/staatsentschuldung, abgerufen am 08.05.14 um 13:45 Uhr.

Ende der Leseprobe aus 90 Seiten

Details

Titel
Weltfinanzkrisen. Zunahme der öffentlichen Verschuldung und deren Prävention und Bekämpfung
Untertitel
Retrospektive Kausalanalyse und Alternativenentwicklung am Beispiel der europäischen Finanzkrise
Hochschule
AKAD-Privathochschule Frankfurt
Note
1,5
Autor
Jahr
2014
Seiten
90
Katalognummer
V279090
ISBN (eBook)
9783656720171
ISBN (Buch)
9783656720287
Dateigröße
1960 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
34,99 Euro; unter Angabe meines Namens.
Schlagworte
weltfinanzkrisen, zunahme, verschuldung, prävention, bekämpfung, retrospektive, kausalanalyse, alternativenentwicklung, beispiel, finanzkrise
Arbeit zitieren
Marc Schwalbe (Autor), 2014, Weltfinanzkrisen. Zunahme der öffentlichen Verschuldung und deren Prävention und Bekämpfung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279090

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