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Analyse der „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz auf Elemente einer Begräbnismesse

Title: Analyse der „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz auf Elemente einer Begräbnismesse

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jennifer Böker (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Die „Musikalische(n) Exequien“ sind eine Kompositionsreihe von Heinrich Schütz, die von ihm anlässlich des Todes Heinrich Posthumus von Reuß komponiert wurde. Die Komposition besteht aus drei Teilen, wobei der erste eine Teutsche Begräbnismissa, der zweite eine Motette und der dritte das Nunc dimittis als Doppelchor mit „Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, sie ruhen von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihnen nach.“ ist. Diese drei Teile bilden das Gesamtwerk, könnten aber wie Schütz selbst sagt: „In diesem Musicalischen Wercklein (…) nur dreyerley Stücke oder Concert zu befinden“ auch als drei eigenständige Werke betrachtet werden. Mit Schütz' Bezeichnung „Teutsche Begräbnismissa“ beziehungsweise „Deutsche Begräbnismesse“ werde ich mich im Anschluss beschäftigen und mit der Frage, ob dies begründet geschehen ist oder ob die Bezeichnung als falsch zu bewerten ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte der „Musikalische(n) Exequien

Schütz` Hintergründe, die zur Komposition beigetragen haben

Der Tod Reuß und die erste Aufführung der Exequien

Bezeichnung als Begräbnismesse

Bibliographie

Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz im Kontext ihrer Entstehung anlässlich des Todes von Heinrich Posthumus von Reuß. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die Bezeichnung als „Begräbnismesse“ für dieses protestantische Werk gerechtfertigt ist und wie Schütz Elemente einer Begräbnismesse in seine Komposition integrierte.

  • Die Entstehungsgeschichte und der konkrete Auftragskontext durch Heinrich Posthumus von Reuß.
  • Der Einfluss der lutherischen Sterbekultur und persönlicher Todeserfahrungen des Komponisten.
  • Die liturgische und musikalische Analyse der drei Teile der Exequien.
  • Die theoretische Auseinandersetzung mit der Gattungsbezeichnung „Begräbnismesse“ im protestantischen Kontext.
  • Die Bedeutung der „Sarginschriften“ und der theologischen Texte für die musikalische Konzeption.

Auszug aus dem Buch

Entstehungsgeschichte der „Musikalische(n) Exequien

Schütz erhielt den Kompositionsauftrag offiziell erst nach dem Tod des Fürsten von seiner Ehefrau, die vom diesem kurz vor dessen Tod über seine Begräbniswünsche in Kenntnis gesetzt worden war. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass Reuß Schütz bereits vor seinem Tod entweder 1634 oder 1635 damit selbst beauftragte. Die Widmung Schütz: „ihrer wolseligen Gnaden bey dero lebzeiten wiederholten begehren nach in eine stille verdackte Orgel angestellet und abgesungen worden“4 kann man unterschiedlich deuten. Entwerder als wirkliches stetiges Drängen des Fürsten Schütz gegenüber zu komponieren oder, wenn das „wiederholte(..) begehren“ auf „angestellet und abgesungen“ bezogen wird, dass es bereits vor der ursprünglichen Uraufführung eine oder mehrere Aufführungen gab.5

Reuß begann mit seiner Todesvorbereitung im Jahr vor seinem Tod, also 1634 beziehungsweise 1635. Sehr wahrscheinlich ist es, dass es einen bestimmten Personenkreis gab, die an den Vorbereitungen mitgewirkt haben und den Fürsten unterstützt haben.6 Die Vorbereitungen sind eine damals übliche Handhabung mit dem Thema Tod, die durch Luther, aber auch Moller7 geprägt wurde und auch in der häufigen Begegnung mit dem Tod besonders während des Dreißigjährigen Krieges begründet liegt8.

Zusammenfassung der Kapitel

Entstehungsgeschichte der „Musikalische(n) Exequien: Das Kapitel beleuchtet den Auftragshintergrund und die persönlichen Vorbereitungen des Fürsten Reuß auf seinen Tod unter Berücksichtigung lutherischer Traditionen.

Schütz` Hintergründe, die zur Komposition beigetragen haben: Hier wird analysiert, wie die Vielzahl an Todesfällen im persönlichen Umfeld von Schütz die emotionale Intensität und die theologische Tiefe des Werkes beeinflusste.

Der Tod Reuß und die erste Aufführung der Exequien: Dieses Kapitel beschreibt den Ablauf der drei Begräbnisfeierlichkeiten und die Einbettung der Musik in den liturgischen und persönlichen Abschiedsprozess.

Bezeichnung als Begräbnismesse: Es folgt eine kritische Diskussion darüber, inwieweit der Begriff „Begräbnismesse“ oder „Requiem“ auf dieses protestantische Werk angewendet werden kann und welche Gattungsmerkmale zutreffen.

Schlüsselwörter

Heinrich Schütz, Musikalische Exequien, Begräbnismesse, Heinrich Posthumus von Reuß, protestantische Kirchenmusik, Lutherische Sterbekultur, Ars Moriendi, Sarginschriften, Canticum Simeonis, Teutsche Begräbnismissa, Doppelchor, Funeralkomposition, Liturgie, 17. Jahrhundert, Totenmesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz und untersucht deren Einordnung als Begräbnismesse sowie die textliche und kompositorische Verknüpfung mit dem Tod des Fürsten Heinrich Posthumus von Reuß.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte, der Einfluss der Sterbevorbereitungen des Fürsten, die musikalische Analyse der drei Werkteile und die konfessionelle Einordnung der Gattungsbezeichnungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Bezeichnung „Begräbnismesse“ für die „Musikalischen Exequien“ angesichts ihrer protestantischen Ausrichtung und der spezifischen Kompositionsstruktur wissenschaftlich haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine musikwissenschaftliche Analyse in Verbindung mit historisch-theologischen Kontextualisierungen, um das Werk in den Rahmen der zeitgenössischen Sepulkralkultur einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese des Kompositionsauftrags, die biografischen Hintergründe des Komponisten, den Ablauf der tatsächlichen Begräbnisfeierlichkeiten und die terminologische Debatte zur Gattungsfrage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Schütz, Musikalische Exequien, Begräbnismesse, protestantische Sepulkralkultur und Ars Moriendi charakterisieren.

Warum ist die Präsenz des Fürsten Reuß so besonders in diesem Werk?

Der Fürst ist nicht nur als Verstorbener präsent, sondern hat durch die Auswahl der Sarginschriften und die Beeinflussung der Textauswahl die kompositorische Grundlage des Werkes maßgeblich mitbestimmt.

Wie unterscheidet sich Schütz' Herangehensweise von einem klassischen Requiem?

Schütz nutzt eine größere Vielfalt an Texten, die ein umfassendes Bild des Lebens nach dem Tod zeichnen, was nach Ansicht der Autorin eine theologisch intensivere und tröstendere Wirkung entfaltet als das eher begrenzte klassische Requiem.

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Details

Title
Analyse der „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz auf Elemente einer Begräbnismesse
College
University of Göttingen  (Musikwissenschaftliches Seminar)
Grade
1,3
Author
Jennifer Böker (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V279101
ISBN (eBook)
9783656719670
ISBN (Book)
9783656719663
Language
German
Tags
analyse musikalischen exequien heinrich schütz elemente begräbnismesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Böker (Author), 2012, Analyse der „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz auf Elemente einer Begräbnismesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279101
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