Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch? Informationsquellen für kinderlose Paare

Title: Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch? Informationsquellen für kinderlose Paare

Term Paper , 2012 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadine Ranger (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Familie. Ein Ort, „wo Leben, Lieben und Handeln gelernt werden können, wo Eltern ihren Kindern Sicherheit, Nahrung, Erziehung und Gefühlswärme bieten“. Für viele Frauen und Männer ist die Gründung einer Familie noch immer ein Lebensziel. Doch dieser Traum geht nicht immer in Erfüllung.
Die Zahl kinderloser Frauen in der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen. „Über 30 % der Frauen des Geburtsjahrgangs 1965 aus den alten Bundesländern und über 25 % der Frauen aus den neuen Bundesländern sind kinderlos“. Das Alter der Mütter bei der Geburt ihrer Kinder liegt heute bei fast 30 Jahren. Die Entscheidung von Paaren, Eltern zu sein, wird immer weiter in einen späteren Lebensabschnitt verlagert. Mit dieser gesellschaftlichen Entwicklung ist das Risiko sinkender Fruchtbarkeit verbunden. Schätzungen zufolge bleiben drei Prozent aller Paare dauerhaft ungewollt kinderlos.
Viele Betroffene hoffen daher auf medizinische Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit. Die „ersten Versuche zur extrakorporalen Befruchtung beim Menschen“ reichen dabei bis in das Jahr 1878 zurück. Doch insbesondere seit 1982 wurden die Möglichkeiten der medizinischen Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch kontinuierlich erweitert. So unterzogen sich 2002 „über 50.000 Frauen einer reproduktionsmedizinischen Behandlung“. Laut Robert Koch-Institut liegt die „tatsächliche Geburtenrate nach reproduktionsmedizinischen Behandlungen“ jedoch bei unter zwanzig Prozent. Aus diesem Grund suchen betroffene Paare häufig nach weiteren Möglichkeiten, wie zum Beispiel der Adoption, um sich ihren Wunsch von einer eigenen Familie doch noch zu erfüllen.
Durch das große gesellschaftliche Interesse an diesem Thema existiert eine Vielzahl an Informationsmaterialien für ungewollt kinderlose Paare. In der vorliegenden Arbeit soll ein kleiner Bruchteil davon betrachtet werden. Hierbei soll der Fokus auf folgenden Fragen liegen:
Was sind die wichtigsten Fakten der Broschüre?
Sind alle wichtigen Informationen enthalten?
Wie wird auf den Leser eingegangen?
Dabei soll es zunächst um allgemein erläuternde Broschüren zum Thema ungewollte Kinderlosigkeit gehen. Im Anschluss werden Informationsschriften betrachtet, die sich mit der medizinischen Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch beschäftigen. Zuletzt stehen schließlich die Pflegeelternschaft und die Adoption im Mittelpunkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Betrachtung verschiedener Broschüren

2.1 Ungewollte Kinderlosigkeit

2.1.1 „Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Ungewollte Kinderlosigkeit“

2.1.2 „Unerfüllter Kinderwunsch“

2.2 Eltern werden durch medizinische Behandlung

2.2.1 „Kinderwunsch Broschüre“

2.2.2 „Kinderwunsch. Eine Frage von Körper und Seele“

2.3 Eltern werden durch die Aufnahme eines Kindes

2.3.1 „Pflegeeltern sein – Eine Aufgabe für Sie? Eine Broschüre für Pflegeeltern und solche, die es werden möchten“

2.3.2 „Adoption im In‐ und Ausland“

2.3.3 „Bundeszentralstelle für Auslandsadoption: Internationale Adoption“

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, verschiedene Informationsbroschüren zum Thema ungewollte Kinderlosigkeit zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Inhalte diese Schriften vermitteln, wie sie die Leser ansprechen und ob sie Betroffenen hinreichende Orientierung bieten, wenn sich der Kinderwunsch auf natürlichem Wege nicht erfüllt.

  • Analyse von Informationsmaterialien zu ungewollter Kinderlosigkeit und deren Ursachen.
  • Untersuchung von Broschüren zu medizinischen Behandlungsoptionen und deren Risiken.
  • Betrachtung von Alternativen wie Pflegeelternschaft und Adoptionsverfahren.
  • Evaluierung der Informationsqualität und der emotionalen Unterstützung durch die jeweiligen Quellen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 „Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Ungewollte Kinderlosigkeit“

In dieser Broschüre geht das Robert Koch-Institut der Frage nach, welche Ursachen in Deutschland zu Kinderlosigkeit führen und welche Präventions- und Behandlungsmethoden möglich sind. Ungewollte Kinderlosigkeit wird dabei als „ein Zustand bezeichnet, der durch Leiden an einer Unfruchtbarkeit gekennzeichnet ist“ (Strauß / Beyer 2004: 7). Seit 1967 ist dieser Umstand durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als Krankheit anerkannt (vgl. ebd.). Laut WHO liegt eine Zeugungs- bzw. Empfängnisunfähigkeit dann vor, wenn „bei einem Paar entgegen seinem expliziten Willen nach mehr als 24 Monaten trotz regelmäßigem, ungeschütztem Sexualverkehr keine Schwangerschaft eintritt“ (ebd.). Diese Definition macht deutlich, dass es für ein Paar, welches sich entschließt ein Kind zu bekommen, noch nicht besorgniserregend sein muss, wenn nicht sofort eine Schwangerschaft eintritt.

Einer 1992 durchgeführten Befragung zufolge bleiben vor allem höher qualifizierte Frauen häufig kinderlos, weil sie „die Realisierung des Kinderwunsches aufschieben, bis sich über das zunehmende Lebensalter die Konzeptionschancen verringert haben und sich eine ungewollte Kinderlosigkeit einstellt“ (ebd.: 10). Auch das Alter der Mütter bei der Geburt ihrer Kinder steigt immer weiter an. Lag es 1991 bei 27,9 Jahren, betrug es 2001 bereits 29,7 Jahre (vgl. ebd.). Diese Werte korrespondieren mit dem Heiratsalter. Je früher Frauen eine Ehe eingehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, ein oder mehr Kinder zu bekommen. Frauen dagegen, die erst nach ihrem 35. Lebensjahr heiraten, blieben Schätzungen zufolge zu einem Drittel kinderlos (vgl. ebd.). Laut des Robert Koch-Instituts liegt, wissenschaftlichen Schätzungen zufolge, „der Prozentsatz der Paare, die ungewollt kinderlos sind, […] in Deutschland […] in den alten Bundesländern deutlich unter 10 %, in den neuen Bundesländern unter 5 %. Davon bleiben ca. 3 % dauerhaft kinderlos“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der steigenden ungewollten Kinderlosigkeit in Deutschland ein und erläutert die Relevanz der verschiedenen Informationsangebote für Betroffene.

2. Betrachtung verschiedener Broschüren: Hier werden unterschiedliche Ratgeber und Infomaterialien hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Fundierung, ihrer Hilfe für den Leser und ihrer thematischen Schwerpunkte analysiert.

2.1 Ungewollte Kinderlosigkeit: Dieses Kapitel befasst sich mit Broschüren, die allgemein über Ursachen von Unfruchtbarkeit aufklären und gesellschaftliche Rahmenbedingungen thematisieren.

2.1.1 „Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Ungewollte Kinderlosigkeit“: Eine Analyse des RKI-Berichts, der medizinische Definitionen und statistische Daten zur Kinderlosigkeit bereitstellt.

2.1.2 „Unerfüllter Kinderwunsch“: Untersuchung der Broschüre von pro Familia, die medizinische Hintergründe einfühlsam beleuchtet und psychologische Aspekte integriert.

2.2 Eltern werden durch medizinische Behandlung: Fokus auf Informationsschriften, die Paaren Wege der assistierten Reproduktion und die damit verbundenen Anforderungen näherbringen.

2.2.1 „Kinderwunsch Broschüre“: Bewertung der MSD-Informationsschrift, die medizinische Methoden wie die In-vitro-Fertilisation erklärt und den Leser direkt anspricht.

2.2.2 „Kinderwunsch. Eine Frage von Körper und Seele“: Analyse der Merck Serono-Broschüre, die neben rein medizinischen Aspekten auch die psychische Verfassung des Paares in den Vordergrund rückt.

2.3 Eltern werden durch die Aufnahme eines Kindes: Dieses Kapitel widmet sich den Alternativen Adoption und Pflegeelternschaft, wenn medizinische Wege keinen Erfolg versprechen.

2.3.1 „Pflegeeltern sein – Eine Aufgabe für Sie? Eine Broschüre für Pflegeeltern und solche, die es werden möchten“: Darstellung der Anforderungen und des Vermittlungsverfahrens für potenzielle Pflegeeltern.

2.3.2 „Adoption im In‐ und Ausland“: Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und das Verfahren für Adoptionswillige in Deutschland und weltweit.

2.3.3 „Bundeszentralstelle für Auslandsadoption: Internationale Adoption“: Analyse der politischen und rechtlichen Sichtweise des Bundesamts für Justiz auf die internationale Adoption.

3. Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die Qualität und Zielgruppenorientierung der untersuchten Broschüren und der Stellenwert der psychischen Verarbeitung bei unerfülltem Kinderwunsch.

Schlüsselwörter

Ungewollte Kinderlosigkeit, Unerfüllter Kinderwunsch, Assistierte Reproduktion, In-vitro-Fertilisation, Pflegeelternschaft, Adoption, Internationale Adoption, Familienplanung, Psychische Belastung, Unfruchtbarkeit, Beratungsangebote, Eltern-Kind-Verhältnis, Reproduktionsmedizin, Jugendamt, Lebensberatung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert diverse Informationsbroschüren zum Thema ungewollte Kinderlosigkeit, um deren Nutzwert und Informationsgehalt für betroffene Paare zu beurteilen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen medizinische Behandlungsmethoden bei Unfruchtbarkeit, die psychische Belastung für Paare sowie alternative Wege zur Familiengründung wie Pflegeelternschaft und Adoption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob die Broschüren die wichtigsten Fakten vermitteln, auf die emotionale Lage der Leser eingehen und ob alle notwendigen Informationen für eine fundierte Entscheidungsfindung vorhanden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Inhaltsanalyse von Informationsbroschüren verschiedener Herausgeber (z.B. Robert Koch-Institut, pro Familia, Pharmaunternehmen, staatliche Stellen).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche der allgemeinen Aufklärung über Kinderlosigkeit, medizinische Sterilitätsbehandlungen und die Möglichkeiten der Adoption oder Pflegeelternschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen ungewollte Kinderlosigkeit, reproduktionsmedizinische Methoden, psychische Folgen, Adoptionsverfahren und Pflegeelternschaft.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „Volladoption“, „starker“ und „schwacher“ Adoption wichtig?

Diese Unterscheidung ist für Adoptionswillige essenziell, da sie definiert, wie tief das rechtliche und soziale Band zwischen Kind und neuen Eltern ist und welche Bindungen zur leiblichen Familie erhalten bleiben.

Welche Rolle spielt die psychische Verfassung laut den Broschüren?

Die Broschüren betonen, dass eine Kinderwunschbehandlung oft mit emotionalen Belastungen wie Trauer oder Stress verbunden ist und eine Psychotherapie oder Entspannung unterstützend wirken kann.

Welchen Hinweis gibt die Autorin zur Vorbereitung auf Pflegeelternschaft?

Die Autorin betont, dass es äußerst wichtig ist, den eigenen unerfüllten Kinderwunsch erst zu verarbeiten, bevor man sich für die Aufnahme eines Pflegekindes entscheidet, um das Kind nicht als bloßen Ersatz zu betrachten.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch? Informationsquellen für kinderlose Paare
College
University of Bamberg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Nadine Ranger (Author)
Publication Year
2012
Pages
24
Catalog Number
V279170
ISBN (eBook)
9783656728825
ISBN (Book)
9783656728856
Language
German
Tags
Sozialpädagogik Kinderlosigkeit Eltern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Ranger (Author), 2012, Was tun bei unerfülltem Kinderwunsch? Informationsquellen für kinderlose Paare, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279170
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint