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Die große Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre

Title: Die große Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre

Abstract , 2011 , 21 Pages

Autor:in: Michaela Sankowsky (Author)

Politics - History of Political Systems
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Das Modul vermittelt Kenntnisse zur Grundlegung moderner europäischer Staatlichkeit und Politik seit dem 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Dabei geht es auch um die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Kräften und den jeweiligen Formen politischer Steuerung. Durch Typenbildung und Vergleich sowie durch historisch-exemplarische Einzelfallstudien soll das Verständnis der Studierenden für die historische Wandelbarkeit dieser Formen politischer Steuerung und gesellschaftlicher Koordination in Europa gefördert werden sowie ihre Fähigkeit zur Analyse solcher Prozesse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Probleme und Untersuchungsprogramm

2. Verlauf der Krise: Beschäftigung und Produktion in ver. Staaten

3. Allgemeine Theorien über Entstehung und Überwindung von Arbeitslosigkeit

4. Krisenpolitik der einzelnen Länder

5. Krisenpolitik in Deutschland

6. Krisenpolitik des Auslandes

7. Ursachen der Krise in Deutschland u. evtl. Alternativen

8. Überzeugungen u. Ziele d. dt. Kanzler

9. Soziale und politische Wirkungen der WWK in D

10. Schlußurteil: Was lernen wir aus der WWK?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen, den Verlauf und die Bewältigungsstrategien der Weltwirtschaftskrise (WWK) in Deutschland und im internationalen Vergleich, um ökonomische Handlungsmuster in Krisenzeiten zu analysieren und deren politische sowie soziale Konsequenzen zu beleuchten.

  • Analyse der theoretischen Erklärungsmodelle für Arbeitslosigkeit und deren Überwindung.
  • Vergleichende Untersuchung der nationalen Krisenpolitiken in Deutschland, USA, UK, Frankreich, Schweden und Japan.
  • Untersuchung der Rolle der Deflationspolitik und der staatlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
  • Bewertung des Einflusses der Weltwirtschaftskrise auf die Destabilisierung der Weimarer Republik.
  • Diskussion über die Relevanz historischer Krisenerfahrungen für moderne wirtschaftspolitische Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

Brünings Haushalts- und Deflationspolitik (1930-1932, bis zum Tiefpunkt der Krise)

Im Unterschied zu Jahren vor Ersten Weltkrieg hat Staat nach Inflation die laufenden Ausgaben meistens nur zu 90 % durch laufende Einnahmen decken können. Senkung des allgemeinen Preisniveaus. Wollte Haushaltsausgleich durch weniger Ausgaben u. mehr Einnahmen. Aber keine konsequente Defla.pol. da Preissteigerung durch Subventionen (Preissteigerung durch Zölle etc.) bei Landwirt. + Exporte. Gebrochene Deflationspolitik: Reparationspolitik (diente Haushaltsentlastung), Haushaltsausgleich.

Problem: Bis 1930 schon schwer Haushaltsdefizite über langfristige Anleihen zu finanzieren, ab Mitte 1931 auch nicht mehr möglich, Haushaltsdefizite durch Aufnahme kurzfristiger Schulden zu decken. Kurzfristige Lösung: Durch Schatzanweisungen an deutsche Banken gedeckt (mit Bankenkrise Mitte 1931 schied Möglichkeit aus). Folge: Bei jeder Kassenkrise drohte Staatsbankrott. Fehlende Einnahmen bei Sozialversicherungen + schwachen öff. Unternehmen. Hohe Ausgaben bei Reparationsleistungen (25%) + Erhöhung Beamtengehalt + Einführung Arbeitslosenversicherung.

Ausgaben + 50%, Einnahmen "nur" +38%. Haushaltsdefizit konnte nicht über langfristige Anleihen solide gedeckt werden (Inlandsanleihen wg. Misstrauen der Anleger am Kapitalmarkt, Ausland wg. "schwarzer Freitag" unmöglich). Einziger Ausweg: Haushaltsausgleich durch Steigerung der Steuersätze (Luxusgüter, Krisensteuer, Umsatzsteuer) u. Senkung d. Ausgaben (Löhne öff. Dienst, Arbeitslosenversicherung, Infrastruktur) !! Fast geschafft: Nettokreditaufnahmen von RM 3,6 Mrd. auf 0,2 Mrd. => erhebliche Defla. Wirkung. Auch wegen Weigerung Reparationszahlungen an Siegermächte (2,5 Mrd.) (gelang der Reichsregierung nach Mitte 1931, Siegermachte zu überzeugen, dass das Deutsche Reich in Krise politische und kommerzielle Auslandsschulden nicht bezahlen kann). Senkung öff. Ausgaben = Minderung Nachfrage nach Gütern u. Dienstleistungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Probleme und Untersuchungsprogramm: Einleitende Darlegung der Bedeutung der Weltwirtschaftskrise (1929-1933) als Zäsur für Wirtschaftspolitik und -wissenschaft.

2. Verlauf der Krise: Beschäftigung und Produktion in ver. Staaten: Analyse der internationalen Krisenindikatoren und der unterschiedlichen Krisenverläufe in verschiedenen Industrienationen.

3. Allgemeine Theorien über Entstehung und Überwindung von Arbeitslosigkeit: Darstellung ökonomischer Theorien, von Überproduktion bis zur Deflationspolitik, als Erklärungsansätze für Arbeitslosigkeit.

4. Krisenpolitik der einzelnen Länder: Vergleich der nationalen Strategien, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Nachfragestruktur und Beschäftigung liegt.

5. Krisenpolitik in Deutschland: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Kanzlerschaften und deren Maßnahmen zur Krisenbekämpfung in Deutschland.

6. Krisenpolitik des Auslandes: Untersuchung der Krisenbewältigung im Ausland, insbesondere der Maßnahmen in den USA, England, Frankreich, Schweden und Japan.

7. Ursachen der Krise in Deutschland u. evtl. Alternativen: Kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen der deutschen Krise und Diskussion hypothetischer Handlungsalternativen.

8. Überzeugungen u. Ziele d. dt. Kanzler: Analyse der politischen Handlungsspielräume und ideologischen Grundlagen der Kanzler während der Krisenjahre.

9. Soziale und politische Wirkungen der WWK in D: Darstellung der Auswirkungen auf die Gesellschaft und des Einflusses der Krise auf den Aufstieg des Nationalsozialismus.

10. Schlußurteil: Was lernen wir aus der WWK?: Abschließende Reflexion über die Lehren aus der Krise und der Vergleich zur heutigen wirtschaftlichen Situation.

Schlüsselwörter

Weltwirtschaftskrise, Keynesianismus, Ordoliberalismus, Deflationspolitik, Arbeitsbeschaffung, Vollbeschäftigung, Rentabilität, Industrieproduktion, Reparationszahlungen, Investitionskrise, Weimarer Republik, Notverordnungen, Konjunktur, Staatsausgaben, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933, ihre Ursachen sowie die unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Bewältigungsstrategien in Deutschland und anderen Ländern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die ökonomischen Theorien zur Entstehung von Arbeitslosigkeit, die Wirksamkeit staatlicher Eingriffe, der internationale Vergleich der Krisenverläufe sowie die politisch-sozialen Folgen der Krise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die ökonomischen Mechanismen der damaligen Zeit zu gewinnen und zu prüfen, inwiefern diese für moderne Krisen als Lerneffekt dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch verschiedene ökonomische Schulen (z.B. Keynesianismus, Monetarismus) sowie einer vergleichenden empirischen Betrachtung nationaler Wirtschaftsdaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil deckt die detaillierte Darstellung der Krisenpolitik in Deutschland, die internationalen Krisenverläufe sowie die Analyse der Ursachen wie mangelnde Rentabilität und schrumpfende Geldmengen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Deflationspolitik, Rentabilität, Investitionskrise, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) und der internationale Warenaustausch.

Welche Rolle spielten die "Russengeschäfte" in der deutschen Krise?

Die Russengeschäfte waren durch Exportkredite und staatliche Bürgschaften unterstützt, was zwar Arbeitsplätze sicherte, aber der offiziellen Deflationspolitik der Regierung entgegenlief.

Warum war die Deflationspolitik von Brüning so umstritten?

Sie führte zwar zu einer gewissen Stabilität, verschärfte aber gleichzeitig die Krise durch Lohnkürzungen und Kaufkraftentzug, was den sozialen Unmut in der Bevölkerung massiv steigerte.

Wie bewertet die Arbeit den Einfluss der Industrie auf den Aufstieg Hitlers?

Die Industrie war mehrheitlich gegen das parlamentarische System der Weimarer Republik, aber nicht zwingend pro Hitler; sie wollte jedoch die durch das System behinderte Rentabilität wiederherstellen.

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Details

Title
Die große Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre
College
University of Hagen
Course
Modul 1.3: Historische Grundlagen der Politik
Author
Michaela Sankowsky (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V279186
ISBN (eBook)
9783656727200
ISBN (Book)
9783656727194
Language
German
Tags
weltwirtschaftskrise jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Sankowsky (Author), 2011, Die große Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279186
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