Das Modul vermittelt Kenntnisse zur Grundlegung moderner europäischer Staatlichkeit und Politik seit dem 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Dabei geht es auch um die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Kräften und den jeweiligen Formen politischer Steuerung. Durch Typenbildung und Vergleich sowie durch historisch-exemplarische Einzelfallstudien soll das Verständnis der Studierenden für die historische Wandelbarkeit dieser Formen politischer Steuerung und gesellschaftlicher Koordination in Europa gefördert werden sowie ihre Fähigkeit zur Analyse solcher Prozesse.
Ausführliche Zusammenfassung ohne Literaturangaben.
Inhaltsverzeichnis
- Begriffsklärung
- Begriffsgeschichte
- Adjektiv „absolut“
- Ständische Argumentation
- Merkmale
- Neuansätze der Forschung
- Der "ständische" Forschungsansatz
- Der "regionalistische" Forschungsansatz.
- Der,,rechtsgeschichtliche“ Forschungsansatz.
- Der "finanzgeschichtliche" Forschungsansatz.
- Der Kontinuitätsansatz.
- Absolutismus = Epoche?
- II. Spätmittelalter und 16. Jahrhundert
- Verdichtungen
- Der dynastische Fürstenstaat
- Beamte
- Staaten, Fürsten und Stände
- Verhältnis zu Rom
- III. Die Religionskriege und die "Sakralisierung" der französischen Monarchie
- Die "Neue Monarchie"
- Religionskriege
- IV. Frankreich von Heinrich IV. bis Ludwig XIV.: Anspruch und Wirklichkeit einer absoluten Monarchie
- Das französische Königtum im 17. Jahrhundert
- Finanzen und Verschuldung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit dem Absolutismus als historischem Phänomen und analysiert dessen Entstehung, Entwicklung und Merkmale. Er beleuchtet die Begriffsgeschichte des Absolutismus und untersucht verschiedene Forschungsansätze, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Der Text untersucht die Rolle der Stände, die Bedeutung der Religion und die Entwicklung des Staatsgedankens im Kontext des Absolutismus. Darüber hinaus werden die Finanzstrukturen und die Wirtschaftspolitik des Absolutismus beleuchtet.
- Begriffsgeschichte des Absolutismus
- Entwicklung des Absolutismus in Europa
- Rolle der Stände und des Adels
- Bedeutung der Religion und der Sakralisierung der Monarchie
- Finanzstrukturen und Wirtschaftspolitik des Absolutismus
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Teil des Textes befasst sich mit der Begriffsgeschichte des Absolutismus und analysiert die verschiedenen Definitionen und Interpretationen dieses Begriffs. Es wird deutlich, dass der Absolutismus kein einheitliches Phänomen ist, sondern in verschiedenen Ländern und Epochen unterschiedliche Ausprägungen aufwies. Der Text beleuchtet die Entwicklung des Absolutismus im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts und die unterschiedlichen Forschungsansätze, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
Der zweite Teil des Textes befasst sich mit dem Spätmittelalter und dem 16. Jahrhundert. Er analysiert die Entwicklung des dynastischen Fürstenstaates und die Rolle der Stände in diesem Kontext. Der Text beleuchtet die Bedeutung der Bürokratisierung und die Herausforderungen, die mit der Verwaltung großer Territorien verbunden waren. Darüber hinaus wird das Verhältnis der europäischen Staaten zur katholischen Kirche und die Rolle der Inquisition in Spanien untersucht.
Der dritte Teil des Textes befasst sich mit den Religionskriegen und der "Sakralisierung" der französischen Monarchie. Er analysiert die Entwicklung der "Neuen Monarchie" in Frankreich und die Rolle der Religionskriege in diesem Kontext. Der Text beleuchtet die Bedeutung der "thèse royale" und die Bemühungen der französischen Monarchie, ihre Macht zu festigen und ihre Legitimität zu stärken.
Der vierte Teil des Textes befasst sich mit Frankreich von Heinrich IV. bis Ludwig XIV. und analysiert die Anspruch und Wirklichkeit einer absoluten Monarchie. Der Text beleuchtet die drei zentralen Strukturelemente der französischen Monarchie im 17. Jahrhundert: den Staatsgedanken, die religiöse Verehrung des Monarchen und den Merkantilismus. Darüber hinaus werden die Finanzstrukturen und die Verschuldungspolitik der französischen Monarchie untersucht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Absolutismus, die Begriffsgeschichte, die Stände, die Religion, die Sakralisierung der Monarchie, die "thèse royale", die "Neue Monarchie", den Merkantilismus, die Finanzstrukturen und die Verschuldungspolitik. Der Text beleuchtet die Entwicklung des Absolutismus in Europa und analysiert die verschiedenen Forschungsansätze, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die zentralen Merkmale des Absolutismus?
Zentrale Merkmale sind der dynastische Fürstenstaat, die Bürokratisierung durch Beamte, der stehende Heer sowie die wirtschaftspolitische Steuerung durch den Merkantilismus.
Welche Rolle spielten die Stände im Absolutismus?
Obwohl der Monarch „absolut“ herrschte, gab es oft komplexe Wechselwirkungen und Konflikte mit den gesellschaftlichen Kräften der Stände und des Adels.
Was versteht man unter der „Sakralisierung“ der Monarchie?
Besonders in Frankreich wurde die Macht des Königs religiös legitimiert, was den Monarchen als gottgewollte und sakrale Instanz darstellte.
Wird der Absolutismus heute noch als einheitliche Epoche gesehen?
Neuere Forschungen (regionalistische oder finanzgeschichtliche Ansätze) hinterfragen den Epochenbegriff und betonen die regionale Vielfalt und Kontinuitäten.
Welchen Einfluss hatten die Religionskriege auf die französische Monarchie?
Die Kriege führten zur Stärkung des Staatsgedankens als ordnende Macht, was den Weg für die absolute Herrschaft unter Heinrich IV. und später Ludwig XIV. ebnete.
- Quote paper
- Michaela Sankowsky (Author), 2011, Absolutismus. Historisch-exemplarische Einzelfallstudien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279188