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Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaats

Titel: Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaats

Zusammenfassung , 2013 , 20 Seiten

Autor:in: Michaela Sankowsky (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Kurs „Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaates“ erweitert den Blick auf die Institutionen, in die wirtschaftliche Aktivitäten eingebettet sind. Mit der Institution des Wohlfahrtsstaates ist eine staatliche Verpflichtung zur sozialen Sicherung und Förderung aller Bürger impliziert, die über private Vorsorge und gemeinschaftliche Fürsorge hinausgeht. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, zieht der Wohlfahrtsstaat Ressourcen an sich, die er wiederum in Form von monetären Transfers, sozialen Diensten und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Nicht zufällig ist es gerade das Wechselverhältnis von Wirtschaft und Wohlfahrtsstaat, welches im Mittelpunkt gegenwärtiger Kontroversen um die möglichen Grenzen wohlfahrtsstaatlicher Leistungsfähigkeit steht. Schwächt der Wohlfahrtsstaat die Anreize für Leistung und Investitionen, weil die finanziellen Ressourcen als Steuern und Beiträge aus dem Wirtschaftssystem entnommen werden müssen, oder kompensiert er die negativen Folgen von Wirtschaftstätigkeit, indem er in Krisenzeiten Einkommen und Nachfrage stabilisiert? Der Kurs führt in unterschiedliche Theorieansätze der Wohlfahrtsstaatsforschung ein, gibt einen Überblick über wohlfahrtsstaatliche Strukturen und Institutionen im Ländervergleich und behandelt die materiellen Aspekte und Folgen der Sozialpolitik in verschiedenen Politik- und Regelungsfeldern. Unter dem Aspekt der Steuerung und Koordination (Governance) werden neuere sozialpolitische Steuerungskonzepte vorgestellt (aktivierender Staat, kooperativer Staat, welfare to work). Abschließend werden zentrale Problemfelder wohlfahrtsstaatlicher Tätigkeit diskutiert, die sich an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft ergeben.

Ausführliche Zusammenfassung ohne Literaturangaben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaats

1.1 Zentrale theoretische Ansätze und Ergebnisse der vergleichenden Wohlfahrtsstaatsforschung

1.1.1 Normative Ansätze

1.1.2 Kommunitaristische Ansätze

1.1.3 Vergleichs-, Stadien- und Entwicklungstypologie

1.1.4 Abgrenzung des deutschen Bismarck-Modells vom britischen Beveridge-Modell

1.1.5 Klassische Ansätze und Kontroversen

1.2 Politisch-institutionelle Ansätze

1.2.1 „Sozialdemokratisches Modell“:

1.3 Synopse der deutschen Parteiprogramme

1.4 Konzeptionelle und empirische Integrationsversuche

1.5 Esping-Andersens Regime-Ansatz: Erweiterung

1.6 Theorien sozialpolitischer Steuerung und des Wohlfahrtspluralismus

1.6.1 Korporatismus der Wohlfahrtsverbände in Deutschland

1.7 Vom Wohlfahrtsstaat zur Wohlfahrtsgesellschaft?

1.8 Feministische bzw. Gender-Ansätze

1.8.1 Geschlechter-Regime im Vergleich

1.9 Interdependenz von Wohlfahrtsstaat und Kapitalismus

1.9.1 Wert von Sozialpolitik

1.9.2 Kompatibilität und Komplementarität von Regimen der Wohlfahrt und der Ökonomie

1.10 Analysen des Ab- und Umbau des Wohlfahrtsstaats

1.10.1 New Politics und New Policy

1.10.2 Folgen der Globalisierung für Wohlfahrtsstaat und Arbeitswelt

1.10.3 Policy Learning, Wissen und Ideen

1.11 Methodenfragen und Optionen

1.12 Länderbeispiele

1.12.1 Deutsches Bismarck-Modell als konservativer Wohlfahrtsstaat

1.12.1.1 Aktuelle Probleme

1.12.2 Britisches Beveridge-Modell als „liberaler Wohlfahrtsstaat“

1.12.2.1 Aktuelle Probleme

1.12.3 Schweden: Prototyp des sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaats

1.12.3.1 Charakteristika

1.12.3.2 Struktur

1.12.3.3 Aktuelle Probleme

1.12.4 Niederlande als „konservativer Ausreißer“

1.12.4.1 Charakteristika

1.12.4.2 Struktur

1.12.4.3 Aktuelle Probleme

1.13 Vergleich von sozialer Sicherheit

1.13.1 Arbeitslosenversicherung: Regelung und Leistung

1.13.2 Familie und Mutterschaft

1.13.3 Gesundheitspolitik

1.13.4 Rentenversicherungssysteme

1.13.4.1 Aktuelle Reformen

1.14 Probleme und Reformen im Schnittbereich von Wohlfahrtsstaat und Ökonomie

1.14.1 Rente und neue ökonomische Bedingungen

1.14.1.1 Deutsches Rentensystem zwischen Sicherungstechnik und Politik

1.14.1.2 Riesterrente

1.14.2 Kommission für Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme (Rürup-Kommission)

1.14.3 Ältere Arbeitnehmer als Zielgruppe des Wohlfahrtsstaats

1.14.4 Konvergenzstrategie der EU in Alterspolitik

1.14.5 Arbeitsmarktpolitik: Institutionen, Strategien und Instrumente im Wandel

1.14.5.1 Vergleich Schweden und Deutschland

1.14.5.1.1 Schweden

1.14.5.1.2 Deutschland

1.14.5.2 Schweden Vorbild für Deutschland?

1.14.6 Von aktiver Arbeitsmarktpolitik zu Aktivierung und Employability

1.14.6.1 Großbritannien: New Deal

1.14.6.2 Dänemark: Jobrotation

1.14.6.3 Deutschland: Hartz IV und Agenda 2010

1.14.6.4 EU: Gemeinschaftlich koordinierte Beschäftigungsstrategie

1.14.7 Dienstleistungen im Wohlfahrtsstaat

1.14.7.1 Trägerstruktur und institutionelle Dynamik im Bereich der sozialen Dienste

1.14.8 Frauen zwischen Familien-, Sozial- und Beschäftigungspolitik

1.14.8.1 Vier Modelle um Geschlechterverhältnisse genauer zu bestimmen

1.14.8.2 Beispiel Großbritannien

1.15 Schlussfolgerung & Ausblick

1.15.1 Sparpolitik

1.15.2 „Dritter Weg“

1.15.3 Vom wissenschaftlichen Vergleichen zum politischen Lernen

1.15.3.1 Bedingungen des Lernens von anderen

1.15.4 Dynamik und Zukunft des europäischen Mehrebenensystems

1.15.5 Zukunft durch Umbau des Wohlfahrtsstaats

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Strukturen, Reformprozesse und Zukunftsperspektiven moderner Wohlfahrtsstaaten im Kontext ökonomischer Globalisierung und demografischen Wandels. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich nationale Sicherungssysteme zwischen institutioneller Pfadabhängigkeit und notwendigen Anpassungsstrategien bewegen.

  • Vergleichende Analyse internationaler Wohlfahrtsregime (Deutschland, Großbritannien, Schweden, Niederlande).
  • Untersuchung der Interdependenz zwischen Wohlfahrtsstaat und kapitalistischer Marktwirtschaft.
  • Analyse arbeitsmarktpolitischer Transformationsprozesse (Aktivierung, „Workfare“, Employability).
  • Evaluierung von Reformansätzen bei Renten-, Gesundheits- und sozialen Dienstleistungssystemen.
  • Diskussion der Dynamik im europäischen Mehrebenensystem und politisches Lernen.

Auszug aus dem Buch

Esping-Andersens Regime-Ansatz: Erweiterung

Wandel zur globalisierten, postindustriellen Gesellschaft

Bedeutung der privaten Haushalte für Produktion von sozialen Dienstleistungen  Liberal: Dienstleistungen als Niedriglohnsektor, Sozialdemokratisch: Staat stellt Dienstleistungen zur Verfügung, Konservativ: Abdeckung durch private Haushalte/Familie

Ergänzung um „rudimentären Wohlfahrtsstaat“ (Spanien, Portugal, Griechenland)

Systeme sind nur partiell entwickelt, kein rechtlicher Anspruch auf Wohlfahrt, aber traditionelle Formen der sozialen Sicherung

Ergänzung um „radikalen Wohlfahrtsstaat“ (Großbritannien, Australien, Neuseeland): Radikaler Egalitarismus, wenig Sozialausgaben, aber starke umverteilende Elemente

Ergänzung um „postsozialistische Wohlfahrtsstaaten“ (Ostblock): Folgen der politisch-ökonomischen Transformation müssen bewältigt werden, junge Institutionen des Wohlfahrtsstaats

Kritik: Modell hat nur Eigenschaften, keine Erklärungen, Wandlungsprozesse können nicht erfasst werden, institutionelle Regelungen sind nicht immer klar zuordbar, nur Ausmaß der Dekommodifizierung als Variable

Trotzdem ist Modell wichtig für Wohlfahrtsstaatsforschung

Zusammenfassung der Kapitel

Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaats: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Wohlfahrtsstaatsforschung ein und beleuchtet verschiedene Typologien, Ansätze und die Interdependenz mit ökonomischen Systemen.

Länderbeispiele: Hier werden spezifische nationale Modelle wie das deutsche Bismarck-System, das britische Beveridge-Modell, Schweden und die Niederlande detailliert in Bezug auf ihre Merkmale und Herausforderungen analysiert.

Vergleich von sozialer Sicherheit: In diesem Teil werden spezifische Sicherungssysteme wie Arbeitslosen-, Renten- und Gesundheitssysteme sowie die Rolle der Familienpolitik im Ländervergleich gegenübergestellt.

Probleme und Reformen im Schnittbereich von Wohlfahrtsstaat und Ökonomie: Dieses Kapitel widmet sich den aktuellen Reformnotwendigkeiten, Strategien zur Aktivierung auf dem Arbeitsmarkt und den Dienstleistungsstrukturen unter Druck der Globalisierung.

Schlussfolgerung & Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert über die Zukunft des Wohlfahrtsstaats im Kontext des europäischen Mehrebenensystems und diskutiert die Möglichkeiten des politischen Lernens.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik, Globalisierung, Reform, Rentenversicherung, Arbeitsmarktpolitik, Pfadabhängigkeit, Aktivierung, Sozialausgaben, Wohlfahrtspluralismus, Beschäftigungsdynamik, Finanzierung, Europäisierung, Dienstleistungssektor, Alterssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Funktionsweise, den verschiedenen Typologien und der notwendigen Transformation moderner Wohlfahrtsstaaten angesichts globaler wirtschaftlicher Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernfeldern gehören die vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung, die Interdependenz zwischen Ökonomie und Sozialstaat, Arbeitsmarktpolitik sowie Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheit und soziale Dienste.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit nationaler Sozialstaaten zu untersuchen und zu verstehen, wie institutionelle Rahmenbedingungen Reformprozesse beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze der vergleichenden Politikwissenschaft, kombiniert Längs- und Querschnittsanalysen und integriert institutionelle sowie ökonomische Perspektiven auf die Sozialstaatlichkeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert nationale Modelle, vergleicht Sicherungssysteme, diskutiert den „Umbau“ des Sozialstaats durch „New Politics“ und evaluiert aktuelle Reformen wie Hartz IV oder die Riesterrente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik, Globalisierung, Rentenversicherung, Arbeitsmarktpolitik, Pfadabhängigkeit und Aktivierung sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheidet sich das deutsche vom schwedischen Modell?

Deutschland basiert primär auf dem beitragsfinanzierten Bismarck-Modell mit enger Kopplung an die Erwerbsbiografie, während Schweden das sozialdemokratische Modell der Universalität und aktiven Arbeitsmarktpolitik verfolgt.

Was bedeutet der Begriff „Pfadabhängigkeit“ im Kontext dieser Arbeit?

Pfadabhängigkeit beschreibt, dass die heutige Ausgestaltung von Sozialstaaten maßgeblich durch historische Institutionen und frühere Entscheidungen geprägt ist, was grundlegende Reformen erschwert oder in eine bestimmte Richtung lenkt.

Welche Rolle spielt die Aktivierungsstrategie bei aktuellen Reformen?

Aktivierung zielt darauf ab, die Beschäftigungsquote zu steigern, indem Sozialleistungen an Bedingungen wie Arbeitssuche oder Qualifizierung geknüpft werden, um die Abhängigkeit von Transferleistungen zu verringern.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaats
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Modul 2.1: Staat und Wirtschaft in der Globalisierung
Autor
Michaela Sankowsky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V279189
ISBN (eBook)
9783656727330
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politische ökonomie wohlfahrtsstaats
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michaela Sankowsky (Autor:in), 2013, Politische Ökonomie des Wohlfahrtsstaats, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279189
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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