Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Law

Überalterung der Gesellschaft Finanzielle Auswirkungen auf alle Generationen

Title: Überalterung der Gesellschaft Finanzielle Auswirkungen auf alle Generationen

Seminar Paper , 2003 , 36 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dennis Möhlmann (Author), Alexander Tost (Author), Edwin Schott (Author)

Business economics - Law
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Einleitung

Die vorliegende Arbeit im Rahmen des Seminars „Überalterung der Gesellschaft“ beschäftigt sich mit den finanziellen Auswirkungen auf alle Generationen. Die zentrale Fragestellung liegt hierbei in der Skizzierung und detaillierten Auseinandersetzung mit dem staatlichen Rentensystem und dessen aktuellen und zukünftigen Problemen auf der einen Seite und den daraus resultierenden Lösungsansätzen für verschiedene Generationen andererseits. Diese sollen exemplarisch für heute 25jährige, 40jährige und 55jährige dargestellt werden. Hierzu soll zunächst die historische Entwicklung des gesetzlichen Rentensystems seit der Sozialgesetzgebung unter Kaiser Wilhelm I. und Reichskanzler Otto von Bismark erläutert werden; im Anschluß daran wird die heutige Funktionsweise unter Berücksichtigung der Rentenberechnung sowie der Rentenformel verdeutlicht. Aufbauend darauf werden die Ursachen der aktuellen Probleme in den Bereichen der demographischen Entwicklung und deren Auswirkungen bezogen auf das umlagefinanzierte Absicherungssystem sowie deren Folgen erörtert.

Anschließend werden derzeit diskutierte mögliche Problemlösungsansätze veranschaulicht und deren Potentiale abgeschätzt. Hierbei soll neben der viel diskutierten sogenannten „Riester-Rente“ vor allem das Medium der Pensionskasse vorgestellt werden. Schließlich werden die konkreten finanziellen Auswirkungen auf alle Generationen diskutiert. Hierbei soll zunächst auf die grundsätzlichen Formen der Kapitalanlagemöglichkeiten eingegangen sowie konkrete Altersvorsorgeprodukte vorgestellt werden. Neben den reinen Auswirkungen werden weiterhin mögliche Altersvorsorgestrategien für die jeweiligen Generationen vorgestellt und hinsichtlich der unterschiedlichen Laufzeiten abgehandelt. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt hier auf der Lebensversicherung und im Vergleich dazu dem Investmentfonds. Neben den Auswirkungen auf den einzelnen Sparer sollen abschließend Chancen für Finanzdienstleistungsunternehmen untersucht und erörtert werden, da im Rahmen dieser Seminarreihe an der Universität Lüneburg über die Gründung eines eigenen studentischen Finanzdienstleisters nachgedacht und beraten wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung der gesetzlichen Rentenversicherung

3. Die gesetzliche Rentenversicherung

3.1 Rentenberechnung

3.2 Rentenformel

4. Die demographische Entwicklung

4.1 Veränderungen der Alterspyramide

4.2 Überalterung der Gesellschaft

4.3 Folgen der Überalterung für das Umlagesystem in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV)

4.4 Weitere Faktoren

4.5 Fazit zu den Problemen der GRV

5. Lösung des Problems über eine Abgabenerhöhung

6. Lösungsansätze der Politik

6.1 Die geförderte private - kapitalgedeckte - Altersvorsorge (Riester-Rente)

6.2 Pensionskassen

7. Finanzielle Auswirkungen auf alle Generationen

7.1 Heutige Rentenempfänger

7.2 Kapitalanlageformen

7.2.1 Sicht-, Termin- und Spareinlagen

7.2.2 Wertpapiere

7.2.2.1 Gläubigereffekten: Anleihen

7.2.2.2 Teilhabereffekten: Aktien

7.2.2.3 Miteigentumseffekten: Investmentzertifikate

7.2.2.4 Derivative Finanzinstrumente

7.2.3 Altersvorsorgeprodukte

7.2.3.1 Lebens- / Rentenversicherung

7.2.3.2 Investmentfonds

7.3 Altersvorsorgestrategien und finanzielle Auswirkungen auf die heutigen Erwerbstätigen

7.3.1 Heutige 55jährige

7.3.2 Heutige 40jährige

7.3.3 Heutige 25jährige

8. Fazit und Chancen für Finanzdienstleistungsunternehmen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die finanziellen Folgen der demographischen Überalterung für verschiedene Generationen im Kontext des staatlichen Rentensystems. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des umlagefinanzierten Rentenmodells zu hinterfragen, politische Lösungsansätze zu bewerten und individuelle Anlagestrategien für unterschiedliche Altersgruppen unter Berücksichtigung verschiedener Finanzinstrumente aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung und Funktionsweise des gesetzlichen Rentensystems.
  • Analyse demographischer Herausforderungen und deren Auswirkungen auf das Umlageverfahren.
  • Bewertung politischer Problemlösungsansätze (z.B. Riester-Rente, Pensionskassen).
  • Vergleichende Untersuchung von Kapitalanlageformen (Aktien, Anleihen, Fonds, Lebensversicherungen).
  • Empfehlungen für Altersvorsorgestrategien für heutige 25-, 40- und 55-Jährige.

Auszug aus dem Buch

7.2.3.1 Lebens- / Rentenversicherung

Die Lebens- bzw. Rentenversicherung ist zunächst einmal eine Kombination aus einer Riskoversicherung auf den Todesfall des Versicherungsnehmers und einem Ansparprodukt, wobei die Art und Weise der Kapitalanlage gesetzlich eng vorgeschrieben ist. Der Kunde schließt für eine im voraus festgelegte Laufzeit einen Vertrag über eine ebenfalls im voraus festgelegte Beitrags- und Versicherungssumme ab. Der reine Sparanteil der Beiträge liegt je nach Versicherungsunternehmen zwischen 55 und 70 Prozent. Der Gesetzgeber hat die Versicherungsunternehmen verpflichtet, für ihre Kunden eine gewisse Mindestverzinsung zu erwirtschaften. Dieser Prozentsatz lag bis zum 30.06.2000 bei 4,0 Prozent und wurde zum 01.07.00 auf 3,25 Prozent abgesenkt. Der gesetzliche Garantiezins soll nun erneut für neue Lebensversicherungen zum 1. Januar 2004 von 3,25 auf 2,75 Prozent sinken. Diese gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung bezieht sich allerdings nur auf den Sparanteil. Tatsächlich haben die Versicherungsunternehmen für ihre Kunden in den letzten 30 Jahren jedoch eine Verzinsung des gesamten Beitrags erwirtschaftet, die zwischen 4,9 (Delphin Leben) und 6,9 Prozent (neue Leben) lag. Die Abbildung 9 stellt die Wertentwicklung zweier großer deutscher Lebensversicherungen über einen Zeitraum von 40 Jahren exemplarisch dar.

Neben der klassischen Kapitallebensversicherung besteht in Deutschland jedoch seit 1970 die Möglichkeit eine fondsgebundene Lebensversicherung zu erwerben, wobei die Sparbeiträge nicht von der Lebensversicherungsgesellschaft angelegt werden, sondern direkt in einen Investmentfonds fließen, und somit in einem Sondervermögen liegen, daß getrennt vom Vermögen der Versicherung verwaltet wird. Der Sparanteil beträgt bei klassischen Fondspolicentarifen, wie beispielsweise der WWK, etwa 11 Prozent des Gesamtbeitrages in den ersten beiden Jahren und steigt dann auf 89 Prozent im 5. Jahr an. Diese höhere Sparquote im Vergleich zur Kapitallebensversicherung (KLV) ist hauptsächlich aus den gesetzlich festgelegten niedrigeren Provisionszahlungen zu begründen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur finanziellen Belastung durch das Rentensystem und die Zielsetzung der Arbeit.

2. Entstehung der gesetzlichen Rentenversicherung: Historischer Rückblick auf die Ursprünge der Sozialgesetzgebung im 19. Jahrhundert.

3. Die gesetzliche Rentenversicherung: Erläuterung der Rentenberechnung und der Rentenformel als zentralem Steuerungsinstrument.

4. Die demographische Entwicklung: Analyse der alternden Bevölkerung und der negativen Auswirkungen auf das Umlageverfahren.

5. Lösung des Problems über eine Abgabenerhöhung: Diskussion der Grenzen für eine weitere Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge.

6. Lösungsansätze der Politik: Vorstellung der Riester-Rente und der Rolle von Pensionskassen bei der kapitalgedeckten Altersvorsorge.

7. Finanzielle Auswirkungen auf alle Generationen: Konkrete Untersuchung der Vorsorgesituation für Rentner und Erwerbstätige unter Einbeziehung verschiedener Anlageformen.

8. Fazit und Chancen für Finanzdienstleistungsunternehmen: Ausblick auf Marktveränderungen und Potenziale durch die steigende Notwendigkeit privater Vorsorge.

Schlüsselwörter

Rentenversicherung, demographischer Wandel, Umlageverfahren, Kapitaldeckung, Riester-Rente, Altersvorsorge, Lebensversicherung, Investmentfonds, Zinseszinseffekt, Rentenberechnung, Kapitalanlage, Alterslastquote, Pensionskassen, Generationenvertrag, Finanzdienstleister.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der demographischen Überalterung auf das staatliche Rentensystem in Deutschland und die daraus resultierenden finanziellen Konsequenzen für verschiedene Generationen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Rentenversicherung, die demographische Entwicklung, politische Reformvorschläge sowie verschiedene Möglichkeiten der privaten Kapitalanlage zur Altersvorsorge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Zukunftsfähigkeit des Umlageverfahrens und die Aufzeigung privater Handlungsalternativen für 25-, 40- und 55-jährige Erwerbstätige.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Seminararbeit, die auf einer Auswertung historischer Daten, aktueller Statistiken, politischer Reformkonzepte und bankwirtschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das gesetzliche Rentensystem (Berechnung/Rentenformel), die demographischen Probleme, politische Lösungsmodelle sowie ein detaillierter Vergleich verschiedener Finanzinstrumente wie Aktien, Anleihen, Fonds und Lebensversicherungen erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Rentenversicherung, demographischer Wandel, Kapitaldeckung, Altersvorsorge, Riester-Rente und Generationenvertrag.

Warum ist die Unterscheidung zwischen 55-, 40- und 25-Jährigen so wichtig?

Diese Generationen haben unterschiedliche Zeitfenster für den Vermögensaufbau. Während Ältere auf Sicherheit und bestehendes Kapital setzen müssen, können Jüngere den Zinseszinseffekt durch aktienlastige Anlagen bei längeren Laufzeiten besser nutzen.

Welchen Einfluss haben Pensionskassen auf das Vorsorgesystem?

Pensionskassen bieten durch steuerliche Vorteile bei der Bruttolohnumwandlung eine flexible Ergänzung zur gesetzlichen Rente und werden langfristig als interessantes Instrument für die Altersvorsorge identifiziert.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Überalterung der Gesellschaft Finanzielle Auswirkungen auf alle Generationen
College
University of Lüneburg  (Institut für Rechtswissenschaften)
Course
Überalterung der Gesellschaft Finanzielle Auswirkungen auf alle Generationen
Grade
1,7
Authors
Dennis Möhlmann (Author), Alexander Tost (Author), Edwin Schott (Author)
Publication Year
2003
Pages
36
Catalog Number
V27919
ISBN (eBook)
9783638298353
Language
German
Tags
Gesellschaft Finanzielle Auswirkungen Generationen Gesellschaft Finanzielle Auswirkungen Generationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Möhlmann (Author), Alexander Tost (Author), Edwin Schott (Author), 2003, Überalterung der Gesellschaft Finanzielle Auswirkungen auf alle Generationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27919
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint