Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Miscellaneous

Die Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivvermögen

Title: Die Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivvermögen

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Markus Mayer (Author)

Business economics - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Rahmen der stufenweisen Erweiterung des Managementverständnisses und der Abkehr vom Shareholder- hin zum Stakeholderansatz, erfuhr die Unternehmenslandschaft in Europa vielfältige und tiefgreifende Veränderungen. Darunter auch die Idee der Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivvermögen. Diese Form der Beteiligung verlangt allerdings ein Umdenken der Unternehmensführungen, denn es handelt sich nun nicht mehr um das klassische Master-Slave-System, sondern basiert in wesentlichen Teilen auf einer Gleichstellung beider Vertragsparteien.
Dabei gilt als Produktivvermögen, oder Produktivkapital, der Teil des reproduzierbaren Sachvermögens, der der Leistungserstellung im Rahmen der Produktion dient. Hiervon abzugrenzen ist die Aussage über die Verteilung des Produktivvermögens. Sie bezieht sich, abweichend von obiger Definition, auf die Verteilung der Eigentumsansprüche privater Haushalte an Unternehmen. Die Beteiligung an dem Produktivvermögen stellt den Mitarbeiter gleich mit den sonst an dieser Stelle stehenden Kapitalgebern, so dass sich unter Umständen auch eine immaterielle Beteiligung ergibt. Diese Arbeit gibt in Abschnitt 2 einen Überblick über die Ziele, Strukturen und Modelle der Beteiligung von Arbeitnehmern am Produktivvermögen und bildet die verschiedenen Maßnahmen ab. Dabei wird ein kurzer Einblick in die Fördermöglichkeiten gegeben. In Abschnitt 3 werden die Wirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter dargestellt und die Brücke zur Unternehmenskultur geschlagen. Hier werden die Zusammenhänge von Innovatins- und Leistungsfähigkeit von Unternehmen in Kombination mit der Motivation, also auch der Beteiligung der Mitarbeiter am Produtkivvermögen, betrachtet. Da sich die Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivkapital von der Mitbestimmung im Unternehmen auch über die Teilhabe erstreckt und sich die Arten der Beteiligung teilweise ergänzen, ist es unabdingbar auch die immateriellen Möglichkeiten der Beteiligung, die nicht direkt Thema der Arbeit sind aber mit dem Produktivvermögen zusammenhängen, zu beleuchten. Obwohl in diesem Bereich auch große Potentiale und Gefahren zu finden sind, werden dem immateriellen, insbesondere dem institutionellen und im weitesten Sinne politischen Teil der Beteiligung, in dieser Arbeit nur der Vollständigkeit halber Aufmerksamkeit geschenkt. Gleiches gilt für die Behandlung der Unternehmenskultur in Unternehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 MATERIELLE BETEILIGUNG

2.1 DIE KAPITALBETEILIGUNG

2.1.1 Fremdkapitalbeteiligung

2.1.2 Eigenkapitalbeteiligung

2.1.3 Indirekte Kapitalbeteiligung als Form der Eigenkapitalbeteiligung

2.1.4 Mezzanine Formen der Beteiligung

2.2 DIE ERFOLGSBETEILIGUNG

2.2.1 Ertragsbeteiligung

2.2.2 Leistungsbeteiligung

2.2.3 Gewinnbeteiligung

2.2.3.1 Bonuszahlungen (cash based profit sharing)

2.2.3.2 Sparplan (deferred profit sharing)

2.2.3.3 Aktienbesitz (share-based profit sharing)

3 IMMATERIELLE BETEILIGUNG

4 MÖGLICHKEITEN DER FÖRDERUNG

5 WIRKUNG DER BETEILIGUNG

5.1 VERÄNDERUNGEN

5.2 ALLGEMEINE VORTEILE

5.3 ALLGEMEINE NACHTEILE

5.4 UNTERNEHMENSKULTUR UND MITARBEITERBETEILIGUNG

6 FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Mitarbeiterbeteiligung am Produktivvermögen als Bestandteil moderner Managementstrategien. Sie analysiert, wie durch die Einbindung der Belegschaft in Kapitalstrukturen oder Entscheidungsprozesse sowohl die Motivation und Identifikation als auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens gesteigert werden können.

  • Differenzierung zwischen materieller und immaterieller Mitarbeiterbeteiligung
  • Analyse verschiedener Kapital- und Erfolgsbeteiligungsmodelle
  • Untersuchung der Auswirkungen auf Unternehmenskultur und Mitarbeitermotivation
  • Betrachtung von Fördermöglichkeiten nach deutschem Steuer- und Vermögensbildungsrecht
  • Diskussion der Erfolgsfaktoren sowie möglicher Risiken bei der Implementierung

Auszug aus dem Buch

5.1 Veränderungen

Der aus der Informationstechnologie (IT) stammende Begriff des Master-Slave-Ansatzes besagt, dass der Master alleine die uneingeschränkte und unbedingte Kontrolle aller Ressourcen hat. Die weiteren Stellen des Systems, Slave genannt, müssen sich jeder befohlenen Aktion fügen und haben keinerlei Kompetenz. Nach diesem Prinzip wurden in Zeiten der Industrialisierung fast ausschließlich alle Industriebetriebe geführt. Unweigerlich führte dieser Ansatz mit zu Protesten und schließlich zu Ausschreitungen, die wesentlich zur Reformation der Arbeitsbedingungen führten. Menschen, die aktiv an einer Entscheidung oder an dem Ergebnis eines Vorhabens beteiligt sind, und der Überzeugung sind, dass Sie für das Vorhaben einen wichtigen Beitrag leisten, arbeiten in der Regel stärker am Gelingen dieses Vorhaben. Dabei ist zu beobachten, dass, je kleiner die Arbeitsgruppe und somit größer das Einbringen jedes Einzelnen, desto größer ist die emotionale Bindung und die motivationale Wirkung auf den Arbeitnehmer. Fühlt sich der Mitarbeiter noch zusätzlich als wichtiges Mitglied einer bestimmten Personengruppe, sind die sozialen Auswirkungen der Beteiligung immens. Leistung, Zufriedenheit und Motivation, steigen an. Dabei steht die Motivation als Maß des Willens sich gegen Widerstände durchsetzen zu wollen.

Auf Unternehmerseite werden sich, durch die gestiegene Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, Produktivität und Motivation steigern. Dadurch, dass die klassische Rollenverteilung von Arbeit und Kapital aufgehoben wird, werden die Spannungen gemindert oder gänzlich beseitigt.

Die Frage nach Vor- und Nachteilen lässt sich nur bedingt pauschal beantworten. Denn sie hängen zum einen von dem gewählten Beteiligungsmodell und zum anderen von der rechtlichen und formellen Ausgestaltung des Modells ab. Das heißt eine Gefahr ergibt sich grundsätzlich nur aus einem mangelhaft beziehungsweise fehlerhaft gestalteten Modell.

Weitere Punkte die es zu berücksichtigen gilt, sind Fragen von Rückzahlungs- und Sperrfristen, damit die getätigten Einzahlungen nicht alle zu einem Zeitpunkt aus dem Unternehmen fließen und die Liquidität des Unternehmens gefährden. Je nach Modell ist die Komplexität der Ausgestaltung unterschiedlich. So sind bei Belegschaftsaktien die formellen Anforderungen und die Verwaltungsfragen höher als bei einer stillen Beteiligung, die formlos gestaltet werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in den Wandel vom Shareholder- zum Stakeholderansatz ein und definiert die Relevanz der Mitarbeiterbeteiligung für das Management.

2 MATERIELLE BETEILIGUNG: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Formen der finanziellen Teilhabe, unterteilt in Kapital- und Erfolgsbeteiligungsmodelle.

3 IMMATERIELLE BETEILIGUNG: Hier wird die Beteiligung an Entscheidungsprozessen im Unternehmen thematisiert, die zwischen gesetzlicher Mitbestimmung und freiwilliger Partizipation unterscheidet.

4 MÖGLICHKEITEN DER FÖRDERUNG: Das Kapitel bietet einen Überblick über staatliche Fördermodelle wie die Steuerbefreiung nach EstG und die Arbeitnehmersparzulage.

5 WIRKUNG DER BETEILIGUNG: Es werden die Auswirkungen auf Unternehmenskultur, Mitarbeiterbindung und Motivation sowie die Vor- und Nachteile der Beteiligungsformen analysiert.

6 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Bedeutung der Beteiligung als strategisches Managementsystem zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Mitarbeiterbeteiligung, Produktivvermögen, Kapitalbeteiligung, Erfolgsbeteiligung, Mitbestimmung, Unternehmenskultur, Motivation, Stakeholderansatz, Human Resource Management, Gewinnbeteiligung, Partizipation, Mitarbeiterbindung, Vermögensbildung, Leistungsfähigkeit, Change Management.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Beteiligung von Arbeitnehmern am Produktivvermögen eines Unternehmens als strategisches Instrument der modernen Unternehmensführung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Unterscheidung zwischen materieller und immaterieller Beteiligung, verschiedene Modelle der Kapital- und Erfolgsbeteiligung sowie deren Auswirkungen auf die Unternehmenskultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Modelle und Auswirkungen der Mitarbeiterbeteiligung aufzuzeigen und zu untersuchen, wie diese die Motivation, Leistungsfähigkeit und Bindung an das Unternehmen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Managementtheorien, empirischer Studien (u.a. von Gallup) sowie auf die Auswertung rechtlicher Rahmenbedingungen der Beteiligungsförderung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung materieller Beteiligungsformen (Kapital- und Erfolgsbeteiligung), die immaterielle Mitbestimmung, staatliche Fördermöglichkeiten sowie eine kritische Betrachtung der Wirkungen auf das Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mitarbeiterbeteiligung, Produktivvermögen, Kapitalbeteiligung, Erfolgsbeteiligung, Unternehmenskultur, Motivation und Mitbestimmung.

Welche Rolle spielt die "Saarbrücker Formel" im Kontext der Arbeit?

Die Arbeit nutzt die Saarbrücker Formel, um den Stellenwert der Mitarbeitermotivation als entscheidenden Faktor für den Wert des Humankapitals eines Unternehmens zu verdeutlichen.

Welche Gefahren oder Nachteile werden bei Beteiligungsmodellen genannt?

Genannt werden unter anderem die Komplexität der Modellkonzeption, potenzielle Liquiditätsengpässe bei Rückzahlungen, Verwaltungsaufwand sowie das Risiko eines Totalverlusts für den Arbeitnehmer bei mangelhaft gestalteten Modellen.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Die Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivvermögen
College
University of Applied Sciences Trier; Environment - Campus
Grade
1,3
Author
Markus Mayer (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V279203
ISBN (eBook)
9783656731580
ISBN (Book)
9783656731597
Language
German
Tags
beteiligung mitarbeiter produktivvermögen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Mayer (Author), 2014, Die Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivvermögen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279203
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint