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Depression und Umgang mit der Suizidgefahr

Title: Depression und Umgang mit der Suizidgefahr

Term Paper , 2013 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Markus Mopser (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Die Depression ist weltweit die häufigste psychische Erkrankung. Laut Aussage der Weltgesundheitsorganisation werden in 10 Jahren mehr Menschen von Depression betroffen sein, als von irgendeinem anderen Gesundheitsproblem. Nur die Herz-Kreislauferkrankungen haben noch eine größere Häufigkeit und bleiben an erster Stelle bestehen. Schätzungen zu folge leiten weltweit ca. 340 Millionen Menschen an dieser „Krankheit“ und es werden täglich mehr.
Herbert Will erklärt diese steigende Anzahl der Erkrankungen an depressiven Störungen an der immer größer werdenden Verlustangst der Menschen zu ihrem Besitz. Aber auch der Verlust von Bindungen (Familie, Freunde, Ehepartner, etc…) und die dadurch entstehenden Einsamkeit haben großes Einwirken auf dieses Krankheitsbild. Das Versagen am Arbeitsplatz und die Angst vor Arbeitslosigkeit geben ihr Weiteres dazu, so dass ein angepeiltes Ziel des Ich-Ideals nicht oder nur sehr schwer zu erreichen ist. Dieses Streben nach einem besseren zukünftigen Ich, und die Angst, dass das Real-Ich diesem nicht treu wird, führen zu Selbstwertspannungen und depressiven Reaktionen.
Depression ist einer der wichtigsten Einfluss- und Risikofaktoren für Suizidalität. In dieser Hausarbeit will ich weitere Prädiktoren und Risikofaktoren aufzeigen sowie Interventionen, die für den Betroffenen als unterstützende Hilfe wahrgenommen werden kann. Sie könne jedoch durch Fehler oder falsches Verhalten genau das Gegenteil bewirken.
Es ist sehr wichtig und von entscheidender Bedeutung, Suizidalität richtig einzuschätzen und seine Risikofaktoren zu kennen. Hierdurch kann frühe Hilfestellungen durch Freunde, Ärzte und Therapeuten erfolgen, die (am besten gemeinsam) durch Interventionen versuchen den Betroffenen zu helfen um der Suizidgefahr vorzubeugen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prädiktoren und Risikofaktoren für Suizidalität

3. Akute Suizidalität

4. Erkennen und beurteilen der Suizidalität

5. Intervention

Präsuizidales Syndrom

6. Psychoanalytische Überlegungen zur Krisenintervention

Implikationen für den Helfer

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Zusammenhänge zwischen Depressionen und suizidalem Verhalten zu beleuchten sowie effektive Strategien für die Krisenintervention aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus primär auf der wissenschaftlichen Fundierung von Risikofaktoren und der Identifikation handlungsorientierter Ansätze für Helfer in akuten Krisensituationen.

  • Analyse psychologischer und sozialer Prädiktoren für Suizidalität
  • Klinische Symptomatik und Erkennung von suizidalen Krisen
  • Methodische Ansätze der akuten Krisenintervention
  • Psychoanalytische Perspektiven auf Suizidprävention
  • Belastungsfaktoren und die Rolle des Helfers (Gegenübertragung)

Auszug aus dem Buch

3. Akute Suizidalität

Unter akuter Suizidalität wird der Drang (und alle vorbereiteten Handlungen) zur absichtlichen Selbstbeschädigung, mit tödlichem Ausgang verstanden.

„Niedergeschlagenheit, traurige Verstimmung, Gefühllosigkeit, Angst, Antriebsminderung, Selbstzweifel, Wertlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, häufig begleitet von Ängstlichkeit und Unruhe, Energielosigkeit, Appetitstörungen, Gewichtsverlust, Libidoverlust, Schlafstörungen, Schmerzen, Konzentrationsprobleme und Suizidideen sind typische Beschwerden und Auffälligkeiten einer akuten Depression.“ (Hautzinger, 2010, S. 4)

Patienten, die sich in einem Zustand von akuter Suizidalität befinden, geben ihrem unmittelbaren Umfeld meistens Zeichen, die auf ein Gefühl von Lebensüberdruss und Todesfantasien hindeuten. Akute Suizidalität kann sich in Form von wiederholten Andeutungen darstellen, aber auch durch Rückzugstendenzen bis hin zu zwanghaften Todesgedanken. Das Risiko einer akuten Suizidalität ist bei Menschen, die in der Vergangenheit bereits Suizidversuche unternommen hatten, besonders hoch (vgl. Roll & Amberger, 2010, S. 146).

Eine Studie von Deisenhammer legte offen, dass die Zeitspanne vom ersten Suizidgedanken bis hin zur eigentlichen Tat, maximal 10 Minuten dauert. Des Weiteren können diese Personen in ihrer massiven Einengung schon durch ein kurzes Ansprechen so irritiert werden, dass sie vom Suizidgedanken abweichen und von ihrem „eigentlichen Denken“ herausgeholt werden (vgl. Deisenhammer, 2010, S. 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Relevanz von Depressionen als häufigste psychische Erkrankung und verdeutlicht deren enge Verbindung zur Suizidgefahr.

2. Prädiktoren und Risikofaktoren für Suizidalität: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Risikofaktoren, darunter affektive Erkrankungen, Vereinsamung und narzisstische Krisen, und erläutert deren Einfluss auf das suizidale Erleben.

3. Akute Suizidalität: Hier wird der Begriff der akuten Suizidalität definiert und es werden typische Warnsignale sowie die hohe Dynamik von der Gedankenbildung bis zur Tat beschrieben.

4. Erkennen und beurteilen der Suizidalität: Das Kapitel erläutert die schwierige Aufgabe der Risikoeinschätzung und stellt das Drei-Stadien-Modell nach Pöldinger vor.

5. Intervention: Es werden praxisnahe Konzepte für die Krisenintervention bei Jugendlichen dargelegt, wobei der Fokus auf Flexibilität und Einbindung des sozialen Umfelds liegt.

Präsuizidales Syndrom: Dieser Unterabschnitt beschreibt das Modell von Erwin Ringel, das die wesentlichen Merkmale suizidaler Prozesse wie Einengung und Aggressionsumkehr zusammenfasst.

6. Psychoanalytische Überlegungen zur Krisenintervention: Das Kapitel diskutiert die therapeutische Bindung und die notwendige beziehungsfördernde Grundhaltung im Umgang mit suizidalen Patienten.

Implikationen für den Helfer: Hier werden die psychischen Anforderungen an professionelle Helfer, insbesondere das Konzept der Gegenübertragung und der "Container"-Funktion, thematisiert.

Schlüsselwörter

Suizidalität, Depression, Krisenintervention, Präsuizidales Syndrom, Suizidprävention, Psychoanalyse, Risikofaktoren, Psychische Gesundheit, Gegenübertragung, Krisenmanagement, Suizidgedanken, Therapeutische Beziehung, Jugendhilfe, Psychische Not, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den komplexen Zusammenhang zwischen depressiven Störungen und der akuten Suizidgefahr, insbesondere mit Blick auf präventive Möglichkeiten in einem schulischen oder beratenden Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Identifikation von Risikofaktoren, das Erkennen und Beurteilen von suizidalen Krisenstadien sowie die methodische Gestaltung von Kriseninterventionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Helfern in der Praxis ein fundiertes Verständnis über suizidale Entwicklungen zu vermitteln, um eine frühzeitige und effektive Unterstützung der Betroffenen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die klinische Studien, psychoanalytische Konzepte (wie das Container-Modell) und fachwissenschaftliche Standards zur Krisenintervention integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung klinischer Risikofaktoren, das Drei-Stadien-Modell der Suizidalität, Methoden der Intervention sowie spezifische psychoanalytische Reflexionen zur Rolle des Helfers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Suizidalität, Krisenintervention, Depression, Risikofaktoren, Präsuizidales Syndrom und die Rolle des Helfers.

Was besagt das "präsuizidale Syndrom" nach Ringel?

Es beschreibt ein psychisches Einengungsphänomen, bei dem die Wahlmöglichkeiten des Betroffenen schwinden, begleitet von Aggressionen gegen das eigene Selbst und Suizidphantasien.

Warum ist die "Gegenübertragung" für den Helfer relevant?

Da Helfer im Umgang mit suizidalen Menschen heftige Gefühle auffangen müssen, ist die Reflexion eigener Reaktionen essenziell, um professionell handlungsfähig zu bleiben und eigene Überlastung zu verhindern.

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Details

Title
Depression und Umgang mit der Suizidgefahr
College
University of Kassel  (Erziehungswissenschaft)
Course
Adoleszenz und Depression: Präventive Möglichkeiten in der Schule
Grade
1,0
Author
Markus Mopser (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V279250
ISBN (eBook)
9783656720706
ISBN (Book)
9783656722885
Language
German
Tags
depression umgang suizidgefahr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Mopser (Author), 2013, Depression und Umgang mit der Suizidgefahr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279250
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