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Das Thema der Euthanasie in der nationalsozialistischen Schülzerzeitschrift "Hilf mit!"

Titel: Das Thema der Euthanasie in der nationalsozialistischen Schülzerzeitschrift "Hilf mit!"

Hausarbeit , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Clarissa Hermani (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Hausarbeit soll sich mit dem Thema der Euthanasie in der nationalsozialistischen Schülerzeitschrift „Hilft mit!“ beschäftigen. Im Vorfeld wird die Schülerzeitschrift vorgestellt. Dabei soll neben allgemeinen Informationen wie z.B. dem Herausgeber und der Auflagengröße auch auf den Inhalt der Zeitschrift eingegangen werden.
Im Anschluss wird die Euthanasie im Dritten Reich thematisiert. Begriffe wie Rassenhygiene und Kinder-Euthanasie werden definiert. Außerdem sollen die Aktion T4 und die Aktion 14f13 beschrieben werden.
Anschließend wird ein beispielhafter Artikel der Schülerzeitschrift „Hilf mit!“ vorgestellt und analysiert, um zu zeigen wie die Autoren mit dem Thema der Euthanasie in dieser Zeitschrift umgehen und wie sie dieses Thema den Jugendlichen nahe bringen.
Zum Abschluss soll im Fazit gezeigt werden, wie anhand des Beispiels aus Kapitel 4 die Indoktrination der Schüler durch die Schülerzeitschrift „Hilf mit!“ stattfand.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE SCHÜLERZEITSCHRIFT „HILF MIT!“

3. EUTHANASIE IM DRITTEN REICH

3.1. Rassenhygiene

3.2. Kinder-Euthanasie

3.3. Aktion T4

3.4. Aktion 14f13

4. ANALYSEBEISPIELE

4.1. „Hinter der hohen Mauer“

5. FAZIT

7. ANHANG

7.1. Anhang A

7.2. Anhang B

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Instrumentalisierung der nationalsozialistischen Schülerzeitschrift „Hilf mit!“ zur ideologischen Indoktrination von Kindern und Jugendlichen. Das primäre Forschungsziel ist es, am Beispiel des Artikels „Hinter der hohen Mauer“ aufzuzeigen, wie mittels didaktisch aufbereiteter, scheinbar harmloser Erzählungen rassistische Ideologien und Euthanasie-Propaganda in die Lebenswelt der jungen Leserschaft integriert wurden.

  • Strukturanalyse der Zeitschrift „Hilf mit!“ als NS-Propagandamedium.
  • Definition zentraler Begriffe des nationalsozialistischen Rassenwahns.
  • Aufarbeitung der Euthanasie-Programme (Kinder-Euthanasie, Aktion T4, Aktion 14f13).
  • Analyse der narrativen Manipulationstechniken in der Kinder- und Jugendliteratur des NS-Regimes.
  • Darstellung der Verflechtung von Indoktrination und konkreten politischen Umsetzungsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

Hinter der hohen Mauer

Verträumt schaute Erich den Kameraden nach, die auf der Straße der Stadt fortliefen. Mit beiden Händen hielt er noch den Ball fest, der rauh und grau sein bester Freund war. Den ganzen Nachmittag hatten sie geübt, denn morgen würde das große Spiel mit der starken Mannschaft des Fähnleins „Erik Rauda“ steigen. Erich stand als Linksaußen auf einem wichtigen Posten. Heute hatte auch nichts bei ihm klappen wollen, und Willi, der Jungzugführer, hatte ihn mehrmals wütend angeschaut und ihm seine schlechten Vorlagen zum Vorwurf gemacht. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als noch weiter zu üben, allein, bis die Dunkelheit vollends hereinbrechen würde. Kein Platz war dafür besser geeignet als der Rasen vor der hohen, schwarzen Mauer, die aus festen Quadersteinen gefügt war.

Ball um Ball wurde durchgeübt, und Erich ärgerte sich, daß ihm vorhin nicht die Bälle so von den Füßen gekommen waren wie jetzt. Schon wieder rannte er tribbelnd vorwärts, setzte zum Stoß an, glitt aber etwas ab, und in hohem Bogen sauste der Ball in die Luft über die hohe Mauer hinweg. Einen kurzen Blick warf er hinterher. Und unheimlich überkam ihn der Gedanke, nun irgendwie die Mauer überwinden zu müssen, um den Ball wieder zu erlangen.

Inzwischen war es längst dunkel geworden. Erich kroch an den vorstehenden Quadersteinen langsam Stufe um Stufe hoch, Mörtel bröckelte ab, und mehrmals sah sich Erich schon abgerutscht unten auf dem Rasen liegen. Endlich saß er rittlings auf der Höhe. Auf der anderen Seite war ein glatter Hof, der spärlich erleuchtet war durch den Schein der Lampen, die aus vielen Fenstern des großen Kasten leuchteten. Es war ein mächtiger Block, aus denselben Steinen gefügt wie die hohe Mauer. Ohne sich zu besinnen, noch mit schnellem Herzschlag. Ließ er sich wieder, Fuge um Fuge abtastend in den Hof hinab. Wenige Zeit später hatte er seinen Ball unterm Arm. Schon wollte er wieder zur Mauer hin, als ein erschütternd schriller Schrei aus einem Fenster in den Hof hallte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Hausarbeit, die sich mit der ideologischen Indoktrination von Kindern durch die Zeitschrift „Hilf mit!“ und der Thematisierung der Euthanasie beschäftigt.

2. DIE SCHÜLERZEITSCHRIFT „HILF MIT!“: Analyse der Struktur, der Reichweite und der propagandistischen Zielsetzung der vom Nationalsozialistischen Lehrerbund herausgegebenen Zeitschrift.

3. EUTHANASIE IM DRITTEN REICH: Erläuterung der theoretischen Hintergründe wie Rassenhygiene sowie eine detaillierte Beschreibung der Euthanasie-Programme von der Kinder-Euthanasie bis zur Aktion 14f13.

4. ANALYSEBEISPIELE: Untersuchung des Artikels „Hinter der hohen Mauer“ zur Aufdeckung der manipulativen Erzählweise, die den Lesern Angst vor als „fremd“ oder „minderwertig“ deklarierten Menschen vermitteln sollte.

5. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach die Zeitschrift durch die Mischung aus idyllischen Inhalten und unterschwelliger Propaganda ein gefährliches Instrument der NS-Erziehung darstellte.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Schülerzeitschrift, Hilf mit!, Indoktrination, Euthanasie, Rassenhygiene, Propaganda, Kinder-Euthanasie, Aktion T4, Aktion 14f13, NSLB, NS-Erziehung, Manipulation, Antisemitismus, Hinter der hohen Mauer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Funktion der nationalsozialistischen Schülerzeitschrift „Hilf mit!“ als zentrales Medium zur Indoktrination von Kindern und Jugendlichen während des NS-Regimes.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung abgedeckt?

Neben der allgemeinen Analyse der Zeitschrift bilden die ideologischen Grundlagen der Rassenhygiene sowie die grausamen Euthanasie-Programme des NS-Staates die inhaltlichen Schwerpunkte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das NS-Regime durch pädagogisch aufbereitete, beispielhafte Texte systematisch Ängste schürte und das Gedankengut der „Vernichtung unwerten Lebens“ bereits bei jungen Menschen verankerte.

Welche wissenschaftliche Methodik wird für diese Untersuchung genutzt?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Primärquellen, namentlich den Ausgaben der Zeitschrift „Hilf mit!“, und verknüpft diese mit einer historisch-kritischen Einordnung der Euthanasie-Dokumente der Zeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Zeitschrift selbst, eine theoretische Aufarbeitung der Euthanasie-Begriffe sowie eine detaillierte Analyse eines Fallbeispiels, welches die propagandistische Vorgehensweise illustriert.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?

Wesentliche Begriffe sind hierbei insbesondere NS-Propaganda, Indoktrination, Rassenhygiene, Euthanasie, „Hilf mit!“ sowie die gezielte Manipulation von Schülern.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Artikel „Hinter der hohen Mauer“ zu?

Dieser Artikel dient als konkretes Analysebeispiel, um zu verdeutlichen, wie durch eine emotional aufgeladene Geschichte die Stigmatisierung von Menschen in psychiatrischen Anstalten als notwendig und moralisch geboten dargestellt wurde.

In welchem zeitlichen Zusammenhang steht die Publikation des untersuchten Artikels zum Beginn der Euthanasie-Morde?

Der untersuchte Artikel erschien im Dezember 1938; nur acht Monate später wurde der Erlass zur Erfassung von behinderten Kindern herausgegeben, was den direkten Weg zur systematischen Tötung einleitete.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Thema der Euthanasie in der nationalsozialistischen Schülzerzeitschrift "Hilf mit!"
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Clarissa Hermani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V279370
ISBN (eBook)
9783656725107
ISBN (Buch)
9783656725060
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thema euthanasie schülzerzeitschrift hilf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clarissa Hermani (Autor:in), 2013, Das Thema der Euthanasie in der nationalsozialistischen Schülzerzeitschrift "Hilf mit!", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/279370
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Leseprobe aus  19  Seiten
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